Schweiz

Didier Burkhalter mit seinem deutschen Amtskollegen Sigmar Gabriel: Im Ausland überzeugte er, im Inland blieb er glücklos. Bild: FELIPE TRUEBA/EPA/KEYSTONE

Burkhalters Stolperstein: Darum braucht die Schweiz ein Rahmenabkommen mit der EU

Der Rücktritt von Bundesrat Didier Burkhalter ist auch eine Folge der Blockade beim Rahmenabkommen mit der EU. Der glücklose Aussenminister schaffte es nicht, der Bevölkerung dessen Bedeutung zu vermitteln.

15.06.17, 14:13 15.06.17, 15:41

Er habe den Entscheid zum Rücktritt am letzten Sonntag gefällt, sagte Didier Burkhalter am Mittwoch vor den Medien. Nachvollziehbar ist es, denn der Aussenminister musste in der Sonntagspresse einige nicht sehr schmeichelhafte Dinge lesen. Nach den Wahlen in Grossbritannien wäre der Zeitpunkt günstig, sich mit der EU zu einigen, schrieb die «SonntagsZeitung». Doch Burkhalter setze dies mit seiner «innenpolitischen Blindheit» aufs Spiel.

Hat diese herbe Kritik den Neuenburger veranlasst, den Bettel hinzuschmeissen? Oder hat sie seinen Entscheid zumindest begünstigt? Solche Spekulationen sind vermessen, sie grenzen an Unterstellung. Didier Burkhalter selbst betonte, sein Rücktritt aus dem Bundesrat stehe nicht in Zusammenhang mit dem Europa-Dossier. Und sagte dann doch einiges, das in genau diese Richtung deutet.

Für Medienleute und Politiker steht fest: Die Blockade beim institutionellen Rahmenabkommen mit der EU, über das die Schweiz seit 2014 verhandelt, hat dem Vorsteher des Aussendepartements den Entscheid zumindest nicht erschwert. Dieses Abkommen ist so etwas wie das heisse Eisen der Schweizer Politik, niemand will es richtig anfassen.

Nur Grünliberale dafür

Die meisten Parteien mit Ausnahme der Grünliberalen sind auf Distanz zum Rahmenabkommen gegangen. Die SVP will es ohnehin nicht, auch die Linke kann sich nur bedingt dafür erwärmen. SVP-Vordenker Christoph Blocher hat bereits vor vier Jahren ein neues Komitee gegründet, mit dem er diesen «Kolonialvertrag» bekämpfen will, selbst um den Preis der bilateralen Verträge.

Zankapfel sind die «fremden Richter». Im Streitfall zwischen der Schweiz und der EU soll der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entscheiden, auf Wunsch der Schweiz notabene. Für die meisten Medien und Politiker ist klar: Ein solches Abkommen ist in einer Volksabstimmung chancenlos. Didier Burkhalter aber hält stur daran fest – deshalb der Vorwurf der «Blindheit».

«Dynamische» Übernahme

Worum geht es überhaupt? Die heutigen Bilateralen sind ein statisches Vertragswerk, ihre Anpassung an neue Entwicklungen ist mühsam. In mehreren Dossiers wären derzeit Gespräche angesagt, doch die EU steht wegen der Blockade beim Rahmenvertrag auf der Bremse, worüber sich die Schweiz massiv ärgert. Mit dem institutionellen Abkommen könnten Anpassungen beim EU-Recht künftig «dynamisch» übernommen und vor allem neue Verträge abgeschlossen werden.

Didier Burkhalter tritt zurück

Solche seien derzeit nicht notwendig, heisst es im Bundeshaus. Das Rahmenabkommen habe deshalb keine Eile. Dies ist eine kurzsichtige Argumentation. Am Donnerstag wurden innerhalb der EU die Roaming-Gebühren für Handynutzer abgeschafft. Die Schweiz als Nichtmitglied ist davon ausgeschlossen, sie könnte nur mit einem bilateralen Abkommen daran teilnehmen.

Auch für SVP-Bundesräte interessant

Das Ende des Roamings ist ein erster Schritt zum digitalen Binnenmarkt. Ein Andocken könnte auch für die Schweiz interessant werden. Das gilt für weitere Bereiche, selbst jene, die in die Kompetenz der beiden SVP-Bundesräte fallen. Die Finanzbranche etwa drängt schon seit längerem auf einen besseren Marktzugang in der Europäischen Union.

Mit dem Austritt Grossbritanniens plant die EU zudem eine Vertiefung ihrer Zusammenarbeit im Bereich Verteidigung. Ein wichtiger Fokus liegt dabei auf der Gefahr durch Cyberangriffe. Eine Mitarbeit der Schweiz müsste für Verteidigungsminister Guy Parmelin zum Thema werden, denn der Cyberkrieg nimmt keine Rücksicht auf die Grenzen der neutralen Schweiz.

Leuthard spricht Klartext

Zumindest in Teilen des Bundesrats hat man den Nutzen eines Rahmenabkommens erkannt. So soll Bundespräsidentin Doris Leuthard laut der «Schweiz am Wochenende» am CVP-Fraktionsausflug von letzter Woche ihrer skeptischen Partei ins Gewissen geredet haben: «Ich wäre froh, Sie wären ein bisschen mutig, würden nicht nur negativ und ablehnend reagieren.»

Doris Leuthard drängt auf einen Zugang zum EU-Strommarkt. Bild: KEYSTONE

Die Energieministerin will mit der EU ein Stromabkommen abschliessen. Die EU macht dies von einem Durchbruch in den Verhandlungen über das Rahmenabkommen abhängig. Dabei sind die hiesigen Energiekonzerne an einem Zugang zum EU-Strommarkt interessiert. Auch im Hinblick auf die Versorgungssicherheit der Schweiz wäre ein solches Abkommen vorteilhaft.

Burkhalters Versagen

Der EU-Beitritt ist in der Schweizer Bevölkerung so unbeliebt wie nie zuvor. Gleichzeitig wünscht sich eine grosse Mehrheit eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Dies geht aus der Studie «Sicherheit 2017» der ETH Zürich hervor. Den EWR-Beitritt als einfachsten Ausweg aus dieser «Schizophrenie» hat die Schweiz vor 25 Jahren zugeschüttet.

Bleibt als sinnvolle Alternative eigentlich nur das institutionelle Rahmenabkommen. Es ist das wohl grösste «Versagen» von Didier Burkhalter, dass er dies Politik, Medien und Bevölkerung nicht zu vermitteln vermochte. Dabei weiss er im persönlichen Gespräch durchaus zu überzeugen. Bei seinen Amtskollegen im Ausland hat sich der Aussenminister damit Respekt verschafft.

