Schweiz
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A Bucher Duro light lorry of the Swiss Armed Forces, pictured in Hinwil in the Canton of Zurich, Switzerland, on July 17, 2014. (KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Ein Bucher Duro leicht Lastwagen der Schweizer Armee, aufgenommen in Hinwil, am 17. Juli 2014. (KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Der Duro soll saniert werden. Aber das Vorgehen scheint recht fragwürdig.
Bild: KEYSTONE

Lastesel der Armee sollen runderneuert werden – für 250'000 (!) Franken pro Duro – «Das stinkt zum Himmel»

Teure Werterhaltung: Das Auswahlprozedere bei der Sanierung des Armee-Lastwagens Duro wirft Fragen auf. Die Mowag, die die Sanierung selber durchführen soll, hat auch das Gutachten über die Machbarkeit erstellt.

Antonio Fumagalli / Aargauer Zeitung



Wer in den letzten 20 Jahren Militärdienst geleistet hat, kennt ihn: den Duro, einen geländegängigen Kleinlastwagen mit Allradantrieb. Er ist der eigentliche Lastesel der Schweizer Armee, kann er doch sowohl für den Transport von Truppen wie auch von Material eingesetzt werden. Rund 3000 Stück besitzt die Schweizer Armee. Ein Grossteil davon – 2220 Fahrzeuge – ist am Ende seiner Lebensdauer angelangt, die restlichen Duros wurden in den vergangenen Jahrzehnten weniger beansprucht und können weiterbetrieben werden.

Die Gretchenfrage lautet nun: Was soll mit den Duros passieren? Sollen sie verschrottet und neue Fahrzeuge angeschafft werden? Oder sollen an ihnen sogenannte «werterhaltende Massnahmen» durchgeführt werden – also eine komplette Sanierung der Fahrzeuge, bei der vereinfacht gesagt nur das Grundgerüst bestehen bleibt? Der Nationalrat hat sich in der Wintersession für letztere Variante entschieden.

Er hat dies in Kenntnis davon getan, dass die Sanierungsvariante eine schöne Stange Geld kostet. Nicht weniger als 558 Millionen Franken sind dafür budgetiert, was pro Fahrzeug über 250'000 Franken macht.

Bereits im Parlament machte sich Widerstand breit gegen die «Luxuslösung». Nun regt sich aber auch armeeintern Unmut. «Der Werterhalt des Duros lohnt sich keinesfalls», sagt Hauptmann Mathias Gräzer. Er ist Offizier der Logistiktruppen und führte während sechs Jahren eine Bataillonswerkstatt. Kurz: Er kennt sich mit dem Duro aus wie wenig andere.

Derzeit angeblich «keine Alternativen»

Gräzer hat zum Rüstungsgeschäft zahlreiche Berechnungen erstellt und kommt darin zum Schluss, dass die Armee für die Hälfte des nun veranschlagten Preises sogar 3000 neue Geländefahrzeuge für den Truppen- und Materialtransport beschaffen könnte. Dies, weil der Haupteinsatzort der Armee im Krisenfall nicht mehr in gebirgigem, sondern in überbautem Gelände liegen würde – womit nicht mehr die gleichen Anforderungen an die Geländegängigkeit der Fahrzeuge gelten. Hinzu komme, dass auch andere Fahrzeugmodelle – etwa ein Mercedes Unimog oder Sprinter – den heutigen Bedürfnissen entsprechen würden.

Das Verteidigungsdepartement (VBS) sieht dies anders: Auf dem Markt seien derzeit «keine alternativen Produkte, welche alle militärischen Anforderungen erfüllen, verfügbar», teilt das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) mit. In der bundesrätlichen Botschaft wird darauf hingewiesen, dass die Nutzungsdauer von neuen Fahrzeugen nur rund die Hälfte des sanierten Duros betrage, was «den Vorteil des geringeren Stückpreises nicht aufwiegt».

Zudem schneide die Werterhaltung gegenüber der Neubeschaffung in der Ökobilanz deutlich besser ab und der Beschaffungskredit werde «zu 100 Prozent im Werkplatz Schweiz eingesetzt».

Zuerst abklären, dann revidieren

Die Kritik am Rüstungsgeschäft richtet sich aber auch gegen einen anderen, bisher kaum beleuchteten Aspekt: Um abzuklären, ob die «werterhaltenden Massnahmen» überhaupt Sinn machen, hat Armasuisse im Frühjahr 2014 die Firma Mowag GmbH beauftragt, eine entsprechende Studie zu verfassen.

