Schweiz
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Die Armee soll 2 Milliarden Franken erhalten – dafür wird das Geld ausgegeben

14.02.18, 14:00 14.02.18, 17:00


Der Bundesrat will die Ausrüstung der Schweizer Armee für zwei Milliarden Franken modernisieren. Zudem will er die Hälfte der F5-Tiger-Kampfjets ausser Dienst stellen. Dies beantragt er dem Parlament in der Armeebotschaft 2018, die er am Mittwoch verabschiedet hat.

Mit dieser werden ein Rüstungsprogramm im Umfang von 848 Mio. Franken, die Rahmenkredite für das Armeematerial von 742 Mio. Franken sowie ein Immobilienprogramm von 463 Mio. Franken vorgelegt. Die drei Kredite belaufen sich auf insgesamt 2'053 Mio. Franken.

Der Bundesrat setze bei den Verpflichtungskrediten drei Schwerpunkte, heisst es in seiner Medienmitteilung vom Mittwoch.

Luftwaffensysteme

Le discour de Guy Parmelin, conseiller federal, UDC photographie dans l'oeilleton d'une camera, l'UDC devrait prendre position sur l'initiative No-Billag, lors de l'assemblee des delegues du parti de l' Union Democratique du Centre, UDC SVP, ce samedi 27 janvier 2018 a Confignon pres de Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Will mehr Geld: Guy Parmelin. Bild: KEYSTONE

Erster Schwerpunkt ist die Modernisierung bestimmter Systeme der Luftwaffe. Hier beantragt die Regierung den Werterhalt für das Luftraumüberwachungssystem Florako sowie den Ersatz der Flugfunk-Bodeninfrastruktur. Beide Systeme leisteten einen wesentlichen Beitrag für die Einsatzfähigkeit der Luftwaffe, hält das Verteidigungsdepartement VBS fest.

Nötig sei auch der Werterhalt der 20-jährigen Transporthelikopter Cougar im Umfang von 168 Mio. Franken. Die Maschinen werden für Material- und Truppentransporte eingesetzt.

Truppenbekleidung

ZUM TEXTILCENTER DER SCHWEIZER ARMEE IN THUN  STELLEN WIR IHNEN HEUTE, MITTWOCH, 08. JUNI 2016, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Camouflage clothing is hung on coathangers, checked and repaired at the textile center of the Swiss Armed Forces' logistics center in Thun, canton of Berne, Switzerland, on April 21, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Zweiter Schwerpunkt ist die Bekleidung und Ausrüstung der Truppe. Dies sei auch eines der Ziele der Weiterentwicklung der Armee (WEA), ruft der Bundesrat in Erinnerung. Er beantragt, dafür 377 Mio. Franken zu investieren. Rund die Hälfte des Betrags ist für Schutzwesten vorgesehen.

Ein Rahmenkredit von 420 Mio. Franken wird zudem für Ausrüstungs- und Erneuerungsbedarf vorgelegt, 172 Mio. Franken werden für die Ausbildungsmunition und die Munitionsbewirtschaftung beantragt. Weitere 100 Mio. Franken sollen Nachbeschaffungen etwa von Sturm- und Scharfschützengewehren ermöglichen.

Waffenplätze

Als dritter Schwerpunkt beantragt der Bundesrat dem Parlament, die Infrastruktur für die Ausbildung auszubauen. Mit der Umsetzung der Armeereform WEA und dem Stationierungskonzept werden diverse Standorte geschlossen.

