Schweiz

Guy Parmelin will bei der Kampfjet-Beschaffung durchstarten. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Neue Jets für die Luftwaffe: Parmelin erweist sich als cleverer Stratege

Drei Jahre nach dem Gripen-Flop will Verteidigungsminister Guy Parmelin im Bundesrat den Kauf von bis zu 40 neuen Kampfflugzeugen beantragen. Dieses Mal könnte es klappen, denn der SVP-Bundesrat geht taktisch geschickt vor.

05.09.17, 14:49 06.09.17, 06:39

Der 18. Mai 2014 war ein schwarzer Tag für die Schweizer Armee. Das Stimmvolk lehnte mit 53,4 Prozent Nein den Kauf von 22 schwedischen Gripen-Kampfflugzeugen ab. Sie sollten die veralteten Jets des US-Typs F-5 Tiger ersetzen. Verteidigungsminister Ueli Maurer hatte es jedoch nicht geschafft, die Notwendigkeit dieses Geschäfts plausibel zu begründen.

Nun hat mit Guy Parmelin ein anderer SVP-Politiker das Verteidigungsdepartement VBS übernommen. Der Waadtländer ist anscheinend gewillt, in der leidigen Kampfjet-Frage durchzustarten. In der Bundesratssitzung vom Mittwoch wolle er einen Grundsatzentscheid «für eine vollständig neue Luftverteidigung» herbeiführen, berichtet der «Tages-Anzeiger».

Die F/A-18-Flotte soll ersetzt werden. Bild: KEYSTONE

Parmelin wolle einen Kostenrahmen von 9 Milliarden Franken beantragen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf «sehr verlässliche Informationen». Darin enthalten seien 30 bis 40 Kampfjets, die neben dem Tiger die F/A-18-Flotte ersetzen sollen. Auch ein neues Raketensystem für die Fliegerabwehr soll beschafft werden, als Ersatz für das vom VBS-Chef gestoppte Projekt Bodluv.

Die vom «Tages-Anzeiger» publik gemachten Pläne wirken plausibel. Guy Parmelin und die Armeeführung scheinen aus den Fehlern bei der Gripen-Beschaffung gelernt zu haben. Das erhöht die Erfolgschancen der strategisch wichtigen Vorlage.

Kosten

Die Expertengruppe des Bundes hatte im Mai vier Varianten präsentiert. Die teuerste sah die Beschaffung von 55 bis 70 Jets für 15 bis 18 Milliarden Franken vor. Es ist kein Geheimnis, dass Armeeführung und Pilotenkorps diese «Luxusvariante» bevorzugt hätten. Nun ist das VBS offensichtlich zur Einsicht gelangt, dass ein «Mittelweg» mit 9 Milliarden und 30 bis 40 Jets vernünftig wäre. Die 18-Milliarden-Option hätte es schon im Parlament schwer gehabt.

Typen

Das VBS will laut «Tages-Anzeiger» fünf Flugzeugtypen zur Beschaffung vorschlagen. Darin enthalten soll auch der umstrittene und exorbitant teure US-Tarnkappenjet F-35 sein. Dies dürfte für Erstaunen sorgen, doch Parmelin will damit wohl in erster Linie seinen verwöhnten Piloten ein «Zückerchen» anbieten. Sie dürfen mit der «fliegenden Bestie» ein paar Testrunden drehen.

Einen dieser fünf Kampfjets soll die Schweiz kaufen

Für die Schweizer Bedürfnisse aber ist der F-35 mindestens eine Nummer zu gross. Eher in Frage kommt ein weiterer US-Jet, die F/A-18 Super Hornet. Das Nachfolgemodell des heutigen Schweizer Kampfflugzeugs könnte für Kontinuität sorgen. Daneben stehen erneut die drei Typen zur Wahl, die bereits für die Tiger-Nachfolge evaluiert wurden: Eurofighter, Rafale und Gripen.

Der Eurofighter Typhoon ist ein bewährter Kampfjet. Der französische Rafale hat die Evaluation 2011 «gewonnen» und sein Image als «Ladenhüter» abgelegt. Mehrere Länder haben ihn beschafft. Der Gripen E wurde vor der Abstimmung 2014 als «Papierflieger» verspottet. Das gilt nicht mehr. Er hat im Juni seinen Erstflug absolviert und mit Brasilien einen gewichtigen Besteller gefunden.