Diese kam zum Schluss, dass sich die Sanierung lohnt. Und wer wird nun, sofern das Parlament definitiv grünes Licht gibt, diese Massnahmen durchführen? «Mowag ist gegenüber der Armasuisse der alleinige Auftragnehmer», teilt die Rüstungsbeschafferin gegenüber der «Nordwestschweiz» mit.

Mit anderen Worten: Die gleiche Firma, welche die Sanierung als sinnvoll erachtet, darf diese für über eine halbe Milliarde Franken dann auch gleich ausführen.

Armasuisse sagt dazu, dass die Mowag den Auftrag erhalten habe, eine Offerte «über die Machbarkeit einer Werterhaltung und Nutzungsverlängerung des Duros» zu erstellen. Da die Mowag die Rechteinhaberin sei, könne keine andere Firma diese Offerte ausarbeiten. Das VBS habe aber auch andere Angebote geprüft und sich schliesslich für die Werterhaltung ausgesprochen. Keinesfalls habe die Mowag entschieden.

Legt der Ständerat das Veto ein?

Duro-Spezialist Gräzer ist dies zu schwammig. Eine Machbarkeitsprüfung, wie sie Armasuisse bei der Mowag bestellt habe, sei nicht das Gleiche wie eine Offerte. Es sei «nichts als logisch», dass die Mowag aus Eigeninteresse zum Schluss komme, ein Werterhalt lohne sich. Entsprechend hätte eine andere Institution – etwa die Empa mit einer eigenen Fahrzeugprüfabteilung – diese Machbarkeitsprüfung erstellen müssen.

Zudem gebe es im In- und Ausland auch andere Firmen als die Mowag, die einen Umbau durchführen könnten, so Gräzer. Die beschlossene Massnahme sei letztlich eine «überaus fragwürdige Standortförderung». Oder anders gesagt: Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für die Mowag – zum Nachteil der Steuerzahler.

Ins gleiche Horn bläst auch Nationalrat Ulrich Giezendanner (SVP, AG). Er hat sich bereits im Parlament vehement für eine kostengünstigere Sanierungsvariante ausgesprochen – ohne Erfolg.