Im öffentlichen Auftritt aber wirkt der Neuenburger Freisinnige oft ein wenig abgehoben. Sein zwanghafter Optimismus etwa beim Zuwanderungs-Dossier sorgte für Kopfschütteln. Zuletzt war er selbst für ranghohe Mitarbeiter immer weniger greifbar. Er arbeitete oft von zu Hause in Neuenburg aus und wurde deshalb in Bern als «Homeoffice-Bundesrat» verspottet.

Umfrage

Wer soll Didier Burkhalter ersetzen?

  • Abstimmen

1,890 Votes zu: Wer soll Didier Burkhalter ersetzen?

  • 31%Ignazio Cassis
  • 5%Isabelle Moret
  • 1%Christan Lüscher
  • 4%Pierre Maudet
  • 2%Jacqueline de Quattro
  • 1%Raphaël Comte
  • 7%Andrea Caroni
  • 19%Karin Keller-Sutter
  • 5%Fulvio Pelli
  • 15%Hauptsache ein Tessiner
  • 2%Hauptsache ein Welscher
  • 7%Hauptsache ein Deutschschweizer

Mit seinem Rücktritt macht er den Weg frei für einen Neustart. Vorerst aber brütet der Bundesrat am Freitag in einer Klausursitzung erneut über dem Europa-Dossier. Er wird nach Wegen suchen, wie man das heisse Eisen auf eine erträgliche Temperatur herunterkühlen kann.

Im Raum steht gemäss «Schweiz am Wochenende» auch ein neuer Name: Konsolidierungsabkommen.

1m 36s

Vom Putin-Besuch bis zum Atomabkommen: Burkhalter in Review

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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104
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104Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 16.06.2017 04:51
    Highlight Das wichtigste ist jetzt geschehen, der glücklose linksliberale Burkhalter ist Geschichte und wird ersetzt.
    Ich persönlich hoffe durch einen Tessiner z.B. Cassis.
    8 7 Melden
  • pachnota 15.06.2017 20:55
    Highlight Das Rahmenabkommen, bedeutet, das ENDE der Schweiz.

    26 14 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 16.06.2017 12:22
      Highlight Aha, das wusste ich gar nicht. Aber wenn es sicher das Ende bedeutet, dann ...
      8 0 Melden
    • Schweizer Bünzli 16.06.2017 14:44
      Highlight @Nutzer

      Du zweifelst? Pachnota wird uns alle weichkochen!
      8 0 Melden
  • N. Y. P. 15.06.2017 19:36
    Highlight Bananen Import Schweiz
    (mit Rahmenabkommen)

    Nicht gleich hyperventilieren, liebe Kommentarschreiber !
    5 10 Melden
  • Thinktank 15.06.2017 19:26
    Highlight Das einzige dynamische Abkommen, das die Schweiz eingegangen ist, war Schengen. Wir müssen übernehmen, was die EU ausbrütet, wie z.B. beim Waffengesetz. Ein dynamisches Abkommen mit einem übermächtigen Gegner ist nichts anderes als Unterwerfung und eine Selbstaufgabe der Schweiz um nicht zu sagen Landesverrat.
    31 12 Melden
  • Ville_16 15.06.2017 18:57
    Highlight Durch ein Rahmenabkommen wird die Schweiz vollends an die EU angebunden. Wer kann dass wollen?
    37 11 Melden
    • pachnota 15.06.2017 20:43
      Highlight Peter Bluntschi von Watson...
      15 10 Melden
    • FrancoL 17.06.2017 00:14
      Highlight Interessant dass man von einem Vertrag dessen Inhalt selbst Fachexperten und Politiker, natürlich mit Ausnahme von Herrn Rösti, nicht kennen und der nicht verhandelt ist eine klare Bindung zur EU abgeleitet wird.
      Da scheint ville-16 hellseherische Fähigkeiten oder den Vertrag eingesehen zu haben.
      2 1 Melden
    • pachnota 17.06.2017 08:43
      Highlight Franco
      Du musst die Details nicht kennen.
      Der Vertrag wird die CH fester an die EU binden, ink. Automatische Rechtsübernahme.
      3 1 Melden
    • FrancoL 17.06.2017 09:18
      Highlight @pachnota; Da waren aber wenn Du die Arena gesehen hast die Expertin, und 3 von 4 Teilnehmer anderer Meinung.
      Auch Rösti gefiel mit seiner Ehrlichkeit; er war anfänglich der Meinung dass es sowieso kein Rahmenabkommen in nächster Zeit braucht weil keine dringlichen Verträge anstehen um dann etwas später nachdem der junge Mann aus den Zuschauer einige doch sehr wichtige Verträge anführte wieder der Meinung zu sein es gäbe doch wichtige Verträge zu verhandeln aber es brauche kein Rahmenvertrag dazu. War dann so bescheiden mit der Aussage: die Verträge bestünden doch nur aus 1-2 Seiten. Wieso?
      1 2 Melden
  • Lars_ 15.06.2017 18:33
    Highlight Ich denke es ist klar wir wollen nicht in die EU. Aber es müsste doch von Interesse sein die Beziehung mit der EU zu erweitern. Die Welt besteht nicht mehr nur aus einzelnen Staat die für sicher selber schauen. Wir wachsen alle zusammen und das ist auch gut so. Nachfolgende Generationen werden und dankbar sein wenn das mit den Rahmenabkommen geklärt ist.
    Schönen Abend euch!
    17 21 Melden
  • Pasch 15.06.2017 17:39
    Highlight Bernie Sanders???
    10 5 Melden
  • Sigmund Freud 15.06.2017 17:06
    Highlight Da es die Option bei der Umfrage nicht gab: Hauptsache ein proeuropäischer Kandidat bzw. Kandidatin
    12 31 Melden
  • Chrigi-B 15.06.2017 16:37
    Highlight Viiiiiiel Glück mit einem Rahmenabkommen - glauben die in Bern ernsthaft wir lassen uns erneut verarschen? Sage da nur Personenfreizügigkeit. Nach der USR III Pleite und dem "Kaltduschmärchen" sollte jeder in Bern begriffen haben, dass wir keine Vollidioten sind 😂.
    36 22 Melden
    • FrancoL 15.06.2017 17:25
      Highlight Gut dann ist ja erkannt dass die PFZ kein Problem ist und diese bestens mit der eigenen Wirtschaftsgilde gelenkt werden kann. Besten Dank.
      9 29 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 16.06.2017 13:16
      Highlight Das mit dem kalt Duschen hat die Mehrheit in Bern auch nicht geglaubt.
      7 1 Melden
  • rudolf_k 15.06.2017 16:23
    Highlight Die Tatsache dass die Handy-Tarife als erstbestes Beispiel für die Notwendigkeit eines Vertrages genannt wird sagt alles. Es gibt keinen Binnenmarkt, schon gar nicht für CH Konsumenten. Wir sind nicht in der Zollunion. Zahlen horrende Preise wegen Einzelimporteuren. Firmen aus Deutschland liefern nicht in die Schweiz. Fernsehrechte und Streaming-Angebote sind nach wie vor auf Länder beschränkt. Welcher gemeinsame Markt? Der existiert nur wenn es um Interessen von grossen Firmen geht. Das einzige, was wir tun müssen ist die direkte Demokratie unbeschadet der nächsten Generation weitergeben.
    28 14 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 15.06.2017 17:18
      Highlight Es ist ein Beispiel dafür, dass ohne Rahmenabkommen ein neues, zusätzliches Abkommen abgeschlossen werden muss.
      9 12 Melden
    • pachnota 15.06.2017 20:48
      Highlight "die direkte Demokratie unbeschadet der nächsten Generation weitergeben."

