Südkorea
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Policemen stand guard near a broken ventilation grate (R-bottom) after concert goers fell through it into an underground parking area below in Seongnam City, south of Seoul, on October 17, 2014. Sixteen people were killed and nine others seriously injured when a ventilation grate gave way while they were watching an outdoor pop concert in Seongnam south of Seoul.  AFP PHOTO / JUNG YEON-JE

Der Unglücksort in Seongnam: Hier stürzten die Konzertbesucher durch das Gitter des Lüftungsschachts. Bild: AFP

Südkorea

Beamter bringt sich nach Katastrophe an Popkonzert um

18.10.14, 10:03 18.10.14, 14:46

Nach dem tödlichen Unglück auf einem Popkonzert in Südkorea hat sich ein für die Sicherheit verantwortlicher Beamter das Leben genommen. Die Ermittler befragten am Freitag den 37-jährigen städtischen Beamten, der für die Sicherheit bei dem Freiluftkonzert in der Stadt Seongnam verantwortlich gewesen war.

Wenige Stunden später sei seine Leiche am Fuss eines Gebäudes gefunden worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Offenbar habe sich der Mann aus Verzweiflung über das Unglück mit 16 Toten umgebracht.

Der Beamte hinterliess laut den Behörden einen kurzen Abschiedsbrief an seine Frau. Darin entschuldigte er sich für die Todesopfer und bat seine Frau, sich gut um die gemeinsamen Kinder zu kümmern.

Bei dem Konzert der Popband 4Minute war ein Gitter über einem Belüftungsschacht einer Tiefgarage unter der Last der Zuschauer eingebrochen. Zahlreiche Fans stürzten fast 19 Meter in die Tiefe, 16 Menschen starben. Mehrere Augenzeugen kritisierten anschliessend unzureichende Sicherheitsvorkehrungen bei dem Konzert.

Firefighters carry an injured person on a stretcher at a shopping district in Seongnam October 17, 2014.  Fourteen people were killed at a open-air pop concert in South Korea on Friday when the cover of a ventilation shaft they were standing on gave way, officials and media said.   REUTERS/Shin Young-keun/Yonhap (SOUTH KOREA
 - Tags: DISASTER) ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO SALES. NO ARCHIVES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. SOUTH KOREA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN SOUTH KOREA

16 Besucher fanden den Tod.



Demnach besuchten rund 700 Menschen das Konzert, für das aber nur 400 Stühle aufgestellt worden waren. Der Betreiber eines Restaurants in der Nähe sagte südkoreanischen Medien, er sei besorgt gewesen, weil die Leute auf dem Gitter getanzt und gesungen hätten. Sicherheitsleute seien nicht in der Nähe gewesen.

epa04450830 A photo provided by a reader shows people gather at the accident scene where nearly 30 people fell from a 10-meter height, as a ventilation graft collapsed while watching a concert in Pangyo Techno Valley in Seongnam, Gyeonggi Province, 17 October 2014. About 700 people were attending the open-air concert.  EPA/YONHAPNEWS BEST QUALITY AVAILABLE * SOUTH KOREA OUT

Unglücksszene Bild: EPA/YNA

Weitere Augenzeugen berichteten dagegen, die Konzertbetreiber hätten wiederholt die Zuschauer aufgefordert, von dem Gitter herunterzukommen, doch hätten sie die Warnungen ignoriert.

Mangelnde Sicherheitskontrollen

Der Sicherheitsexperte Chung Jae Hee kritisierte, die Organisatoren hätten alle Sicherheitsbedenken beiseite gewischt. So seien keine Absperrungen aufgestellt worden, auch habe kein Sicherheitspersonal versucht, die Fans von den Gittern fernzuhalten. Das Unglück sei ein weiteres Beispiel für die Missachtung von Sicherheitsvorkehrungen in Südkorea, sagte der Experte.

Im April waren beim Untergang der Fähre «Sewol» mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Ermittlungen ergaben, dass mangelnde Sicherheitskontrollen mitverantwortlich für die Tragödie waren. (sda/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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