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holderbank

1 Jahr nach Ekel-Fotos: So sieht die verschimmelte Asylunterkunft in Holderbank heute aus

Algen, Dreck und Schimmel: Vor einem Jahr schockierten Bilder über den unwürdigen Zustand des Asylheims Holderbank. Mittlerweile wurde die Unterkunft für abgewiesene Asylsuchende renoviert und saniert – und erstrahlt in neuem Glanz.



2016 sorgte die Aslyunterkunft Holderbank für abgewiesene Asylsuchende für Aufsehen.

Auf Bildern waren sanitäre Räume mit Algen und Schimmel an den Wänden sowie Decken zu sehen. Auch die Küche sah schmutzig aus.

So sah die Asylunterkunft vor der Renovation aus:

Asylunterkunft Holderbank

«Die Kritik war berechtigt, die Renovation war zu diesem Zeitpunkt aber bereits in den Startlöchern», sagt Christoph Urech, der beim Kanton Aargau für alle Bauprojekte im Bereich Asyl zuständig ist. Unter anderem auch für die Sanierung der Asylunterkunft Holderbank.

Die Berichterstattung über die unwürdigen Zustände sei jedoch nicht «über alle Zweifel erhaben» gewesen: «In der ‹Arena› blendeten sie eine halbe Stunde lang ein Foto der Küche ein und sagten, das sei Schimmel. Dabei war die Wand einfach in einem sehr gewöhnungsbedürftigen Grünton gestrichen worden.»

So sieht die Asylunterkunft heute aus:

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Asyl-Bauchef Christoph Urech zeigt die frisch sanierte Dusche. Chris iseli

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Von Schimmel ist nichts mehr zu sehen Chris Iseli

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Das Fenster rechts müsse man alle drei Wochen reparieren, sagt Urech Chris Iseli

Im Haus leben bis zu 40 Männer: «Kein Wunder, ist die einzige Dusche überbeansprucht.» Die enge Nasszelle wurde inzwischen renoviert, eine Lüftung eingebaut. Und trotzdem tropft es von der neuen Holzdecke. Die Fensterscheiben beim Hauseingang, sagt Urech, könnte man alle drei Wochen reparieren. Zwei-bis dreimal im Jahr müsse man neu streichen. Sein Lieblingswort: Zweckmässig. «Wir machen das Nötigste. Schliesslich sind wir ja kein Hotel, das auf einen möglichst langen Gästeaufenthalt aus ist.»

Asyl-Unterkunft Holderbank: «Hier kann man nicht leben»

Tele M1 vom 11. April 2016: Nach den Berichten von «Watson» blieb Tele M1 der Zutritt zum Haus am Montag verwehrt. Der TV-Journalist konnte dafür mit den Bewohnern und mit Balz Bruder, Leiter Kommunikation des Aargauer Sozialdepartements, sprechen. Video: © Tele M1

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    Alle Leser-Kommentare
  • atomschlaf 28.03.2017 10:13
    Highlight Highlight Wir würden besser nur eine beschränkte Anzahl (z.B. 5000 pro Jahr) aufnehmen und diese dafür anständig unterbringen und rasch und bestmöglich integrieren statt das heutige JeKaMi wo zwar jeder, aber auch wirklich jeder Asyl fordern kann, aber hinterrücks versucht wird, die Leute durch schlechte Bedingungen wieder wegzuekeln.
  • concerned citizen 27.03.2017 23:43
    Highlight Highlight NOT-Unterkunft ist es und so muss sie bleiben, 3 Monate nicht mehr, dann geht's zurück nach Hause. 500 Franken, einweg ticket in die Heimat, bzw dorthin wo sie sich zuletzt ausser Syrien aufgehalten haben. Lybier, Pakistan und alle Sahara, sub-Sahara sofort zurück. Haben hier wirklich nichts zu suchen, wie doof muss mann denn sein, um nicht zu verstehen, dass diese Leute die Gunst der Stunde ausgenutzt haben und jetzt bis Rente hier leben, sie gehen natürlich nach Hause zwischdurch in Ferien.
    • α Virginis 28.03.2017 01:45
      Highlight Highlight Öhm.. Sorry, aber welches Jahrhundert schreiben Sie denn? Sowas ist echt nur blinder Menschenhass, der aus Ihrem Kommentar schreit.
    • Markus K 28.03.2017 01:47
      Highlight Highlight Lieber Herr Fritz. Die Heilung von Fremdenhass wird in der Schweiz von der Krankenkasse bezahlt. Einfach mal eine Sitzung oder 50 beim Psychologen Ihres Vertrauens, und Sie werden sich gleich viel wohler fühlen!