Auf den Beschaffungsprozess angesprochen, sagt er: «Das stinkt zum Himmel.» Mittels Interpellation will er nun zusätzliche Erklärungen vom Bundesrat einfordern – und Druck auf den Ständerat ausüben. Denn bevor bei den alten Duros tatsächlich Motoren, Bremsen und Sitze ausgetauscht werden, muss noch die kleine Kammer ihren Segen dazu geben. Giezendanner ist zuversichtlich, diese noch umstimmen zu können: «Ich werde die Ständeräte persönlich ins Gebet nehmen.» (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Triesen 28.12.2015 22:18
    Highlight Highlight Das Gutachten für die Machbarkeit des eigenen Auftrages gleich selber erstellen? Das klingt spannend. Warum klingeln da bei mir alle Alarmglocken? Sollte ein solches Gutachten nicht durch eine unabhängige Stelle durchgeführt werden? Oder sehe ich das falsch?
    • 7immi 29.12.2015 10:29
      Highlight Highlight Die frage ist halt, wer sonst wäre genügend kompetent... Es gibt vermutlich nicht viele firmen, die sich mit geländefahrzeugen und speziell mit dem duro so gut auskennen. Allenfalls mercedes, doch die wären auch befangen. Zuerst erschienen mir die 250000 auch zu teuer. Allerdings wissen wir nicht, was da alles dabei ist. Ersatzteilbeschaffung, garantieverlängerungen, wartungsverträge, entwicklung des neuen aufbaus, optimierung des esp, und und und... Darüber liest man leider nichts...
  • andy y 28.12.2015 18:47
    Highlight Highlight somit soll die Werterhaltung pro Fahrzeug fast das Doppelte Kosten gegenüber dem Beschaffungspreis? Das lässt viel Raum für Fragen und Vermutungen.
    • 7immi 29.12.2015 10:32
      Highlight Highlight Ein teil sind sicher die tieferen preisniveaus damals, zudem war bucher damals noch kleiner. Leider weiss man nicht, was die 250000 alles umfassen. Ersatzteile, garantie, ...
  • Hasjisjn 28.12.2015 16:54
    Highlight Highlight Würde es sich nicht rechnen, wenn man einen Teil der Duros modernisieren lässt, einen Teil durch bspw. unimogs ersetzt und den letzten Teil durch bspw. Sprinter und die Fahrzeuge nach Bedarf verteilt?
    • chuba 04.05.2016 08:47
      Highlight Highlight Langfristig eher nein. Denn di Diversifizierung auf verschiedene Modelle zieht wieder Kosten für Schulung von Mechanikern, Anschaffung entsprechender Spezialwerkzeuge und -software sowie höhere Kosten für Ersatzteillager, die gehalten werden müssen, nach sich
  • amazonas queen 28.12.2015 14:45
    Highlight Highlight Seitdem die Armee seit über einem Jahrzehnt versucht, SAP DFPS einzuführen, weiss jeder, dass das eine Geldverbrennungsmaschine ist.
    • wasylon 28.12.2015 15:07
      Highlight Highlight Das ist nichts neues beim Bund. Die Steuerverwaltung hat beim gescheiterten Insieme Informatikprojekt über 100 Mio. Fr ausgegeben.
    • _kokolorix 28.12.2015 18:46
      Highlight Highlight @wasylon
      so ein it projekt managst du sicher mit links, hab ich recht?
      2/3 aller it projekte werden abgebrochen und das in der ach so effizienten privatwirtschaft. die bürgerlichen pochen doch ständig darauf, dass solche kompetenzen outgesourct werden. am schluss hast du keinen schwanz mehr der ne ahnung hat und musst alles glauben was da versprochen wird.
      ich glaube das eine öffentliche verwaltung genauso gut funktionieren kann wie eine private firma. das ist nur eine frage des führungsstils
    • wasylon 28.12.2015 21:17
      Highlight Highlight @kokolorix wie die Privatwirtschaft ihr Geld ausgibt ist mir relativ egal solange nicht die Öffentlichkeit dafür aufkommen muss.
      Gerade dieser Fall zeigt ein Kontrollaufsicht der Verwaltung versagt haben.
      http://www.watson.ch/!911496006
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  • Butterscotch&hardcandy 28.12.2015 13:50
    Highlight Highlight A.) prüfen ob und wo solche Fahrzeuge tatsächlich von Nöten sind (zum Schutz & Rettung der Bevölkerung z.B. Tatsächlich mögliche Naturkatastrophe usw.)
    B.) Falls die alten Fahrzeuge, welche weniger beansprucht wurden, nicht ausreichen, günstige Alternativen erwerben. Falls man nicht weiss, was eine günstige Alternative ist -> einfach mal im Nachbarland fragen, die wissen schon wie das aussehen muss..
    C.) Budget fürs Militär massiv kürzen. Notwendig (in der heutigen Grösse) ist es sowieso nicht.. Lieber in etwas anderem investieren, als Soldaten sinnlose Übungen durchführen lassen.
    • 7immi 28.12.2015 14:25
      Highlight Highlight das mit der alternative ist so eine sache. der unimog (DE) hat nicht dieselbe zuladung und ist ein wenig schlechter im gelände. andere armeen setzen leicht gepanzerte fahrzeuge ein, die teurer und schwerer sind. so dürften sie dann nicht mehr von C1 Fahrern sondern nur noch von C Fahrern gefahren werden.
      Punkto kosten unserer armee: ich beziehe mich auf die daten von 2010. die französiche und die schweizer armee haben dieselbe truppenstärke wie die schweiz, allerdings eine berufsarmee. kostenpunkt: 51Mio. so gesehen ist unsere armee preislich durchaus akzeptabel.
  • glüngi 28.12.2015 13:36