Referendum

Seit dem Abstimmungsflop vor drei Jahren kursierten Planspiele, wonach das VBS den neuen Jet im Armeebudget «verstecken» und somit am Volk «vorbeischmuggeln» will. Es wäre demokratiepolitisch «sehr ungeschickt», die neuen Kampfjets nach der Klatsche von 2014 «am Volks vorbeizuschleusen», sagte der Politologe Maximilian Schubiger im Gespräch mit watson.

Guy Parmelin scheint dies beherzigt zu haben. Er will dem Parlament den Kostenrahmen von 9 Milliarden Franken in Form eines referendumsfähigen Planungsbeschlusses unterbreiten. Eine Volksabstimmung ist damit so gut wie sicher. Ein anderes Vorgehen hätte beim Vertreter einer Partei, die den Volkswillen über alles stellt, zumindest für Stirnrunzeln gesorgt.

Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) kritisiert als Reaktion auf den «Tages-Anzeiger»-Bericht den Vorschlag als «pseudo-demokratisch» und stellt ein Referendum in Aussicht. Dieses Mal dürfte sie es schwer haben. In der breiten Bevölkerung ist die Notwendigkeit einer starken und eigenständigen Luftverteidigung kaum bestritten, erst recht in den heutigen, unsicheren Zeiten.

Mit seinem Vorgehen – falls die Enthüllungen zutreffen – erweist sich Guy Parmelin als geschickter Stratege. Sein Start als VBS-Chef verlief harzig. Der Waadtländer neigte zu irritierenden «Schnellschüssen», etwa bei der Suspendierung des Oberfeldarztes aufgrund dubioser Vorwürfe. Nun scheint sich der vor seiner Wahl als «Hinterbänkler» und «Leichtgewicht» belächelte Weinbauer in seinem Departement wie auch im Bundesrat immer besser zurechtzufinden.

1m 20s

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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54
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    Alle Leser-Kommentare
  • Ein fliegender honigdachs 06.09.2017 23:42
    Highlight Ich bin ja grundsätzlich für eine modernisierung der armee.

    Aber Kampfjets sind das letzte was wir benötigen!
    Falls den Terroristen nicht überraschend flügel aus dem arsch spriessen sollten, werdwn jets nicht einen einzigen von Ihnen aufhalten.

    Wir haben infantrie mit 30 jahre alter ausrüstung die, die neben ihrem hohen gewicht, auch nicht funktioniert!

    Und in der zwischenzeit betreiben chinesen N.koreaner und Russen sowie viele andere gezielte digitale industriespionage was uns einen milliarden schaden zufügt....

    Aber hauptsache wir haben jets als verteidigung gegen tigermücken...
    1 3 Melden
  • Me, my shelf and I 06.09.2017 20:39
    Highlight Warum ist in dieser Auswahl keine Suhkoi SU-35S enthalten? Definitiv ein Flugzeug dass dieser Liste mehr als würdig ist. Und meines Wissens sogar billiger in Wartung & Anschaffung als der fliegende Geldverbrenner F35. Klar man kann diese beiden Flugzeuge nicht vergleichen, jedoch sehe ich für schweizer Zwecke die SU35 eher.
    1 2 Melden
  • danmaster333 06.09.2017 08:50
    Highlight Ich kenn mich zwar nicht aus mit Kampfflugis, aber gäbe es da nicht was preiswerteres von den Russen?
    9 9 Melden
  • piedone lo sbirro 06.09.2017 08:18
    Highlight dieselben, die bei einer erhöhung der AHV renten um 70 fr die zukunft der schweiz gefährdet sehen, finden nichts dabei mal schnell 9 milliarden, lieber noch 15 oder 18 milliarden für neue flieger auszugeben.

    natürlich nur vom feinsten und besten was der markt zu bieten hat, man gönnt sich ja sonst nichts.

    schön, dass parmelin jetzt die katze aus dem sack lässt. wir können nun getrost ja zur AHV sagen, denn geld ist ganz offensichtlich genug vorhanden.

