Schweiz

Entlassungsinspektion: Noch herrscht Freude, die Rechnung kommt dann vielleicht später. Bild: KEYSTONE

Soldaten sollen für fehlende Diensttage zahlen, das bringt 6 Millionen Franken ein

11.01.17, 13:52 11.01.17, 14:04

Wer bei der Entlassung aus dem Militärdienst nicht alle Diensttage geleistet hat, soll künftig zahlen müssen. Das will der Bundesrat. Er hat am Mittwoch diese und weitere Änderungen zur Wehrpflichtersatzabgabe in die Vernehmlassung geschickt.

In den vergangenen Jahren sind jeweils einige Tausend Personen aus der Dienstpflicht entlassen worden, ohne dass sie ihre Dienstleistungspflicht vollständig erfüllt haben. Im Jahr 2012 waren es über 5000 Personen gewesen, 2015 rund 2500.

Mehreinnahmen von 6 Millionen Franken

Künftig sollen diese nun eine Abschluss-Wehrpflichtersatzabgabe zahlen, wenn mehr als 15 Militär- oder 25 Zivildiensttage fehlen. Damit werde die Gleichbehandlung verbessert und ein Anreiz geschaffen, alle Diensttage zu leisten, argumentiert der Bundesrat. Er erwartet Mehreinnahmen von rund 6 Millionen Franken jährlich.

Viele Dienstpflichtige leisten deshalb nicht sämtliche Diensttage, weil sie gar nicht aufgeboten wurden. Auch sie sollen zahlen müssen. Der Bundesrat weist im Vernehmlassungsbericht darauf hin, dass grundsätzlich jedes Jahr ein Dienst zu leisten sei. Wer nicht aufgeboten werde, habe die Pflicht, sich bei den zuständigen Aufgebotsstellen zu melden. Dieser Pflicht werde «wenig nachgelebt».

Das Reduit

RS kann bis 25 verschoben werden

Weitere Änderungen haben mit der Armeereform zu tun. Der Militär- oder Zivildienst muss künftig zwischen dem 19./20. und dem 37. Altersjahr geleistet werden. Entsprechend soll auch die Dauer der Ersatzabgabepflicht angepasst werden. In den 18 Jahren Dienstpflicht sollen Abgabepflichtige wie bereits heute höchstens 11 jährliche Abgaben bezahlen.

Bei der Verschiebung der Rekrutenschule soll neu keine Wehrpflichtersatzabgabe mehr erhoben werden. Eine Verschiebung ist bis zum 25. Altersjahr möglich. Bei verschobenen Wiederholungskursen oder Zivildiensteinsätzen ist die Abgabe dagegen weiterhin geschuldet.

Abgabe nicht erhöhen

Nichts ändern will der Bundesrat an der Ausgestaltung der einkommensabhängigen Wehrpflichtersatzabgabe. Der Abgabesatz soll weiterhin drei Prozent des Reineinkommens betragen, die Mindestabgabe 400 Franken.

Die Studiengruppe Dienstpflichtsystem hatte eine Erhöhung der Mindestabgabe auf 1000 Franken vorgeschlagen. Der Bundesrat hält dazu fest, für untauglich Erklärte verdienten durchschnittlich weniger als ihre militärdienstleistenden Alterskameraden. Durch eine starke Erhöhung der Abgabe würden somit die sozial Schwächeren im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen massiv höher belastet als die Einkommensstärkeren.

Kritik geäussert hatte die Studiengruppe auch daran, dass beispielsweise ein Polizist, der wegen wegen seines Berufes gesetzlich von der Militärdienstpflicht befreit ist, keine Ersatzabgabe bezahlen muss, während sein dienstuntauglicher Kollege die Abgabe bezahlen muss. Daran will der Bundesrat jedoch ebenfalls nichts ändern. Das Bundesgericht habe die Praxis bereits mehrfach als sachgerecht beurteilt, schreibt er. (whr/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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67Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fabio74 14.01.2017 21:43
    Highlight Wers verbummelt soll zahlen ok. Aber wenn der Staat unfähig ist seine Soldaten aufzubieten, dann ist die Forderung eine bodenlose Frechheit.
    Parmelin soll seinen Saftladen in den Griff kriegen!
    0 0 Melden
  • thunder 13.01.2017 09:31
    Highlight Wer seine Dienstpflicht nicht erfüllt, soll zahlen (und zwar kräftig). Wer trotz Bereitschaft Dienst zu leisten, nicht aufgeboten wird; dem soll die Wehrpflichersatzabgabe erlassen werden.
    2 0 Melden
  • Yonko 11.01.2017 21:05
    Highlight Unfassbar, dass wir Soldaten, die ihr Leben für den Schutz unseres Landes riskiert haben, nun zu Kasse gebeten werden sollen!
    1 5 Melden
    • oneTanglyBoi #teamIOTA 12.01.2017 12:41
      Highlight Werde ich als Angehöriger des Zivilschutzes auch – obwohl ich alle Diensttage im Jahr leiste und Vollzeit studiere.

