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Der 2-jährige Cyrill wird weiterhin vermisst: Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Vater

Ein Vater geht mit seinem 2-jährigen Sohn Cyrill am Samstagabend an der Reuss spazieren. Plötzlich verliert er ihn aus den Augen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Vater und hat seine Wohnung durchsucht.



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Seit Samstagabend wird der zweijährige Cyrill Lukas Achermann vermisst. Er war mit seinem Vater an der Reuss in Windisch spazieren, als der Vater ihn plötzlich aus den Augen verlor. Alles deutete bisher darauf hin, dass der Junge in die Reuss gefallen ist. Eine grossangelegte Suchaktion ist bisher erfolglos geblieben.

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Der 2-jährige Cyrill wird weiterhin vermisst.

Nun eröffnet die Aargauer Staatsanwaltschaft eine Untersuchung gegen den Vater, wie Sprecherin Fiona Strebel gegenüber Tele M1 bestätigt. Es geht um den Straftatbestand «Gefährdung des Lebens» respektive «Aussetzung». «Wer einen Hilflosen, der unter seiner Obhut steht oder für den er zu sorgen hat, einer Gefahr für das Leben [...] aussetzt oder in einer solchen Gefahr im Stiche lässt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft», heisst es im Artikel 127 des Strafgesetzbuches. Ebenfalls wird untersucht, ob der Vater sich der Verletzung der Fürsorge oder Erziehungspflicht schuldig gemacht hat. Beide Straftatbestände sind Offizialdelikte, die Staatsanwaltschaft ermittelt von Amtes wegen auch ohne Anzeige einer Person. Strebel: «Die Strafuntersuchung wird unter grösster Rücksichtnahme um das Leid des Vaters geführt.»

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen die Wohnung des Vaters durchsucht und dabei Fotos beschlagnahmt. Dies, um die Version des Vaters zu überprüfen. Wie Tele M1 berichtet, soll der Vater kurz auf eine Tafel geschaut haben. Als er sich umdrehte, soll Cyrill verschwunden gewesen sein.

Der 45-Jährige Vater macht sich laut Aussagen seines Bruders Vorwürfe. Er sei sehr niedergeschlagen, sagt Thomas Achermann gegenüber Tele M1. Cyrills Onkel hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass der Kleine wieder auftaucht. «Wir hoffen alle das Beste für ihn.» (az)

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Nach Hasskommentaren: Gemeindeschreiber von Boswil beurlaubt

Also doch: Dem Boswiler Gemeindeschreiber Daniel Wicki werden die Hasskommentare auf Facebook zum Verhängnis. Der Gemeinderat hat am Montagabend beschlossen, Wicki ab sofort zu beurlauben. Inzwischen wurde auch eine Strafanzeige eingereicht.

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