    Highlight Highlight Warum nicht Unimogs? Die sind sogar neu günstiger und halten wahrscheinlich sogar noch mehr aus als ein Duro. Ausserdem sind diese sogar noch Geländegängiger als Duros sowie in tausenden Varianten verfügbar.
    • wasylon 28.12.2015 14:53
      Highlight Highlight Für einen Unimog braucht es aber LKW Führerschein ausser man begrenzt die Höchstgeschwindigkeit auf 40 km/h. Ich glaube aus diesem Grund kommt er nicht in Frage.
    • Olaf44512 28.12.2015 23:38
      Highlight Highlight Also bitte, dann ändert doch das Reglement oder bildet die Leute besser aus. Wird ja bei der Armee alles in-house gemacht.
    • glüngi 29.12.2015 06:26
      Highlight Highlight Wollt ich auch grad sagen. Dann machen fahrer halt eine Ausbildung. Wäre in-house und er hätte sogar was ihm im echtem leben was bringen könnte.
  • atomschlaf 28.12.2015 13:03
    Highlight Highlight Neben dem hohen Preis lässt vor allem die Behauptung aufhorchen, es gäbe keine Alternativen auf dem Markt. Womit fahren denn andere Armeen? Kann ja irgendwie nicht sein, dass die “beste Armee der Welt” derart spezielle Ansprüche hat, dass diese nur von uralten Duros erfüllt werden können.
    Ich habe eher den Verdacht, dass man das Pflichtenheft bewusst so geschrieben hat, dass keine Alternativen übrigblieben. Ein beliebter Trick im Beschaffungswesen, damit man trotz Ausschreibung das bekommt, was man will.
  • Brrrringsallyup 28.12.2015 12:40
    Highlight Highlight Bin ich der einzige der gedacht hat, dass Giezendanner endlich mal was anständiges macht?
  • lümel3000 28.12.2015 11:57
    Highlight Highlight Einmal mehr ein politischer Entscheid, getroffen von Personen die von militärischen Bedürfnissen wenig Ahnung haben. Jeder der BR Maurer einaml bei einem Truppenbesuch gesehen hat, weiss, dass der Typ wenig Ahnung von den tatsächlichen Bedürfnissen der Armee hat. Oftmals wird im Departement gegen die Armee gearbeitet, es sollten mehr Personen aus dem jeweiligen Umfeld, wie dieser Logistik-Hauptmann, einbezogen werden! Diese wissen genau wo es brennt und was es braucht.
    • TheMan 28.12.2015 13:12
      Highlight Highlight Nur ist Maurer nicht mehr in diesem Departement. Schon vergessen? Aber Hauptsache wie immer gegen die SVP wettern. Die Armee veralten Lassen und dan der SVP wieder den Schuh in den Arsch schieben. Dabei haben die Linken die Schuld am Schlamassel.
    • HabbyHab 28.12.2015 13:30
      Highlight Highlight @theman wann kapieren die leute das endlich.. unser parlament ist nicht links.
    • Tschosch 28.12.2015 13:34
      Highlight Highlight Bis Ende Jahr ist er doch noch in diesem Departement, oder?!
      Hauptsache, mal auf «den Linken» rumhacken, gell ;)
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  • FrancoL 28.12.2015 11:56
    Highlight Highlight Ich will mich nicht in die Diskussion der Machbarkeit oder eines Neuankaufs von ähnlichen Fahrzeugen einklinken, davon verstehe ich nun wirklich nichts. Was mich viel mehr stört ist die Beschaffung der Entscheidungsgrundlagen und die mögliche Vergebung die MOWAG! Dass man sich über den Unterschied von Offerte oder Machbarkeit sich unterhalten muss, das ist wohl eine Zumutung für jeden mündigen Bürger. Offerte ist Offerte und Machbarkeitstudie ist Machbarkeitstudie! Und dies alles in einem Departement dass von einem SVP-BR geführt wurde. Wo bleiben da die Schreie der SVP?
    • Hierundjetzt 28.12.2015 12:39
      Highlight Highlight ....die sind auf dem Acker.
  • koks 28.12.2015 11:53
    Highlight Highlight würde sich wohl lohnen, noch ein blick auf die anschaffungskosten zu werfen. schon damals waren die gigantisch teuer. meist werden dann die hohen anschaffungskosten mitbegründet mit 'modernisierung, unterhalt' etc. und jetzt obendrauf nochmal eine viertelmillion. den amerikanischen rüstungskonzern wirds freuen. den geldverschwender-ueli von der svp auch. wir steuerzahler fassen uns bloss an den kopf.
  • TanookiStormtrooper 28.12.2015 11:19
    Highlight Highlight Und derjenige, der diesen Schwachsinn aufgegleist hat übernimmt nächste Woche das Finanzdepartement. Da schwant mir Übles.
  • zombie woof 28.12.2015 11:09
    Highlight Highlight Vielleicht sollte Uelis Saustall mal unter die Lupe genommen werden, da würde sich sicherlich noch die eine oder andere Mauschelei finden!
  • retrogott 28.12.2015 11:08
    Highlight Highlight was die da für altware ausgeben wollen geht ja gar nicht! da bekommt man ja schon fast einen neuen marauder für!! der würde in punkto Geländetauglichkeit und Schutz mal sicher besser dastehen
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Marauder_(Fahrzeug)
    • TanookiStormtrooper 28.12.2015 11:44
      Highlight Highlight Und wenn es von der Top Gear Crew als gut befunden wird, muss dieses Monster was taugen. :)
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    • Alnothur 28.12.2015 12:28
      Highlight Highlight Der Marauder bietet aber deutlich weniger Transportkapazität...
    • TanookiStormtrooper 28.12.2015 12:59
      Highlight Highlight @dziltener