    das gejammere der bürgerlichen, dass kein geld vorhanden sei, entpuppt sich einmal mehr als lügen-gebilde!
    12 21 Melden
    • grumpy_af 06.09.2017 12:19
      Highlight Wenn man keine Ahnung hat, einfach...
      7 3 Melden
    • 7immi 06.09.2017 20:02
      Highlight @piedone
      wenn man schon vergleicht, dann richtig. die 70 franken werden zu knapp 2mia/jahr, tendenz steigend. bei der luftwaffe sind es 9 mia für 20 jahre...
      1 0 Melden
    • Samuel Keller 07.09.2017 01:33
      Highlight Solange CHF 11,11 Milliarden in der 4 Jahresperiode an Entwicklungshilfe ins Ausland verschleudert wird anstatt ins eigene Land ( Volk) zu investieren haben wir wahrlich genug Geld.
      Der Staat (Bund) ist gemäss Verfassung dazu verpflichtet die Bürger und seine Souveränität zu schützen. Dazu gehört in diesen unsicheren Zeiten auch der Schutz unseres Luftraums! Würden die Linken bzw. Linkspopulisten das Geld nicht immer nur ind Ausland ausgeben, sondern zuerst ans eigene Volk denken, wären sie endlich einmal Patrioten.
      2 1 Melden
    • Samuel Keller 07.09.2017 01:44
      Highlight Die - meiner Meinung nach (BV. Art.16 Abs.1&2) - linkspopulistischen Partei wie zb. die Juso, die alles was die Wohlfahrt betrifft von den skandinavischen Länder übernehmen möchte, (Molina) hat bis zum heutigen Tag nicht einmal eine Lösung herbeigebracht wie das bezahlt werden soll, ohne einen Haufen neue Schulden zu machen.

      Leider ist diese pupertäre Getue nicht sinvoll, damit macht man sich nur zur Lachnummer. Wenn diese Personen endlich einmal einer harten Arbeit nach gehen würden, würde sich auch das praktische, logische denken und handeln einstellen! Für mich sind Sie genau solch einer!
      1 1 Melden
  • piedone lo sbirro 06.09.2017 08:15
    Highlight die reichsten 10% der bevölkerung, die zum schutz ihres vermögens eine luftwaffe und eine schlagkräftige armee brauchen, dürfen das budgetierte geld in einer crowdfunding-aktion gerne spenden.

    der normal arbeitende steuerzahler bleibt damit von mehrausgaben verschont.

    blocher und frey geben sicher je 1 mia. dann fehlen nur noch 7 mia. ein klacks. immerhin schaffen es die herrschaften jedes Jahr 10-20 mia. fällige steuern zu vermeiden, durch "nicht korrekt" deklarierte vermögen und einkommen.

    da sollte sogar die maximalvariante für 15 mia. drinliegen.
    14 18 Melden
    • G. Schmidt 06.09.2017 16:58
      Highlight Stimmt, die Milliarden sind als Guthaben auf dem Sparkonto...

      Zudem von wo haben Sie ihre Informationen "nicht deklarierte" Vermögen?
      2 3 Melden
  • piedone lo sbirro 06.09.2017 08:14
    Highlight ich hatte ernsthaft gehofft, dass nach ueli maurer, der gripen-abstimmung, der duro-vergoldung und der wirren bodluv-geschichte mit parmelin wieder etwas mehr vernunft ins VBS einkehrt.

    stattdessen scheint er denselben kurs zu verfolgen und punkto volksvermögen verprassen eine "jetzt erst recht"- mentalität zu haben.
    die f-35 sind in etwa so notwendig wie ein furunkel am hintern.

    https://www.beobachter.ch/politik/schweizer-armee-wie-die-armee-diskret-milliarden-verpulvert
    11 22 Melden
    • G. Schmidt 06.09.2017 16:54
      Highlight Ist mir lieber wenn eine neue Evaluation gestartet wird und auch alle Optionen betrachtet werden.

      Das Auftreten von Dokumenten und unklarer Einmischung Schwedens beim Gripen war für mich ein Hauptgrund, gegen diesen zu Stimmen.

