Schweiz
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73'000 Menschen sind 2014 in die Schweiz eingewandert – trotzdem ist die Arbeitslosigkeit tief



Video: keystone

Unter dem Strich sind letztes Jahr 73'000 Ausländerinnen und Ausländer in die Schweiz eingewandert.

Dies hatte aber kaum negative Auswirkungen auf Löhne, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. 

Zu diesem Schluss kommt das Observatorium zum Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU in einem Bericht, der am Dienstag veröffentlicht worden ist. Die Zuwanderung im Rahmen der Personenfreizügigkeit habe das Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum hierzulande genährt, heisst es.

Das Gesundheits- und Sozialwesen sowie freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen zogen besonders viele Arbeitskräfte an. In beiden Bereichen hätten auch Schweizerinnen und Schweizer ihre Erwerbstätigkeit ausbauen können, heisst es im Bericht.

Mehr als die Hälfte mit Uni-Abschluss

Der Anteil von Personen aus Portugal, Italien und Spanien stieg wegen der ungleichen Wirtschaftsentwicklung in Europa in den letzten Jahren markant an. Auch die Zuwanderung aus den zehn osteuropäischen Staaten nahm aufgrund der schrittweisen Öffnung des Arbeitsmarkts zu. 

Gemäss dem Bericht hat sich die Qualifikationsstruktur der zugewanderten Arbeitskräfte aber kaum verändert: 

Starker Franken macht Schweiz noch attraktiver

Trotz dieser an sich günstigen Entwicklung bleibt das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) wachsam: Die nach wie vor starke Zuwanderung und die eingetrübten Konjunkturaussichten machten die fortlaufende Beobachtung der Arbeitsmarktentwicklung nötig, heisst es in einer Mitteilung. Sehr hohe Priorität habe auch die Kontrolle und Durchsetzung der Lohn- und Arbeitsbedingungen im Rahmen der flankierenden Massnahmen.

Ein besonderes Augenmerk legt das SECO dabei auf die Grenzregionen in der Romandie und im Tessin. Trotz der insgesamt erfreulichen Arbeitsmarktentwicklung könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Konkurrenz für die Ansässigen in einzelnen Regionen und Arbeitsmarktsegmenten stärker geworden sei. 

Die Aufwertung des Frankens hat den Schweizer Arbeitsmarkt für Zuwanderer und Grenzgänger noch attraktiver gemacht. Im Tessin seien heute mehr als ein Viertel, in Basel-Stadt und Genf je knapp ein Fünftel aller Erwerbstätigen Grenzgänger, schreibt das SECO. Das könnte sich auch auf die Löhne und die Erwerbslosenquote ausgewirkt haben. (whr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 24.06.2015 07:14
    Highlight Highlight Weiter so! Mit Volldampf in die Krise!
  • Raro Wetzel 23.06.2015 13:32
    Highlight Highlight Gemäss der NZZ vom 6. November 2014 werden in der Schweiz im Schnitt jährlich 30'000 Personen ausgesteuert ...
  • Dame vom Land 23.06.2015 12:21
    Highlight Highlight Und all jene RAV- Kunden, welche in einem Programm oder Kurs beschäftigt werden, sind auch wiederum nicht erwähnt. Die ehrlichen Zahlen (richtig gelesen) gibts beim Bundesamt für Statistik. Zum Thema 'EU-Migranten mit Hochschulabschluss hätten vermehrt Stellen in der Schweiz ergattert' erlaube ich mit folgende Ergänzung: Die Meisten der Hochschulabsolventen aus den südlichen Ländern arbeiten in Hotels im Housekeeping oder in der Küche. Zu Tiefstlöhnen wohlvermerkt. Ihre Abschlüsse sind hier in der Schweiz kaum etwas 'Wert'.
  • zombie1969 23.06.2015 11:54
    Highlight Highlight Alle europäischen Staaten brauchen Einwanderer, um wirtschaftlich zu wachsen. Aber unkontrollierte Einwanderung mit Millionen Wirtschaftsflüchtlingen könnte die innere Sicherheit eines Landes gefährden. In Grossbritannien zum Beispiel gibt es erhebliche Integrationsprobleme mit Muslimen, die eher die Scharia als die englische Verfassung akzeptieren.
    Barroso mag in einer kamerageschützen Villa mit Stacheldraht und Leibwächtern leben, und sich mit Millionären und Milliardären gut vernetzen, aber die Sorgen der einfachen EU Bürger dürfte er nicht im Blick haben.
    • asdf1692 23.06.2015 12:16
      Highlight Highlight Funfact: GB ha garkeine Verfassung 🌚
    • zombie1969 23.06.2015 12:39
      Highlight Highlight 2)
      Wenn zum Beispiel viele Ärzte von Afrika nach Europa auszuwandern, ist es für Europa vielleicht vorteilhaft, weil Bildungsinvestitionen gespart werden, dafür muss im Gegenzug aber auch die medizinische Versorgung in Afrika wieder hergestellt werden. Man macht sich in Europa über das Ausbluten einer Gesellschaft noch zuwenig Gedanken.

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