Schweiz
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Die Liste der Delikte und Vergehen eines Garagisten reichte von versuchter Erpressung bis zu einfacher Körperverletzung. symbolbild:keystone

Garagist nötigt Kundin zu Oralsex – und erpresst sie

Ein Erpressungsversuch endet für einen Garagisten mit einer Gefängnisstrafe. Sein Zukunftsplan: «Schulden bezahlen.»

25.02.18, 06:10

Janine Gloor / Schweiz am Wochenende



«Er vertritt nicht das Idealbild eines verantwortungsvollen Garagisten», sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer über den Beschuldigten. Gleichermassen könnte man Al Capone vorwerfen, nicht dem Idealbild eines vorbildlichen Bürgers zu entsprechen. Was Garagist Afrim (alle Namen geändert) in die Hände nimmt, endet für gewöhnlich in einer Anzeige. Dementsprechend lang war auch die Anklageschrift.

Afrim, der in einer Gemeinde in der Nähe von Lenzburg eine kleine Garage betreibt, wurde in neun verschiedenen Punkten straf- und zivilrechtlich angeklagt. Die Liste der Delikte und Vergehen reichte von versuchter Erpressung über Veruntreuung und Betrug bis zu Hehlerei und einfacher Körperverletzung. Vor der Verhandlung füllte sich das Wartezimmer des Bezirksgerichts Lenzburg mit Anwälten und ihren Mandanten. Und nicht nur der Wartesaal war gut besucht: Eva Lüscher präsidierte das Gesamtgericht mit vier Bezirksrichterinnen und Bezirksrichtern.

Video aufs Handy geschickt

Nur eine wollte sich nicht unter die Anwesenden mischen. Klägerin Selvete setzte sich zur Befragung im Gang auf einen Stuhl, vor Blicken versteckt hinter einer Tür. Obwohl sie von allen Klägern am besten Deutsch sprach, verstand man sie kaum. Selvete hatte Afrim 15 000 Franken als Anzahlung für ein Auto überlassen. Zum Autokauf kam es nie, es wurde vereinbart, dass Selvete das Geld zurückerhalten sollte. 5000 Franken gab Afrim ihr. Für die restlichen 10 000 Franken kam Selvete mehrmals in der Garage vorbei.

Bei verschiedenen Treffen überredete der Beschuldigte Selvete, ihn oral zu befriedigen. «Er versprach, er würde danach bezahlen», sagte sie hinter der Tür. Auf der Toilette einer Autobahnraststätte filmte Afrim den Oralverkehr. Gemäss der Anklageschrift habe Afrim das Video Selvete auf ihr Handy geschickt, damit sie aufhöre, ihn nach dem Geld zu fragen.

«Ich habe nicht gewusst, dass er gefilmt hat», sagte Selvete vor Gericht. «Er hat mich erpresst, hat gesagt, dass er das Video schon zwei Männern gezeigt hat.» Ihr Stolz sei verletzt, sie habe Angst um ihre Familie. Es klingt, als ob sie weinen würde. Und doch hat sie sich nach Afrims Erpressungsversuch an die Polizei gewandt.

Ihm droht keine Ausschaffung

Afrim – schwarze Lederjacke, grosser Bauch, kurz geschorene Haare – hat die Hände auf der Tischplatte verschränkt. Er spricht gebrochen Deutsch, wenn er mit dem Übersetzer in seiner Landessprache spricht, redet er sich in Rage. Momentan wird er nach eigener Aussage für 65 000 Franken betrieben, privat würden sich noch 10 000 bis 20 000 Franken Schulden anhäufen. Gleich mehrmals nahm er von Kunden Geld als Anzahlung für Autos entgegen. Das Geld verwendete er, um Schulden zu begleichen, Autos lieferte er keine.

Vor Gericht stritt der Garagist mit Ehefrau, zwei Kindern und vielen Vorstrafen alles ab. «Ich hätte das Geld schon zurückgezahlt, aber habe es anderweitig gebraucht», sagt er. Mehrmals ist er gegenüber seinen Gläubigern handgreiflich geworden. Dass bei Afrim viel kriminelle Energie vorhanden ist, glaubte auch das Gericht. Wenn Aussage gegen Aussage stand, wurde den Opfern Glaube geschenkt.