      Also wo ist jetzt dein Problem genau?
      2 0 Melden
    • Yonko 12.01.2017 17:10
      Highlight Sorry, hab noch immer Schwierigkeiten mit schriftlichem Sarkasmus... 😉
      1 0 Melden
  • Lavamera 11.01.2017 20:23
    Highlight Kann mir mal jemand sagen, was eigentlich alles gegen eine Berufsarmee spricht? Dann wird niemand zu irgendwas gezwungen und das Thema Gleichberechtigung ist vom Tisch.
    3 5 Melden
    • Jimmy Dean 11.01.2017 22:37
      Highlight Das dachte Deutschland auch.. die Anzahl Wehrdienstleistenden hat darunter glaube ich nicht so sehr gelitten.. erst im Nachhinein hat man dann gemerkt, dass dafür alle Zivis gefehlt haben (und einen Zivi-Einsatz könnten Frauen m.E ruhig auch leisten)
      6 0 Melden
    • Lavamera 11.01.2017 23:22
      Highlight Dann eben Zivildienst für Frauen und Männer und eine Berufsarmee. Wobei, wenn ich so überlege, was wäre wenn die, die keine Arbeit haben, also arbeitslos sind, zu Zivildienst verpflichtet werden? (Nur ein paar Gedanken)
      6 1 Melden
    • Hinkypunk 13.01.2017 15:44
      Highlight @Lavamera

      Genau diese Gedanken hatte ich schon vor einigen Jahren. Allgemeine Wehrpflicht abschaffen und den Zivildienst durch Langzeitarbeitslose abdecken (60-80% pro Woche). Somit fühlen sich die Arbeitslosen gebraucht, haben eine Struktur und machen sich nützlich.
      1 0 Melden
  • Hier könnte Ihre Werbung stehen 11.01.2017 19:32
    Highlight Zuerst sollen mal die Parlamentarier für ihre fehlenden Tage im Bundeshaus zahlen.
    10 2 Melden
  • Hugo Wottaupott 11.01.2017 19:08
    Highlight Versteh ich nicht. Wenn einer ja keine Munni in den Hoger jagt entstehen ja auch geringere Kosten...
    7 2 Melden
  • Butterscotch&hardcandy 11.01.2017 18:43
    Highlight Die Wehrpflicht abschaffen würde einiges mehr an Geld sparen...
    25 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 19:28
      Highlight Als ob das Geld danach gespart würde.
      7 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 18:38
    Highlight Tja ...
    damit auf der anderen Seite abkassiert werden kann, muss doch auf dein einen Seite jemand einzahlen. Ist doch logisch.
    7 4 Melden
    • Oberon 11.01.2017 19:50
      Highlight Besser ist sogar doppelt zahlen...
      1 0 Melden
  • magicfriend 11.01.2017 17:24
    Highlight Ich habe meine Diensttage bis zum letzten absolviert. War stets darauf bedacht, keine Pflichtersatzabgabe leisten zu müssen. Da war auch meinerseits etwas Aufwand nötig. Ich habe mich stets um einen Ersatz-WK gekümmert, wenn ich wegen meiner Weiterbildungen nicht mit meiner Stammeinheit mit konnte. Als höherer Unteroffizier musste ich zuerst nach der alten Armeereform schon rund 300 Diensttage leisten und dann noch 200 WK-Tage. Das war kein Zuckerschlecken.
    10 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 19:12
      Highlight @ höherer Unteroffizier:
      Das alles hast Du doch gerne getan?

      Trotzdem wollte ich mich persönlich an dieser Stelle nochmal bei Dir bedanken, dafür dass Du mich beschützt hast, vor diesen Italienern, Franzosen, Deutsch und was alles noch für fremde Mächte uns militärisch bedrohen.

