Schweiz
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epa05347542 Swiss Justice Minister 
Simonetta Sommaruga during a press conference of the Swiss government on the results of the referendum and initiative ballots, in Bern, Switzerland, 06 June 2016. Swiss people went to the polls to vote on five topics: an unconditional basic income for all, a plan to speed up asylum procedures, public service reforms, a law on prenatal genetic screening, and a proposal to boost road finance.  EPA/LUKAS LEHMANN

Hatte gestern gut lachen im Medienzentrum in Bern: Asylministerin Simonetta Sommaruga.  Bild: EPA/KEYSTONE

Sommarugas Meisterstück

Beharrlich, pragmatisch und überaus erfolgreich: Simonetta Sommaruga bringt die Asylreform durch. Das stärkt ihre Position. Doch ruhig wird es im Asylbereich ganz sicher nicht.

jonas schmid / Aargauer Zeitung



Es ist ihr bislang grösster Triumph. Justizministerin Simonetta Sommaruga hat gestern ihr Prestigeprojekt, die beschleunigten Asylverfahren, unter Dach und Fach gebracht. Damit hat die SP-Bundesrätin das geschafft, was vor ihr noch keinem SP-Politiker geglückt ist: einem Asylgesetz einen linken Stempel aufzudrücken.

Reform für Reform gaben stets die Bürgerlichen den Ton an. Immer nach demselben Muster: Hier die Bürgerlichen, die an der Verschärfungsspirale drehten. Da die Linke, die vergeblich dagegen ankämpfte. Zehn Mal in den letzten 20 Jahren.

Dieses Mal war alles anders. Der rechten Sozialdemokratin Sommaruga gelang es, ihre eigenen Leute bis weit an den linken Rand hinter sich zu scharen. Potenziellen Kritikern wie dem Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth und dem grünen Zürcher Asylpolitiker Balthasar Glättli rang sie schon früh ein kritisches Ja ab. Sie konnte die Genossen davon überzeugen, dass lange Verfahren weder gerecht noch sozial sind.

Entscheidend für den linken Schulterschluss war aber letztlich etwas anderes, eine Premiere: die kostenlosen Rechtsvertreter. Mit ihnen bringt eine Reform erstmals auch für Asylsuchende spürbare Verbesserungen mit sich. Von der Aufnahme ins Verfahren bis zum Asylentscheid begleitet der «Gratisanwalt» seinen Klienten durchs Verfahren.

Die raffinierte Netzwerkerin

Die Bürgerlichen wiederum holte die Justizministerin mit kürzeren Fristen ins Boot. Dass das Gesetz in einem Betrieb schon im Voraus getestet werden konnte, erwies sich als Glücksfall und zeugt von der intelligenten Herangehensweise der Justizministerin. Die Testphase zeigte nämlich, dass die Qualität der Entscheide besser und die Beschwerdequote im neuen Verfahren sogar noch tiefer lag als im Regelbetrieb.

Bundesrat Ueli Maurer, die Bundesraetinnen Simonetta Sommaruga und Doris Leuthard und Bundesrat Alain Berset, von links nach rechts, aeussern sich zu den Abstimmungsergebnissen, am Sonntag, 5. Juni 2016 in Bern. Das eidgenoessische Stimmvolk hatte am heutigen Abstimmungssonntag ueber die drei Initiativen

Gute Laune bei Simonetta Sommaruga und Doris Leuthard bei der gestrigen Pressekonferenz im Bundeshaus. Bild: KEYSTONE

Sommaruga hat diese Rechtsvertreter aus dem holländischen System abgekupfert. Anders als in Holland werden diese aber mit einer Fallpauschale abgegolten und nicht für jeden einzelnen Verfahrensschritt bezahlt, womit sich die in der Schweiz wesentlich tiefere Beschwerdequote erklären lässt.

Das Gesetz funktionierte, bevor es beschlossen war. Das besänftigte auch die letzten Kritiker aus den Reihen von FDP und CVP. Asyl-Skeptiker wie der frühere FDP-Chef Philipp Müller strichen fortan mit glänzenden Augen die Vorzüge der Reform hervor. Neo-CVP-Präsident Gerhard Pfister wiederum kämpfte mit Sommaruga in der «Arena» des Schweizer Fernsehens für ein Ja.

«Diese Reform wird nicht alle Probleme lösen, das ist allen klar. Asylpolitik wird immer umstritten sein.»

