Schweiz

Inferno im Gotthardtunnel: Die Brandkatastrophe vom 24. Oktober 2001.
Bild: KEYSTONE, KAPO TESSIN

Gotthard-Abstimmung: Sind zwei Röhren wirklich sicherer?

Die zweite Röhre soll den Verkehr am Gotthard sicherer machen. So lautet das wichtigste Argument der Befürworter. Bei genauer Betrachtung ist die Sachlage nicht so eindeutig.

20.01.16, 12:09 21.01.16, 14:15

Umfrage

Braucht die Schweiz eine zweite Gotthard-Röhre?

  • Abstimmen

1,470 Votes zu: Braucht die Schweiz eine zweite Gotthard-Röhre?

  • 51%Ja, unbedingt!
  • 49%Nein, Schutz der Alpen geht vor.

Um die Jahrtausendwende kam es in europäischen Tunnels zu einigen gravierenden Unfällen. Einer der schlimmsten ereignete sich im berüchtigten Katastrophen-Herbst 2001 im Gotthard-Strassentunnel. Am Vormittag des 24. Oktober kollidierte ein belgischer Lastwagen rund einen Kilometer nach der Einfahrt ins Südportal bei Airolo mit einem italienischen LKW. Die beiden Camions und ihre Ladung gerieten in Brand, elf Personen kamen im Inferno ums Leben.

Der Tunnel musste für zwei Monate gesperrt werden. Während dieser Zeit wurde der Autoverlad zwischen Göschenen und Airolo reaktiviert. Im Mont-Blanc-Tunnel zwischen Italien und Frankreich sowie im österreichischen Tauerntunnel kam es damals zu ähnlichen Unfällen. Sie spielen im Abstimmungskampf um die Sanierung des Gotthardtunnels eine zentrale Rolle. Die Befürworter der zweiten Röhre stellen den Sicherheitsaspekt ins Zentrum ihrer Kampagne.

Die Befürworter der zweiten Röhre werben mit dem Argument Sicherheit.
Bild: KEYSTONE

Auf den ersten Blick lässt er sich kaum widerlegen. «Mit dem Bau einer zweiten Sanierungsröhre kann die Sicherheit dank richtungsgetrenntem Verkehr und neu einem Pannenstreifen entscheidend verbessert werden», argumentiert das Pro-Komitee. Road Cross Schweiz, die Stiftung für Verkehrssicherheit, empfiehlt deshalb ein Ja am 28. Februar. «Mit zwei Röhren lässt sich das Unfallrisiko minimieren, deshalb sind wir dafür», sagt Patrizia Koller von Road Cross.

Knapp ein Todesfall pro Betriebsjahr

Wie viel sicherer aber wäre der Verkehr am Gotthard mit zwei Strassentunnels? Seit der Eröffnung der bestehenden Röhre 1980 kam es nur zu einem wirklich gravierenden Unfall – jenem vom Oktober 2001. Das Verkehrsaufkommen hat sich in diesen 35 Jahren jedoch mehr als verdoppelt, von knapp drei auf über sechs Millionen Fahrzeuge pro Jahr. Im Durchschnitt kam knapp eine Person pro Jahr im Tunnel ums Leben, wobei die besagte Katastrophe die Statistik verzerrt.

Mehrere Massnahmen haben das Unfallrisiko in den letzten 15 Jahren spürbar gesenkt oder dürften in Zukunft zu einer weiteren Reduktion führen:

Tropfenzähler

Die Zahl der Unfälle ist seit 2001 deutlich zurückgegangen.
grafik: astra

Als unmittelbare Folge der Brandkatastrophe führte der Bund ein Dosiersystem am Gotthard ein. Es erlaubt die Durchfahrt von maximal 1000 Personenwagen und 150 Lastwagen pro Stunde und Fahrtrichtung. Dieser «Tropfenzähler» hat bewirkt, dass «die Unfälle deutlich zurückgegangen sind», wie das Bundesamt für Strassen (ASTRA) festhält. Seit 2002 kamen insgesamt zehn Personen im Tunnel ums Leben, eine weniger als beim Unglück im Oktober 2001.

Thermoportal

Infrarotkameras messen, ob ein Lastwagen überhitzt ist.
Bild: KEYSTONE

Ein Fahrzeugbrand ist das eigentliche Horrorszenario in einem Strassentunnel. Beim Unfall im Mont-Blanc-Tunnel 1999 geriet ein Lastwagenmotor in Brand. Er konnte erst nach 50 Stunden gelöscht werden, 39 Menschen starben. 2013 installierte das ASTRA auf der Gotthard-Südseite ein so genanntes Thermoportal. Infrarotkameras messen, ob ein Lastwagen überhitzt ist. In diesem Fall wird er aus dem Verkehr gezogen. Aufgrund der «guten Erfahrungen» wurde im Dezember 2015 auch auf der Urner Seite ein Thermoportal installiert, teilte das ASTRA Anfang Januar mit.

Versenkbare Leitplanken

Die Gegner der zweiten Röhre propagieren eine absenkbare Mittelleitplanke als Massnahme gegen Frontalkollisionen. Sie ist allerdings umstritten. Die Befürworter behaupten, dass sie mehr Schaden als Nutzen anrichten und die Rettungsarbeiten bei einem Unfall behindern könnte. Das Verkehrsdepartement UVEK meint, dass die Idee «im Gotthardtunnel nicht taugt».

Smarte Fahrzeuge

Selbstfahrende Autos sind Zukunftsmusik. Die Digitalisierung im Fahrzeugbereich aber macht laufend Fortschritte. Beim Verkehrsclub der Schweiz (VCS) geht man davon aus, dass die meisten Neuwagen bis zur allfälligen Fertigstellung einer zweiten Röhre in 15 Jahren mit modernen Fahrassistenzsystemen ausgerüstet sein werden. Sie können für genügend Abstand zum vorderen Fahrzeug sorgen und vor dem unbeabchsichtigen Verlassen der Fahrspur warnen.

Weniger Unfälle nur bei Einspurbetrieb

Mehr Sicherheit am Gotthard lässt sich folglich auch mit nur einer Tunnelröhre realisieren. Umgekehrt wird es auch in zwei separaten Tunnels zu Unfällen kommen. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) hat in einer Studie berechnet, dass sich die Zahl der Unfallopfer nach dem Bau einer zweiten Röhre um 53 Prozent reduzieren liesse. Allerdings nur, wenn die beiden Röhren wie versprochen mit einer Fahrspur und einem Pannenstreifen betrieben werden.