Die meisten Anträge der Staatsanwaltschaft wurden angenommen und Afrim zu 30 Monaten Freiheitsstrafe unbedingt verurteilt. Dazu kommen 10 Tagessätze à 70 Franken und eine Busse von 1000 Franken. Auch die Verfahrenskosten von knapp 7000 Franken muss er übernehmen, zusätzlich zu den 17 000 Franken Honorar für die amtliche Verteidigung.

Zu seinen Zukunftsplänen gefragt, antwortet er: «Schulden bezahlen.» Einzig um eine mögliche Ausschaffung muss sich der mazedonische Staatsbürger keine Sorgen machen, da er die Straftaten vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes begangen hat. 

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fischra 25.02.2018 19:46
    Highlight Als nächstes macht er Privatkonkurs, zieht in eine andere Gemeinde und sein Betreibungsregisterauszug ist schon wieder sauber. Sein Opfer kann aber hin wo es will. Der Verlust bleibt bestehen. Aber beim Täter kann man auf folgebdes Sprichwort hoffen: Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht.
    19 0 Melden
  • Imagine 25.02.2018 14:58
    Highlight Wäre das Thema nicht eigentlich Blick- und 20Min-Niveau? Schade, Watson, dass Ihr so was nötig habt ...
    17 99 Melden
    • rudolf_k 25.02.2018 16:18
      Highlight Du meinst wenn man solche Stories einfach ignoriert dann lebt sichs deutlich bequemer in der Bubble?
      128 13 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 25.02.2018 12:09
    Highlight Anmerkung: Dass der Garagist das Land nicht verlassen muss, ist nicht klar. Es wurde lediglich nicht im Strafurteil darüber entschieden. Regelmässig widerruft das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung (respektive verlängert diese nicht), wenn Freiheitsstrafen von mehr als 12 Monaten ausgesprochen wurden und nicht besondere Gründe für einen Verbleib sprechen.
    126 4 Melden
    • Judge Dredd 25.02.2018 15:24
      Highlight Absolut korrekt. Allerdings wird auch berücksichtigt werden, dass er eine Frau und zwei Kinder in der Schweiz hat (wie dies auch unter Berücksichtigung der Ausschaffungsinitiative miteinbezogen werden würde, Stichwort Härtefall).
      Obwohl, meiner Meinung nach wären sowohl die Frau wie auch die Kinder ohne ihn nicht schlechter dran. Sorry, Oralsex erzwingen wenn Frau und Kindern zuhause warten, der Typ interresiert sich weder für Recht und Gesetze noch für Respekt, Anstand und Moral.
      92 1 Melden
  • SYV 25.02.2018 11:14
    Highlight Um die restlichen Fr. 10’000.- zu erhalten, befriedigt Selvete den Garagisten oral...