      Ich bin mir sicher am Ende würde es an der Drive-In-tauglichkeit scheitern...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oberon 28.12.2015 11:06
    Highlight Highlight Teil 2 - Damit das Vertrauen der Bevölkerung für die Armee wieder hergestellt werden kann muss erst mal verstanden werden welche Ereignisse in Zukunft damit abgedeckt werden müssen. Darauf kann man dann auch die Ressourcen aufbauen, egal ob Menschen, Material oder Geld. Da dies leider nicht im richtigen Umfang passiert werden wir noch jahrelang rumbasteln, bis es soweit ist und genug Leute die Armee abschaffen wollen. Mich jetzt nicht falsch verstehen ich bin für eine professionell geführte Armee und dies bis zu letzter Konsequenz.
    • Oberon 28.12.2015 12:49
      Highlight Highlight @holy
      Das sehe ich aktuell leider nicht so, die Armee wird als ergänzender Dienstleister benötigt. Da wir nur dort Themen übergreifende Ereignisse, abgestützt auf unsere Gesetze, behandeln können. Aber vielleicht ist das Problem auch nur die unterschiedlichen Bereiche anders zu nennen. Dann müsste man dies aber auch entsprechend prüfen und eine Art Dachorganisation bilden um die verschiedenen Teile (Sicherheit, Abwehr, Zivilschutz, etc..) zu vereinen. Dies wurde jedoch schon mehrfach vom Volk abgelehnt, natürlich kann die Ursache auch das fehlende Konzept sein.
    • atomschlaf 28.12.2015 12:54
      Highlight Highlight @holy: Es sind genau solche Statements wie Deines ("Pfadiverein"), die eine vernünftige Diskussion verunmöglichen.
    • Oberon 28.12.2015 14:21
      Highlight Highlight @holy
      Leider liegst du auch hier völlig falsch.
      Als Diskussionsbasis empfehle ich dir diesen älteren Artikel, leider etwas wenig Tiefgang und die absoluten Zahlen sind teilweise nicht korrekt, aber als grobe Übersicht nicht schlecht.