Falls jedoch die Befürchtung der Gegner eintritt und ein doppelspuriger Betrieb eingeführt wird, genügt laut der BFU-Studie bereits ein Mehrverkehr von drei Prozent (oder 500 Fahrzeugen pro Tag), um den durch die zweite Röhre erzielten Sicherheitsgewinn aufzuheben. Dieser Effekt dürfte in kurzer Zeit eintreten, ist es doch fast ein Naturgesetz, dass mehr Strassen zu mehr Verkehr führen. Beim VCS vermutet man, dass der dreiprozentige Mehrverkehr bereits mit zwei einspurigen Röhren eintreten wird.

Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Und zwei Röhren sind grundsätzlich sicherer als eine. Die Beispiele aber zeigen, dass die Investition von 2.8 Milliarden Franken für eine zweite Gotthardröhre keineswegs zwingend zu mehr Sicherheit und weniger Unfällen führen wird.

Die Geschichte des längsten Tunnels der Welt

Du hast watson gern?
Sag das doch deinen Freunden!
Mit Whatsapp empfehlen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
122
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
122Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Knut Knallmann 22.01.2016 14:33
    Highlight Die Sicherheit ist ein scheinheilliges Argument - Jemand der noch ganz bei Trost ist, kann doch nicht gegen Sicherheit sein... Schlussendlich geht es doch einfach nur darum Vierspurig mit polnischen Transitlastwagen durch den Berg zu brettern. Jemand der ernsthaft glaubt, es werde nur eine Spur pro Richtung genutzt ist nicht ganz bei Trost!
    3 1 Melden
  • TheCloud 21.01.2016 09:37
    Highlight Die Röhre wird ja seit Jahrzehnten gewartet. Manchmal ist der Tunnel nachts geschlossen, also wäre das überhaupt kein Problem. Die bürgerlichen wollen einfach eine zweite Röhre und dann wird diese auch geöffnet. Schon haben wir das nächste Dilemma. Wegen des dann doppelten Verkehrs, kann unmöglich eine Röhre, ohne Verkehrkollaps, stillgelegt werden, so brauchen wir unbedingt eine dritte für die Sanierung der beiden ersten usw. Sollten wir nicht erst über eine Röhrenobergrenze abstimmen? Wie wäre es mit 4 nach Sprachgruppen oder 26 nach Kantonen? Andere Vorschläge?
    12 2 Melden
  • Spooky 21.01.2016 05:56
    Highlight Kein Mensch würde sich über die zweite Röhre ärgern, wenn sie damals zusammen mit der ersten Röhre gebaut worden wäre.
    15 6 Melden
    • trio 21.01.2016 10:24
      Highlight Sie wussten damals schon, dass es eine Geldverschwendung ist. Schonmal daran gedacht.
      10 3 Melden
    • Spooky 21.01.2016 14:55
      Highlight
      Damals hätte es kaum Widerstand gegen eine zweite Röhre gegeben. Damals wurde die zweite Röhre aus "Kostengründen" (was immer das heissen mag) nicht gebaut. Von Geldverschwendung war damals nie die Rede.
      4 1 Melden
    • trio 21.01.2016 15:39
      Highlight Haha, das ist auch mein grösstes Argument. Die 2. Röhre aus Kostengründen nicht bauen, damals wie heute.
      1 1 Melden
  • Wasmeinschdenndu? 20.01.2016 22:52
    Highlight Einmal angenommen ihr möchtet ein Haus renovieren. Stellt ihr dann auch zuerst ein zweites Haus auf, damit ihr das erste renovieren könnt? Und anschliessend dürfen in beiden Häusern nur 3 von 6 Räumen genutzt werden, weil ihr das Haus ja nicht ausbauen sondern renovieren wolltet? Nein, sowas würde nicht mal dem dümmsten Menschen in den Sinn kommen. Aber genau so geht man beim Gotthard vor. Wieso soll man eine dermassen abstruse Massnahme zur Sanierung vornehmen???
    19 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.01.2016 06:27
      Highlight Wie würden Sie denn für eine Sanierung vorgehen?
      - Tunnel schliessen?
      - Tunnel nur Tags offen?
      - Alle über einen anderen Pass?
      - Alle über die alte Strecke?
      6 2 Melden
    • Wasmeinschdenndu? 21.01.2016 09:46
      Highlight Wie du ja selbst siehst, gibt es viele Alternativen. Bahnverlad, Teil des Verkehrs über Pässe, nur in der Nacht sanieren oder eine Mischung davon ist problemlos machbar...
      7 0 Melden
    • trio 21.01.2016 10:27
      Highlight Um diese Frage geht es hier nicht. Nur eine Nachtsperre ist jedoch durchaus realistisch.
      5 0 Melden
    • Spooky 21.01.2016 14:39
      Highlight Das ist aber ein seltsamer Vergleich ;-)
      3 2 Melden
  • koks 20.01.2016 20:41
    Highlight jeder der mit politischen kampagnen vertraut ist, weiss was die letzten 2 monate vor der abstimmung das motto ist: erschrecken. die bevölkerung schockieren! was könnte passieren, wenn du nicht ja sagst!
    zu durchsichtig. aber es funktioniert, alle medien springen locker auf solche themen an.
    6 6 Melden
    • Wasmeinschdenndu? 20.01.2016 22:22
      Highlight Leider fallen jedes mal viel zu viele auf diese Angstmachereien rein. Es geht auch ohne 2. Röhre und dies erst noch viel günstiger und vernünftig!
      12 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.01.2016 17:39
    Highlight Ich hätte zwar gerne den zweiten Tunnel, doch am Schluss kostet es doppelt so viel, dann lieber das Geld für Bildung und Soziales aus geben.
    26 9 Melden
    • TheCloud 21.01.2016 08:04
      Highlight Falsch. Wenn etwas Geld übrig bleibt, wird es für noch mehr Geschenke an die Bauern und Superreichen verwendet. Also her mit allen zweiten und dritten Röhren und dann voll Rohr ohne Stau in den warmen Süden "blochen".
      3 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.01.2016 08:41
      Highlight Ich wollte schon immer einen ersichtlichen Meeranschluss haben, so komme ich dem näher, kann dann das Salzwasser durch zwei Röhren riechen :-)
      2 1 Melden
  • P. Swiss 20.01.2016 16:42
    Highlight Wenn ich mich nicht irre, gibt es in der Verfassung den Alpenschutzartikel, der eine Kapazitätserweiterung am Gotthard untersagt. Eine weitere Röhre ist eine Kapazitätserweiterung – auch wenn momentan ungenutzt – und somit verfassungswidrig.
    30 19 Melden
    • Tsunami90 20.01.2016 17:40
      Highlight korrekt!
      16 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.01.2016 19:26
      Highlight 1x2 ergibt bei mir gleichviel wie 2x1. Aber anscheinend können die Gegner nicht mal die einfachsten Rechnungen lösen.
      14 18 Melden
    • trio 21.01.2016 10:52
      Highlight Vielen Dank Mathematikgenie. Es bleibt trotzdem Verfassungswidrig, leider Stimmen wir trotzdem darüber ab, genau wie bei der DSI. Das wird ein trauriges Abstimmungswochenende.
      4 1 Melden
    • Rosa_Rot 21.01.2016 23:07
      Highlight "Wir bauen ja kaum eine zweite Röhre und öffnen dann nur eine Spur. Sowas zu behaupten wäre scheinheilig." Zitat Doris Leuthard, 2012. und heute verspricht sie hoch und heilig, dass die zweite Spur nicht geöffnet werden wird. Jaja, genau.. Wenn sie ihre Meinung in drei Jahren so krass ändert, wie siehts dann erst bei Tunneleröffnung aus? Oh, ich vergass, dann ist sie ja eh nicht mehr im Amt und der Alpenschutz geht ihr am Allerwertesten vorbei...
      4 0 Melden
  • auoji 20.01.2016 16:40
    Highlight Betreffend Abstand:
    Ich bin letzten Frühling durch den Mont-Blanc Tunnel gefahren mit dem Töff. Dort ist ganz klar angegeben zwei Abstandlichter (An der Tunnelwand angebrachte Lichter alle 50 Meter) zwischen sich und den Vordermann zu lassen. Wie erwartet hat mein Hintermann, ein Deutscher Caravan, aber das nicht eingehalten. Kaum waren wir aus dem Tunnel heraus, wurde er herausgewinkt. In der nächsten Tankstelle mit Restaurant habe ich die Insassen später wieder getroffen. Sie haben 40 Euro Busse bekommen.
    Ich denke, dass es auch ohne Elektronik geht. Noch ein Blitz daran und es wird gehen.
    22 3 Melden
  • HabbyHab 20.01.2016 15:58
    Highlight Darf ich - scherzmässig - einen Kommentar zu vielen Kommentaren hier abgeben?
    Es heisst "Sinn ergeben" und nicht "Sinn machen" :P

