Südafrika

Reevas Mutter June Steenkamp beim Verlassen des Gerichtsgebäudes. Sie ist «schockiert» über das milde Urteil gegen Pistorius. Bild: AFP

Jetzt kommt das Buch der Mutter

Mutter über Reeva Steenkamp: «Sie hatte sich entschieden, Oscar in dieser Nacht zu verlassen»

26.10.14, 15:59 27.10.14, 09:43

Die 2013 erschossene Reeva Steenkamp hat sich nach Aussage ihrer Mutter in der Tatnacht von ihrem Freund Oscar Pistorius trennen wollen. «Sie hatte ihre Klamotten zusammengepackt», schreibt June Steenkamp in einem Buch über ihre Tochter.

Aus Letzterem zitierte die britische Zeitung «The Times» in ihrer Wochenendbeilage. «Unserer Ansicht nach besteht kein Zweifel: Sie hatte sich entschieden, Oscar in dieser Nacht zu verlassen», schreibt Steenkamp in dem Buch weiter.

«Meine Tochter hatte Pech, Pistorius zu treffen», sagt June Steenkamp. Bild: Getty Images Europe

«Früher oder später hätte er jemanden umgebracht»

Der südafrikanische Sprintstar wurde am vergangenen Dienstag wegen der tödlichen Schüsse auf seine Freundin zu fünf Jahren Haft verurteilt. Pistorius hatte die 29-Jährige in der Nacht zum Valentinstag durch die geschlossene Toilettentür seines Hauses erschossen. Er gibt an, hinter der Tür einen Einbrecher vermutet und in Panik geschossen zu haben.

Steenkamps Mutter äussert sich in ihrem Buch «schockiert» über das aus ihrer Sicht zu milde Urteil. Ihrer Tochter sei dadurch keine Gerechtigkeit widerfahren. Sie beschreibt Pistorius als «arrogant», «launisch», «besitzergreifend» und «hinterlistig». Ihre Tochter habe Pech gehabt, den an den Unterschenkeln amputierten Ausnahmesportler zu treffen, «denn früher oder später hätte er jemanden umgebracht».

Steenkamps Eltern erklärten in einem Gespräch mit der «Times», Pistorius persönlich treffen zu wollen. Er wünsche sich, dass der 27-Jährige «wahrhaft aufrichtig» sage, dass es ihm leid tue, sagte Vater Barry.

Das Buch «Reeva: a mother's story» erscheint am 6. November. Mit den Einnahmen wollen die Steenkamps ihre finanziellen Probleme lindern. Ausserdem soll das Geld genutzt werden, um eine Stiftung für sexuell missbrauchte Frauen in Südafrika einzurichten. (rar/sda/afp)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • droelfmalbumst 27.10.2014 13:23
    Highlight diesem vorfall wird definitiv viel zu viel achtung geschenkt. täglich sind die zeitungen voll mit diesem pistorius prozess. who cares? nur weil er "bekannt" ist? lieber ein paar berichte über hungersnot welche auch die allgemeinbildung fördern als seit unzählige monate über diesen esel berichten :)
    0 0 Melden
  • Fabian Schmid (3) 27.10.2014 07:28
    Highlight Ein "Einbrecher" der das erste mal in der Wohnung auffällt, indem er sich im Bad einschliesst (!) und ein Hausbesitzer, der still ohne zu fragen/rufen und ohne zu checken ob er seine "zu beschützende Freundin" irgendwo findet und ohne die Polizei zu rufen, einfach mal so 4 (!) mal durch die Türe schiesst, obschon spätestens nach dem ersten Schuss eine weibliche Stimme um ihr Leben schreit..
    Ein Verbrechen, so eine Bullsh*t-Story zu glauben.
    1 0 Melden
  • sewi 26.10.2014 21:28
    Highlight Wenn das stimmt war es doch Mord. Ein Schwarzer wäre noch am Tatort erschossen worden....
    2 1 Melden

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