      https://www.vimentis.ch/d/publikation/187/Die+Zukunft+der+Schweizer+Armee.html

      Ich würde auch behaupten das bei einer Abschaffung der Armee die ersatzkosten, egal in welcher Art man dies bewerkstelligen möchte, um einiges mehr als 2-3 Mia. betragen würde.



  • Oberon 28.12.2015 11:06
    Highlight Highlight Teil 1 - Im Prinzip ist dies eine ähnliche Diskussion wie die Funktionen der Schweizer Armee in Zukunft aussehen soll. Da es anscheinend immer noch Probleme gibt dies nüchtern und transparent aufzuzeigen wird so ein Vorhaben nie die Akzeptanz im benötigten mass erreichen, da es nicht nachvollziehbar ist. Ich hatte schon mal grob versucht zu umschreiben was nötig wäre um dies zu erreichen.
    • Alnothur 29.12.2015 03:24
      Highlight Highlight Was die Funktion der Armee ist, ist schwarz auf weiss in der Verfassung dargelegt.
  • alessandro 28.12.2015 10:39
    Highlight Highlight Bei Armeebudgets verliert man leicht das Gefühl für die Höhe des Betrages. Für eine Viertelmillion ein Fahrzeug umbauen? Das ist ja der Traum eines jeden Tuningfreaks...