--- DIE SCHWEIZER ARMEE IST IMMER WIEDER EIN THEMA IN DER OEFFENTLICHKEIT. KEYSTONE HAT AUS DIESEM GRUND DAS BILDMATERIAL ZUR SCHWEIZER ARMEE AKTUALISIERT UND STELLT IHNEN IN LOSER REIHENFOLGE NEUE THEMENBILDER VERSCHIEDENER ABTEILUNGEN ZUR VERFUEGUNG -- Morgens beim Antrittsverlesen wird die Schweizer Flagge gehisst, in Achtungstellug gestanden und die Fahne gegruesst,  waehrend der Ausbildung zu Swisscoy Soldaten, in der Naehe der Kaserne in Stans, aufgenommen am 5. Maerz 2014. Die SWISSCOY ist der Verband der Schweizer Armee im Kosovo. Er wird im Rahmen der friedensfoerdernden Militaermission KFOR der NATO im Kosovo mit einem Kontingent von maximal 220 Personen von der Schweiz zur Verfuegung gestellt und finanziert. Die Ausbildung dauert je nach Funktion bis zu 3 Monate. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Dafür will die Regierung die Ausbildungsinfrastruktur an drei Standorten ausbauen. So am Waffenplatz Drognens (40 Millionen Franken), am Waffenplatz Wangen a. A. (89 Millionen Franken) und in Simplon (30 Millionen Franken).

27 Tiger werden veräussert

ARCHIVE --- ZU 100 JAHRE LUFTWAFFE SCHWEIZ STELLEN WIR IHNEN DIESES BILD ZUR VERFÜGUNG --- Zwei Tiger-Kampfjets der Schweizer Armee starten auf dem Flugplatz Unterbach-Meiringen, am Freitag, 25. Januar 2008 in Unterbach. Jetzt fliegen die Hornets und Tigers wieder fuer Davos: Neben dem normalen WK sichert das Fliegergeschwader 13 in Meiringen den Luftraum ueber dem World Economic Forum (WEF). (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bild: KEYSTONE

Nebst den Beschaffungskrediten beinhaltet die am Mittwoch verabschiedete Armeebotschaft erstmals auch einen Beschluss über die Ausserdienststellung von Waffensystemen. Zu diesem Schritt verpflichtet das revidierte Militärgesetz den Bundesrat.

Unter anderem will sich die Armee von 27 der noch vorhandenen 53 F-5-Tiger-Kampfflugzeuge trennen. Vier davon wurden bereits an historische Sammlungen abgegeben. Die weiteren 23 F-5-Tiger sind stillgelegt. Auf sie könne verzichtet werden, weil die F/A-18 bis 2030 betrieben und somit bis zur Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen den Schutz des Luftraumes sicherstellen könnten, heisst es in der Armeebotschaft.

Die verbleibenden 26 Flugzeuge sollen zur Entlastung der F/A-18 von Nebenaufgaben weiterhin eingesetzt werden, insbesondere für die Zieldarstellung im Training, für die Überwachung der Radioaktivität oder für die Patrouille Suisse.

Umfrage

Soll die Schweizer Armee aufgerüstet werden?

2,170 Votes zu: Soll die Schweizer Armee aufgerüstet werden?

  • 41%Ja.
  • 54%Nein.
  • 5%Ich weiss nicht.

Weiter veräussert die Armee die Festungsartillerie, nicht werterhaltene Panzerhaubitzen und Raupentransportwagen sowie Panzerjäger. Durch die Ausserdienststellungen sinkt der jährliche Betriebsaufwand um 5.5 Mio. Franken. Die Einsparungen seien notwendig, um Finanzmittel für Investitionen freizumachen. (aeg/sda)