      Danke, danke, danke, auch im Namen derer, die bei der Armee einen guten Job mit tollem Gehalt haben. Weiter so!
      6 7 Melden
    • magicfriend 12.01.2017 08:07
      Highlight Lieber Benot. Deine zynische Antwort kannst du dir sparen. Gerne habe ich das vielleicht zu Beginn getan. Es war eine gute Möglichkeit für einen 20-Jährigen, Führungserfahrung zu sammeln. Als Fourier war ich schnell für das leibliche Wohl von über 200 Menschen zuständig. Eine grosse Verantwortung. Dazu brauche ich keine imaginäre Gegner. Mein Job zumindest war sinnvoll in der Armee. Doch zunehmend war es eine grosse Belastung im Beruf. Jährlich fehlte ich vier Wochen. Das habe ich durchgezogen. Wohl anders als so Zyniker wie du. Think about it. Konsumieren kann jeder.
      5 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 16:34
    Highlight Dauernd werden Regelungen zum Militärdienst angepasst, aber gleichberechtigung endlich gemäss Verfassung umsetzen tut niemand...
    Haben die Frauen wiedermal Glück gehabt dass sie bevorzugt werden.
    77 10 Melden
  • Karl33 11.01.2017 15:02
    Highlight Die Frauen lachen sich ins Fäustchen. Gleichberechtigung gibts eben nur für ein Geschlecht. Das andere bezahlt drauf.
    200 22 Melden
    • Thomas Rohrer 11.01.2017 15:09
      Highlight Ohhh armer Karli.
      22 143 Melden
    • TheCrazyCatLady 11.01.2017 15:24
      Highlight Nein machen wir nicht. Mit freundlichen Grüßen eine Frau
      41 79 Melden
    • olga 11.01.2017 15:33
      Highlight Was ist denn das jetzt für eine plumpe Unterstellung? Ich finde das ebenfalls absolut schwachsinnig. Aber mich betrifft es zum Glück nicht. Für die Abschaffung der Armee müsst ihr Männer schon selbst kämpfen. Aber leider gibt es nach wie vor zu viele Männer, die das gut finden. Die musst du überzeigen, nicht uns Frauen irgendwas vorwerfen. Das Patriarchat wird auch nicht abgeschafft, weil die Männer sich für uns Frauen einsetzen, sondern weil wir Frauen uns endlich wehren! Jammer nicht, setz dich für deine Rechte ein, trete der GSOA bei, protestiere. Ärgere dich, aber beschuldige nicht uns!
      56 154 Melden
    • Cerberus 11.01.2017 15:57
      Highlight @olga: Wenn ich deinen Kommentar lese, würde ich am liebsten das Patriarchat wieder einführen und das Frauenwahlrecht abschaffen.
      101 60 Melden
    • olga 11.01.2017 16:18
      Highlight Und ich lach mir ins Fäustchen, wenn ich hier die ganzen Armee Freaks versammelt seh, und zuschauen kann, wie sie sich aufregen. Und zwar über die Frauen und die mangelnde Gleichberechtigung (mimimi), anstatt sich über die Armee aufzuregen, die ihnen noch mehr Geld/Zeit aus der Tasche zieht. Grossartige Idee, diese Diskussion auf Geschlechtergleichheit auszuweiten.
      50 56 Melden
    • Ernst Huber 11.01.2017 16:24
      Highlight Also bitte Cerberus. Was ist das denn für ein diskriminierender Kommentar? Ich muss doch sehr bitten!! Und zu ihrer Information: Das Patriarchat ist noch nicht abgeschafft, wir leben immer noch darin... Und das Frauenstimmrecht abschaffen.. Wow, das ist eine wirklich dumme Aussage.
      48 28 Melden
    • Paesq 11.01.2017 16:25