      Natürlich sollten Sie sich selbst auch mal ein paar Wochen (Jahre) Ferien gönnen. Wie wär's mit einem tollen Urlaub in einem von Ihnen vorgeschlagenen Land? Nach einiger Zeit könnten Sie vielleicht sogar die dortige Staatsbürgerschaft erhalten! Klasse, oder?

      Bei grösseren Problemen können Sie natürlich zurück kommen. (Schwimmen lernen!)

      FÜR max. 3 MONATE IN EINER NOT-UNTERKUNFT!

    • concerned citizen 28.03.2017 08:36
      Highlight Highlight Ich hasse die Ausländer nicht, bin aber der Meinung, dass es für sie besser ist im eigenen Land zu leben. Ich vermute mal dass die gleichen Leute die mir einen Psychologen empfehlen, haben Zerstörung Jugoslawien, Lybien, Syrien, Iraqs gutgeheissen. Blinder Hass gegen die Eigntümlichkeit, gegen andere Art der Staatlichkeit, Anbetung der pseudo Demokratie, und deren Krieger. Eine zusätzliche Art den Leuten ihre Identität zu nehmen ist durch Massmigration. Aber im Grunde diese Leute wollen bleiben das was sie sind. Ihr gebt ihnen falsche Versprechen, die nie erfüllt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • arpa 27.03.2017 19:28
    Highlight Highlight Zweckmässig muss es sein.. mehr nicht. Wenn aber nur eine Dusche für 40 Menschen vorhanden ist frage ich mich.. Alle zwei Wochen Fenster ersetzt.. ich hörte aus einer Bündner Asylunterkunft dass Dinge wie Waschmaschinen ebenfalls extrem oft 'kaputt' gehen.. da Lohnt sich halt wirklich nicht in etwas gutes zu investieren.. zweckmässig und sicher unbedenklich für die Gesundheit muss es sein.
  • MrXanyde 27.03.2017 18:38
    Highlight Highlight RS im Jahr 2016: also unsere Zivilschutzanlage sah schlimmer aus;)
    • p-r-o-k-a 27.03.2017 19:41
      Highlight Highlight glaubst du selbst nicht,...
  • Erarehumanumest 27.03.2017 17:45
    Highlight Highlight ich weiss damit mache ich mir hier keine Freunde, aber echte Kriegsflüchtlinge motzen auch in einer schimmligen Unterkunft nicht.
    • α Virginis 27.03.2017 18:13
      Highlight Highlight Entschuldigung, aber das ist wohl das dümmste, was ich seit langer Zeit gelesen habe. Sie sind also der Meinung, es gäbe da so etwas wie Menschen zweiter oder dritter Klasse? Völlig Menschenveachtend so etwas und eigentlich eines Bürgers der Schweiz unwürdig.
    • fabain 27.03.2017 18:20
      Highlight Highlight Bin ja au nicht gerade ein Befürworter der Schweizer Asylpolitik, aber das bei uns in der reichen Schweiz Menschen unter solchen Bedingungen leben mussten, geht einfach nicht!!
    • Blutgrätscher 27.03.2017 18:26
      Highlight Highlight Woher weisst du das? Warst du mal einer?
      Glaubst du echt, dass wenn i.d. Schweiz Krieg ausbrechen würde, und die Deutschen uns in schimmlige, ekelhafte Lager stecken würde, dass es da kein Gemotze gäbe?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sophia 27.03.2017 17:35
    Highlight Highlight Nein, wir sind kein Hotel, deswegen kann das "Gästehaus" ja jede Woche repariert werden. Geht ins Geld, ist auch egal. Am Ende kostet das "Porvisorium" zwar genauso viel wie ein Hotel, dafür reklamiert aber keiner. Weshalb sollte denn auch ein Asylant ein anständiges Wohnheim haben, wenn es auch anders und günstiger geht, das erweckt doch nur Neid. Seltsamerweise immer deren Neid, die ihn immer anderen bei jeder sich bieteten Gelegenheit unterstellen.
    Mir ist zum Kotzen!
    • KING FELIX 27.03.2017 19:06
      Highlight Highlight Glaube auch das es mehr sinn macht etwas ordentliches zu bauen/nutzen als etwas billiges immer wieder zu reparieren.
      Auch sind zufriedene menschen mit genügend privatsphäre, friedlicher, motivierter, gesünder usw.... also insgesamt sicher günstiger.
      Auch ich ärgere mich über die ignoranz meiner mitmenschen. Wir sind eine gesellschaft aus cartmans geworden.

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