    19 7 Melden
    • Thanatos 20.01.2016 19:35
      Highlight Schon mal von einem Helvetismus gehört?
      6 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.01.2016 15:08
    Highlight Keine zweite Röhre, dafür endlich aller Schwerverkehr ausnahmslos auf die Bahn.
    53 18 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.01.2016 06:30
      Highlight ....und dann erwachte ich und stellte fest, es war ja nur ein Traum.....
      7 1 Melden
  • ræman 20.01.2016 14:52
    Highlight Was würde es kosten, den ganzen Gotthard abzutragen, anstelle dauernd neue Löcher reinzubohren?
    64 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.01.2016 14:44
    Highlight Man kann nicht die Bevölkerung küstlich verdoppeln ohne mit der Infrastruktur nachzuziehen. Das Gejammere um die Alpen ist absurd. In 15 Jahren fahren dann Elektroautos herum und die brauchen vier Spuren. Verladen auf den Zug ist Steinzeitlogistik, umständlich und langsam.
    39 53 Melden
    • peeti 20.01.2016 14:57
      Highlight Gahtsno? Wieso immer das ineffiziente Auto? Vielleicht nehmen in Zukunft die Menschen vermehrt den Zug. Oder müssen nicht an jedem Wochenende irgendwohin in den Süden verreisen.
      36 32 Melden
    • Perseus 20.01.2016 16:01
      Highlight Weil schlicht und einfach mit dem Zug und Verladestationen keine genügend hohe Kapazität erreicht werden kann um soviel Verkehr zu transportieren. Und ausserdem will ich in 15 Jahren nicht Zug fahren sondern Auto.
      27 19 Melden
    • auoji 20.01.2016 16:55
      Highlight gatesno: Sie haben schlicht vergessen, dass der Zug zur elektrifizierten Zukunft gehört. Kurze Strecken Auto, lange, kontinentale Strecken Zug, sehr lange, interkontinentale Strecken Flug.
      Das gilt nicht für den Warenverkehr. Elektrolastwagen mit genügend Leistung wird es noch länger nicht geben. Dieser muss gegen den Widerstand antiker Lastwagenverbände auf die Schiene GEZWUNGEN werden. Eine zweite Röhre ist dabei gar nicht behilflich.
      20 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.01.2016 17:35
      Highlight Mehr Elektro mehr Strom und von wo soll der kommen? hä hä? Stauseen in den Alpen?
      Bei den SBB Preisen und überfüllten Zügen mit Menschen deren Nähe ich nicht will. Ne, lieber Stau :-), jedem das Seine.
      11 15 Melden
    • zettie94 20.01.2016 18:33
      Highlight Wieso sollten die Elektroautos mehr Spuren brauchen? Die Autos brauchen in Zukunft eher weniger Platz, da sie dank Assistenzsysteme näher aufschliessen können.
      9 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.01.2016 06:06
      Highlight Warum 4 Spuren? Dadurch wir dann soagr beim Autofahren uns nicht mehr bewegen müssen werden wir noch fetter, somit müssen die Elektroautos dem entsprechend grösser sein als heute :-) •_•
      4 3 Melden
    • Rosa_Rot 21.01.2016 23:10
      Highlight Das die Kapazitäten nicht reichen ist ein Märchen! Es haben genug Experten belegt, dass der Verlad möglich ist!
      3 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.01.2016 14:32
    Highlight Zweite Röhre, 4spurig, Kassenhäuser und für die Durchfahrt einen Betrag verlangen, wie dies bei anderen grossen Tunnels auch ist.
    40 17 Melden
    • peeti 20.01.2016 15:26
      Highlight BR&Parlament haben es abgelehnt, eine Tunnelmaut zu verlangen.
      23 2 Melden
    • Perseus 20.01.2016 16:02
      Highlight Ja weil unser BR wie überall einfach ein bisschen langsamer denkt als alle anderen...
      11 9 Melden
    • Amboss 20.01.2016 17:32
      Highlight @rodd: Am Gubrist, im Sonnenberg-Tunnel in Luzern, beim Grauholz, auf der Autobahn in Winterthur, in Basel und St.Gallen wäre eine Maut viel einträglicher. Bist du konsequent, bist du auch dafür?
      Was hälst du davon?
      12 3 Melden
    • Tsunami90 20.01.2016 17:43
      Highlight Und wir bei der Einführung der LSVA versprechen mussten keine Maut zu erheben.
      7 0 Melden
  • peeti 20.01.2016 14:29
    Highlight Wenn wir wirklich ehrlich sind, gibt es doch höhere Sicherheit nur mit weniger Strassenverkehr. Die NEAT bspw. sorgt ab Ende 2016 für weniger Transitverkehr auf den Strassen. Die Befürworter der fünften Gotthardröhre untergraben diesen Sicherheitsgewinn.
    28 17 Melden
  • Toerpe Zwerg 20.01.2016 14:13
    Highlight Titel: "Sind zwei Röhren wirklich sicherer?"