Die Armee will neue Jets

Video: srf/SDA SRF

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Exodus 15.02.2018 20:49
    2 0 Melden
  • 7immi 14.02.2018 20:23
    Highlight man will eine modernere armee, die mit weniger personal gleich viel erreicht, also muss man in neue(re) systeme investieren. was in der privatwirtschaft gilt gilt auch fürs militär. dies ist keine aufrüstung, wie die populistische umfrage suggerieren möchte, sondern eine weiterentwicklung.
    16 3 Melden
  • Zorulu 14.02.2018 18:05
    Highlight Diese Geld-aus-dem-Fenster-Werferei macht mich so was von hässig!
    16 23 Melden
    • Mugendai 14.02.2018 22:12
      Highlight Mich auch, aber nicht bei den Militärausgaben...
      9 6 Melden
  • word up 14.02.2018 18:02
    Highlight wut?! 2 Mia.? das sind 2*10^9 franken oder 2'000'000'000... gute entscheidung, während gerade an hochschulen aus kostengründen klassen zusammengelegt und kontakteinheiten reduziert werden...
    21 19 Melden
  • Toaster97 14.02.2018 17:13
    Highlight Ich war selbst bis vor einem Jahr berfürworter für unsere Armee und verteidigte sie in diversen Argumentationen Vehement bei meinem Umfeld. Nun seit ich letztes Jahr selbst einrücken musste ist mir ein Licht aufgegangen. Unsere Armee ist alles andere als Ideal und man sollte diese Eindeutig (nicht nur aus Kostengründen) überarbeiten, sie ist einfach nicht Zeitgerecht. Der punkt ist, man könnte sehr viel sparen ohne in wirklich einsparungen zu machen, sehr lieb augsdrückt 50% vom Personal macht nichts, herumstehen, Filme im Kp schauen, WK soldaten welche sich den Allerwertesten absitzen.
    59 30 Melden
    • Posersalami 14.02.2018 18:01
      Highlight Tja, da frage ich mich doch, wie sie als junger Mensch so einen Verein verteidigen konnten, ohne ihn zu kennen.

      Aber schön zu sehen, dass sie sich ihre Meinung dann selbst gebildet haben.
      21 10 Melden
    • Zap Brannigan 14.02.2018 18:56
      Highlight Und ständig beklagt man sich über die angeblich zu knappe Ausbildungszeit, trotzdem hat man endlos Zeit, um Zeit totzuschlagen. Auch jeweils ein ganzer Tag (mit Übungen davor) für das Holen und Zurückbringen der Fahne ist kein Problem. Obwohl ich Off war (oder gerade deshalb), hat mich solche Inkonsequenz immer genervt.
      8 5 Melden
    • Eine_win_ig 14.02.2018 20:28
      Highlight @Toaster: danke, dass Sie sich immerhin selber eine Meinung gebildet haben.

      @Poser: aber eine Institution verfluchen ohne selber mal erlebt zu haben, vom hörensagen her, das geht dann?
      8 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 14.02.2018 16:04
    Highlight 2 mia für was?

    Das Ausserdienst stellen von uralter Militärtechnik befürworte ich hingegen, vor allem wenn damit Geld gespart werden kann.

    Aber die Armee soll bitte für Kleider und Instandhaltung etc. mit dem ordentlichen Budget auskommen! Der Laden kostet uns PRO DIENSTTAG 35 000.- laut VBS. Dass das nicht reichen soll, das kanns doch einfach nicht sein! Die SVP soll endlich ihren Laden in den Griff bekommen oder ihn abwickeln. Habe fertig.

    Das Geld wäre mMn sehr viel besser in der Entwicklung der Infrastruktur aufgehoben. Stichwort EE und Speichertechnologie.
    44 33 Melden
    • ands 14.02.2018 22:57
      Highlight Das Rüstungsprogramm gehört zum ordentlichen Armeebudget.
      7 2 Melden
  • Bijouxly 14.02.2018 15:56
    Highlight Schaut doch mal dem Verkehr etwas genauer auf die Finger. Ah stimmt - da macht man das ja erst im Nachhinein und macht nicht schon im Voraus Stimmung gegen Investitionen.
    14 6 Melden
  • SpikeCH 14.02.2018 15:12
    Highlight Die Wortwahl in der Umfrage ist recht unglücklich...
    Es geht primär nicht um eine Aufrüstung (mehr) sondern um eine Modernisierung (neu). Eine Modernisierung die in erster Linie direkt der Truppe zugute kommt (etwa die neue Bekleidung) und eine Modernisierung die Hand in Hand mit der Reduzierung des Truppenbestandes einhergeht.
    26 5 Melden
  • Sir_Nik 14.02.2018 14:55
    Highlight Was man mit dem Geld alles Gutes tun könnte 🧐

    Oder schönes kaufen 🤪
    11 26 Melden
  • MacB 14.02.2018 14:41
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    29 8 Melden

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