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Aargauer Frauenschänder zu 8 Jahre Gefängnis verurteilt

28.08.17, 13:07

Das Bezirksgericht Brugg AG hat einen 63-jährigen Schweizer wegen mehrfacher sexueller Nötigung und weiteren Delikten zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt. Der Mann hatte sieben Frauen betäubt, geschändet und dabei gefilmt.

Das Gericht folgte in seinem am Montag eröffneten Urteil weitgehend der Anklage, die elf Jahre Freiheitsentzug gefordert hatte. Schuldig gesprochen wurde der Elektroningenieur aus Hendschiken AG unter anderem wegen sexueller Nötigung in elf Fällen, Gefährdung des Lebens, wegen einfacher und schwerer versuchter Körperverletzung, Pornografie und Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Frauen mit Rohypnol betäubt

Der Beschuldigte war immer wieder ähnlich vorgegangen. Auf einer Dating-Plattform kontaktierte er Frauen - vornehmlich Schwarzafrikanerinnen, die auf der Suche nach einer festen Beziehung oder einem Ehemann waren. Hatte er ihr Vertrauen gewonnen, bot er ihnen Geld an, damit sie eine Tablette oder ein Getränk mit dem Betäubungsmittel Rohypnol einnahmen.

An den sedierten Frauen nahm der Mann dann verschiedene sexuelle Handlungen vor. Laut der Staatsanwältin ging er dabei rücksichtslos und grausam vor. So brachte er den Frauen Stromkabel an den Brustwarzen an, malträtierte sie mit einer Vakuumpumpe an der Brust, bis sie vor Schmerz schrien und zwang sie zum Oralverkehr.

Es sei ihm darum gegangen «Dominanz» auszuleben und die Frauen durch die Sedierung «unterwürfig» zu machen, sagte der Beschuldigte. Er habe seine Sadomaso-Fantasien ausleben wollen. Das Ganze sei jedoch einvernehmlich gewesen. «Ich habe für alles bezahlt und bekommen, was ich wollte.»

Ein BH, der vor sexuellen Übergriffen schützt

Video: srf

Den Frauen hatte er so hohe Dosen Rohypnol verabreicht, dass sie sich anschliessend wegen mittelschweren oder schweren Bewusstseinsstörungen nicht mehr erinnern konnten, was er mit ihnen angestellt hatte. Die Wirkung des Betäubungsmittels hatte er ihnen verschwiegen oder auf Nachfrage heruntergespielt. Die Opfer sagten später in der Einvernahme übereinstimmend aus, dass sie sich nicht auf solche Sexspiele eingelassen hätten.

Die Übergriffe flogen im März 2014 auf. Nach einem Wasserschaden in einer Lagerhalle in Hausen AG entdeckte die Feuerwehr eine Indoor-Hanfanlage, die vom Beschuldigten betrieben wurde. Später fand die Polizei Videoaufnahmen, auf denen der Mann sechs der sieben sexuellen Übergriffe in den Jahren 2010 bis 2013 dokumentiert hatte.

Gemäss Anklage besass der Beschuldigte überdies 48 Dateien mit Kinderpornografie und 15 mit Tierpornografie. Zudem hatte er Aufnahmen aus dem Internet heruntergeladen mit Darstellungen von Frauen, die gequält und erniedrigt werden.

Keine Reue

Während des zweitägigen Prozesses in der vergangenen Woche zeigte der 63-Jährige keinerlei Reue. Zutiefst bereue er nur, dass er die Videos gemacht habe, sagte er in seinem Schlusswort. «Ohne Video wären wir nicht hier. Es wäre niemandem etwas passiert. Ich hätte meinen Spass gehabt und die Frauen ihr Geld.»

Sein Verteidiger plädierte auf 18 Monate Freiheitsentzug. Was auf den Videos zu sehen sei, sei nicht mehr und nicht weniger als BDSM-Sex, wie er in einschlägigen Etablissements angeboten werde. Dass die Frauen gefleht hätten aufzuhören, gehöre zum Spiel. Bei dieser Art Sex sei Geld das einzige Kriterium, wie weit es gehen soll.