Simonetta Sommaruga

Zugute kam Sommaruga ihr langer Atem und der grosse politische Rucksack. Die ehemalige Gemeinde-, National- und Ständerätin, Konsumentenschützerin und Chefin von Alliance Suisse kennt die Finessen der Schweizer Politik wie keine Zweite. Hartnäckig, pragmatisch, unter Einbezug aller Staatsebenen, Schritt für Schritt – so zimmerte sie die Mehrheiten. Sie hat von Anfang an alle wichtigen Kräfte einbezogen. Schon in einer frühen Phase des fünfeinhalb Jahre dauernden Prozesses gewann sie die Kantone, indem sie diese von den Bundeszentren überzeugte.

Ein Wendepunkt, denn ohne Kantone, die letztlich für die Umsetzung zuständig sind, wäre eine Reform aussichtslos, sie würde auf halber Strecke stecken bleiben. An der nationalen Asylkonferenz 2013 stellten sich Bund, Kantone, Städte und Gemeinden einstimmig hinter die Verfahrenszentren. Womit die zentrale Unterbringungsfrage geregelt war. Kritische, aber einflussreiche Kantonspolitiker wie der Berner Regierungspräsident und oberste Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP) warben Seite an Seite mit der Sozialdemokratin für die Reform.

Debakel für die SVP

Für die grösste Schweizer Partei, die SVP, ist das klare Volksverdikt ein Debakel. Das zweite innert Jahresfrist. Und dies wieder gegen SP-Frau Sommaruga, die der SVP in ihrem eigentlichen Kerngebiet, dem Ausländerthema, überaus erfolgreich die Deutungshoheit streitig macht. Nichts fürchtet die SVP so sehr wie mehrheitsfähige Lösungen in Bereichen, die sie erfolgreich bewirtschaftet.

SVP - Parteipraesident Albert Roesti am ''Abstimmungshoeck'' der SVP im Gasthof Schuetzen in Aarau, am Sonntag, 5. Juni 2016. Das eidgenoessische Stimmvolk hatte am heutigen Abstimmungssonntag ueber fuenf Vorlagen, unter anderem das SVP-Referenden gegen die Aenderung des Asylgesetzes, zu befinden. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Right wing politician and president of the Swiss People's Party SVP Albert Roesti at the ballot’s get-together of the Swiss People's Party SVP, in Aarau, Switzerland, Sunday, 05 June 2016. Swiss voters today are asked whether they back a legal amendment on a reform of the asylum laws, which was passed by parliament last year but challenged by the conservative right Swiss People’s Party. Under the reform, most asylum requests should be decided within 140 days of being submitted, including time for appeals - compared with the 400 days at present. (KEYSTONE/Walter Bieri)

SVP-Präsident Albert Rösti musste gestern eine empfindliche Niederlage einstecken. Bild: KEYSTONE

Die Partei, die ständig das Gespenst eines Asylchaos vor sich hertrug und als einzige Partei das Referendum gegen das Gesetz führte, streckte im Abstimmungskampf vorzeitig die Waffen. Keine provozierenden Plakate, keine emotionale Debatte. Die SVP wollte vermeiden, dass die Abstimmung zum «Alle gegen die SVP» heraufstilisiert wurde.

Ganz kampflos wollte sie das Feld den Befürwortern aber doch nicht überlassen: Sie griff zwei isolierte Aspekte heraus, die Gratisanwälte und Enteignungen, um damit doch noch zu punkten. Mit einem sonderbaren Klamaukvideo und einem anonymen Pamphlet brachte sie ihre Argumente unters Volk.

Derweil schossen SVP-Exponenten, allen voran die «Weltwoche», aus allen Rohren auf die Person Sommaruga. Sodass einen das Gefühl beschleichen musste, Sommaruga persönlich sei verantwortlich für die Millionen Flüchtlinge, die übers Mittelmeer kommen. Auch würde die SP-Frau bei einem Ja jedem braven Schweizer sein Haus konfiszieren, um darin «junge afrikanische Männer» einzuquartieren.

Genutzt hat's nichts. Politisch geht Sommaruga gestärkt aus der Ausmarchung hervor. Im einst nur widerwillig übernommenen Justizdepartement hat sie mit der Asylreform einen wichtigen Pflock eingeschlagen. Doch ruhig wird es deswegen sicher nicht. Steigen die Asylzahlen, ist rasch wieder Feuer im Dach.