    Inhalt: "wenn und wenn, zusammen mit wenn, dann wird der Sicherheitsgewinn des Zweiröhrenbetriebs dann evtl. falls wenn eintritt, wieder aufgehoben."

    Fazit: "Ja klar, zwei Röhren sind sicherer, aber das sagen wir hier jetzt nicht so, weil ... unsere Agenda kännsch?"
    36 39 Melden
    • Perseus 20.01.2016 15:00
      Highlight Du sprichst mir aus der Seele....
      13 19 Melden
    • trio 20.01.2016 15:17
      Highlight Wenn euch die Sicherheit so wichtig ist, dann schafft doch alle Strassen ab und verlagert alles auf die Schiene. Das ist zig mal sicherer als der Strassenverkehr!
      29 7 Melden
    • Perseus 20.01.2016 15:32
      Highlight Dein Argument macht natürlich sehr viel Sinn...
      7 11 Melden
    • trio 20.01.2016 15:51
      Highlight Wenn euch die Sicherheit so wichtig ist, macht diese Aussage durchaus Sinn.
      16 2 Melden
    • bibaboo 20.01.2016 15:52
      Highlight Dass eine 2. Gotthardröhre die Sicherheit erhöhen würde, scheint m.E. unbestritten. Jedoch scheint mir genauso klar, dass mit den 2.8 Mia CHF, wenn sie anderswertig eingesetzt werden, einiges mehr betreffend Sicherheit auf schweizer Strassen und volkswirtschaftlichem Gewinn erreicht werden kann.
      20 4 Melden
    • Perseus 20.01.2016 16:12
      Highlight Ja wenn klar ist uns die Sicherheit wichtig aber es geht immer um abwägen von Risiko und ertrag... Mir ist auch die Sicherheit wichtig wenn ich irgendwo was kaufen will und das ist auch kein Argument um alle Läden abzuschaffen und nur noch online einzukaufen.
      3 8 Melden
    • Tsunami90 20.01.2016 17:47
      Highlight Meine güte: Ich bin einfach nicht bereit 3Mrd. Franken auszugeben um von 10 auf vieleicht 5 Unfälle zu kommen. Halbierung des Verkehrs würde die Sicherheit günstiger und schneller verbessern. Das Sicherheitsargument ist an den Haaren herbei gezogen.
      16 5 Melden
    • Toerpe Zwerg 20.01.2016 18:26
      Highlight Das Sicherheitsargument ist nicht matchentscheidend. Diese eine Roehre ist aber eine zu fragile Strassenverbindung in den Sueden unseres Landes. Eine zweite Roehre bietet eine um Potenzen stabielere Verkehrsachse und sie ist eine dauerhafte Investition. Dass sie zusaetzlich klar mehr Sicherheit bringt, ist ein positiver Nebeneffekt.
      6 4 Melden
  • trio 20.01.2016 14:13
    Highlight Die Befürworter sollen doch ehrlich sein, nämlich ihre Hoffnung das die Kapazität nachher steigt. Das ist das einzige Argument, wofür sich die 2.8 Milliarden auszahlen würde.
    36 14 Melden
    • Perseus 20.01.2016 14:53
      Highlight Die Kapazität muss früher oder später sowieso steigen weil es immer mehr Menschen-Autofahrer gibt. Und in 15 Jahren ist der Alpenschutz Artikel 100% nicht mehr zeitgemäss geschweige denn umsetzbar. Mehr Menschen=Infrastruktur muss ausgebaut werden.
      16 26 Melden
    • trio 20.01.2016 15:21
      Highlight Also wenigstens ehrlich, die Befürworter pfeifen also auf die Alpenschutz-Initiative und den Volkswillen.
      27 12 Melden
    • Perseus 20.01.2016 15:33
      Highlight Nein, ich pfeife nicht drauf aber denke mal ein paar Jahre voraus. Weil es Tatsache ist das der Alpenschutz Artikel früher oder später nicht mehr umgesetzt werden kann! Ich sage nicht das man das einfach umsetzen darf, dass muss immer noch das Volk entscheiden und bis jetzt wurde ja der Volkswille nicht verletzt.
      11 13 Melden
    • Ruffy 20.01.2016 17:41
      Highlight Es ist problemlos möglich in 15 Jahren nochmals über den Alpenschutzartikel abzustimmen trio. Eine zweite Röhre ist, solange einspurig genutzt KEINE Kapazitätserweiterung und somit Verfassungskonform.