      Highlight @Cerberus: Wenn ich deinen Kommentar lese, sehe ich jemanden, der einfach keine Ahnung von Geschichte und der Demokratie an sich hat. Man muss sich schon bewusst sein, das für jedes Recht, dass wir nun zum Glück haben, irgendwann jemand aufstehen und dafür Kämpfen musste. Sie wünschen sich bestimmt auch einen "gerechten" Diktator.
      31 20 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 16:35
      Highlight @olga: Mehr junge Frauen haben gemäss Auswertugn für die Beibehaltung der Wehrpflicht gestimmt als junge Männer.
      Also diejenigen die nicht müssen haben ja gestimmt dazu dass andere zu etwas gewungen werden was sie selber nicht müssen...
      44 6 Melden
    • Bijouxly 11.01.2017 16:39
      Highlight Er regt sich über fehlende Gleichbehandlung und nicht über die Armee auf. In der Armeereform hätten auch die Frauen einbezogen werden sollen. Die Armee abzuschaffen wäre blöd, die leistet viel mehr als wir sehen, bzw viele sehen wollen. Aber uns gehts halt einfa zu gut.
      - Eine Frau, der's gut geht
      35 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 16:47
      Highlight @olga: Die Armee ist genau zu ihrem Schutze wie zum Schutze der Männer gedacht. Sie müssen aber im Gegensatz zu den Schweizer Männern dazu keinen Beitrag leisten.
      Auch die Frauen haben für eine Beibehaltung der Armee gestimmt, es wäre an ihnen ihren fairen Anteil mit zu leisten so lange wir eine Milizarmee und Gleichberechtigung haben...
      23 8 Melden
    • CWe 11.01.2017 16:52
      Highlight Sobald Männer Kinder auf die Welt bringen können gehe ich in die RS!
      11 53 Melden
    • OkeyKeny 11.01.2017 17:02
      Highlight @Cerberus - das Patriarchat musst du nicht WIEDER einführen. Wir sind immernoch damit beschäftigt, es abzuschaffen.
      14 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 17:13
      Highlight @CWe: Ziemlich dumme Aussage.
      Männer müssen in die RS.
      Sobald Frauen Kinder bekommen MÜSSEN (und ansonsten 3% ihres Lohnes strafzahlen müssen für jedes kinderlose Jahr), kannst du ja nochmals kommen...
      22 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 17:14
      Highlight Lustig wenn die Femimiministen sich in einem Artikel wo es darum geht dass Männer zum Kriegsdienst (=sterben für andere) gewzungen werden über das fiese Patriarchat beschweren...
      16 9 Melden
    • kleiner_Schurke 11.01.2017 17:18
      Highlight @CWe Der Spruch ist so alt und so dämlich, dass ihn keiner mehr hören mag.
      12 3 Melden
    • kleiner_Schurke 11.01.2017 17:19
      Highlight Ach Olga, fahr doch nach Russland zurück....
      9 9 Melden
    • Sauäschnörrli 11.01.2017 17:35
      Highlight @DasAuge Quellen? Das einzige was ich gefunden habe ist die Befragung des GFS, 6 Wochen vor der Abstimmung: "Sind eher Männer oder Frauen für eine Aufhebung der Wehrpflicht? Gemäss der Umfrage können sich Frauen (35 Prozent) eher eine Schweiz ohne Wehrpflicht vorstellen als Männer (33 Prozent). Aber: Frauen sind mit 12 Prozent unentschlossener als Männer (6 Prozent). Deutlich ist das Nein der Männer zur Volksinitiative: 62 Prozent (Frauen: 53 Prozent)."