Eine erste Kostprobe lieferte gestern CVP-Präsident Gerhard Pfister. Er forderte in der «SonntagsZeitung», dass Grenzbeamte Asylsuchende abweisen, die aus einem sicheren Drittland in die Schweiz einreisen. «Wir laufen auf katastrophale Zustände zu», warnt er. Auch mit Eritrea wird sich Sommaruga beschäftigen müssen. Die FDP macht Druck, dass Eritreer zurückgewiesen werden. Jede Partei sucht nach eigenen Rezepten. Mit der Einigkeit scheint es schon wieder vorbei zu sein.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Calvin Whatison 07.06.2016 05:33
    Highlight Highlight Dieser Titel, diese Posts !!!

    Vorweg auch ich habe JA gesagt zu dieser Vorlage, Frau Simmonta S. hat mich überzeugt, aber nicht nur.

    Ob es ein Meisterstück ist, wird sich noch zeigen.

    Dieser Bullshit:!!! Rechts gegen Links oder andersrum...

    vor einem hat uns die SVP oder vielleicht Blocher gerettet. Es hat nur 2 Staben des Buches, und ist immer in aller Munde. Nein nicht AU, das U stimmt schon mal.
  • TomTurbo 06.06.2016 16:40
    • Fabio74 06.06.2016 20:52
      Highlight Highlight nun wenn man dieser Propagandaseite glaubt,dann wirds wohl stimmen
  • cherezo 06.06.2016 14:52
    Highlight Highlight Wir werden sehen, wer nach den ersten Enteignungen noch von einem Meisterstück sprechen wird. Wahrlich ein weiteres "Meisterstück" unserer Politelite, bei dem die Leute ein weiteres Mal epochal übers Ohr gehauen wurden.
    • FrancoL 06.06.2016 15:29
      Highlight Highlight Was soll denn ganz enteignet werden? Dein EFH oder Deine Wohnung? wie wäre es mit einem Beispiel?
    • _helmet 06.06.2016 15:29
      Highlight Highlight Asylverfahren werden schneller, billiger und gerechter. Es wurden für die Schweiz und für die Asylbewerber substantielle Fortschritte erzielt. Davon profitieren wir alle. Es ist wirklich völlig abstrus zu sagen, es wurde irgendjemand übers Ohr gehauen. Das Volk hat mit fast 70% selber für diesen Fortschritten zugestimmt. Zum Glück haben wir eine fähige Bundesrätin, die geschickt und zum Wohl aller die Probleme angeht. Wer so etwas sagt, wie sie, hat leider nichts von der Sache verstanden.
    • TomTurbo 06.06.2016 15:38
      Highlight Highlight FrancoL die Beispiele werden folgen, wenn die Situation soweit ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Angelo C. 06.06.2016 12:05
    Highlight Highlight Obwohl nicht in jeder Hinsicht befriedigend, habe ich der Asylgesetzrevision an der Urne (als vorerst kleineres Übel) zugestimmt. Man wird sehen, was sie in der Praxis bringt.

    Stark mitentscheidend, um das Schlimmste zu verhüten wenn der massive Zustrom aus Italien einsetzt, wird jedoch vielmehr diesem Umstand, der Einigung der Bürgerlichen, welche über die Beschleunigung der Verfahren hinausgeht, zu verdanken sein :



    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/abstimmungswochende/SVP-verliert-die-Asylabstimmung-gewinnt-aber-neue-Verbuendete/story/14239589

    • andersen 06.06.2016 13:02
      Highlight Highlight Das ist nur pure Angstmacherei.

      Wie der General der 300 Liter Mineralwasser in der Keller aufbewahrt, oder der Blocher, die 20 Jahren in eine Ausnahmezustand lebt, mit der Schutzhelm in der Schützengraben.
      Kein Mensch kann die Zukunft voraussagen, nicht der Mike Shiva.
      Es kommt mich langsam vor, die ein Uriella, die der Weltuntergang mehrere Mal voraussagt haben.
    • Angelo C. 06.06.2016 14:33
      Highlight Highlight
      Was für eine einfach gestrickte Botschaft - liest du weder Zeitungen, noch schaust du TV-news und Politsendungen?

      Wer Mike Shiva bemühen will, oder "nicht wissen kann" was in naher Zukunft zwangsläufig geschehen wird, der sollte diese Medien bemühen und sich wenigstens minimal informieren.