      Sowieso scheinst du mir eine sehr lustige Meinung (ums mal so auszudrücken) zu haben, wenn ich mir deine Kommentare so ansehe :) Etwa so Radikal wie ein rechts aussen SVP'ler nur halt auf der politisch entgegengesetzten Seite.
      7 10 Melden
    • Tsunami90 20.01.2016 17:52
      Highlight Die Aussagen "Der Mensch kann keine Maschinene bauen die fliegen kann" und "Wir müssen mehr Strassen bauen, weil wir keine wahl haben" gehören in den selben Topf.
      12 0 Melden
    • zettie94 20.01.2016 18:37
      Highlight 1. Am Gotthard gibt es kein Kapazitätsproblem, der Verkehr ist seit 10 Jahren stabil. Das ist also eindeutig KEIN Argument für die zweite Röhre. Zumal die Autos in Zukunft dank vermehrtem Einsatz von Fahrerassistenzsystemen eher weniger Platz brauchen werden.
      2. Eine zweite Röhre bedeutet mehr Kapazität, wobei es keine Rolle spielt, ob diese genutzt wird oder nicht. Es bleibt verfassungswidrig.
      9 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.01.2016 19:37
      Highlight @zettie94: so,so. 1x2=2. Was ergibt denn 2x1?
      3 7 Melden
    • zettie94 20.01.2016 23:14
      Highlight Es ist eben nicht 2x1, sondern 2x2, wobei 2 vorerst nicht genutzt werden. ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie da sind. Das blosse Vorhandensein der 4 Spuren verstösst schon gegen die Verfassung.
      6 3 Melden
  • Rendel 20.01.2016 14:05
    Highlight Ich bin absolut gegen eine zweite Röhre. Bis die fertig ist und der erste Tunnel saniert, wird der Druck der Strassen so gross sein, dass Vierspurigkeit verlangt wird. Ob es bis dahin auch Elektrolastwagen gibt? Ein vierspuriger Gotthard, wird dann nämlich viel Schwerverkehr anziehen.
    27 15 Melden
  • User01 20.01.2016 13:53
    Highlight Was mich leider negativ überrascht, ist der Zeithorizont. Eigentlich hätte man bereits vor 10 Jahren gewusst, dass der Tunnel irgendwann saniert werden muss, oder? Mich persönlich schreckt es ab, mindestens 15 (oder 20?) Jahre auf eine zweite Röhre warten zu müssen, bis mit der Sanierung der aktuellen Röhre überhaupt begonnen werden kann. Wie die Welt 2030 oder 2035 aussieht, wissen wir nicht. Gut möglich, dass es dann gar kein Bedürfnis mehr sein wird, zwei Röhren durch den Gotthard zu haben. Dann investieren wir die Milliarden lieber sonst wo.
    36 11 Melden
  • weibel 20.01.2016 13:45
    Highlight Sie schreiben:"Die Beispiele aber zeigen, dass die Investition von 2.8 Milliarden Franken für eine zweite Gotthardröhre keineswegs zwingend zu mehr Sicherheit und weniger Unfällen führen wird." Sei wollen scheinbar meine Lösung nicht kennen. Der Umbau des Bahnschiteltunnels in einer 2. Strassenröhre würde die gleiche Vorteile verschaffen, insbesondere in Sicherheitsfragen, aber zum halben Preis (1,4 Milliarden). Er benötigt nur 660'000 m3 Felsenaushub, gegen 2'200'000.
    Sie finden hier mein technisches Dossier: https://sites.google.com/site/gothardscheiteltunnel/memoire
    9 7 Melden
    • Peter 20.01.2016 14:01
      Highlight Diese Lösung sieht auf den ersten Blick bestechend aus. Es gibt nur ein Problem: Der Bundesrat will den Scheiteltunnel weiterhin für den Bahnverkehr nutzen: https://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=53595
      19 0 Melden
    • trio 20.01.2016 14:07
      Highlight Dann habe ich noch eine andere Lösung. Den bestehenden Strassentunnel in einen Eisenbahntunnel umbauen und für den Autoverlad nutzen. Für die Sicherheit die weitaus beste Lösung.
      18 10 Melden
    • Toerpe Zwerg 20.01.2016 14:15
      Highlight Dieser Vorschlag ist kompletter Unsinn, weil rein gar nichts eines 100 Jährigen Bahntunnels den Sicherheitsanforderungen eines modernen Strassentunnels entspricht. Besser neu und sauber bohren als hunderte Millionen in einen Notnagel verlochen.
      16 1 Melden
    • weibel 20.01.2016 15:31
      Highlight Herr Peter, die Fernverkehrkonzession der SBB ist bis Ende 2017 gültig, und der Basistunnel wird seit Ende 2016 in Betrieb sein. Ende 2017 muss man sehen, wie es weiter gehen wird. Es scheint mir nicht so sicher, dass die alte Linie weiter betrieben wird. Sie waren sicher auch etwas erstaunt, dass die SBB für die zweite Röhre sind. Es gibt Lästermäuler, die behaupten, dass der Bundesrat hinter diese Erklärung sei. Vielleicht ist es das selbe hier? Der Direktor von SBB Cargo hat es behauptet: nach Inbetriebnahme der NEAT wird kein Güterzur mehr durch die Berglinie fahren. Warten wir 1 Jahr!
      6 2 Melden
    • weibel 20.01.2016 15:37
      Highlight Herr Peter, ich habe probiert Ihnen zu antworten, aber die Maschine funktionniert scheinbar nicht.
      2 2 Melden
    • Peter 20.01.2016 15:57
      Highlight
      @weibel Ein endgültiger Entscheid für den weiteren Betrieb nach 2017 scheint tatsächlich noch auszustehen. Trotzdem habe ich nicht den Eindruck, dass die SBB den Scheiteltunnel hergeben wollen. Aus diesem Grund sind sie wohl auch für die zweite Röhre. Aber gut, nach einem allfälligen Nein wird man weitersehen.
      4 1 Melden
    • weibel 20.01.2016 16:00
      Highlight Herr, oder Frau Toerpe Zwerg, bitte lesen Sie sorgfältig, dann finden Sie den Link zu meinem Dossier, das Sie überfliegen können.
      4 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 20.01.2016 16:42
      Highlight Meine Antwort war vielleicht etwas schnippisch angesichts der durch Sie geleisteten (verdankenswerten) Arbeit bezüglich dieser Projektidee. Hierfür entschuldige ich mich.