      Genau um das geht es!
      Vielen Dank!

      Mit dem Rahmenabkommen machen wir kaput, was Generationen vor uns aufbauten!
      12 10 Melden
    • FrancoL 15.06.2017 21:38
      Highlight @pachnota, dann bist Du also doch für ein gut verhandeltes Rahmenabkommen.
      Du sagst ja man solle den nächsten Generationen etwas Gutes hinterlassen und das wäre eine gute Beziehung zu unserer nächsten Umgebung, nämlich der EU.
      6 13 Melden
    • pachnota 15.06.2017 22:12
      Highlight Nein, Franco
      Ich denke da eher an die direkte Demokratie, die ich über alles schätze, und die ich möglichst unbeschadet, weitergeben möchte.
      8 7 Melden
    • FrancoL 16.06.2017 01:49
      Highlight @pachnota: Eine Demokratie entfaltet ihren wahren Wert in einem wirtschaftlich integren Umfeld und dieses Umfeld gilt es für umsere nächsten Generationen zu schützen. Dieser Raum wird durch das Zusammen und nicht durch Einzelläufe gescützt und bewahrt.
      Was vielleicht vir 50 oder 70 Jahren noch möglich war ist heute keine Lösung mehr.
      7 6 Melden
    • pachnota 16.06.2017 03:55
      Highlight Du meinst, die Zeit der Demokratie, ist abgelaufen?
      1 8 Melden
    • Schweizer Bünzli 16.06.2017 08:00
      Highlight "die direkte Demokratie unbeschadet der nächsten Generation weitergeben."

      Direkte Demokratie ist trivialerweise eine Form der Demokratie. (Ohne Demokratie auch keine direkte Demokratie.)

      Demokratie funktioniert nur dank Gewaltenteilung, freier Presse und individuellen Freiheitsrechten. Wer an der Demokratie hängt, wählt deshalb keine Rechtspopulisten.
      7 2 Melden
    • Schweizer Bünzli 16.06.2017 08:05
      Highlight Den Binnenmarkt gibt es, die Zollunion steht uns offen, und die Bilateralen haben unsere direkte Demokratie nicht eingeschränkt (die Bilateralen wurden an der Urne bestätigt).

      Und kommt jetzt nicht mit der Umsetzung der MEI: den Politikern waren eben die Bilateralen, der Zugang zum Binnenmarkt, um genau zu sein)wichtiger als eine wörtliche Umsetzung der MEI. Dafür kann weder die direkte oder indirekte Demokratie noch die Bilateralen etwas dafür. Das liegt allein in der Verantwortung der betroffenen Politiker. Und noch was: Die SVP wollte mit der MEI die Bilateralen explizit (!) nicht kippen.
      9 1 Melden
    • FrancoL 16.06.2017 08:31
      Highlight @pachnota:
      Nein die Zeit der Demokratie ist nicht abgelaufen. Sie ist wichtig, heute aber zusammen mit dem internationalen Zusammenspiel. Durch die Marktöffnung und den internationalen Wettbewerb hat die Demokratie einen neuen Wert bekommen, was auch völlig richtig ist. So werden Menschenrechte neu übergeordnet angesehen, was richtig ist und Alle Demokratien stehen in einem übergeordneten Zusammenhang.
      Es ist nun mal nicht mehr die Zeit der abgeschlossenen Gefässe, aber das kennt ja die Schweiz, die ja vor vielen Jahrzehnten die Oeffnung zb im Finanzbereich praktiziert hat.
      7 1 Melden
    • pachnota 16.06.2017 15:29
      Highlight Also soviel ich weiss, wollen die Linken ja eher etwas weniger Demokratie. lieber etwas mehr vom "internationalismus".
      Wieso? Sie wollen gar nicht, dass das "dumme" Volk, alzuviel zu sagen hat. Damit sie ungestöhrt ihre sozialistischen Vorstellungen überstülpen können.
      4 5 Melden
    • FrancoL 16.06.2017 17:35
      Highlight @Pachnota; Du solltest Dich auf das konzentrieren was DU von Dir weist und nicht auf Mutmassungen zu den Ansichten Dritter.

      Internationalismus steht in keinem Widerspruch zum demokratischen Gedanken.

      Verfolgt man als Beispiel Deine vielen Kommentare, dann mangelt es Dir eher an demokratischen Verständnis, denn Du versuchst immer den anderen die richtige, natürlich Deine Meinung aufzuzwingen, Du möchtest alle weich kochen auch die die dies nicht wollen. Ist ja alles andere als ein demokratisches Vorgehen.
      3 0 Melden
    • pachnota 16.06.2017 17:55
      Highlight FrancoL...Kochen, kann ich nur mit Argumenten, und dies ist ja etwas Gutes.
      Aufzwingen...kannn ich hier gar nichts. Aber meine Meinung, die darf ich hier äussern.
      Du bist von deiner Meinung, überigens, genau so überzeugt, wie ich von der meinigen !?