Sein Mandant sei deshalb einzig wegen der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und einigen andern Nebenpunkten zu verurteilen. Freizusprechen sei er jedoch insbesondere von den Vorwürfen der sexuellen Nötigung, der Gefährdung des Lebens und der Körperverletzung. (sda)

Aktuelle Polizeibilder

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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32
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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Toto 28.08.2017 19:34
    Highlight Gleichzeitig ist in Indien ein Guru für Vergewaltigung von 2 Frauen zu 20 Jahren verurteilt worden.....
    14 4 Melden
  • Pond 28.08.2017 14:37
    Highlight Ich frage mich woher er diese Medikamente hatte. Es ist ja davon auszugehen, dass man sich das nicht in der Apotheke besorgen kann. Wenn er sie illegal bezogen hat, konnte er nie sicher sein, was er den Frauen genau verabreicht. Er hat ihr Leben riskiert. Ich hoffe, dass wirklich alle überlebt haben und nicht irgendwann noch verstorbene Opfer auftauchen.
    44 2 Melden
    • Rendel 28.08.2017 16:30
      Highlight Es gibt genug Ärzte die Rohypnol verschreiben, wenn man das haben möchte.
      7 1 Melden
  • Calvin WatsOff 28.08.2017 13:55
    Highlight Viel zu Milde für diesen Grüsel 😡😡😡
    81 5 Melden
    • Pinhead 28.08.2017 16:06
      Highlight Finde ich auch. Und kommt sicher nach vier Jahren wegen guter Führung raus.
      27 4 Melden
  • New Ling 28.08.2017 13:41
    Highlight Warum musste er die Frauen mit Rohypnol betäuben, wenn diese Sex-Praktiken einvernehmlich waren??? BDSM kann ja von mir aus mit Frauen praktiziert werden, die das wirklich wollen, die soll es ja anscheinend geben, aber dafür gibt es ganz klare Regeln. Und die wollte er ja ganz offensichtlich umgehen!!! 8 Jahre aus meiner Sicht zu wenig!!
    83 2 Melden
  • Datsyuk 28.08.2017 13:15
    Highlight "Dass die Frauen gefleht hätten aufzuhören, gehöre zum Spiel. Bei dieser Art Sex sei Geld das einzige Kriterium, wie weit es gehen soll."
    Ich habe nicht viel BDSM-Erfahrung, aber es gibt doch sicher ein Zeichen/Wort, dass den Partner zum unmittelbaren Halt auffordert.
    52 3 Melden
    • poga 28.08.2017 15:12
      Highlight Du hast das falsch verstanden. Wenn du eine Frau vergewaltigst, musst du ihr danach nur genug Geld zustecken, dann ist das in Ordnung. Zum Glück sind wir hier progressiv genug, dass wir nachher nicht heiraten müssen. UnglaublichmieserCisSarkassmus off.
      50 4 Melden
  • derEchteElch 28.08.2017 13:12
    Highlight 8 Jahre..
    Wow!
    1 Jahr, 1 Monat, 21 Tage pro Person..

    Wow!

    Ich bin schockiert 😱 Schockiert von der Unfähigkeit des Gerichts, hohe Strafen auszusprechen! Jeder Autofahrer erhält höhere Strafen!