      Trotzdem halte ich Ihre Idee auch nach Kurzstudium Ihrer Projektstudie für zumindest abenteuerlich. Ihre Kostenrechnung ist schwer verifizierbar und sehr grob gehalten. Ich bezweifle ernsthaft, dass die Querschnittsvergrösserung viel billiger ist als ein Neuaushub - Ihre einfachen m3 Berechnungen müssten sie dringend detaillieren.
      2 0 Melden
    • weibel 20.01.2016 16:59
      Highlight Herr Peter, Für Personen, die wie Sie denken, dass der alte Tunnel noch betrieben wird, habe ich diesen Vorschlag gemacht: nach Sanierung des Strassentunnels den in einen Strassentunnel umgebauten Bahntunnel wieder in einen Bahntunnel umbauen, diesmal aber der heutigen Sicherheitsnormen entsprechend: mit einem Sicherheitstollen, mit Gehwege, usw. Das würde 100 Millionen mehr kosten, also im ganzen 1,5 Milliarden, und würde völlig verfassungskonform. Ohne Sanierung des Alttunnels wird er aus Sicherheitsgründen sicher nicht weiter benützt: Der Neattunnel legt die Norm fest. Danke für die Debatte
      3 1 Melden
    • weibel 20.01.2016 17:33
      Highlight Herr, oder Frau Toerpe Zwerg, Sie finden auf der Seiten 22 bis 24 die Rechnungsmethode und die Hauptresultate. Ich glaube, dass ich diese Arbeit sehr Korrekt gemacht habe; ich hoffte eingentlich, dass einmal die Verwaltung diese Rechnungen studieren wollte. Sie hat das nie gemacht. Meine Kostenschätzung ist also nicht das einfache Resultat eines Dreisatzes über die Volumen des Felsenausbruchs.
      Ab der Inbetriebnahme des Basistunnels ist der Scheiteltunnel über seine gesamte Länge für Maschinen zugänglich, die für seinen Umbau erforderlich sind. Deswegen ist der Aushub kurz, und relativ günstig
      3 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 20.01.2016 18:34
      Highlight Mir scheint es nur auf den ersten Blick raffiniert, die Bahnsicherheit mittels voruebergehender Umnutzung dauerhaft sicher zu stellen. Die naechste Sanierung des Strassentunnels kommt. Und dann? Solche Investitionen sind sehr langfristig zu betrachten und angesichts von 30mia Neat scheinen mir 3mia fuer die Roeher nich mal so teuer. Es stellt sich am ehesten die Frage, ob man nicht gescheiter die NEAT als Basis-Strassentunnel gebaut haette ... ;-)
      0 3 Melden
    • zettie94 20.01.2016 18:41
      Highlight @Peter: Die SBB ist nicht für eine zweite Röhre, sie darf dazu als Bundesbetrieb gar keine Stellung nehmen.
      Der Artikel im Blick, der dies suggeriert (und von allen andern Medien aufgenommen wurde) basiert auf einer aus dem Zusammenhang gerissenen Aussage von vor über einem Jahr.
      3 0 Melden
    • zettie94 20.01.2016 18:44
      Highlight @weibel: Der Scheiteltunnel wird garantiert noch länger als 2017 betrieben werden. SBB Cargo ist lange nicht das einzige Güterverkehrsunternehmen, welches am Gotthard Züge fährt und lange nicht alle Güterzüge erfüllen die Anforderungen bezüglich Geschwindigkeit und Sicherheit, um durch den Basistunnel fahren zu dürfen.
      Ihr gesamter Vorschlag basiert auf einer einzigen grossen Fehlannahme und ist deshalb ganz einfach nicht ernst zu nehmen.
      3 0 Melden
  • TRL 20.01.2016 13:24
    Highlight Das ist das erste mal, dass ich die Skepsis gegenüber einer zweiten Röhre teilen kann. Danke Herr Blunschi! Das Alpenschutz-Argument zieht bei mir nämlich nicht: der alljährliche Stau ist ebenfalls schädlich. Bis anhin überwog für mich die Sicherheit. Nun wurde auf watson aber bereits über eine Alternative ähnlich dem San Bernardino berichtet. Ausserdem haben wir Ende diesen Jahres den Basistunnel. JA oder NEIN ist schon ein bisschen knapp für diese Frage. "Nein, aber reaktiviert den Bahnverlad dauerhauft!" Oder "Ja, in 20 Jahren gibt's eh keine Abgase mehr (Elektro)". Beides hat Risiken.
    24 4 Melden
  • July 20.01.2016 13:23
    Highlight Das Sicherheitsargument zieht nicht wirklich - viel billiger und zeitlich günstiger wäre es die jetzige Röhre während einer Nachtsperre zu sanieren. über 2 milliarden ausgeben für einen Tunnel, wenn bei der Bildung gespart werden muss ist doch widersinnig
    34 12 Melden
  • Luca Andrea 20.01.2016 13:12
    Highlight Der Mensch neigt dazu Extremereignisse zu stark zu Gewichten. Das zeigt die Unfallstatistik meiner Meinung nach gut.
    Ob man mit der 2. Röhre und dafür investierten 2.8 Milliarden wirklich mehr Sicherheit kriegt ist fragwürdig.
    23 2 Melden
  • klugundweise 20.01.2016 13:08
    Highlight Ob mit 2 oder 4 Spuren, die Verkehrsmenge und damit die Zahl der Unfälle wird steigen. Das schläckt kei Geiss weg!
    Sicher ist nur eine Verlagerung.
    19 3 Melden
  • Ruffy 20.01.2016 13:07
    Highlight Man kann was die zweite Röhre angeht verschiedenen Meinungen und Ansichten sein, keine Frage. Das Sicherheitsargument aber, können Sie nicht wegdiskutieren, man kann viele Dinge überwachen usw.. Dennoch kann ein Unfall wie 2001 jederzeit passieren, da reicht ein Sekundenschlaf eines PKW oder LKW Fahrers. Und dagegen können Sie gar nichts machen. Ca. 20% der Unfälle auf Schweizer Strassen entstehen übrigens wegen Sekundenschlafs. Das Risiko ist zu gross.
    19 19 Melden
    • zettie94 20.01.2016 13:10
      Highlight Autofahren ist immer ein Risiko. Unfälle können genau so auch bei zwei richtungsgetrennten Röhren passieren. Und wenn diese noch beide zweispurig geöffnet sind, hat man innert kürzester Zeit ein grösseres Unfallrisiko als heute bei nur einer Röhre.
      11 3 Melden
    • Peter 20.01.2016 13:12
      Highlight Ein solcher Unfall kann auch in getrennten Röhren passieren, mit ähnlich verheerenden Folgen. Der einzige "Vorteil" wäre, dass es in einem solchen Fall nicht wie 2001 zu einer Totalsperre käme.
      31 9 Melden
    • demokrit 20.01.2016 13:13
      Highlight Dann fährt eh' keiner mehr selbst.
      7 2 Melden
    • Tom Garret 20.01.2016 13:19
      Highlight Genau das wäre ja der Vorteil... Zudem hat man nur von einer Seite her Zufahrt zur Unfallstelle (Brandherd)...
      3 2 Melden
    • Ruffy 20.01.2016 13:49
      Highlight Wie es bei getrennten Röhren zu einer Frontalkollision kommen kann müsst Ihr mir noch erklären?

      Bei einer Frontalkollision wird wesentlich mehr Energie freigesetzt als bei einem Auffahrunfall. Und gerät ein Fahrzeug vor mir ausser Kontrolle kann ich meist ohne Probleme abbremsen, denn das Fahrzeug bleibt nicht einfach stehen oder kommt noch auf mich zu.

      Natürlich gibt es immer ein Risiko, nur sollte man Risiken erkennen und dort wo es erhöte Risiken gibt Massnahmen treffen. Und da ist meiner Meinung nach die zweite Röhre die sicherste Variante. Alle anderen Argumente ausgenommen.
      13 11 Melden
    • Toerpe Zwerg 20.01.2016 14:19
      Highlight @ Blunschi, Frontalkollisionen in richtungsgetrennten Röhren sind in etwa so wahrscheinlich wie ein Blunschi Artikel pro Strasse.