      Und das mit dem Undemokratischen, das kannst du gleich wieder zu dir zurücknehmen!
      2 2 Melden
    • FrancoL 16.06.2017 18:26
      Highlight @Pachnota; Nein wir agieren sehr unterschiedlich, ich sage meine Meinung unterlege sie wenn nötig mit Argumenten und spreche nie von weich kochen., weil es mir tatsächlich wurst ist ob sich jemand meiner Meinung anschliesst oder nicht, ich gehe davon aus dass wir hier kein Missionieren betreiben.
      Jeder kann seine Meinung haben. Auch stelle ich nicht generell eine Gruppe als Schuldigen für alles hin, das wäre undemokratisch und viel zu einfach.
      Natürlich darfst auch Du Deine Meinung sagen, was weniger gut ankommt ist wenn Du gleich dann auch noch die Meinung von x anderen zum Besten gibst.
      3 0 Melden
    • pachnota 16.06.2017 18:56
      Highlight FrancoL
      Mal abgesehen, das ich, in diesem Forum, ja nicht unbedinngt zu jenen zähle, die darauf schauen, was "gut ankommt",
      willst du also sagen, das ich hier nicht original von mir spreche, sondern lediglich die Meinung anderer sozusagen "nachplappere"...
      meinst du das?
      0 2 Melden
    • FrancoL 16.06.2017 20:42
      Highlight @Pachnota;
      wenn ich schreibe

      "was weniger gut ankommt ist wenn Du gleich dann auch noch die Meinung von x anderen zum Besten gibst"

      Dann heisst das nichts anderes als dass Du Meinungen zum Besten gibst die deiner Meinung nach andere Menschen so zum Besten geben würden. Es ist anmassend immer die Meinung die andere haben könnten zum Besten zu geben, so zB:
      "Also soviel ich weiss, wollen die Linken ja eher etwas weniger Demokratie" wie bitte?
      "Eure Motivation ist aber die Angst" wie bitte?

      Nichts dagegen dass Du Dich wehrst aber bitte ohne gleich auch noch meine Meinung vorweg zu nehmen.
      2 0 Melden
    • pachnota 16.06.2017 22:00
      Highlight Das du nicht gegen Demokratie bist glaube ich dir wohl.
      Nur ist es halt meine Meinung, das "die Linken", tatsächlich "demokratiefeindlich" sind.
      Der Sozialismus, ist eine ideologie, und als solche nicht Demokratisch, der Sozialismus will Verfügen.
      Wenn du versuchst wahrzunehmen, wie auf diesem Forum rechte Politiker, sowie rechts denkende Kommentarschreiber, mit Schimpfwörter und Verunglimpfungen, eingedeckt werden, (bis hin zum Nazi Vorwurf) wirst du sehen, das es mir genau so geht, und ja, das es wohl tatsächlich ein dickes Fell braucht, hier aufzutreten.
      Aber, wir tun dies ja freiwillig.
      0 2 Melden
    • FrancoL 16.06.2017 23:58
      Highlight @pachnota; Es fehlt eine Herleitung bei der Aussage dass Sozialismus nicht demokratisch ist.
      Also war zB Italien unter dem Sozialisten Craxi keine Demokratie mehr? Oder die Franzosen unter Mitterrand waren dann keine Demokraten mehr?

      Schwierig, schwierig mit Dir, denn Du scheinst dann auch Ideologie da reinzumengen und irgendwie Ideologie nur links anzusiedeln.

      Es gibt aber viele Ideologien und somit würde bei allen Ideologien die Demokratie zu Nichte gemacht. Aber vermutlich meinst Du, dass wenn die Ideologie für Dich stimmt dann ist die Demokratie nicht gefährdet.
      2 0 Melden
    • FrancoL 17.06.2017 00:06
      Highlight @pachnota; Ja es ist häufig sehr gehässig im Netz aber da schenken sich beide Seiten kaum etwas. Ich fühle mich auch ständig beleidigt wenn ich höre dass Linke nichts auf die Reihe kriegen, Schmarotzer sind, immer vom Staat leben, noch nie etwas von Arbeit gehört haben und vieles mehr.
      Schaue ich in die Gesichter meiner Kollegen aus dem linken Lager erkenne ich keine Schmarotzer, keine Faulpelze, ganz wenige Staatsangestellte (Lehrer), betrachte ich meine flache Pyramide in meinem Planungsbüro und die Art und Weise wie wir Aufträge in gutem Kostenkontext vergeben, dann sehe ich das Gegenteil.
      2 0 Melden
    • pachnota 17.06.2017 08:54
      Highlight Denk zum Beispiel mal an die "demokratische" DDR.

      Sozialismus hat ein klares Bild, wie eine Gesellschaft auszusehen hat.
      Dies funktioniert aber nicht, wenn der Bürger, ständig seine ungehobelte Meinung äussert.
      Die Demokratie, spuckt dem Sozialismus in die Suppe.

      Sozialismus will "Gleichheit vor Freiheit "
      Und dies geht nur über die Verordnung.
      0 1 Melden
    • FrancoL 17.06.2017 10:21
      Highlight @pachnota; Das Beispiel DDR hinkt sehr, die es sie ja bekanntlich nicht mehr gibt. Aber die Antwort bist DU immer noch schuldig. Waren die Franzosen unter Mitterrand und die Italiener unter Craxi (ich lasse da die Spanier, Portugiesen und natürlich auch D unter SPD Führung mal weg) keine Demokratien?
      Die Demokratie ist nicht JEMAND der spucken kann, die Demokratie ist ein Herrschaftsform, die es dem Volk zur ermöglicht Ordnung in die Politik zu bringen UNGEACHTET der politischen Ausrichtung, denn das VOLK soll frei sein diese Richtung zu bestimmen. Frei SEIN etwas zu bestimmen!
      1 0 Melden
    • FrancoL 17.06.2017 10:39
      Highlight @pachnota; Gleichheit vor Freiheit ist falsch? Lies einmal den Anfang der BV.
      OHNE Gleichheit wird es nie eine Freiheit für alle geben und das Ziel einer echten Freiheit soll ja nicht sein, den einen mehr Freiheit als den anderen zu gewähren. Das Gleichheitsprinzip ist nicht ein ökonomisches sondern ein Prinzip der Chancengleichheit. UND das Volk kann über die Demokratie die Freiheit in gewissen Teilen nach den Vorstellungen des Volkes gestalten und ja auch einschränken.
      Du scheinst ja eine sonderbare Sicht von Freiheit ohne Gleichheit zu haben.
      1 0 Melden
    • pachnota 17.06.2017 17:08
      Highlight Mitterrand U Craxi, waren Teil eines demokratischen System.
      Wenn Sozis an der Macht sind, heisst dies glücklicherweise nicht, das wir im Sozialismus leben.
      Der Sozialismus ist keine Demokratie, und ist Verwandt mit dem Nazionalsozialismus.