      http://www.srf.ch/news/schweiz/abstimmungen/abstimmungen/aufhebung-der-wehrpflicht/mehrheit-fuer-wehrpflicht
      9 1 Melden
    • OkeyKeny 11.01.2017 17:58
      Highlight @DasAuge - lies nochmal den ersten Kommentar und sag mir, Frauen dürften sich nicht wehren. À propos draufzahlen und es gäbe kein Patriarchat... Wie war das nochmal mit Lohngleichheit?
      8 3 Melden
    • pamayer 11.01.2017 18:06
      Highlight Unglaublich wie das Patriarchat in der Diskussion ums Militär wieder aufblüht.

      Und wenn sich eine Frau meldet, wird's voll grob.

      Das schreiben keine Männer, sondern Testosteron-Bubis.

      Ich, Mann, bin froh, dass ich den Miltärscheiss hinter mir habe und freue mich auf die nächste GSOA Initiative!
      13 11 Melden
    • olga 11.01.2017 18:20
      Highlight HAHA. Du nennst unsere lächerlichste Armee der Welt ernsthaft "Kriegsdienst" und "sterben für andere". Ziemlich treffende Beschreibung, mol. Ich wüsste gerne, was du denn abgestimmt hast 2013.. Du machst nicht den Eindruck, dass du für die Abschaffung der Armee wärst. Dann beschwer dich auch nicht. (Ausserdem zum "Kriegsdienst" gezwungen wird in der Schweiz niemand.. Ich habe kaum Freunde, die in der Armee waren, es gibt durchaus Möglichkeiten das "sterben für andere" zum umgehen. Armes Ding du.
      11 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 18:38
      Highlight @olga: Hey was hast du das Gefühl wozu die im Ernstfall da ist? Lago mio...Gehe langsam Cerberus einig - vielleicht sollten wir "das Patriarchat" mal für ein paar Wochen einführen damit du werkst wie verdammt verwöhnt du bist....
      Also mir unterstellen ich hätte für etwas gestimmt was ich nicht will um ignorieren zu können das genau solche wie du gerne dafür Stimmen andere zu etwas zu zwingen...
      8 10 Melden
    • olga 11.01.2017 18:44
      Highlight falls du es noch nicht gemerkt hast: Ich bin GSoA Mitglied und setze mich an fordester Front für die Abschaffung der Armee ein. Soviel zum Thema Unterstellung...
      6 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 18:44
      Highlight @Sauäschnörrli: Auch gemäss deiner Erhebung haben bei den Frauen eine Mehrheit (mind. 53%) für einen geschlechterdiskriminierenden Zwang gestimmt der sie nicht betrifft.
      3 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.01.2017 18:58
      Highlight @olga: Da wurde (leider) gerade erst dagegen gestimmt und das wird so schnell wohl nicht ändern.
      Also wäre es ander Zeit die Gleichberechtigung auch überall anzuwenden so wie es auch in unserer Verfassung und steht.
      @OkayKenny: Ja ja diese Auswertungen wo z.B. ausgelassen wird dass Frauen öfter Teilzeit arbeiten usw. haben wir genug gesehen danke. Und wer in der Realität arbeitet kann ja durchaus seinen Lohn mit dem von Kolleginnen vergleichen und oh wunder es ist sogar eher umgekehrt...Man staune :D
      2 4 Melden
    • Sauäschnörrli 11.01.2017 19:02
      Highlight @DasAuge, Ich habe nicht behauptet die Frauen hätten dagegen gestimmt, du hast behauptet sie hätten deutlicher dafür gestimmt als die Männer.

      "Mehr junge Frauen haben gemäss Auswertugn für die Beibehaltung der Wehrpflicht gestimmt als junge Männer."
      5 0 Melden
    • Sauäschnörrli 11.01.2017 19:42
      Highlight @Cerberus, das Frauenwahlrecht abschaffen? Wie denn? Per Abstimmung? Du weisst dass es in der Schweiz mehr Frauen als Männer gibt? Also wäre es wahrscheinlicher dass das Männerwahlrecht abgeschafft wird.
      5 0 Melden
    • seeKy 11.01.2017 20:29
      Highlight einer jeder Frau würde es doch auch ganz gut tun, mal richtig unten durch zu müssen. Werte wie Zusammenhalt, "Schönheit" und Freude an kleinen positiven Überraschungen stünden in einem völlig anderen Verhältnis.
      Das Militär brauchts in meinen Augen nicht in erster Linie für die Landesverteidigung, sondern für jeden einzelnen Bürger. Es soll jedem die Augen öffnen, wie krankhaft unser aller Konsumverhalten ist (Kleider, Schuhe, Luxusartikel). Was brauchen wir wirklich? Glaube kaum, dass man das mit 20ig ohne RS jemals überlegt.
      Ich steh zur Dienstpflicht und das ist gut so!
      2 5 Melden
    • Sauäschnörrli 11.01.2017 21:53
      Highlight Für alle die sagen Frauen sollten auch zum Dienst verpflichtet werden.

      "In einer Umfrage des Center for Security Studies und der Militärakademie der ETH Zürich von Anfang 2013 befürworteten 59 Prozent der Befragten eine allgemeine Dienstpflicht für Frauen und Männer."