    Kuscheljustiz, Kuschelpolitik.
    Ich glaub, es braucht eine Volksinitiative für massiv härtere Strafen und die pers. Verantwortung von Richtern, wenn solche Straftäter vorgängig entlassen werden und wieder der Gesellschaft schaden. 😡😡
    33 37 Melden
    • Datsyuk 28.08.2017 14:49
      Highlight Persönliche Verantwortung an Richter zu übertragen ist eine üble Idee.
      41 4 Melden
    • Rendel 28.08.2017 15:46
      Highlight Was ist denn die Höchststrafe die bei Nötigung ohne Mord ausgesprochen werden kann Elch?
      20 3 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 28.08.2017 16:19
      Highlight Wie die USA uns ja lehren sind härtere Strafen nicht wirklich das richtige Abschreckungsmittel um Straftaten vorzubeugen.
      17 6 Melden
    • meine senf 28.08.2017 16:26
      Highlight Habe noch nie gehört, dass ein Autofahrer wegen eines Verkehrsdelikt mehr als 8 Jahre ins Gefängniss musste.
      20 2 Melden
    • derEchteElch 28.08.2017 16:49
      Highlight Mindestens 5-10 Jahre bei einem Einzelfall. Wiederholungstäter natürlich entsprechend höher, in dem Fall wären wir bei 35 Jahren mininum.
      6 16 Melden
    • lilie 28.08.2017 16:56
      Highlight @LaPaillade: In solchen Fall geht es nicht um Abschreckung, sondern darum, dass ein solcher Typ weggesperrt wird! ME ist die Rückfallgefahr gross, Einsehen scheint er ja nicht gross zu haben.
      25 2 Melden
    • Rendel 28.08.2017 17:29
      Highlight Es geht in keinem Fall um Abschreckung. Um Schutz der Bevölkerung und wenn möglich um Resozialisierung.
      20 0 Melden
    • derEchteElch 28.08.2017 17:35
      Highlight Solche Menschen haben mMn das Recht auf Resozialisierung verloren. Opferschutz statt Täterschutz!
      21 7 Melden
    • Rendel 28.08.2017 17:41
      Highlight @Elch Der Mann steht, so wie ich das verstanden habe, das erste mal vor Gericht, mit 63. Wiederholungstäter ist bei uns nicht klar definiert. Für einen Doppelmord bekommt man in der Regel bei uns nicht das doppelte an Strafe, wie das in den USA manchmal geschieht, wo das Urteil dann auch mal 355 Jahre lauten kann.
      Das ist eben bei uns eine andere Gerichtspraxis und Kuscheljustiz haben wir sicher keine. Die Kriminalitätsrate ist bei uns recht tief, also machen wir nicht alles falsch.
      Ich hätte den Mann auch gern länger aus dem Verkehr gezogen gehabt, weil die Einsicht fehlt.
      24 4 Melden
    • Rendel 28.08.2017 17:44
      Highlight Keiner verliert das Recht auf Sozialisierung. Rachejustiz bringt rein gar nichts. Wenn jemand nicht resozialisiert werden kann, dann muss man die Bevölkerung weiter schützen.
      18 4 Melden
    • derEchteElch 28.08.2017 18:23
      Highlight In Indien hat ein Sektenführer für die Vergewaltigung zweier Frauen 20 Jahre bekommen.

      Just saying. So als Vergleich zu unserer Täterschutz-Kuscheljustiz... 🤔
      6 16 Melden
    • Rendel 28.08.2017 18:56
      Highlight Sie bringen ausgerechnet Indien, wenn es um Vergewaltigungen geht. Offenbar sind sie schlecht informiert. Dass dieser Täter so eine lange Haftstrafe bekommen hat, hängt damit zusammen dass seine Sekte und Anhängerschaft zu gross geworden ist. Man will ihn deswegen weg haben, nicht weil er vergewaltigt hat.
      12 0 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 28.08.2017 19:04
      Highlight Art. 189 StGB
      Wer eine Person zur Duldung einer beischlafsähnlichen oder einer anderen sexuellen Handlung nötigt, namentlich indem er sie bedroht, Gewalt anwendet, sie unter psychischen Druck setzt oder zum Widerstand unfähig macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe bestraft.
      10 0 Melden
    • Nosgar 28.08.2017 20:27
      Highlight @derelch
      Ja, Indien ist ein wahres Vorbild, was die Verfolgung von Sexualstraftaten angeht.
      10 0 Melden
    • derEchteElch 28.08.2017 21:21
      Highlight @Rendel;
      Beweise deine Behauptung.
      1 8 Melden
    • Rendel 28.08.2017 22:01
      Highlight Befassen Sie sich mit Indien und den Vergewaltigungen und Urteilen, die da sonst so stattfinden. Dann kommen Sie schon selbst drauf.
      1 1 Melden

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