Schweiz

Vierfachmord Rupperswil: Jetzt wird auch in den USA ermittelt

Um den Vierfachmörder Thomas N. besser begreifen zu können, nehmen die Ermittler dessen ganzes Leben auseinander. Weil der Rupperswiler öfters Ferien in den USA machte, werden die Ermittlungen nach Übersee ausgedehnt.

01.07.16, 19:31 02.07.16, 10:47

Jürg Krebs / Tele M1

Der Täter von Rupperswil ist nun auch in den USA ein Thema.
bild: az

War der Rupperswiler Vierfachmörder Thomas N. schon vor seiner grausamen Tat einmal straffällig geworden? Für den Psychologen Thomas Spielmann ist klar: Einer solchen Straftat gehen andere voraus.

Vermögens- oder Gewaltdelikte sind für ihn wahrscheinlich. Auch der ehemalige Kriminalkommissar Markus Melzl glaubt, dass Thomas N. bereits anderes zu verantworten hat. Seine grausamen Morde müssten das Endprodukt einer Steigerung gewesen sein.

Wie Tele M1 am Freitag berichtet, soll Thomas N. öfters seine Ferien in den USA verbracht haben. Deshalb werde nun auch dort ermittelt. Hat er dort seine Tat geplant? Oder ist er auch dort straffällig geworden?

Thomas N. sitzt in einer Einzelzelle in Lenzburg ein.
bild via google maps

Markus Melzl findet die Ausweitung der Ermittlungen in die USA richtig. Wenn er dort längere Zeit verbracht habe, dann müssten die Umstände geklärt werden. Die Schweiz müsste dafür ein Rechtshilfegesuch an die USA stellen.

Vierfachmord von Rupperswil AG

Die zuständige Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau will weder die Ermittlungen in den USA kommentieren, noch sich zu allfälligen weiteren Straftaten von Thomas N. äussern.

Am 13. Mai war bekannt geworden, dass der Vierfachmörder Thomas N. gefasst und geständig ist. Er hatte am 21. Dezember 2015 Carla Schauer (48†) und ihre Söhne Davin (†13) und Dion (†19) sowie dessen Freundin Simona F. (†21) ermordet und anschliessend angezündet. Der jüngste Sohn war von ihm zuvor sexuell missbraucht worden.

Was Thomas N. im Gefängnis erwartet (25. Mai 2016)

Thomas N. sitzt im sichersten Gefängnis der Schweiz in Lenzburg. Sicher kann er sich trotzdem nicht fühlen. Video: © TeleM1

(aargauerzeitung.ch)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Homes8 02.07.2016 08:28
    Highlight Hat man seine Luger schon mit den Kugeln vom 4 fach Mord von Annecy verglichen?
    13 6 Melden
  • Spooky 01.07.2016 20:26
    Highlight Tragisch, aber so ist es: Für die Opfer und deren Angehörige interessiert sich niemand mehr, während der Täter sein Leben lang die volle Aufmerksamkeit haben wird.
    29 38 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.07.2016 06:21
      Highlight Dass sich niemand für sie interessiert stimmt sicherlich nicht. Aber das Interesse und die Aufmerksamkeit der Medien brauchen sie garantiert nicht.
      53 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.07.2016 06:46
      Highlight Angenommen, du wärst ein Angehöriger: hättest du gerne die lebenslange Aufmerksamkeit? Wohl eher nicht. Andrerseits hat die Öffentlichkeit (aber u.U. auch weitere Angehörige in USA) ob dieser Täter noch mehr Menschen auf dem Gewissen hat. Zudem: was möchtest du denn noch über die Opfer wissen?
      35 0 Melden
    • Spooky 02.07.2016 17:01
      Highlight Mein Kommentar war kein Vorwurf an irgendwen, auch nicht an die Behörden. Ich finde es einfach interessant, oder seltsam, dass sich - ganz allgemein - nach einem Verbrechen die Gesellschaft viel mehr für den Täter interessiert als für die Opfer. Schon bald wird die erste Biographie über Thomas N. auf den Markt geworfen werden. Der Täter bekommt dadurch eine Aura des Gewinners, während die Opfer als Verlierer wahrgenommen werden.
      1 3 Melden
  • Olf 01.07.2016 20:24
    Highlight Auch wäre eine Haftstrafe in den USA eher des Deliktes adäquat als im Wellnesshotel Pöschwies.
    40 63 Melden
    • Ismiregal 01.07.2016 22:17
      Highlight Echt jetzt, Ist das ein Wellnesshotel? Da würde ich auch gerne hin. Du nicht auch?
      49 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.07.2016 00:13
      Highlight Im Augenblick sitzt er jedoch in Lenzburg..:
      23 1 Melden
    • Bruno Wüthrich 02.07.2016 11:39
      Highlight Es gibt genau zwei Möglichkeiten: Entweder ist Olf in Pöschwies angestellt (z.B. als Wärter oder als Gefängnisdirektor) und verfügt deshalb über Insiderwissen, ...

      ...oder er war dort bereits Insasse. Wo sonst sollte er seine Kenntnisse her haben?
      10 1 Melden
    • Olf 02.07.2016 13:27
      Highlight Ein mir nahestehendes Familienmitglied den ich regelmäßig besuchte war 14 Jahre da inhaftiert.
      3 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.07.2016 21:46
      Highlight 14 Jahre am Stück? Das war wohl was grobes...
      2 1 Melden
    • Olf 03.07.2016 00:19
      Highlight Ja. Verstoss gegen das Kriegsmaterialgesetz und Menschenhandel.
      2 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.07.2016 10:52
      Highlight Krass. Tut mir leid für Siea ich kenne das Gefühl. Ich besuchte als Jugendlicher regelmässig meinen älteren Bruder in der Haftanstalt Thorberg...
      2 0 Melden

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