      Siehst du überigens noch heute gut, bei den hiesigen Sozis. Wenn diese eine Abstimmung verlieren, kommt schnell mal der Ruf, nach Einschränkung der Demokratie.
      0 2 Melden
    • pachnota 17.06.2017 17:14
      Highlight Laut Jürgen Habermas, läuft es letztendlich auf dies Formel hinaus:

      Gleichheit vs Freiheit.

      Der ewige Kampf, die ewige Diskussion.

      Beides geht leider nicht.

      Ich werde die Freiheit immer vorziehen.
      0 1 Melden
    • FrancoL 17.06.2017 19:18
      Highlight Ohne Gleichheit wird es nie eine Freiheit für alle geben. Wenn Du das nicht begreifst dann fehlt es Dir an Logik. Das hat nichts mit Politik zu tun sondern mit Logik.
      Sozialismus, Kommunismus, liberalismus
      1 0 Melden
    • FrancoL 17.06.2017 19:25
      Highlight Sind bestens mit der Demokratie zu vereinbaren, das kannst zb in einer der florierenden Regionen von Italien sehen. Dort ist das Parlament ganz klar und durchgehend Rot.
      Wenn das Volk sich demokratisch für den Sozialismus entscheidet ist das sein demokratisches Recht. Wer das wie Du verneint ist ein klarer Antidemokrat. Für die scheint es nur eine bürgerliche Demokratie zu geben dies ist falsch und zeugt von einem tiefen Missverstädnis was Demokratie bedeutet.
      Die verwehrst die Demokratie all denen die nicht Deine Meinung haben. Sry mehr als beschränkte Uebung.
      1 0 Melden
    • pachnota 17.06.2017 19:58
      Highlight "Wenn Du das nicht begreifst dann fehlt es Dir an Logik."

      Gut Franco, du scheinst zu jenen zu gehören, die, wenn die Argumente ausgehen, beginnen zu beleidigen.
      Für mich ist die Diskussion hier beendet.
      Noch eines, das der Sozialismus NICHT demokratisch ist, stammt nicht von mir, sondern ist Konsens.

      Freheit vs. Gleichheit... ebenfalls.
      Der Diskurs stammt von Habermas.
      Wenn du noch nicht "fit" genug bist, um zu diskutieren, halte besser mal die Luft an.
      Danke.
      0 1 Melden
    • FrancoL 17.06.2017 21:31
      Highlight Wenn man so wie Du keine aber keine Antwort (ausser die nicht mehr existierende DDR) bringen kannst verstehst Du ifgendichtlich nicht was eine Demokratie ist, sie ist einfach ausgedrückt eine Regierungsform. Dies hat nun mal nichts mit politischen Ausrichtungen zu tun und das ist auch richtig so.
      Kondens IST das Demokratie ihre Definiton hat und nicht die durch das Volk bestimmte pol. Richtung beeinflussen soll. So einfach ist das. Regierungsform und politische Ausrichtung sind nun mal nicht zu vermischen. Dies auch nicht wenn demokratisch eine nationalsozialistische Regierung gewählt wird.
      1 0 Melden
    • FrancoL 17.06.2017 21:38
      Highlight Solange die demokratischen Regeln eingehalten werden ist es eine Demokratie gleich bei welcher Ausrichtung.

      Du bist immer noch eine Antwort schuldig wieso sozialistische Regierungen keine Demokratien darstellen sollen.

      Es ist sonderbar dass ein pachnota sich befähigt fühlt die Demokratie je nach politischer Richtung nicht anzuerkennen, das ist wohl das undemokratischte dass ich ich hier im Netz gelesen habe.
      Aehnliches gult für die Viraussetzungen für Freiheit ausser man habe es mit einer pachnota Freiheit zu tun.
      1 0 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 19.06.2017 15:00
      Highlight Es braucht zumindest Gleichheit vor dem Gesetzt sowie ein Minimum an Chancengleichheit, sonst gibt es auch keine Freiheit, oder dann nur für eine Minderheit.
      0 0 Melden
    • Schweizer Bünzli 19.06.2017 15:06
      Highlight @pachnota

      Also soviel ich weiss, wollen die Linken ja eher etwas weniger Demokratie. lieber etwas mehr vom "internationalismus" (1).
      Wieso? Sie wollen gar nicht, dass das "dumme" Volk, alzuviel zu sagen hat (2). Damit sie ungestöhrt ihre sozialistischen Vorstellungen überstülpen können (3).

      1. Da bist Du aber falsch informiert.
      2. Dies trifft zumindest auf mich zu: Mir persönlich wäre es lieber, wenn die Dummen nichts zu sagen hätten ;-)
      3. Das könnte man genau so gut den Rechten unterstellen, in Bezug auf ihre neoliberal-wirtschaftlich-ideologischen Wahnvorstellungen.
      1 0 Melden
  • simiimi 15.06.2017 15:54
    Highlight Ein souveräner Staat darf ein solches Abkommen nicht abschliessen, alles andere würde uns den Ruf eines EU-Höflings auf dem internationalen Parkett bescheren.
    36 16 Melden
    • Oban 16.06.2017 06:35
      Highlight Sind wir dann was anderes, ein Land von ca. 8 Mio Einwohner, Wirtschaftlich gesehen recht unbedeuten mit einzelnen Ausnahmen und wenn diese Ausnahmen weg sind ( und das wird irgendwann so sein) sind wir einfach nur ein unbedeutendes Volk von 8 Mio.
      2 4 Melden
  • Schwanzus Longus 15.06.2017 15:51
    Highlight Wir brauchen kein Rahmenabkommen mit dem sinkenden Schiff EU.
    44 20 Melden
    • FrancoL 15.06.2017 21:44
      Highlight Aber vielleicht ist es ganz nützlich dass die EU eine gute Handelsebene für uns bietet, ohne Einschränkungen, damit wir auf eine gute Abnehmerschaft zählen können, gerade jetzt wo wir konstatieren müssen dass unser Binnenmarkt schwächelt. Ich erinnere an die 10 mia Einkäufe im Ausland die alleine schon einen Verlust von 500 mio bei der MWSt bewirken.
      8 9 Melden
    • Schweizer Bünzli 19.06.2017 15:07
      Highlight Das Schiff EU wird das Schiff Rechtspopulismus überleben.
      2 2 Melden
  • Wilhelm Dingo 15.06.2017 15:36
    Highlight Wirtschaftlich gesehen macht das Rahmenabkommen absolut Sinn, darum ist auch die GLP dafür. Es gibt aber noch einige gesellschaftspolitische Aspekte welche das Rahmenabkommen zu no go machen.
    25 16 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 15.06.2017 17:19
      Highlight "Es gibt aber noch einige gesellschaftspolitische Aspekte welche das Rahmenabkommen zu no go machen."