      Also los, startet eine Initiative!

      http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/Im-Dienst-der-Gleichstellung-/story/18902402
      2 0 Melden
    • OkeyKeny 11.01.2017 22:50
      Highlight @SeeKy - da kannst du besser reisen gehen. Hat wohl eher den von dir beschriebenen Effekt.
      1 0 Melden
    • Bijouxly 11.01.2017 22:58
      Highlight @olga: Sorry, aber wie kommst du darauf, dass wir "die lächerliste Armee der Welt" hätten?! Es sind genau Menschen wie Du, die nicjt mal ansatzweise einen Bezug zur Armee haben, die sie schlechtmachen wollen!
      Armee ist nicht nur langweiger WK, Gripen und schlechte Medienarbeit! Doe Schweizer Armee ist v.a im Nachrichtendienst und im Technologiebereich international sehr angesehen und wird regelmässig als Vorbild genutzt! Also nur weil du so ein voreingenommenes, negatives Bild hast, heisst das nicht, dass die Armee schlecht wäre!
      2 2 Melden
    • pamayer 11.01.2017 23:14
      Highlight Danke für deine GSOA Arbeit, Olga!
      3 2 Melden
    • Sauäschnörrli 12.01.2017 00:09
      Highlight @DasAuge, was mich noch stark beschäftigt ist die Frage, wie man denn Bitteschön bei der Auswertung einer Abstimmung das Geschlecht und das Alter des Stimmenden erfährt?

      Du schreibst um 16:35: "@olga: Mehr junge Frauen haben gemäss Auswertugn für die Beibehaltung der Wehrpflicht gestimmt als junge Männer."

      Wenn ich brieflich Abstimme haben sie ja meinen Stimmrechtsausweis aber was ist wenn ich direkt an die Urne gehe, dann werden Ausweis und Stimmzettel ja getrennt? Kommen die Zettel dann zu einem Schriftsachverständigen und der bestimmt dann das Geschlecht und Alter anhand der Handschrift?
      3 0 Melden
  • Jimmy Dean 11.01.2017 14:59
    Highlight Wie funktioniert das denn genau? Ich habe jetzt 3-4 WK's gemacht und erfahrungsgemäss wird man ja auch mit einer handvoll Diensttagen nochmals aufgeboten, dann macht man halt einfach den KVK und tschüss zäme. Soweit ich weiss, wird lediglich bei 2-3 fehlenden Diensttagen auf ein Aufgebot verzichtet und man geht dafür als ADA an irgend eine 1-2 tägige Weiterbildung oder Repetition, damit man die Diensttage erfüllt hat. So, war das jedenfalls bei meiner Kompanie jeweils Usus.

    Hat jemand andere Erfahrungen damit gemacht?:)
    30 0 Melden
    • Lagovai 11.01.2017 15:27
      Highlight Bei mir war es so, dass ich zwischen Anfang 20 und 30 in der Reserve war und nicht aufgeboten wurde. Mit 34 wird man spätestens entlassen und zu dem Zeitpunkt hätte ich noch rund 1/3 meiner Diensttage absolvieren müssen. Die waren dann jedoch hinfällig.
      12 1 Melden
    • Nguruh 11.01.2017 15:30
      Highlight Aufgebote bis zum letzten Tag... haben jedes Jahr wieder Leute die wegen 1 oder 2 Diensttagen einrücken müssen...
      18 0 Melden
    • Jimmy Dean 11.01.2017 15:41
      Highlight Merci euch zwei! Reservisten habe ich ganz vergessen, danke.

      @Nguruh wegen einem Diensttag ist ja mal richtig brutal, aber da reicht dann ein kurzes "meld mi ah, meld mi ab" oder? ;)
      22 0 Melden
    • Bits_and_More 11.01.2017 18:09
      Highlight Meistens werden 5 volle WKs absolviert und ein halber, je nach Anzahl Restdienstage etwas mehr oder weniger.
      Sprich du rückst in den 6. WK mit noch 10 zu leistenden Tagen ab und wirst dann nach 10 Tagen vom Kadi entlassen.
      Es kann auch schon vorkommen, dass jemand wegen eines einzelnen Tages aufgeboten wird, je nach Feldi / Kadi wird dir dieser Tag aber auch geschenkt. Diese Praxis ist aber sehr unterschiedlich und je nach Bat auch nicht möglich.
      2 0 Melden
    • Alnothur 11.01.2017 18:10
      Highlight Ein Diensttag wundert mich jetzt auch, das wird bei uns oft erlassen. Bei zweien kommt man halt ganz normal mit, und ist dann als "RDTler" (RDT = Restdiensttage) da. Die können dann oft irgendwas in der Unterkunft aushelfen oder sonstige "leichte Aufgaben".
      2 0 Melden
    • Nguruh 12.01.2017 08:31
      Highlight Bei uns werden alle Fahrer zum KVK aufgeboten. Da wir sowieso massiv unterbesetzt sind, werden auch jedes Jahr alle aufgeboten, die lediglich noch 1 Tag zu absolvieren haben.