      Schade, dass keine russische Systemein Betracht gezogen werden.
      1 5 Melden
  • exeswiss 06.09.2017 03:21
    Highlight "Darin enthalten seien 30 bis 40 Kampfjets, die neben dem Tiger die F/A-18-Flotte ersetzen sollen. Auch ein neues Raketensystem für die Fliegerabwehr soll beschafft werden."

    dafuq. warum braucht man 30 bis 40! flieger UND ein flugabwehr system? DAS nenne ich pure geld verschwendung...
    9 21 Melden
  • Walter Sobchak 06.09.2017 00:25
    Highlight Österreich hat 15 Eurofighter und ein Paar "Doppeldecker" zur Luftraumüberwachung.

    Die Schweiz braucht 30 Luxus-Kampfjets für die halbe Fläche Österreichs.

    Das geht rein logisch nicht auf.
    15 27 Melden
    • danmaster333 06.09.2017 06:39
      Highlight die eurofighter wollen sie loswerden, da sie die dank dubioser wartungsaufträgen nicht mehr zahlbar sind (anscheinend).
      7 0 Melden
    • Walter Sobchak 06.09.2017 10:37
      Highlight Anscheinend scheint es also mit noch weniger Jets machbar zu sein.
      3 2 Melden
  • Markus_Pfister 05.09.2017 20:55
    Highlight Wieso soll die heutige Zeit unsicher sein? Fühle mich auch ohne Kampfjet rel. sicher. Gegen Cyber-Attaken und Selbstmordattentäter nützen Kampfjet gar nichts... und das sind Bedrohungen welche real sind!
    18 18 Melden
  • CASSIO 05.09.2017 20:04
    Highlight wir brauchen neue flieger, unbestritten. was aber sein muss, ist die offenlegung aller boni, die hier irgendwie fliessen. es ist an der zeit, dass die steuerzahler vollständige transparenz erhalten.
    40 12 Melden
  • Sharkdiver 05.09.2017 20:04
    Highlight Dann wird es wohl doch der Grippen weil: F-35 eh nur als Alibi dabei, Eurofighter wohl kaum, Airbus plant die ablöse mit neuem Flugzeug und https://www.google.ch/amp/m.faz.net/aktuell/politik/inland/eurofighter-luftwaffe-droht-nato-verpflichtung-nicht-zu-erfuellen-15010672.amp.html
    Rafale zu teuer also bleibt nur noch der Gripen. Und mit der Vorgeschichte wird er es schwer haben
    8 11 Melden
    • Matti_St 05.09.2017 22:14
      Highlight Der Rafale ist etwas teurer als der Gripen. Die Franzosen versuchten nach der Evaluation noch etwas nachlegen. Was man aber bedenken muss, beim Rafale braucht es weniger Flugzeuge für die gleiche Leistung als beim Gripen.
      Außerdem arbeitet die RUAG bereits mit den Franzosen an einer Drohne. Man kennt sich.
      11 1 Melden
    • Sharkdiver 06.09.2017 07:58
      Highlight Mich müssen Sie vom Rafal nicht überzeugen, ich würde wahrscheinlich dehn wählen. Bin aber kein Profi in diesem Bereich. Ich denke aber dass der Gripen trotzdem den Favorit wird
      4 1 Melden
  • Sharkdiver 05.09.2017 19:57
    Highlight Wieso diesen Seitenhieb an die "verwöhnten" Piloten. Ist zwar nur ein klitzekleines détaille in diesen guten Artikel wäre aber interessant zu wissen wiso, falls gerechtfertigt
    24 6 Melden
  • klugundweise 05.09.2017 19:32
    Highlight 9 Mrd gegen eine Bedrohung die unrealistisch ist, 1 Cyber-Kompanie gegen eine Bedrohung die höchst aktuell ist.
    Da hilft im besten Fall noch beten.
    27 31 Melden
  • Oberon 05.09.2017 19:15
    Highlight Naja, da bin ich mal gespannt falls diese Beschaffung vor das Volk kommt.
    Ich habe zumindest einige Kriterien die erfüllt werden müssen. Mal schauen vielleicht landen wir wieder beim Grippen. ;)
    4 6 Melden
    • David Steger 05.09.2017 23:07
      Highlight Welche Kriterien wären das? Und wieso ist der Hripen ausgeschlossen?
      3 1 Melden
    • Oberon 06.09.2017 01:50
      Highlight Ich habe kein Problem mit dem Grippen.
      Solange plausibel dargestellt wird warum dieser Jet für die Schweiz die beste Wahl ist.

