Südafrika
Oscar Pistorius, arrives at the high court in Pretoria, South Africa, Tuesday, April 15, 2014. Pistorius, who is charged with murder for the shooting death of his girlfriend, Reeva Steenkamp, on Valentine's Day in 2013, has resumed testifying at his trial under questioning from the chief prosecutor, who says the athlete's statement that he killed Steenkamp by mistake is a lie. (AP Photo/Themba Hadebe)

Pistorius auf dem Weg in den Gerichtssaal Bild: Keystone

Chefankläger Nel

Ende von Pistorius-Kreuzverhör: «Sie haben sich bewaffnet, um sie zu töten»

Mit deutlichen Worten hat Staatsanwalt Gerrie Nel das Kreuzverhör im Pistorius-Prozess beendet. Der Paralympics-Star habe seine Freundin vorsätzlich getötet. Außerdem beantragte der Ankläger eine Unterbrechung des Verfahrens. 

15.04.14, 13:42

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Pretoria – «Sie war im Badezimmer eingeschlossen und Sie haben sich mit der Absicht bewaffnet, sie zu erschießen und zu töten.» Zum Ende des Kreuzverhörs hat Staatsanwalt Gerrie Nel den wegen Mordes angeklagten Oscar Pistorius noch einmal stark unter Druck gesetzt. Der Chef-Ankläger bekräftigte vor Gericht seinen Vorwurf, der Paralympics-Star habe absichtlich und wissentlich seine Freundin Reeva Steenkamp erschossen. «Sie haben vier Schüsse abgefeuert, obwohl Sie wussten, dass sie hinter der Tür stand.»

Fünf Tage lang stand Pistorius im Zeugenstand. Die Anschuldigungen des Staatsanwalts sowie die Abhandlung der Details in der Tatnacht des 14. Februars 2013 konnte er augenscheinlich nur schwer ertragen. Tränen, Schluchzer, Zusammenbrüche – mehrfach musste die Verhandlung wegen Pistorius' Gefühlsausbrüchen unterbrochen werden

Der Sportler hatte sich bei seinen Aussagen mehrfach in Widersprüche verwickelt. Er begründete das meist mit Gedächtnislücken über Details der Tatnacht. Ein Argument, das Nel angesichts von Pistorius' detailgenauen Aussagen nicht gelten lassen will (Lesen Sie hier Nels Argumentation im Überblick). 

Der Staatsanwalt bat das Gericht zudem um eine Unterbrechung der Verhandlung bis zum 5. Mai. Die Richterin will darüber am Mittwoch entscheiden. (gam/Reuters/dpa)

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