      Das sieht dann so aus, das in unserem Fahrzeugpark diverse Fahrzeuge stehen, die lediglich gefasst werden und erst bei der Abgabe wieder bewegt werden.

      Typisch Militär eben...
      0 1 Melden
  • Leon1 11.01.2017 14:53
    Highlight Also versteh ich das richtig, ein AdA, welcher bereits die RS und unter Unständen mehrere WKs geleistet hat, soll nocheinmal zahlen für die fehlenden Diensttage, nachdem er bereits jedes Jahr die Abgabe bezahlt hatte für's Verschieben des WKs?

    Das heisst ja...
    Jeder der sich an der Rekrutierung wegen Schlafwandelns NICHT doppeluntauglich schreiben lässt wird doppelt und dreifach verarscht.
    (-und die Ungleichbehandlung gegenüber den Frauen ist da noch nicht einmal miteinbezogen)

    Geht's noch?
    62 8 Melden
    • phreko 11.01.2017 15:02
      Highlight WK's verschieben und nicht alle Diensttage zu absolvieren hat gar nichts miteinander zu tun.

      17 28 Melden
    • Leon1 11.01.2017 15:20
      Highlight Altersbedingt aus der Dienstpflicht entlassen zu werden, ohne die geforderten Diensttage vollständig absolviert zu haben, da gibt es genau 2 Möglichkeiten:

      a) Man hat nicht jedes Jahr Dienst geleistet. Dies weil man nicht aufgeboten wurde, oder weit häufiger, weil man seinen Dienst verschoben hat (ins nächste und nächste und nächste Jahr, aka. "nicht gehen")

      b) Man ist Magier und kann schneller altern als die Zeit läuft
      27 2 Melden
    • AL:BM 11.01.2017 15:21
      Highlight Den Verschiebungsstutz kannst du dir nach Erfüllung der Wehrpflicht zurück holen...
      27 0 Melden
    • Leon1 11.01.2017 16:24
      Highlight Ja klar, aber eben genau nur wenn alle Tage geleistet wurden.

      Im vorliegenden Fall geht's ja aber genau um die, die das nicht tun.
      Die würden mit der neuen Regelung doppelt zur Kasse gebeten:
      - mit dem Verschiebungsstutz UND
      - dem vom BR jetzt vorgesehenen "Ablass" am Ende der Dienstzeit

      Ich sage ja nicht, dass das Nichterfüllen der Dienstpflicht nichts kosten darf.
      Ich sage lediglich, das Wehrdienst zu leisten damit noch unattraktiver wird gegenüber der Untauglichkeit. Dort wird man nämlich nach den 10 Jahren mit Abgabe bedingungslos aus der Pflicht entlassen.
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    • Alnothur 11.01.2017 18:11
      Highlight Stell dir vor, Soldaten die nie kommen, sind für das Militär auch unattraktiv ;)
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    • Leon1 11.01.2017 18:42
      Highlight Zweifellos

      Meine Aussage war jedoch, dass dies mit der jährlichen Ersatzabgabe (für Jahre in denen man keinen Dienst leistet) bereits abgegolten sein muss, für was ist die denn sonst da?
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  • Hoppla! 11.01.2017 14:47
    Highlight "Viele Dienstpflichtige leisten deshalb nicht sämtliche Diensttage, weil sie gar nicht aufgeboten wurden. Auch sie sollen zahlen müssen."

    Aber was passiert dann im Militär? Eigentlich benötigt man den Herrn nicht, er hat sich aber gemeldet und darf jetzt den Dienst absitzen. Ist ja nicht so, dass er auf der Arbeit etwas sinnvolles erledigen könnte.

    Im Zivildienst wird das kaum ein Problem sein da man sich sowieso pro-aktiv um die Dienste kümmern muss.
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Armee behandelt legalen Hanf wie Alkohol

Die Armee behandelt legalen Hanf gleich wie Alkohol: Während Arbeits- und Ruhezeiten sind Besitz und Konsum verboten. Im Ausgang und an den freien Tagen ist legaler Hanf hingegen erlaubt, solange der Dienst nicht darunter leidet.

Das erklärte Verteidigungsminister Guy Parmelin am Montag gemäss der schriftlichen Antwort auf eine Frage aus der Fragestunde des Nationalrats. Diese Regeln würden nun in alle Befehle und Mitteilungen aufgenommen, damit die Armeeangehörigen davon Kenntnis nehmen könnten.

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