      Zum Beispiel?
      15 14 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 15.06.2017 17:37
      Highlight Wirtschaftlich macht es Sinn, einverstanden. Welche gesellschaftspolitischen Aspekte sprechen dagegen? Politisch ist es wohl momentan sowieso nicht mehrheitsfähig.
      13 5 Melden
    • Wilhelm Dingo 16.06.2017 06:33
      Highlight @aal: des Bedürfnis vieler Bürger letztinstanzlich über Dinge entscheiden zu können. Oder die automatische Übernahme von EU Recht finden viele problematisch.
      4 1 Melden
  • Libertas 15.06.2017 15:02
    Highlight Es braucht kein Rahmenabkommen. Die bilateralen Verträge sind mehr als genug. Burkhalter hat sich da vollkommen verrannt mit dieser Idee. Ich hoffe der neue FDP Bundesrat beerdigt, zusamme mit de drei anderen Bürgerlichen Bundesräte, dieses Projekt Rahmenabkommen. Dazu muss die FDP aber endlich einen anständigrn Kandidaten präsentieren, klar bürgerlich und klar rechts. Und nicht wieder einen Linken wie Burkhaler.
    47 58 Melden
    • Danyboy 15.06.2017 15:25
      Highlight Erstens wäre es gut, wenn man begründen würde, warum die Bilateralen "mehr als genug sind"... (und zwar stichhaltiger als mit Nationalismus). Und zweitens ist es absurd, Burkhalter als einen "Linken" zu bezeichnen.
      19 23 Melden
    • Schweizer Bünzli 15.06.2017 15:35
      Highlight Die bilateralen Verträge sind statisch. Die Schweiz ist an Erweiterungen interessiert. Die EU drängt die Schweiz nicht.
      18 18 Melden
    • pun 15.06.2017 15:35
      Highlight Wer Burkhalter als "Linken" bezeichnet, muss selbst ja schono recht weit rechts stehen. Nicht anderes sind wir vom User mit dem unpassenden Namen "Libertas" gewohnt.
      22 18 Melden
    • Reto32 18.06.2017 23:06
      Highlight Leider sieht es so aus, als ob die Bilateralen ihre Zeit gedient haben. Einerseits betrachtet die EU die B. eigentlich als Versäumnis, und stellt mit dem Rahmenabkommen sehr hohe Anforderungen, die die Struktur der B. grundlegend ändern soll. Anderseits
      sind sie für CH ein immer weniger wirksameres Werkzeug, mit einer immer integriertere EU die Kooperation zu suchen. Beim Erhalt des status quo (keine Kündigung der PFZ und eine Ablehnung des Rahmenvertrages) wird es wohl keine Erweiterung der B. geben und die EU könnte sogar, wie es in Januar gedroht hatte, die B. einfach nicht erneuern
      1 0 Melden
  • N. Y. P. 15.06.2017 14:56
    Highlight Für die EU ist ein Rahmenabkommen natürlich eine tolle Sache. All die mühsamen Verhandlungen mit den Schweizern wären mit einem Handstreich passé. Das leuchtet auch uns Schweizern ein.
    Aber, vielleicht sollte man sich wieder mal in Erinnerung rufen, wieso wir immer noch nicht EU-Mitglied sind.
    Wir wollen nicht AUTOMATISCH irgendwas übernehmen. Wir wollen alles zuerst besprechen, hinterfragen, Vor- und Nachteile abwägen. Wie es unserem helvetischen Naturell entspricht.
    Also, nid so gschprängt, mit diesem Rahmenabkommen..
    78 16 Melden
    • Schweizer Bünzli 15.06.2017 15:33
      Highlight «Für die EU ist ein Rahmenabkommen natürlich eine tolle Sache. All die mühsamen Verhandlungen mit den Schweizern wären mit einem Handstreich passé.» Diese Verhandlungen sind auch für die Schweiz mühsam. Aber wie man sieht, die EU drängt die Schweiz ja gar nicht.
      11 21 Melden
    • pachnota 15.06.2017 20:40
      Highlight Follbescheuert

      bist du wahnsinnig geworden?
      Rahmenabkommen?
      Dann müsste man nicht mehr MÜHSAM Vehandeln???
      Hä?

      Dann aber besser gleich Beitritt einfach!
      Hätte irgendwie noch etwas mehr Würde!
      5 6 Melden
    • Schweizer Bünzli 16.06.2017 13:29
      Highlight «Anders als der Bundesrat in den vergangenen zehn Jahren versucht die britische Regierung in ihrem «White Paper» gar nicht erst, Brüssel den Fünfer und das Weggli abzuluchsen. (...) Die Regierung von Theresa May will ihr Land dem Einfluss des EuGH vollständig entziehen. Anders als Bern zieht London aber die Konsequenz und kündigt den Austritt aus dem Binnenmarkt an.» NZZ vom 21.02.2017
      4 2 Melden
    • pachnota 16.06.2017 15:33
      Highlight Follbescheuert
      Eben hätet man in der CH zumindest in Erwägung ziehen müssen.
      Anstatt, den Volkswillen nicht zu respektiern, mit der Begründung, einer eingebildeten und herbeigeredeten Bedrohung durch die EU.
      1 3 Melden
    • Schweizer Bünzli 19.06.2017 15:13
      Highlight @pachnota

      Es geht darum, dass die CH immer den Fünfer und das Weggli will, Theresa May hingegen realistischer ist.

      Der Schweiz (zumindest der offiziellen Schweiz um Alt-Bundesrat Burkhalter) sind Nachverhandlungen zu mühsam, aber eine automatische Übernahme wollen sie auch nicht.
      Gezankt wurde übrigens über die Gerichtsbarkeit, diese ging dann sogar Didier Burkhalter zu weit.