      Für mich ist es wichtig woher diese Flugzeuge kommen.
      Am besten das Geld in Europa lassen und so viele Arbeitsplätze wie möglich in der Schweiz binden.
      6 1 Melden
  • 7immi 05.09.2017 18:47
    Highlight @blunschi
    wie begründen sie die einschätzung, dass die piloten verwöhnt sind?

    im übrigen ein informativer und objektiver bericht, danke!
    23 6 Melden
  • Donald 05.09.2017 18:15
    Highlight Woher habt ihr die Information, dass wir in unsicheren Zeiten leben?
    14 25 Melden
  • DonDude 05.09.2017 17:48
    Highlight Den Eurofighter als Bewährten Kampfjet zu betiteln ist ein wenig lachhaft. Keine Nation ist mit dem von Problemen verfolgten Eurofighter zu frieden. Fragt mal die Österreicher. Selbst die Deutschen sind davon nicht mehr überzeugt.
    40 11 Melden
    • 7immi 05.09.2017 18:53
      Highlight @don
      das ist so. der EF ist ein typisches EU-"zusammen schaffen wir alles" projekt. die vier flügelhalbschalen stammen von 3 produzenten in drei ländern. bei anderen komponenten ist es ähnlich hirnrissig. es wurden grosse infrastrukturen geschaffen und viel geld verschleudert. mal abgesehen davon hält das flugzeug nicht lange, so sind viele flugzeuge schon nach 1500-2500 h am ende ihrer lebensdauer (deutsche luftwaffe). die anderen produkte in der auswahl sind deutlich besser...
      13 2 Melden
  • JackMac 05.09.2017 17:38
    Highlight Eurofighter, dann klappt es auch wieder mit den Nachbarn!
    4 40 Melden
  • Kimbolone 05.09.2017 17:29
    Highlight Ich find die GSoA süss. Erst krakelen sie jedes Mal rum, eine Volksabstimmung sei Pflicht und wenn die Möglichkeit dann besteht, ist das auch wieder pseudo-demokratisch.

    Lustig. Und sehr stringent.
    65 12 Melden
  • Telomerase 05.09.2017 17:17
    Highlight Abgesehen von den "verwöhnten Piloten" (ich nehme an der Autor kennt einige davon persönlich, um das beurteilen zu können), ein erstaunlich objektiver Bericht, ohne das Armeebashing, dass man sich sonst von diesem Medium gewohnt ist. Weiter so!
    73 11 Melden
  • MaxHeiri 05.09.2017 16:47
    Highlight Finde es etwas schade, dass keine russischen Flugzeuge berücksichtigt werden. Man wäre gegenüber der Nato unabhängiger. Mit einem Nato Bodluv System hätte man aber eine gute Abwehr gegenüber den Russen.
    27 27 Melden
    • Sauäschnörrli 05.09.2017 20:54
      Highlight Ist nicht das russische S400-Flugabwehrsystem (Langstrecke) zusammen mit dem ebenfalls russischen Flugabwehrraketensystem Tor (Kurzstrecke) das Beste was es im Moment gibt?
      4 1 Melden
    • Pasch 05.09.2017 23:09
      Highlight Naja es geht ja hier nicht darum das beste Material zum besten Preis zu bekommen. Erinnert mich bitz an den Dicken der jetzt einfach seine Bombe braucht.
      4 2 Melden
  • Triumvir 05.09.2017 15:43
    Highlight Was nützen uns solche tollen, moderne neue Kampflieger, wenn der irre Kim uns ICBM's mit Wasserstoffbomben bestückt, rüber schickt? Können diese tollen Fliegerli solche Atombomben rechtzeitig abschiessen oder können uns solche Fliegerli vor Terroristen am Boden schützen?
    25 107 Melden
    • AL:BM 05.09.2017 16:35
      Highlight Weil dies ja die einzigen Bedrohungen sind, die es gibt.
      82 13 Melden
    • Hayek1902 05.09.2017 16:39
      Highlight Atombomben: Ja. interkontinentalraketen mit Atomsprenköpfen: Nein. Allerdings kann der "irre Kim" (ich halte ihn überhaupt nicht für irr) die auch nicht zu und senden.
      26 5 Melden
    • Hussain Bolt 05.09.2017 16:43
      Highlight Glaub die Propaganda nicht über Kim, dumm ist der Typ nicht! Einfach lächerlich wie hier alle Propaganda Opfer geworden sind und an einen Atomkrieg glauben!
      23 8 Melden
    • Skater88 05.09.2017 17:24
      Highlight Ja, sofern in der Luft, frühzeitig erkannt und mit den richtigen Waffen bestückt.
      5 4 Melden
    • Philboe 05.09.2017 17:43
      Highlight Nein aber Beispielsweise ein neues BODLUV System hat diese Fähigkeit. Mit Aufgabe der Lenkwaffe BL 64 Bloodhound haben wir die Fähigkeit verloren mit Bodenluftverteidigung (BODLUV) höher zu wirken als 3 km. die BL64 konnte bis 24500m in die Höhe was etwa auch eine ICBM sein sollte. bei der neuen Luftverteidigung geht es nicht nur im Flugzeuge sondern auch um BODLUV. Gemäss Verfassung hat die Armee immer noch die Aufgabe der Landesverteidigung und dazu gehört die Lufthoheit. Den ohne diese fährt auch kein Fahrzeug vom Rest der Armee. Also entweder abschaffen oder die Mittel stellen.
      40 5 Melden
    • DonDude 05.09.2017 17:45
      Highlight Don't feed the troll!
      22 3 Melden
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 05.09.2017 15:34
    Highlight Oje.
    9 Milliarden für ein paar Flugis verschwenden.
    Aber 70 Fränkli für die AHV sollen wir uns nicht leisten können ?!?!?
    63 108 Melden
  • Angelo C. 05.09.2017 15:32
    Highlight Immerhin mal ein ebenso informativer wie nicht a priori madig machender Artikel, dessen Botschaft verständlich rüberkommt....