      ... eher ziehen einhörnige Kängurus für den australischen Winter in den klimaerwärmten schweizerischen Winter.
      8 8 Melden
    • Peter 20.01.2016 14:26
      Highlight @Toerpe Zwerg Meine Artikel haben auf jeder Strasse Platz... Aber ernsthaft: Wieso muss es eine Frontalkollision sein? Es genügt, wenn ein Lastwagen gegen die Tunnelwand prallt und eine Kettenreaktion auslöst. Unvergessen ist auch der Carunfall 2012 in Siders.
      17 5 Melden
    • Tom Garret 20.01.2016 15:35
      Highlight Mehr Sicherheit heisst ja nicht totale Sicherheit. Die gibt es nicht. Wir können uns darauf einigen dass zumindest die Gefahr einer Frontalkollision gebannt ist. Auch dass getrennte Tunnels Grundsätzlich mehr Sicherheit bieten. Da muss man doch gar nicht darüber diskutieren ob es so ist oder nicht. Dass dadurch nicht alle Gefahr gebannt ist steht doch ebenfalls ausser Frage. Wie auch?
      5 3 Melden
    • trio 20.01.2016 16:22
      Highlight @Garret es bleibt aber total uneffizient. Wenn das Geld in die Beseitigung anderer Gefahrenherde des Strassenverkehrs investiert werden, können viel mehr Unfälle verhindert werden.
      8 1 Melden
    • Tom Garret 20.01.2016 16:47
      Highlight Ach was, dieses Argument kann man immer bringen. Auch das beliebte Argument man solle das Geld besser in Bildung investieren, ich finde das gegeneinander ausspielen ziemlich dumm.
      Ich muss aber ehrlich sein, ich habe auch für die erhöhung des Vignetten Preises gstummen (musst du noch kaufen! Selbstnotiz ;-) und bin weiterhin für die Einführung der Maut für den Gotthard. Aber es ist halt beliebter immer mehr zu fordern aber immer weniger bezahlen zu wollen. Aber das ist ein anderes Thema...
      2 2 Melden
    • Ruffy 20.01.2016 17:50
      Highlight Geld lässt sich immer anders nutzen, wenn ich entscheiden könnte ob die Milliarden in die zweite Röhre oder in Bildung investiert werden, würde ich sofort die Bildung wählen (Ich weiss auch noch nicht wie ich bei der 2. Röhre abstimmen werde). ABER darum geht es hier nicht, es geht darum dass gesagt wird, das Sicherheitsargument zieht nicht und das ist falsch, da können wir noch lange diskutieren. Sich dieser Tatsache zu verweigern, weil es halt der eigenen Sache widerspricht macht keinen Sinn, ist aber leider immer typischer bei uns Linken, ja ich zähe mich auch dazu!