      Falls sich die SVP bei der Kündigungsinitiative durchringt, den Stimmbürgern reinen Wein einzuschenken (Austritt aus dem Binnenmarkt), kein Problem. Darüber kann diskutiert werden, aber nicht über Lügen.
      2 1 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 15.06.2017 14:56
    Highlight Die Schweizer darf unter gar keinen Umständen eine Zusammenarbeit in der (Landes-)Verteidigung eingehen. Die Neutralität können wir nur dann garantieren wenn wir auch Unabhängig bleiben.
    40 29 Melden
    • Grabeskaelte 15.06.2017 15:21
      Highlight Jaja wir müssen unsere Grenzen vor den bösen Invasoren schützen und die beste Armee der Welt wird jede andere Armee der Welt locker aufhalten. Für 5 Minuten vielleicht...
      31 45 Melden
    • Chili5000 15.06.2017 16:17
      Highlight Neutralität, das ich nicht lache! Man kann wohl kaum Neutral sein wenn man Bomben, Waffen und Munition verkauft.... Es wäre das gleiche wie wenn man sagen würde das ein Dealer nicht schuld ist wenn Menschen drogenabhängig werden. Sie haben das Zeug ja selbst genommen...
      13 23 Melden
    • Fischra 15.06.2017 16:36
      Highlight Ja die Sonne brennt aktuell stark auf gewisse Köpfe. Gäl Keinkommentar 😂😂😂😂
      13 13 Melden
  • Telomerase 15.06.2017 14:54
    Highlight Wichtig ist, dass Burkhalter durch einen rechtsbürgerlichen Nachfolger ersetzt wird, sodass die Kräfteverhältnisse im BR denen im NR ähneln.
    40 40 Melden
    • Schweizer Bünzli 15.06.2017 15:32
      Highlight Noch eine Niete mehr?
      26 25 Melden
    • Fischra 15.06.2017 16:37
      Highlight Von denen hats schon genug. Grosses Maul und keine Lösungen. 😂😂
      23 21 Melden
  • Einstein56 15.06.2017 14:52
    Highlight Blödsinn. Die Schweiz soll in die neue EU-Nord. Bayern, Baden - Württemberg und Vorarlberg geht es prächtig. Höheres Wachstum und weniger Arbeitslose als die Schweiz.
    18 37 Melden
    • reaper54 15.06.2017 15:33
      Highlight Weil die Währung welche sie haben völlig Falsch bewertet ist und es sehr viele Billiglohnjobs gibt.
      Ich will Sie ja sehen in einem 1 Euro Job...
      29 6 Melden
    • nilson80 15.06.2017 16:49
      Highlight @reaper54
      Fahren Sie ruhig mal nach BW und Bayern. Sie werden nur wenig offensichtliche Wohlstandsunterschiede feststellen. Auch in der Schweiz wohnt nicht jeder in einer Villa.
      10 7 Melden
  • Luca Brasi 15.06.2017 14:49
    Highlight Wie ist das eigentlich mit dem EWR? Kann die Schweiz nicht noch nachträglich beitreten?
    Klar, die Schweiz hat anfangs 90er Nein dazu gesagt, aber man hat auch in den 50ern Nein zum Frauenstimmrecht gesagt.
    Oder ist das so eine juristisch-vertragliche Unmöglichkeit?
    30 22 Melden
    • Schweizer Bünzli 15.06.2017 15:35
      Highlight Pachnota, Stipps, Roter Riese sind dagegen. Was soll man da machen?
      22 7 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 15.06.2017 15:49
      Highlight Gute Frage, ich finde nichts konkretes dazu. Ich denke es ist rechtlich erlaubt, aber politisch verpönt.
      15 0 Melden
    • Peter 15.06.2017 15:56
      Highlight Die Idee taucht immer wieder mal auf. Die SP hat erst letztes Jahr einen EWR 2.0 propagiert, wurde aber von der eigenen Basis zurückgepfiffen. Eigentlich müsste es gehen, der EWR ist kein abgeschotteter Klub. Aber es wären wohl mühsame Neuverhandlungen nötig. Und vielen fehlt nach der Pleite von 1992 wohl der Mut.
      23 11 Melden
    • Reto32 18.06.2017 22:36
      Highlight Ein Beitritt zum EWR ist absolut möglich, die Schweiz hat ihn sogar mitverhandelt.
      Doch mit dem Rahmenvertrag will die EU eigentlich genaus das: die Bilateralen zu einem EWR-äquivalentes Gebilde erweitern, wo das Acquis Communautaire dynamish übernommen wird und deren Umsetzung formal kontrolliert wird. Ein Beitritt zum EWR ist also keine echte Alternative. Es wäre sogar eine schlechtere Option, den die EWR-Staaten sind dazu gezwungen, sich auf jede Vorlage im voraus zu einigen, bevor sie mit der EU diskutieren können, was ihre Verhandlungsposition schwächt und zu interne Konflikte führen kann
      1 0 Melden
  • Str ant (Darkling) 15.06.2017 14:46
    Highlight "Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit."
    19 17 Melden
  • pachnota 15.06.2017 14:21
    Highlight Es wird nie einen Grund geben, für einen Knebelvertrag.

    Bedenklich, wenn sich heute einige offenbar entschieden haben diese Position zu vertreten.
    Traurig.
    53 52 Melden
    • Schweizer Bünzli 15.06.2017 14:56
      Highlight Das ist eben die Frage, ob das Rahmenabkommen ein Knebelvertrag ist oder nicht. Niemand, auch nicht Didier Burkhalter, ist für einen Knebelvertrag.

      Und es ist natürlich immer traurig, wenn es Leute gibt, die eine andere Position als die eigene vertreten.
      26 18 Melden
    • Schweizer Bünzli 15.06.2017 14:58
      Highlight Knebelvertrag. Traurig. Ende der Argumentation?
      26 18 Melden
    • Platon 15.06.2017 15:00
      Highlight Knebelvertrag?
      24 18 Melden
    • FrancoL 15.06.2017 15:06
      Highlight Kurzsichtig den Vertrag als Knebelvertrag auszulegen ohne dessen Möglichkeiten voll ausgelotet zu haben und die Zukunft mit zu betrachten.

      Aber habe auch nichts anderes erwartet, der Moment scheint Ihnen wichtig, die Zukunft ist ja noch weit weg.
      26 24 Melden
    • Schweizer Bünzli 15.06.2017 15:25
      Highlight @FrancoL, @pachnota

      pachnota legt den Vertrag ja gar nicht als Knebelvertrag aus, er nennt ihn einfach so, und meint, das sei ein Argument dagegen.
      16 11 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 15.06.2017 15:39
      Highlight Eine etwas differenziertere Argumentation würde uns alle vielleicht etwas weiter bringen, Befürworter wie Gegner des Rahmenabkommens. Hast Du zuviel und zu einseitig die Weltwoche gelesen?
      15 12 Melden
    • pachnota 15.06.2017 16:42
      Highlight Liebe Leute
      Ihr kriegt letztendlich die Regierung die ihr auch verdient.
      Mit all ihren Demokratie einschränkenden Verträgen.