    Die Überlegungen Parmelins scheinen, so man denn eine Armee und eine Landesverteidigung als sinnerfüllt betrachtet, mehrheitlich schlüssig und man darf gespannt sein, wie sich der Gesamtbundesrat dazu äussern wird.

    Wird eh wieder eine Zangengeburt geben, um einen mehrheitsfähigen Beschluss durch Parlament (und evtl. dem Volk) auf den Weg zu bringen 🤒!

    75 4 Melden
  • speaker33 05.09.2017 15:06
    Highlight "seinen verwöhnten Piloten", vielen Dank für die objektive Berichterstattung.
    54 18 Melden
    • Sauäschnörrli 05.09.2017 16:51
      Highlight Als im Gegensatz zur Somalischen Marine sind sie verwöhnt, diese besitzt nämlich nicht mal ein Schiff.
      35 3 Melden
    • Eine_win_ig 05.09.2017 18:41
      Highlight So sehr ich dir, speaker, zustimme und so sehr es mich auch jedes mal wieder aufregt.
      Habe gerade die Erklärung für Journalisten des Presserates der Schweiz durchgelesen.
      Nirgendwo steht etwas von Wertfrei oder Neutral. Eigentlich ein Armutszeugnis für den ganzen Berufsstand, aber voilà. Das gute Recht der Herren Journalisten so zu schreiben.
      11 3 Melden

Die Empörung über öffentliches Schlachten zeigt: Wir sind feige Säue

Die Kontroverse um eine geplante Metzgete in Sissach BL treibt immer seltsamere Blüten. Dass hinter den Mauern der Schlachthöfe im Akkord geschlachtet wird, scheint dabei zweitrangig zu sein.

Man könnte den Eindruck gewinnen, im Norden der Schweiz bahne sich etwas Ungeheuerliches an. In den sozialen Medien tobt ein Shitstorm. Eine Bewohnerin ruft die Justiz an, um das Geplante in letzter Sekunde zu verhindern. Und ein Pfarrer will sich selbst auspeitschen, um gegen die «entwürdigende Veranstaltung» zu protestieren. Anlass ist nicht etwa ein satanistisches Kultritual. Nein: In der Baselbieter Gemeinde Sissach sollen am Samstag zwei Schweine geschlachtet werden.

Ihnen blüht damit …

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