      Täglich sind nun zahllose Migranten übers Meer nach Italien unterwegs, welche sich dann grossteils in Richtung Norden aufmachen werden, die Schweiz als Transit- oder Asylantragsland nutzend.

      Mike Shiva 🙄!



      http://m.srf.ch/news/international/wieder-mehr-bootsfluechtlinge-wird-italien-das-tor-zu-europa
    • Angelo C. 08.06.2016 07:57
      Highlight Highlight Hier, noch keine 24 Stunden im Anschluss an den Ruf nach Uriella und Mike Shiva, "der grossen Ungewissheit was in naher Zukunft geschehen wird", die passende Antwort an die naiv-blauäugigen Thesen einiger bramabasierender Gesundbeter :

      Flüchtlingszahl nimmt sprunghaft zu: Höchststand an Schweizer Grenzen

      http://wat.is/qxcvIBAA6kZs0WTA


  • Str ant (Darkling) 06.06.2016 11:32
    Highlight Highlight Nur Schade das BR Sommaruga auch der Mastermind hinter der geplanten Kriminalisierung der Internet-User aka AGUR12 und auch hinter dem Polizeistaat aka Büpf steckt
    • R&B 06.06.2016 12:51
      Highlight Highlight ???
    • Xi Jinping 07.06.2016 12:38
      Highlight Highlight AGUR12 = Reform über das Urheberrecht, BÜPF = Überwachung der Bürger durch den Staat...beides ist gequirlte Scheisse ^^
  • eskimolimon 06.06.2016 11:04
    Highlight Highlight Mit dem vereinfachten Asylgesetz kann ich leben. Was ich nicht ganz verstehe ist - warum steht jedem Asylbewerber einen Gratisanwalt zur Seite? Wofür? Und die Enteignung von Privatbesitz für Asylzwecke finde ich ebenfalls bedenklich Übergriffig
    • Kyle C. 06.06.2016 11:17
      Highlight Highlight Es sind keine Anwälte, sondern Juristen. Sinn dahinter ist, dass der juristische Teil des Verfahrens nicht aus Profitgründen (der Privatanwälte) künstlich in die Länge gezogen wird. Die Juristen setzen sich für ein faires, aber v.a. realistisches Verfahren ein und haben nichts davon, wenn zig Rekurse eingereicht werden die ohnehin aussichtslos sind. Das spart Zeit und Geld.

      Das mit der Enteignung ist etwas, das von der SVP künstlich aufgebauscht wurde.
    • Sapere Aude 06.06.2016 11:20
      Highlight Highlight Es sind keine Gratisanwälte, sondern ein unentgeltliche Rechtspflege. Diesen zusammen mit dem Übersetzer braucht es für faire und schnellere Verfahren. Da die Flüchtlinge meistens weder Deutsch verstehen, noch mit unserem Rechtssystem vertraut sind, brauch es Leute, die dieser erklären kann und auch übersetzen kann.
    • E7#9 06.06.2016 11:27
      Highlight Highlight Der Anwalt ist wichtig, damit die Verfahren beschleunigt aber dennoch fair abgewickelt werden können. Mich stört eher, dass er eine Fallpauschale erhält und nicht einen Fixlohn.

