Russland
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Putin mit Alexander Zaldostanov, dem Anführer der «Nachtwölfe» Bild: Ivan Sekretarev/AP/KEYSTONE

Umstrittener Motorradklub: Polen verweigert Putins Nachtwölfen die Durchreise

Zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges wollen die russischen Rocker «Nachtwölfe» auf den Spuren der Roten Armee bis nach Berlin fahren. Doch das Transit-Land Polen wehrt sich – es verweigert den Bikern die Durchfahrt. 

24.04.15, 20:52


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Der Motorradklub «Nachtwölfe» muss die Route seiner «Siegesfahrt» ändern: Polen untersagt den Mitgliedern der Kreml-nahen Gruppe die Einreise.

Dies teilte das Aussenministerium in einem Statement an die russische Botschaft in Warschau mit. Die Entscheidung sei aufgrund mangelnder Informationen der Gruppe zum Aufenthalt in Polen sowie der ungenauen Reiseroute gefallen, hiess es weiter. Eine offizielle Mitteilung aus Russland sei zu spät eingetroffen.

Eigentlich wollen die Biker auf ihrer «Siegesfahrt» von Moskau aus quer durch Ost- und Mitteleuropa bis nach Berlin den Weg der Sowjetarmee am Ende des Zweiten Weltkriegs nachfahren. Die Motorrad-Tour soll am 25. April beginnen und am 9. Mai, dem in Russland begangenen Jahrestag des Kriegsendes, in der deutschen Hauptstadt enden. «Ziel ist es, das Andenken an diejenigen zu ehren, die beim Kampf gegen den Faschismus gefallen sind», sagte Organisator Andrej Bobrowski.

Massive Kontrollen in Tschechien erwartet

Doch Polen ist nicht das einzige Land, das sich gegen die Tour wehrt. In Tschechien muss die Gruppe mit massiven Polizeikontrollen rechnen. «Der Staat sucht nach Wegen, um ihnen den Spass an der Fahrt zu verderben», berichtete die Zeitung «Lidove noviny» am Freitag online. Die Kreml-nahen Biker müssten sich wie andere Verkehrsteilnehmer verhalten und dürften nicht als Kolonne fahren, hiess es demnach aus Polizeikreisen.

Alexander Zaldostanov wird auch «Chirurg» genannt Bild: SERGEI ILNITSKY/EPA/KEYSTONE

Die Beamten planten, nach Waffen zu suchen sowie Alkohol-, Drogen- und technische Kontrollen durchzuführen. In einer Onlinepetition forderten 1600 Unterzeichner die Regierung in Prag auf, die Durchfahrt ganz zu verhindern.

Mit der Tour wollen die Biker nach eigenen Angaben die «guten Beziehungen» zwischen Russland und den durchquerten Ländern stärken. Besucht werden sollen dabei ausser Deutschland noch Weissrussland, Polen, Tschechien, die Slowakei und Österreich.

Die «Nachtwölfe» zeigen sich zwar regelmässig an der Seite von Russlands Präsident Wladimir Putin, streiten aber jedes politische Engagement ab. «Wir sind keine Historiker, aber wir wollen die Hunderttausenden von Zivilisten nicht in Vergessenheit geraten lassen, die im Krieg gestorben sind», sagte Bobrowski.

brk/dpa

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Stratosurfer 24.04.2015 23:43
    Highlight Kann Putin eigentlich nicht Moped fahren? Weshalb eiert er ständig mit einem Dreirad durch die Gegend?
    0 0 Melden

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