    Sprich, mir schuldet jemand etwas und ich muss jetzt noch mehr investieren, damit ich es zurück bekomme? Normalerweise bekommt man einfach als Gläubiger Schuldzinsen vom Schuldner und « bezahlt » nicht noch den Schuldner... Arme Selvete, du musst entweder sehr verzweifelt gewesen sein oder einfach verdammt naiv...
    239 12 Melden
  • Dragonlord 25.02.2018 11:11
    Highlight Seine 2 armen Kinder. Ich hoffe, sie werden begreifen können, dass ihr Vater ein Nichtnutz ist und es besser machen.
    151 1 Melden
  • sintho 25.02.2018 10:59
    Highlight Moment.. Er schuldet ihr 10k und überredet sie zu einem Blowjob, im Versprechen er zahle es ihr dann zurück? Mich nimmts ja Wunder, ob da noch etwas in der Geschichte fehlt - man kann ja nicht so Blauäugig sein.
    140 24 Melden
    • Citation Needed 25.02.2018 13:18
      Highlight ..doch, kann man.
      Hochnaiv und ein bisserl dumm. Besonders, wenn man es mit manipulativen Leuten zu tun hat und/oder verzweifelt ist, dann fällt man auf solche Fieslinge rein. Oder vermutest Du beim Enkeltrick auch jeweils mehr an Hintergründen? Dort kommen statt Blödheit halt oft altersbedingte kognitive Defizite dazu, aber erklären kann man sich dennoch nicht, wie Leute einer wildfremden Person ihr ganzes Erspartes anvertrauen können, dennoch passierts immer wieder..
      51 5 Melden
    • misoumisou 25.02.2018 16:15
      Highlight die älteren Personen die auf den Polizeitrick und den Enckeltrick hereinfallen, gehören eben noch der anständigen Generation an, d.h. einem Polizist glaubt man, auch einem ev. Enkel. Dass sich dank offenen Grenzen in der Schweiz die Kriminalität so ausgebreitet hat, wissen diese Leute noch nicht.
      20 31 Melden
    • AdiB 25.02.2018 19:15
      Highlight @misoumisou, ich glaube nicht das der enkeltrivk mit kriminaltouristen funktioniert. nur schon von der sprache her, wer den enkeltrick anwendet der muss der sprache mächtig sein, sonst funktioniert es sehr, sehr schlecht.
      11 3 Melden
  • Nosgar 25.02.2018 10:15
    Highlight Eine Schande, dass so einer bleiben darf. Und die Verfahrenskosten etc. wird er ohnehin nicht bezahlen dürfen.
    114 5 Melden
    • Nosgar 25.02.2018 12:26
      Highlight Sollte natürlich "nicht bezahlen können" heissen 🙈
      40 3 Melden
  • Chili5000 25.02.2018 07:57
    Highlight Seid ihr sicher das dies kein Plott von RTL2 ist?
    457 17 Melden
    • Raembe 25.02.2018 11:52
      Highlight Richterin Barbara Salesch😂
      50 2 Melden
    • Tillo Reilly 25.02.2018 13:47
      Highlight ...
      40 4 Melden
  • Eskimo 25.02.2018 07:40
    Highlight "Kulturbereicherung"
    378 168 Melden
    • Charlie Brown 25.02.2018 08:18
      Highlight „Dumme Hetze“

      Niemand nimmt solches Verhalten in Schutz. Es einfach auf die geographische Herkunft des Täters zu reduzieren beweist jedoch einzig, wie es um den geistigen Horizont des Kommentators steht.
      168 169 Melden
    • dulee2789 25.02.2018 09:59
      Highlight Was hat das mit Kultur zu tun? Das ist ein Krimineller und gehört hart bestraft... Schweizer Kriminelle gibt es übrigens auch zur Genüge.
      125 56 Melden
    • heul doch 25.02.2018 12:16
      Highlight ewiggestrige sind dies ebenso nicht
      21 18 Melden
    • Eskimo 25.02.2018 14:32
      Highlight @Charlie Brown
      Es braucht keine "Hetze". Es ist offensichtlich.
      Nur die rotgrüne Brille verhindert offenbar die Probleme zu erkennen.
      57 52 Melden
    • Charlie Brown 25.02.2018 14:55
      Highlight @Eskimo: „Offensichtlich“ durch die braune Brille?

      Ich bin um Differenziertheit bemüht. Was ich bei dir jetzt nicht so heftig spüre...
      26 41 Melden
    • Luzi Fair 25.02.2018 15:07
      Highlight @eskimi
      Ich habe keine rot-grüne Brille an und finde trotzdem, dass dein Post vor Ignoranz trieft.
      29 26 Melden
    • Datsyuk 25.02.2018 15:13
      Highlight Eskimo, was ist offensichtlich? Offensichtlich ist nur, dass du gut Leute in Schubladen stecken kannst.
      27 28 Melden
    • kularing 25.02.2018 16:17
      Highlight CB
      Differenziertheit?
      Spüre ich bei ihren Kommentaren leider nie.
      Sie gehören genau so zu den Hetzern.

      Aber bei sich selbst sieht man halt weniger genau hin.
      15 19 Melden
    • Charlie Brown 25.02.2018 17:52
      Highlight @kularing: Auf undifferzierte Hetze reagiere ich in der Tat nicht immer so differenziert. Das nehme ich auf mich.

      Aber aus dem Nichts wie der Eskimo mach ich das glaub nicht. Gegenbeweis darf angetreten werden.
      10 7 Melden
    • Charlie Brown 25.02.2018 17:55
      Highlight @kularing: Ich akzeptiere, wenn dir meine Reaktion auf eskimos Kommentar nicht gefällt.