      Wenn ihr gerne gefesselt und geknebelt in der Höhle liegt, und nur noch die Schatten an der Wand wahrnehmen könnt, sei es halt.

      Eure Motivation ist aber die Angst.

      Aber dies könnt Ihr halt alles gar nicht wissen.

      Schade trotzdem.
      15 16 Melden
    • Schweizer Bünzli 15.06.2017 16:58
      Highlight Moment, wer hat hier Angst?
      11 7 Melden
    • FrancoL 15.06.2017 17:06
      Highlight @pachnota: wir werden nachdem Du in der Hölle eingezogen bist für lange Zeit den Eintritt verwehrt bekommen. Selbst dem Teufel wird das Risiko nochmals ein Argumentationsnegierer zu bekommen viel zu gross.

      Du bringst kein Argument weil du keines hast und weil du weisst dass der Vertrag noch gar nicht voll verhandelt ist und dir würde die heutige rohe Fassung um zu bashen bestens passen.

      Das gefällt nicht einmal dem Teufel.
      11 7 Melden
    • Schweizer Bünzli 15.06.2017 17:12
      Highlight @pachnota

      Ich habe mich hier weder für noch gegen das Rahmenabkommen ausgesprochen.

      Du hast Dich zwar unmissverständlich dagegen ausgesprochen, aber hast noch kein Argument dagegen formuliert.

      Die Behauptung, dass das Rahmenabkommen die Demokratie einschränkt, muss Du zuerst erläutern, damit sie zu einem Argument taugt.

      Und das Höhlengleichnis ist auch kein Argument, so gern Du Dich hier als allwissender Platon («Aber dies könnt Ihr halt alles gar nicht wissen.») aufspielen würdest.

      Platon vertrat sowohl einen elitären Wissensanspruch als auch eine elitäre Politik (Epistokratie).
      10 5 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 15.06.2017 17:29
      Highlight Pachnota:

      "Aber dies könnt Ihr halt alles gar nicht wissen."

      Dies ist genau die Haltung, die Ihr Populisten normalerweise dem Bundesrat und dem Parlament ("die in Bern") unterstellt und (dann zurecht) verübelt.
      9 5 Melden
    • pachnota 15.06.2017 18:11
      Highlight Ich habe euch doch schon x mal, mit Argumenten, weich gekocht.
      Hat es etwas genutztt?
      Seit wann ist dies ein Forum in dem es um Argumente geht?
      Ihr... werdet aber euren Metzger leider selber wählen, weil ihr nicht merkt, das es richtung Schlachthof geht.

      Ich bin mir bewusst, das ich euch nicht retten kann. Position habt ihr schon lange bezogen.
      Und wer lässt sich schon gerne vom Weg abbringen. Dazu braucht es eben mehr.
      Wir spielen hier nur...
      aber vergeben habe ich euch schon lange.

      Auch wenn ihr mich deswegen Steinigen werdet.
      5 12 Melden
    • pachnota 15.06.2017 18:32
      Highlight Gut, ich gebe euch die Freiheit, die ihr braucht.
      Verknüpft mit einer Bitte:

      Legt euch nicht diesem Abkommen, für das Bluntschi, schon verhalten beginnt, zu trommeln, zu Füssen, nur weil ich dagegen bin.
      Versuch "gewissenhaft" zu prüfen.
      (In euerem Rahmen).
      Es geht nicht um weniger, als um eure Zukunft.
      5 9 Melden
    • Platon 15.06.2017 19:05
      Highlight @pachnota
      Du bist diejenige, die in der Höle ist.

      @Follbescheuert
      Mein Politikverständnis ist per se nicht elitär. Einige meinten später sogar, ich sei der Begründer des Kommunismus, was aber auch nicht stimmt... Ich habe lediglich eine Utopie aufgezeigt, die selbst ich für unrealistisch hielt.
      Die Epistokratie ist genau so wenig elitär wie der Arzt oder Pilot, der ohne demokratische legitimation seine Arbeit verrichtet. Oder hast du schon mal erlebt, dass plötzlich die Passagiere eines Flugzeugs beginnen darüber abzustimmen, wie der Pilot fliegen muss? So lautet etwa mein Argument. 😉
      7 4 Melden
    • pachnota 15.06.2017 19:21
      Highlight @Platon
      Platon...?
      Also nicht nur dein nick name?
      Du hältst dich für ihn?
      😆
      5 8 Melden
    • Schweizer Bünzli 16.06.2017 08:27
      Highlight @Platon

      Ich meinte nicht Dich mit dem elitären Politikverständnis. Zufällig entspricht Dein Nickname dem Namen des Verfassers vom berühmten Höhlengleichnis, dem griechischen Philosophen Platon.

      Pachnota hat sich mit diesem Gleichnis und dem Satz «Aber dies könnt Ihr halt alles gar nicht wissen.» als überheblicher und besserwisserischer Platoniker aufzuspielen versucht.

      Ein Pilot oder Arzt muss seine Expertise rational begründen können, ein Platoniker sieht sich durch Erleuchtung (Austritt aus der Höhle im Gleichnis) jeder Begründung enthoben. Popper hat diese Haltung scharf kritisiert.
      6 2 Melden
    • Schweizer Bünzli 16.06.2017 09:16
      Highlight @pachnota

      Danke fürs «Weichkochen». Sehr demokratisch ...
      7 0 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 16.06.2017 09:39
      Highlight Danke, Pachnota, dass Du uns mit Deinen Kochkünsten immer wieder auf den richtigen (Heils-)Pfad verweist!

      Danke, dass Du trotz unseres Unverständnisses niemals vom Versuch ablässt, uns zu retten!

      Danke, dass Du uns vom Metzger bewahrst!

      Danke, dass Du uns die Freiheit gibst, die wir brauchen! (Wir hätten uns niemals erdreistet, sie uns selbst zu nehmen.)

      Danke, dass Du unseren (eingeschränkten) Rahmen anerkennst!

      Danke, dass Du Dich immer gewissenhaft und vorausschauend um unsere Zukunft bekümmerst!

      Ohne Dich wären wir verloren!
      6 0 Melden
    • pachnota 17.06.2017 00:18
      Highlight Seit ohne Sorg

      Aber...

      Beim ersten Strahl, des neuen Tages...

      Ich werde da sein.
      0 4 Melden

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