Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Erhält der Vierfachmörder von Rupperswil eine Sonderbehandlung?

Um den Selbstmord des Vierfachmörders von Rupperswil in der Untersuchungshaft zu verhindern, gab der Kanton viel Geld aus. Jetzt äussert sich der Gefängnis-Seelsorger Fred Grob.



Thomas N., der mutmassliche Vierfachmörder von Rupperswil, wartet im Zentralgefängnis Lenzburg auf seinen Prozess. Recherchen der «AZ» deckten auf: Weil befürchtet wurde, dass Thomas N. sich im Gefängnis das Leben nehmen könnte, trafen die Verantwortlichen von Beginn weg aufwändige Überwachungs- und Präventionsmassnahmen. 

Diese wurden Ende September nach fünf Monaten eingestellt. Die Massnahmen kosteten die Steuerzahler rund 50'000 Franken im Monat – macht bisher gesamthaft 250'000 Franken für den Vierfachmörder von Rupperswil.

Aus rechtlicher Sicht sei dies gerechtfertigt, sagt Strafrechtsprofessor Daniel Jositsch: «Der Staat ist dafür verantwortlich, dass Personen in seiner Obhut geschützt werden. Ein intensiver Schutz ist allerdings nicht für mehrere Jahre möglich – es gilt das Prinzip der Verhältnismässigkeit.»

Sonderbehandlung wegen öffentlichen Interesses?

Rechtsanwalt Valentin Landmann sieht die Überwachung von Thomas N. etwas anders. Er glaubt, dass der Vierfachmörder aufgrund des öffentlichen Interesses eine Sonderbehandlung geniesst. «Ich habe diverse Klienten, die suizidal sind. Eine solche Betreuung würde es für sie niemals geben.»

Gefängnis-Seelsorger Fred Grob hält die Massnahmen für richtig. Alles andere wäre «nicht mehr human und sehr nahe an der Todesstrafe.»

Grob hat in seiner 30-jährigen Laufbahn vier Selbstmorde von Häftlingen erlebt, die er betreut hat. Dies sei sehr schwierig zu verdauen gewesen. «Man fühlt sich dann immer etwas mitschuldig.» 

146 Tage Angst: Die Chronologie des Vierfachmords von Rupperswil

Der Fall Rupperswil

Diese drei Erkenntnisse brachte der heutige Rupperswil-Prozess

Link to Article

Thomas N. bleibt ordentlich verwahrt ++ Therapie gestrichen

Link to Article

«Man kann nicht sagen, Thomas N. sei therapierbar»: Psychiater kritisiert Gutachter

Link to Article

«Urbaniok missbraucht seine Autorität» – Fall Rupperswil: Richterin tadelt den Psychiater

Link to Article

Vierfachmord in Rupperswil: Thomas N. will seine Verwahrung ersatzlos aufheben lassen 

Link to Article

Zürcher Anwalt verteidigt Renate Senn: «Was das Gericht hier macht, ist extrem arrogant»

Link to Article

Warum die Anwältin von Thomas N. mehr als nur den Prozess verlor

Link to Article

Jetzt liegt das schriftliche Urteil für Thomas N. vor – 20 Tage Zeit für Berufung

Link to Article

Die lange Datenspur: Wie die Polizei dem Mörder von Rupperswil auf die Schliche kam

Link to Article

Hinterbliebener von Rupperswil: «Da beginne ich zu ahnen, dass man mich verdächtigt»

Link to Article

Plauderte Polizist Rupperswil-Morddetails aus? «Er sagte mir, ich solle vage bleiben»

Link to Article

Thomas N. schuldig und ordentlich verwahrt ++ Staatsanwältin: «Wir sind zufrieden»

Link to Article

Wie Thomas N. auf das Urteil reagierte

Link to Article

Sie muss Thomas N. verteidigen – der schwierige Job der Renate Senn

Link to Article

Wie Staatsanwältin Loppacher die Psychiater umgeht – und warum das problematisch ist

Link to Article

«Entschuldigung»: Thomas N. hält kurzes Schlusswort

Link to Article

Was Thomas N. zur Bluttat in Rupperswil sagte – das Wichtigste zum ersten Prozesstag

Link to Article

«Rachegedanken dürfen keine Rolle spielen»: Richterin Marianne Heer zum Rupperswil-Prozess

Link to Article

Thomas N.: «Es tut mir Leid, was ich da verursacht habe»

Link to Article

Thomas N. hatte 11 weitere Buben im Visier – und spionierte sie aus: «alle zuhause, wach»

Link to Article

Was hat diese Tat mit Rupperswil gemacht? Ein Besuch vor dem Prozess gegen Thomas N.

Link to Article

Pöschwies-Direktor über Thomas N.: «Schreckliche Straftaten bewegen auch Gefängnis-Insassen» 

Link to Article

Nicht erst seit der Bluttat von Rupperswil – «Hunde-DNA wird bei der Fahndung immer wichtiger»

Link to Article

Harsche Kritik von Anwaltskollege: Setzt sich Pflichtverteidigerin Senn zu wenig für Thomas N. ein?

Link to Article

Partner der getöteten Mutter von Rupperswil: «Es ist unglaublich, dass man Spuren hat, diese aber nicht verwenden darf.»

Link to Article

Fall Rupperswil: Die 100'000 Franken Kopfgeld gehen an die beteiligten Polizisten

Link to Article

Rupperswiler Täter wurde in Aarauer Starbucks verhaftet: Die Polizei liess ihn noch den Kaffee austrinken

Link to Article

«Wie grausam die Tat auch ist, der Beschuldigte verdient einen fairen Prozess»

Link to Article

Feuerwehrkommandant aus Rupperswil: «Es war schwierig, nicht darüber zu reden»

Link to Article

Das sagen die Rupperswiler über den Täter: «Thomas war ein beliebter Trainer»

Link to Article

Was wir jetzt wissen: Protokoll der unglaublichen Tat von Rupperswil

Link to Article

Vater von Rupperswil-Mordopfer: «Ich werde jeden Tag daran erinnert»

Link to Article

Vierfachmord: «Von einer Trennung waren wir weit entfernt», sagt Carla Schauers Lebenspartner

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • EvilBetty 16.10.2016 01:19
    Highlight Highlight Sehr «spezieller» Artikel...
    • sontau 16.10.2016 08:39
      Highlight Highlight ja, wieder mal so eine copy paste übernommene agenturmeldung, ohne spur einer eigenen einschätzung oder gar meinung...

      für die hinterbliebenen ist es sicher gut, wurde dieser mörder am leben erhalten. so können sie noch auf antworten hoffen.

Schimpftiraden und Buh-Rufe – Fragerunde mit Sommaruga läuft aus dem Ruder

Die Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung um die Selbstbestimmungsinitiative wurde zum Forum für wütende Beleidigungen und Gelächter über Sommaruga.

Die Diskussion dauert noch nicht einmal fünf Minuten, als Bundesrätin Simonetta Sommaruga trotz Mikrofon von lauten Buh-Rufen aus dem Publikum übertönt wird. Rund 400 interessierte Zuhörer haben sich im Zentrum Bärenmatte in Suhr eingefunden, als Notlösung haben die Veranstalter spontan zusätzliche Stühle im Foyer aufgestellt.

Die Besucher sind überwiegend männlich und weisslichen Hauptes. Die Arme verschränkt, die Mundwinkel unzufrieden nach unten geformt. Die Stimmung im Saal ist bereits …

Artikel lesen
Link to Article