      Hetzen jedoch bedeutet, grundlos verbal auf ganze Gruppen von Menschen loszugehen. Das mache ich nicht.
      11 8 Melden
  • redeye70 25.02.2018 07:33
    Highlight Dieser „feine“ Herr darf bleiben aber das serbische Mädchen musste das Land verlassen aufgrund Versäumnissen ihrer Mutter. Logik, wo?
    722 38 Melden
    • Charlie Brown 25.02.2018 08:20
      Highlight Logik ist gegeben. Es betrifft unterschiedliche Gesetze. Das ist die logische Basis.

      Dass es stossend ist, steht auf einem anderen Blatt und da bin ich sehr einig mit dir.
      109 14 Melden
    • Scaros_2 25.02.2018 08:44
      Highlight Darin gibt es leider keine Logik. Wenn du Termine verpasst, hast du sie verpasst. Vor allem bei dingen wie einer Möglichen Ausschaffung würde ich das zeug doppelt und 3-fach machen vor Angst einer Ausschaffung. Will heissen desinteresse an Bürokratie schützt dich nicht.
      53 9 Melden
    • miarkei 25.02.2018 09:40
      Highlight Da wir in einem Rechtsstaat leben können wir die Regeln nicht eifach biegen und brechen. Klingt zwar unmenschlich ist aber so.
      Fristen müssen halt eingehalten werden.
      64 8 Melden
    • sockosophie 25.02.2018 09:56
      Highlight Die Logik ist das rechtstaatliche Prinzip des Rückwirkungsverbots. Man kann Verhalten nicht nachträglich verbieten / Regeln nicht nachträglich einführen. Sie gelten ab dem Moment, in dem sie in Kraft treten. Falls der Herr sich wieder was zu schulden kommen lässt, wird sich das Gericht auch die Ausschaffungsfrage stellen müssen. Aber die geschilderten Taten fanden vor Einführung des Ausschaffungsartikels statt gem. Text.
      48 7 Melden
    • Citation Needed 25.02.2018 09:58
      Highlight Es geht nicht um Gerechtigkeit im ethischen Sinn, sondern um Recht im juristischen Sinn. Die klaffen oft auseinander.
      64 2 Melden
    • rauchzeichen 25.02.2018 10:34
      Highlight du fragst nach der logik, wenns um gesetze geht? das sind zwei ganz andere welten. juristen, beamten, politiker, sicherheitsmenschen, ihnen gehört das gesetz. wissenschaftler, visionäre, freidenker und freiheitsmenschen bedienen sich der logik, um die fesseln namens gesetz aufgebaut von der ersten gruppe aufzuweichen. während die einen durch regulation versuchen herr über das chaos zu werden, wollen die anderen das chaos verstehen, und sich danach richten. menschheit im 21. halt...
      14 38 Melden
    • Ms. Song 25.02.2018 10:38
      Highlight Logik "geltende Gesetze". Hört doch auf, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Das sind zwei unterschiedliche Fälle, die rein gar nichts miteinander zu tun haben. Hätte der Garagist die Taten zum heutigen Zeitpunkt begangen, würde er ausgeschafft werden. Nur Geduld, das kommt schon noch. So einer kann nicht anders. Allerdings können alle Gläubiger ihr Geld dann definitiv abschreiben.
      49 3 Melden
    • koks 25.02.2018 11:39
      Highlight @sockosophie "Die Logik ist das rechtstaatliche Prinzip des Rückwirkungsverbots."

      Die USTRII durfte ca 10 Jahre rückwirkend geltend gemacht werden. Wenn die Klientel in einem sog. Rechtsstaat potent genug sind, ist dieses Prinzip nicht sakrosankt.
      21 4 Melden
    • redeye70 25.02.2018 13:39
      Highlight Danke koks! Die ungleiche Behandlung ist himmelschreiend.
      6 4 Melden
    • Charlie Brown 25.02.2018 14:53
      Highlight @koks: Rechte rückwirkend geltend machen zu dürfen ist jetzt aber nicht das gleiche wie Strafen rückwirkend anzupassen. Nur so zum sagen, ohne Wertung des Beispiels...
      18 3 Melden
    • Slavoj Žižek 25.02.2018 17:34
      Highlight Die Erbschaftssteuer hätte auch rückwirkend eingeführt werden sollen.
      4 1 Melden

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