    lch bin so oder so für den UniMog, was für ne Karre!
  • Schmiedrich 28.12.2015 10:34
    Highlight Highlight Es gibt doch diese alten Toyotas, welche im Osten immer eingesetzt werden, mit so ziemlich allem betankt werden können und unglaublich robust sind... Vielleicht sollte man mal ein paar von diesen kaufen und sie entsprechend an die Armeebedürfnisse anpassen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies günstiger als eine viertel Million pro Wagen käme und auch robust wäre.
    • Taeb Neged 28.12.2015 10:44
      Highlight Highlight Einfach feldgrün an malen.
  • Taeb Neged 28.12.2015 10:32
    Highlight Highlight Ja, vergolden wir die Karre. Und für mich bitte ein Bentley. 250'000.- für EIN Duro? HALLO Herr Parmelin, geht's noch?
    • emc2 28.12.2015 10:49
      Highlight Highlight Ich spiele ja nicht gerne den Klugscheisser, aber wenn Personen grundlos beschuldigt werden, fühle ich mich verpflichtet: Parmelin wird die Leitung des VBS per 1.1.16 übernehmen.
    • Taeb Neged 28.12.2015 10:49
      Highlight Highlight Herr Parmelin, jetzt haben Sie die Möglichkeit Augenmass zu zeigen!
  • Sverige 28.12.2015 10:29
    Highlight Highlight Habe ja nichts gegen die Armee, gehe selbee gerne. Aber die Duros kannst du für im Gelände nichtbgebrauchen, höchstens für auf Strassen. Zu schwach das Getriebe, Motor und ein Diesel fresser hoch zehn. Dass man aber für 250'000 pro Fahrzeug erneuern will ist wirklich nicht mehr normal. Für dieses Geld kannst du 4 neue bessere kaufen.
  • Dä Mö 28.12.2015 10:07
    Highlight Highlight Ich denke, für eine viertel Million Franken könnte man schon alternatives Rollmaterial finden und den "Bedürfnissen" anpassen. Der Duro ist als Truppenfahrzeug unbrauchbar. Zu schwacher Motor, zu viele Anfälligkeiten, KEINE Sicherheitsmassnahmen für die Truppe, etc. Wir durften regelmässig Pausen einlegen, da der Motor überhitzte (beladen wie leer). In "gebirgigem" Gebiet also ein Zeitfresser. Man könnte ja mal bei den Nachbarn schauen, wie die funktionieren? Lösungen gäbe es sicher, die Frage ist, ob man die auch will! In meinen Augen ein Schnellschuss --> NEF!
    • Dä Mö 28.12.2015 10:17
      Highlight Highlight Nachtrag: für viele (wiiirklich viele) Transporte genügen die Sprinter oder VW Busse. auch Material kann gut im Sprinter mit Kastenaufbau transportiert werden. Sicherheitstechnisch wie auch vom Verbrauch her sind die Sprinter dem Duro weit voraus...
    • Tsetse 28.12.2015 10:21
      Highlight Highlight Das Problem ist nicht der Motor, sondern das viel zu schwache Getriebe und der Wandler. Ist das selbe verbaut wie beim Puch
    • Alnothur 28.12.2015 12:32
      Highlight Highlight Naja beim Sprinter zweifle ich etwas... In einen Duro passen schon viel mehr Waren und Soldaten als in einen Sprinter. Zumindest meine Erfahrung im Militär.

