Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bundesrat Ueli Maurer spricht waehrend einem Kasernengespraech am Freitag, 9. Mai 2014, in der Militaerkaserne in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Nationalratskommission

Ueli Maurer kann aufatmen: Gripen-Gelder sollen bei Armee bleiben

Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates (SIK) fordert, dass die Gripen-Gelder bei der Armee bleiben. Dies hat der Präsident der Kommission Thomas Hurter (SVP/SH) am Dienstag vor den Medien in Bern mitgeteilt. Er begründete die Forderung damit, dass National- und Ständerat sich für einen Armee-Ausgabenplafond von 5 Milliarden Franken ausgesprochen haben.

Nach Ansicht der Mehrheit in der SIK sollte es auch nach dem Nein zum Kauf neuer Kampfflugzeuge dabei bleiben, sagte Hurter. Dagegen stimmten die Vertreterinnen und Vertreter von SP, Grünen und Grünliberalen.

Kommission stellt sich gegen den Bundesrat

Mit ihrer Haltung stellt sich die Kommission gegen den Bundesrat. Dieser hatte nach der Volksabstimmung entschieden, dass in den Jahren 2014 bis 2016 insgesamt 800 Millionen Franken der für den Gripen eingeplanten Gelder anderen Departementen zur Verfügung stehen sollen. Für den Kauf der Kampfflugzeuge waren im Budget des laufenden Jahres und im Finanzplan für die nächsten Jahre jährlich rund 300 Millionen Franken reserviert.

Stimmen National- und Ständerat der Motion der SIK zu, muss der Bundesrat dem Parlament bis Ende Februar 2015 eine Ergänzung zum Rüstungsprogramm 2015 vorlegen, das derzeit noch in der Planung ist. Mit den Geldern sollen «erkannte Ausrüstungslücken behoben werden.» Das Rüstungsprogramm 2015+ wäre mit den frei gewordenen Mitteln aus dem Volks-Nein zum Gripen zu alimentieren.

Kurzfristig hatten die Gripen-Gelder nicht in andere Armee-Beschaffungen investiert werden können. Durch die Senkung des Armeeplafonds würden absehbare Kreditreste bei der Armee vermieden, hatte das Verteidigungsdepartement zum Bundesratsentscheid festgehalten. Und den anderen Departementen werde die Möglichkeit geboten, prioritäre Vorhaben voranzutreiben. (pma/sda)



Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Riccardo 25.06.2014 13:46
    Highlight Highlight Wo die Gripen-Gelder eingesetzt werden, sollte vom Volk entschieden werden.
  • Nic9000 25.06.2014 13:32
    Highlight Highlight Wieso kein Schuldenabbau, wenn für einmal "zu viel" Geld vorhanden ist?
    Die Steuergelder müssen ja nicht auf Biegen und Brechen verbraucht werden, nur um bei der nächsten Gelegenheit die hohle Hand bei den Steuerzahlern zu machen...
  • Matthias Studer 24.06.2014 20:14
    Highlight Highlight Also wird der Grippen-Fonds zu einem Fonds für alle Spielzeuge der Armee.

Bald könnte die 5. Initiative gegen Tierversuche kommen

Das Schweizer Stimmvolk dürfte erneut über ein Tierversuchsverbot entscheiden können. Eine entsprechende Volksinitiative ist auf der Zielgeraden.

Das Komitee der Initiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot – Ja zu Forschungswegen mit Impulsen für Sicherheit und Fortschritt» sammelte bereits über 111'000 Unterschriften, wie dessen Website zu entnehmen ist. 100'000 sind für das Zustandekommen nötig.

Die Sammlung soll indessen weitergehen, wie die Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» …

Artikel lesen
Link to Article