      2 3 Melden
    • trio 21.01.2016 10:42
      Highlight @Ruffy das Sicherheitsargument wird bestritten, niemand sagt es zieht nicht. Mit der Sicherheit lässt sich sehr viel beeinflussen. Hier wird aber glaubwürdig beschrieben, dass der Sicherheitsgewinn sehr klein ist. Ausserdem, es wird niemand bestreiten, dass mit der 2. Röhre der Verkehr steigt. Dann ist der Sicherheitsgewinn definitiv dahin. Mehr Verkehr ist immer auch mehr Unfälle.
      2 1 Melden
  • amore 20.01.2016 13:03
    Highlight Solange für die Bildung Millionen von Franken weniger zur Verfügung stehen, kann kein normal denkender Mensch über 2 Milliarden für eine 2. Röhre ausgegeben. Dies um so mehr als das Milliardenprojekt just dieses Jahr neu zur Verfügung steht.
    Ich vermisse die Stimmen der rechten Sparpolitiker!
    33 15 Melden
    • Perseus 20.01.2016 13:22
      Highlight Dreimal darfst du raten wieso bei der Bildung gespart werden muss... wirf mal einen Blick auf die Bundesausgaben von den letzten 10 Jahren bis heute... Dann wirst zu ziemlich schnell erkennen wo die Kosten so dermassen explodiert sind... und nein es ist nicht das Militär...
      15 8 Melden
    • trio 21.01.2016 11:14
      Highlight Und nur weil sie in anderen Departemente das Geld zum Fenster rausschmeissen, müssen wir das hier jetzt auch tun? Das ist ja Kindergarten pur!
      2 0 Melden
    • Perseus 21.01.2016 14:07
      Highlight Es ist eigentlich nur ein Departement das Geld zum Fenster rauswirft und wir alle wissen ja welches.. und genau wegen dem wird die Bildung gekürzt, dringende notwendiger Ausbau der Infrastruktur wird nicht vorgenommen (und nein ich rede nicht NUR vom Gotthard) und allgemein bleibt dann einfach nicht mehr genug Geld für sinnvolle Sachen übrig. Und wegen dem verschwenden: Jährlich 22 Mrd. für soziale Wohlfahrt stehen hier einmaligen 2 Mrd. für den Tunnel gegenüber, dein Vergleich mit Geld rauswerfen ist also lachhaft.
      1 0 Melden
    • trio 21.01.2016 17:04
      Highlight Nichts einmalig! Der ganze Unterhalt ist nachher praktisch doppelt so teuer.
      1 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 20.01.2016 13:02
    Highlight Es geht nicht um Sicherheit, es geht verdeckt um den Ausbau des Strassennetzes und wer mehr Geld zum Plakate kleben hat.
    29 12 Melden
  • trio 20.01.2016 12:43
    Highlight Es will mir echt nicht in den Kopf. Wie kann man dafür sein, 2.8 Milliarden in eine 2. Röhre zu investieren, wenn gleichzeitig überall gespart werden muss (ausser Landwirtschaft und Militär). Die zweite Röhre bringt praktisch keinen Mehrwert, dass ist doch Geld aus dem Fenster schmeissen!
    54 22 Melden
    • Perseus 20.01.2016 13:25
      Highlight Ganz einfach... Weil das Militär, abgesehen vom Finanzsektor, das EINZIGE Departement ist das über die Jahre gespart hat... Man spart besser mal bei den dermassen hohen Sozial- und Auslandhilfen!
      18 21 Melden
    • trio 20.01.2016 13:52
      Highlight Es geht hier gar nicht drum wo man besser sparen könnte. Die 2. Röhre bedeutet 2 Milliarden Mehrausgaben und die müssen anschliessend wieder irgendwo gespart werden. Nicht nur jetzt, schliesslich hätten wir dann 2 Röhren die Unterhalten werden müssen, also auch höhere Folgekosten. Das sind alles zusätzliche Kosten!
      8 3 Melden
    • Perseus 20.01.2016 14:04
      Highlight Genau so ist es! Und ich (und viele andere Bürger) sind halt nicht bereit ständig überall zu sparen und zu verzichten nur damit der aufgeblähte Sozialsektor weiterhin soviel Geld in den Rachen geworfen bekommt. Ein Drittel der Bundesausgaben gehen für das drauf (Tendenz steigend) und so was ist doch einfach nur krank. Man stelle sich vor es wäre das Militär das soviel Geld verpulvert, dass hätte man schon lange unterbunden.
      4 14 Melden
    • trio 20.01.2016 14:10
      Highlight Bei praktisch null Mehrwert! Mir fehlen auch die rechte Sparpolitiker...
      4 3 Melden
    • Perseus 20.01.2016 14:30
      Highlight Null Mehrwert? Sind ja "nur" Autofahrer die bei Frontalkollisionen sterben und/oder verletzt werden oder wie? Die Sicherheit wird garantiert drastisch gesteigert da kann man sagen was man will und in der Nacht zu sanieren und den Tunnel zu sperren ist doch Schwachsinn.
      4 9 Melden
    • trio 20.01.2016 15:13
      Highlight Naja, hier im Bericht wird eben bestritten, dass die Sicherheit gross zunimmt. Es gibt ja auch andere Unfälle als Frontalzusammenstösse, und dieses Risiko ist auf praktisch jeder Landstrasse. Warum also soviel Geld verbuttern? Es gäbe im Strassenverkehr unzählige andere Möglichkeiten um die Verkehrssicherheit effizienter zu erhöhen.
      7 0 Melden
    • Perseus 20.01.2016 15:25
      Highlight Ja es wird argumentiert mit: wenn dies passiert und dann noch in dem Zusammenhang in dieser Situation und wenn dann noch dieser Faktor stimmt.... Tatsache ist, es ist sicherer. Das kann dir jeder Autofahrer bestätigen. Und die Sicherheit ist ja nur ein Aspekt
      1 8 Melden
    • trio 20.01.2016 15:39
      Highlight Wieso soll das jederAutofahrer Bestätigen können? Nur weil man Auto fährt, ist man gleich Sicherheitsexperte? Das ist mir neu. Und wie bereits gesagt, es gibt genügend andere Gefahrenherde auf der Strasse, deren Entschärfung weitaus mehr Unfälle verhindern können. Gerne höre ich auch noch die anderen Aspekte.
      6 0 Melden
    • Perseus 20.01.2016 15:57
      Highlight Hat ja nichts mit Sicherheitsexperte zu tun aber das man ohne Gegenverkehr sicherer fährt sollte jetzt aber jeder wissen. Klar gibt es auch noch andere Gefahrenherde aber das ist ja kein Grund einen anderen nicht auszumerzen. Weil es auf die Dauer günstiger ist einen zweiten Tunnel zu bauen (vorausdenken), weil durch den ständigen Auf- und Abbau der Verladestationen mehr Land verbaut wird und weil in Zukunft die Kapazität von einem Tunnel schlichtweg nicht mehr ausreicht.
      1 6 Melden
    • trio 20.01.2016 16:29
      Highlight Die Kosten sind mit 2 Röhren immer höher. Unterhalt, Beleuchtung, Überwachung etc. wird alles teurer. Wer sagt den, dass die Verladestationen immer wieder abgebaut werden müssen? Am besten gleich dauerhaft in Betrieb nehmen, schon nur wegen dem Schwerverkehr. Und als Kapazitäterhöhung natürlich.
      4 1 Melden
  • kobL 20.01.2016 12:28
    Highlight Und wie immer, eine Geschwindigkeitsreduktion (z.B. auf 60 km/h) ist ausgeschlossen. Niedriges Tempo vermindert die Unfallfolgen massiv und erhöht sogar durch den kürzeren Sicherheitsabstand sogar noch die Kapazität. Aber fünf Minuten längere Fahrzeit sind natürlich unzumutbar.
    46 18 Melden
    • Donald 20.01.2016 13:16
      Highlight 80 km/h sind auf einer Strecke ohne Einfahrt etc. schon ziemlich optimal. Um das geht es aber nicht. Es geht um die Sanierung.
      9 1 Melden
    • Perseus 20.01.2016 13:26
      Highlight Denk doch mal ein bisschen weiter... wenn plötzlich von 120 auf 60 abgebremst werden muss hat das einen ziemlich langen und mühsamen Stau zur Folge...
      8 12 Melden
    • trio 20.01.2016 14:03
      Highlight @Perseus wenn die Kapazität wirklich höher ist bei 60km/h ist der Stau kürzer, egal ob jetzt von 80 oder 60 runtergebremst werden muss.
      7 2 Melden
    • Perseus 20.01.2016 14:27
      Highlight Hää??? Stell dir das doch einfach bildlich vor... Deswegen entstehen ja überhaupt Staus, weil einer Bremst/langsam fährt und deshalb ein Domino Effekt entsteht der sich halt im Extremfall über mehrere Kilometer hinzieht. Und je stärker das Tempo reduziert werden muss desto länger und stärker ist ja dann auch dieser Effekt... Dann könnte man ja nach deiner Argumentation auch gleich auf 20 runterbremsen ohne das der Stau grösser wird?
      1 8 Melden
    • a-n-n-a 20.01.2016 14:36
      Highlight @Perseus: Ab Amseg ist die Strecke bis Göschenen sowieso schon 80km/h - bis auf einen klitzekleinen Teil zw. Gurtnellen und Wassen. Das selbe auf der anderen Seite des Gotthards - bis auf die kleine Strecke zw. Quinto/Ambrì und der Raststätte...
      10 2 Melden
    • Perseus 20.01.2016 14:56
      Highlight Und? Legitimiert das Tempo 60? Wieso dann nicht gleich 50 oder 30? Es gibt ja jetzt schon viel zu viele Tempo 100/80 Abschnitte auf der Autobahn die keinen Sinn machen.
      2 14 Melden
    • trio 20.01.2016 15:07
      Highlight @Perseus darum schreibe ich ja, wenn die Kapazität höher ist. Bei Stau muss ja sowieso oft auf null abgebremst werden. Und den gibt es weil die Kapazität zu klein ist. Ist doch nicht so schwer, oder? Ob bei 60 wirklich mehr Autos durch Tunnel kommen, als bei 80, sei jetzt mal so dahingestellt.
      5 0 Melden
    • a-n-n-a 20.01.2016 15:08
      Highlight Ah keinen Sinn!? Schon mal was von "Gefälle" und "Aufstieg" (5-10%) gehört? Und dass Motoren evtl. überhitzen bzw. nicht genügend verlangsamen können? Meine Güte, hätte nicht gedacht, das ich sowas einem Mann (?) jemals erklären müsste (bin ja auch kein Technik-Genie, aber soweit gehts noch)
      8 2 Melden
    • Perseus 20.01.2016 15:30
      Highlight Hab ich gesagt alle 100/80 Strecken machen keinen Sinn? Nein hab ich nicht. Die Strecken mit Gefälle und starken Kurven machen durchaus Sinn aber da ich nicht nur auf Berge fahre sondern und auch im Flachland und dort nun mal zu viele Tempo 80/100 Strecken vorhanden sind welche absolut unnötig sind war meine Aussage schon korrekt. Und ich dachte schon das ich so was einer Frau erklären muss ;).
      4 9 Melden
    • zettie94 20.01.2016 18:50
      Highlight @alle: Es ist allgemein bekannt und untersucht, dass die Kapazität einer Autobahn in der Regel bei 80 km/h am grössten ist.
      4 0 Melden
    • Perseus 21.01.2016 07:33
      Highlight Also mit 80Km/h kommt niemand schneller von A nach B, Kapazität hin oder her...
      1 4 Melden

Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

Artikel lesen