      Aber der Duro gehört ersetzt, genau wie dies momentan mit dem Puch geschieht.
  • Zeit_Genosse 28.12.2015 09:41
    Highlight Highlight Arme Armee...
  • bruppbacher 28.12.2015 09:31
    Highlight Highlight also ich bin ja mit den duros (voll gelände gängiger lastwagen mit so gefühlten 100liter auf 100km) immer nur zu 10%geladen autobahngefahren..
    ein vw Bus wäre in den allermeisten fällen viel besser geeignet gewesen.
  • bruppbacher 28.12.2015 09:28
    Highlight Highlight hoffentlich haben sie dann anschliessend endlich sichereitsgurte und winterpneus
  • Typu 28.12.2015 09:19
    Highlight Highlight Kenne die details nicht aber ich finde es schon gut, dass das fahrzeug alle militärischen anforderungen bewerkstelligen soll. Sicherlich leichter overkill in den meisten situationen, aber so ist man auf nummer sicher und muss nicht erst noch die passenden fahrzeuge zusammen suchen wenn die situation mal aussergewöhnlich sein sollte.
    • engeliii23 28.12.2015 11:17
      Highlight Highlight Der Preis ist definitiv ein overkill. Sorry, aber ich fahr die Teiler - Da würde ich lieber alle mit meinem eigenen Auto chauffieren - Panzerung ist ja eh net vorhanden, und der Zeitaufwand ist ca. der gleiche, da mit dem Duro non Stop pausen eingelegt werden, um der Kühlflüssigkeit etwas Zeit zu geben :-P
  • biancoblu 28.12.2015 09:00
    Highlight Highlight Schön zu sehen, dass meine Steuern in eine sinnvolle Sache investiert werden... Sauerei!
  • SVARTGARD 28.12.2015 08:59
    Highlight Highlight Ich heul schon vor Lachen,was sollen wir sagen in Good Old Germany😂😂😂
  • MarZ 28.12.2015 08:57
    Highlight Highlight Hptm Gräzer kommt anscheinend nicht wahnsinnig oft aus seiner Bat Werkstatt raus... Als Offizier bei den Genietruppen sehe ich Geländegängigkeit immernoch als Grundvoraussetzung. Die Sprinter, welche übrigens schon vorhanden sind, sind höchstens als Ergänzung eine Option.
    • Duweisches 28.12.2015 21:32
      Highlight Highlight Allzu geländegängig scheinen die Duros auch nicht zu sein, wenn selbst auf einer normalen Strasse andauernd Erhohlungsstops für die Kühlflüssigkeit gemacht werden müssen...
  • kettcar #lina4weindoch 28.12.2015 08:47
    Highlight Highlight "Die General Dynamics European Land Systems – Mowag GmbH (bis 31. März 2010 Mowag GmbH, bis 2004 Mowag AG)[1] ist ein 1950 gegründetes Schweizer Unternehmen in Kreuzlingen im Kanton Thurgau, das früher hauptsächlich zivile Spezialfahrzeuge herstellte. Doch auch die Entwicklung von gepanzerten Radfahrzeugen, auf die sich das Unternehmen in neuerer Zeit verstärkt spezialisierte, hat bei Mowag Tradition. Seit 2003 gehört Mowag zum amerikanischen Rüstungskonzern General Dynamics..." Naja, von wegen kommt dem Werkplatz Schweiz zu Gute.
    • trio 28.12.2015 08:57
      Highlight Highlight Werkplatz stimmt schon, der befindet sich in der Schweiz. Der Gewinn allerdings geht nach Amerika...
    • DaniSchmid 28.12.2015 09:21
      Highlight Highlight Glaubst du, die Duros werden in Kentucky modernisiert? 😂
    • atomschlaf 28.12.2015 09:37
      Highlight Highlight Wenn die Arbeiten in der Schweiz ausgeführt werden, kommt das sehr wohl dem hiesigen Werkplatz zu Gute, egal wem der Laden gehört.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Geschichtsschreiber 28.12.2015 08:43
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass es auf dem Markt momentan nur ungenügende Alternativen gibt. Die "neuen" Duros kosten zwar die Hälfte, könnten aber auch nur halb so viele Soldaten transportieren!
    Dem Autor sind bei der Recherche wohl wichtige Fakten entgangen...
  • klugundweise 28.12.2015 08:28
    Highlight Highlight So geht also der Chef der besten Armee der Welt und künftige Finanzminister mit den Steuergeldern um. Nach eigener Aussage war sein grösster Erfolg im VBS die Beschaffung der zusätzlichen Geldmittel. Ist das jetzt genau diese halbe Milliarde die er mit Hilfe seiner SVP-SPARapostel eben noch durchgestiert hat?!
    • Basubonus 28.12.2015 09:40
      Highlight Highlight Richtig Rodd. Zusätzlich nicht ausser Acht zu lassen: Mit Einsparungen bei der Bildung sichert sich die Führerpartei zudem noch langfristig Wähleranteile.
      Sprich die bekannte Klientel- und Günstlingspolitik schafft noch positive externe Effekte für die nächste Generation.
    • Oberon 28.12.2015 10:22
      Highlight Highlight @gevatter
      Das nennt man Win-Win. ;(
  • Robert K. 28.12.2015 08:27
    Highlight Highlight So verschleudert BR Ueli Maurer das Geld der Steuerzahler. Er beauftragt Mowag zu evaluieren ob Mowag einen Auftrag ausführen soll, damit die mögliche Konkurrenz ausfällt, werden die Kriterien der Armee auch noch so definiert, dass nur Mowag liefern kann.
  • thompson 28.12.2015 08:26
    Highlight Highlight Aus militärischer Sicht sind die Duros nur für die Logistik geeignet. Als Thompson noch als Durchdiener bei der Ber KP 1 war, sie nannten uns auch die Soldaten der ersten Stunde, weil wir als Speerspitze dieses Landes innerhalb einer Stunde Hippster Aufstände beenden konnten, redete man davon die Duros abzugeben. Truppen sollten nur noch in gut gepanzerten Fahrzeugen verschoben werden, Pyranja Radschützenpanzer etc...
    ok Duros sind immer noch besser als das Gruppenkuscheln auf der Ladenfläche der Lastwagen...
  • Donald 28.12.2015 08:22
    Highlight Highlight Auch interessant ist, dass die Sanierung pro Fahrzeug doppelt soviel kostet, wie der Neupreis bei der Beschaffung.
    • Nameless Hero 28.12.2015 09:39
      Highlight Highlight Tja, auf alten Pfannen kocht man wohl besser.
    • _kokolorix 28.12.2015 10:20
      Highlight Highlight das wird kaum stimmen. 2010 kostete die beschaffung von 70 gepanzerten duros 122 mio. auch wenn ich den preis eines normalduros nicht auf die schnelle ermitteln konnte, das scheint deutlich geheimer als mein aktueller kontostand zu sein, gehe ich von einem neupreis von ca 800000 aus
    • Donald 28.12.2015 17:51
      Highlight Highlight Das GMTF ist nicht gleich Duro Kokolorix. Der Preis für einen Duro ist bekannt. Keine Ahnung was du mit deinem komischen Vergleich sagen willst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheDude10 28.12.2015 08:19
    Highlight Highlight Es ist immer das gleiche, politiker und Militärs haben keine Ahnung von den Anforderungen an eine schlanke, agile und moderne Armee. Stattdessen scheinen si im kalten Krieg hängen gebliben sein und geben das geld an den Falschen orten aus und die Vetternwiertschaft kommt auch nicht zu kurz. Es ist schwachsinn die duros zu erneuern. mann muss neue an die heutigen gegebenheiten angepasste truppenfahrzeuge haben. die puchs werden ja auch zt. mit der G klasse ersetzt.
    • 7immi 28.12.2015 09:39
      Highlight Highlight ob sie keine ahnung haben, sei jetzt mal dahingestellt...
      es gibt leider keine fahrzeuge, die den duro ersetzen könnten. die g-klasse ist quasi der nachfolger des puchs, da macht eine erneuerung durchaus sinn. für den duro gibt es keinen vollwertigen ersatz, der geländegängigkeit, transportkapazität und die lebensdauer von weiteren 25 jahren erfüllt...
    • Donalf 28.12.2015 10:29
      Highlight Highlight Spielt alles keine Rolle, SVP hat ja beide Departemente und kann nun weiter nutzlos Geld für ihre Zwecke verschleudern. Dass Bildung und Soziales dafür gekürzt werden ist eine Schande. Allerdings ist zu beachten, dass die SVP beim Bildungsniveau eh geringe Anforderungen stellt, denn besseres Wissen der Bürger könnte die hellbraunen Pläne der SVP verhindern.
    • _kokolorix 28.12.2015 10:36
      Highlight Highlight ich pflichte dir bei. es scheint mir aus kostengründen völlig unsinnig sämtliche truppenverschiebungen während der aus und weiterbildung mit gefechts und geländetauglichen fahrzeugen durchzuführen.
      für die durchführung von echten einsätzen kommen sowieso nur schützenpanzer in frage, sonst sind die soldaten nur kanonenfutter. aber über solche nebensächlichkeiten denkt wohl keiner der verantwortlichen nach, wenn man eine halbe milliarde an gute kumpels verteilen kann...
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  • Misterocean 28.12.2015 08:19
    Highlight Highlight Betrifft es nicht eher dieses Fahrzeug? Auf dem Bild im Artikel ist ein Duro der neusten Generation.
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  • Donald 28.12.2015 08:13
    Highlight Highlight Ohne den Artikel zu lesen. Das auf dem Bild ist kein Duro! Fertig.
    • Olaf 28.12.2015 08:20
      Highlight Highlight Ja, völlig korrekt. Ist aber schon geändert.
  • strudel 28.12.2015 08:10
    Highlight Highlight "Der Duro soll saniert werden" - passend dazu ein Bild eines GMTF nicht eines Duros
    • Olaf 28.12.2015 08:18
      Highlight Highlight Stimmt. Ist geändert. Merci für den Hinweis.

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