      Niemandem wird sein Wohneigentum weggenommen um Flüchtlinge einzuquartieren. Bedenklicher ist wohl eher die Wertminderung des Eigenheims neben der Turnhalle, die eventuell in ein Asylantenheim umfunktioniert wird (siehe Deutschland). Auch wenn ich hier direktbetroffen sein könnte, von mir gabs trotzdem ein Ja. Wir werden unseren Anteil an der Bewältigung der Flüchtlingskrise nicht ohne Abstriche leisten können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • weisse Giraffe 06.06.2016 09:22
    Highlight Highlight Ich halte es eher für ein taktisches Meisterstück der SVP-Führung. Die SVP stand im Parlament hinter der Vorlage bis zur letzten Abstimmung in der Herbstsession vor den Wahlen 2015, d.h. inhaltlich kann man gut damit leben. In den Wahlen gab das Referendum einen Boost, weil man sich damit profilieren kann. Das war erfolgreich (Wahlen gewonnen). Aber die Abstimmung wollte man gar nicht unbedingt gewinnen. Man ist ja einverstanden. Wenn man gewinnt, gut. Verlieren, auch okay. Und die eigenen Wähler sind beruhigt. Win-Win. (Ich wähle nicht SVP, aber das Manöver war gut)
    • Zarzis 06.06.2016 10:45
      Highlight Highlight Welchen Boost?
      Gestern war in der Stadt Luzern Gemeinde Rat Wahlen. Da war der SVP Boost so richtig am Zünden!
      Der SVP Mann wurde letzter (Nicht gewählt), der Stadtpräsident der CVP wurde zweiter, mit Unterstützung der SVP. Aber hat klar die wiederwahl des Stadtpräsidenten verfehlt.
      Die GLP Dame hatte das beste Ergebnis, mit Unterstützung der SP - Grünen und der schon gewählte SP Mann wurde mit 25% mehr Stimmen Stadtpräsident!
      Ist das der Boost den Sie meineten?
    • weisse Giraffe 06.06.2016 20:43
      Highlight Highlight Für die nationalen Wahlen letzten Herbst. Die Unterschriftensammlung fürs Referendum war während des Wahlkampfs.
      Gestern war in dieser ganzen Sache relativ irrelevant.
  • sigma2 06.06.2016 08:59
    Highlight Highlight Frau Sommaruga ist aber auch unehrlich und durchtrieben. Sie verschleiert bewusst die wahren Kosten des Asylwesens indem sie sich zum wiederholten Male weigert, das Budget für ihr Departement den aktuellen Asylzahlen anzupassen. Und dies, obwohl sie von verschiedenen Seiten mehrmals dazu aufgefordert wurde. Gerade jetzt müssen wieder 400 Millionen als Nachtragskredit gesprochen werden, das meiste (90%) davon für den Asylbereich. Ihre Ausrede jedesmal: Das hat doch niemand gewusst und das ist eine Lüge. Sie wurde mehrmals angehalten, ihr Budget zu korrigieren.
    • TheMan 06.06.2016 09:53
      Highlight Highlight @AL:BM arbeite mal als Bauer. Dank der Billaterale hat Milch und Fleisch nicht wirklich einen Hohen Wert. Der Preis von Milch viel von Jahr zu Jahr. Und deren Lohn gegenüber der Arbeitszeit ist Niedriger als deiner, Freizeit kennen sie kaum und Ferien auch nicht. Da Finanziell nichts geht und Zeitlich schon gar nichts. Aber he Sie haben Ja Land und sind somit Reich. Nein auch das Land ist zum Teil gepachted vom Staat. Bauer zu sein ist nicht Leicht glaube mir.
    • Hierundjetzt 06.06.2016 09:54
      Highlight Highlight Sie meinen damit die 400 Mio, die Ex-Justizminister Blocher so wunderbar perfekt "eingespart" hat? Lies: einfach neu den Kantonen in Rechnung gestellt hat?

      Aha. Jää so
    • andersen 06.06.2016 11:03
      Highlight Highlight TheMan

      Es gilt immer der Satz:

      Leave it, Love it or Change it.

      Leiden war immer sehr unklug.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 06.06.2016 08:31
    Highlight Highlight Es war klar, dass die SVP nicht auf Dauer gegen alle anderen Parteien gewinnen kann. Und schon gar nicht, wenn sie einfach gegen etwas ist. Bei der Ausschaffungs- und der Masseneinwanderungsinitiative hatte sie einen Lösungsvorschlag.

    Die Leute wollen konkrete Vorschläge, nicht einfach täubelen gegen die Vorschläge von anderen Parteien.

    Nur wird es im Asylwesen wohl keine wesentlich bessere Lösung geben als die, die jetzt angenommen wurde.
  • SanchoPanza 06.06.2016 08:27
    Highlight Highlight naja, dass die kostenlose Rechtsvertretung den Asylsuchenden dienlich ist, glaube ich eher nicht. Die Rekursfrist wurde ja dafür massiv verkürzt...
  • äti 06.06.2016 07:36
    Highlight Highlight Die WW müsste nun mit Trauerflor erscheinen. Oder kennen Hetzblätter keinen Volksentscheid?
  • Gähn on the rocks 06.06.2016 07:33
    Highlight Highlight Frau Sommaruga ist klug und lernt aus Vergangenem.
    Andere nicht.
  • offspring 06.06.2016 07:27
    Highlight Highlight Für mich kein überraschendes Resultat, insbesondere deshalb nicht, weil es klare Testresultate gab, die aufzeigten, dass das neue System effizienter ist.
    So war es für mich persönlich auch nicht wirklich relevant welche Exponenten von welcher Partei was herausposaunten... :-)
  • rodolofo 06.06.2016 07:26
    Highlight Highlight Simonetta Somaruga ist ein Glücksfall für die Schweizer Politik:
    Sie ist sehr kompetent und eine Teamplayerin, sucht konstruktiv und pragmatisch nach Lösungen für anstehende Probleme, und sie ist auf internationalem Parkett präsentabel, weil sie verständlich und fliessend Sachverhalte erklären und Reden halten kann.
    Sie hat also alles, was eine gute Politikerin ausmacht.
    Was für ein Schreck für die SVP, die doch den (böswillig abgewählten) "besten Bundesrat aller Zeiten" in ihren Reihen hat...
    ER wäre doch für die Lorbeeren vorgesehen gewesen, die jetzt die linke Verräterin erntet!
    • andersen 06.06.2016 07:55
      Highlight Highlight Blocher hat seinem Hausaufgaben als Bundesrat nicht gemacht.
      Es liess die Asyl-Dossier auf dem Schreibtisch liegen und er hat der Botschaftsasyl abgeschafft.

      Der neue Asylreform heisst ja nicht, dass jeder kommen kann, sie kann die Menschen zurückführen, die kein Bleiberecht haben und darum ist ein Ausserpolitik so wichtig, auch um die Länder zu überzeugen, dass sie die Rückführende braucht um das eigene Land wieder aufzubauen, hier ist die Entwicklungshilfe an Ort um die Kinder in die Schule zu bewegen.
    • Altweibersommer 06.06.2016 11:02
      Highlight Highlight Danke! Auch mir kommen dieses Referendum und auch die ständigen persönlichen Angriffe auf Frau Sommaruga als "Kindergarten-getäubel" vor.
      Was für eine Niederlage für Macho-Blocher. Hätte dieser Mann (und sein Gefolge) auch nur ein bisschen Grösse, hätte man sich das ganze Theater sparen können.
  • dracului 06.06.2016 07:21
    Highlight Highlight Letztlich ist Frau Sommaruga hier sehr urschweizerisch vorgegangen: Lange Debatten, ringen um einzelne Passagen und parteiübergreifende Mehrheiten bilden. Leider hat sich die SVP als einzige Partei nicht an diese Tradition gehalten und ist nach ursprünglicher Zustimmung in die Gegnerschaft gegangen. Ist dieses Wochenende eventuell eine Einladung an die Parteien, dass wieder zusammenarbeiten mögen, anstatt ihre Meinungsverschiedenheiten immer an der Urne lösen zu wollen? Das "Volk" ist längst bereit für Politiker, die zusammenarbeiten und will nicht immer Schiedsrichter spielen.
  • jeanette_mueller 06.06.2016 07:11
    Highlight Highlight Da lese ich die Ueberschrift - Sommarugas Meisterstück- und denke gleich an etwas gewaltiges wie ein Meisterstück von einem Ludwig van Beethoven. Doch zu früh gefreut. Statt ein gutes Musikstück, gehts doch nur wieder um Lug und Trug. Aber ok, das mit dem Musik schreiben kann sie ja immer noch versuchen, wenn sie auf unsere Kosten ihre fürstliche Pension geniesst. Und wer weiss, vielleicht gelingt ihr da ein wirklich ein Meisterstück.
    • MacB 06.06.2016 07:46
      Highlight Highlight Soviel Neid und Verbittertheit in einem Kommentar?

    • jeanette_mueller 06.06.2016 07:59
      Highlight Highlight MacB Anscheinend hast du keine Ahnung was ein Meisterstück ist. Schau mal hier

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      rein. DAS ist ein Meisterstück. Und diese Erkenntnis hat nichts mit Neid/ Verbittertheit zu tun, auch wenn du das denkst. Oder sprachst du da etwa von dir selber? Bist du es, der neidisch und verbittert ist? Willst du darüber sprechen? Ich hab immer ein offenes Ohr. Auch für dich.
    • Fabio74 06.06.2016 08:00
      Highlight Highlight Du musst ein trauriges Leben führen, wenn man solche verbitterten Kommentare voller Hass und Neid schreiben muss
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 06.06.2016 06:51
    Highlight Highlight Sie kann eben klavier spielen UND rösti in die pfanne hauen.
  • Raembe 06.06.2016 06:19
    Highlight Highlight Ich denke die Reform war nie in Gefahr. Da der SVP Argumente fehlten die ankommen. Sie wirkten mehr wie der grosse Täubeler.

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