Schweiz
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--- DIE SCHWEIZER ARMEE IST IMMER WIEDER EIN THEMA IN DER OEFFENTLICHKEIT. KEYSTONE HAT AUS DIESEM GRUND DAS BILDMATERIAL ZUR SCHWEIZER ARMEE AKTUALISIERT UND STELLT IHNEN IN LOSER REIHENFOLGE NEUE THEMENBILDER VERSCHIEDENER ABTEILUNGEN ZUR VERFUEGUNG -- Bei einem Postenlauf lernen Soldaten der Schweizer Armee das Verhalten am Funkgeraet, waehrend der Ausbildung zu Swisscoy Soldaten, in der Naehe der Kaserne in Stans, aufgenommen am 5. Maerz 2014. Die SWISSCOY ist der Verband der Schweizer Armee im Kosovo. Er wird im Rahmen der friedensfoerdernden Militaermission KFOR der NATO im Kosovo mit einem Kontingent von maximal 220 Personen von der Schweiz zur Verfuegung gestellt und finanziert. Die Ausbildung dauert je nach Funktion bis zu 3 Monate. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Zur diesjährigen Winter-RS sind 65 Frauen eingerückt (Archivbild).  Bild: KEYSTONE

Die Armee hat zu wenig Rekruten – so soll das Problem gelöst werden



Angesichts von Rekrutierungsproblemen soll die Armee mehr Frauen anziehen. Der Kommandant Heer, Daniel Baumgartner, wünscht sich, dass junge Frauen obligatorisch an einen Informationstag gehen müssen. Er denkt zudem über Lockerungen bei der Rekrutenschule nach.

«Für mich wäre es wünschbar, wenn wir mittelfristig den Frauenanteil deutlich erhöhen könnten», sagte Korpskommandant Baumgartner in einem Interview, das am Mittwoch in der «Neuen Zürcher Zeitung» erschien. Frauen würden anders denken und handeln als Männer, was der Armee gut täte.

Baumgartner möchte deshalb Frauen obligatorisch zu einem Informationstag aufbieten können. «Auch Frauen sollen wissen, was für Chancen die Armee bietet. Das ist für mich eine Frage der Gleichberechtigung.» Er wolle das Gespräch mit den Kantonen suchen, in deren Verantwortungsbereich ein solches Vorhaben fällt.

Überforderten Rekruten entgegenkommen

Die Armee kämpft mit einem Rekrutierungsproblem, wie der neue Armeechef Philippe Rebord anlässlich seiner Wahl im September ausführte. Die Gründe sind vielfältig: Zahlreiche Rekruten brechen die Rekrutenschule (RS) ab, viele rücken gar nie ein, rund 3000 junge Männer entscheiden sich von vornherein für den Zivildienst.

Heute würden 3000 Rekruten aus gesundheitlichen Gründen während der RS ausgemustert, 500 gingen in den Zivildienst, sagte Baumgartner. Während das «Problem» Zivildienst Sache der Politik sei, sehe er es als seine Aufgabe an, die Abgänge aus der RS «auf ein normales Niveau» zu bringen. Die Anforderungen der Armee überforderten viele. «Hier müssen wir mehr Rücksicht nehmen.»

Konkret schwebt Baumgartner etwa vor, den Start der RS zu erleichtern. Rekruten sollen sich besser erholen können. «Unsere Gesellschaft ist sich einen Dienstbetrieb von 6 Uhr bis 23 Uhr schlicht nicht mehr gewohnt.» Auch bei der Fitness wolle er ansetzen. Bevor Rekruten grossen körperlichen Belastungen ausgesetzt werden, müsse deren Muskulatur «gestärkt» werden.

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Armee zahlt an zivile Ausbildung

Von einer «Weichspüler-RS» will Baumgartner aber nichts wissen. Es gehe um angepasste Leistungen. «Wir müssen die Jungen so nehmen, wie sie sind.» Aus ihnen müssten auch nicht nach 18 Tagen, sondern nach 18 Wochen Soldaten geformt werden. Zudem sei der Nachwuchs etwa in Sachen Informationstechnologie «unglaublich leistungsfähig».

Um die Kaderausbildung attraktiver zu machen, setzt Baumgartner derweil auf die sogenannten Ausbildungsgutschriften, die mit der Weiterentwicklung der Armee geschaffen wurden. Der Armee stünden mehrere Millionen Franken zur Verfügung, um die zivile Weiterbildung von Armeeangehörigen zu bezahlen, sagte er.

Höhere Unteroffiziere erhalten laut Baumgartner 12'900 Franken nach Abschluss ihres praktischen Dienstes für die Ausbildung gutgeschrieben, Zugführer 13'500 Franken. Für jeden weiteren Ausbildungsschritt werde nochmals bezahlt. Schon länger rechnen einige Bildungsstätten Militärdienst als Praktikum oder ECTS-Punkte an.

Ende Oktober waren 7600 Rekruten – unter ihnen 65 Frauen – zur Winter-RS eingerückt. Über das ganze Jahr waren es rund 21'800. Nach Armeeangaben wird es mit solchen Zahlen knapp, die Bestände zu füllen. (cma/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Raphfa 22.02.2017 19:29
    Highlight Highlight Warum soll ich auch in eine Armee eintreten? Um mich erschiessen zu lassen oder um jemanden "legal" zu ermorden, den ich nicht einmal kenne und der mir nie etwas zuleide getan hat.

    Am besten sperren wir die Politikmarionetten und ihre Fädenzieher in ein grosses Stadion, wo sie die Sache unter sich ausmachen können. Relativ umweltfreundlich mit Knüppeln bewaffnet hätten sie nun die Möglichkeit, sich so gegenseitig den Kopf einschlagen, statt die ohnmächtigen Underdogs in den unnötigen Tod zu schicken.

    Wetten, Krieg ist dann bald Tempi passati.

  • Ruffy Uzumaki 22.02.2017 19:21
    Highlight Highlight ja sorry, selbst schuld. "Oh, Fingernagel krumm? Untauglich!"
    Ich habe so viele willige Sportskanone-Kollegen, die wegen einem lächerlichen Grund nicht akzeptiert wurden.
  • Gelegentlicher Kommentar 22.02.2017 18:09
    Highlight Highlight Ich bin dafür, dass wir unsere Pflichten gegenüber dem Staat hinterfragen.

    Bin aber erstaunt wie viele der Meinung sind, dass man sich nicht auch Gemeinschaft einsetzen muss, ohne persönlich davon zu profitieren.
    Diese Pflichten scheinen nur Stolpersteine im persönlichen Lebenslauf zu sein.

    Pflichten gegenüber dem Land, in dem wir leben sind doch wie das Abwaschämtli im Klassenlager: ärgerlich, wenn man selbst dran ist, aber ein Vorteil den Rest der Woche.

    Damit will ich natürlich nichts über die Effizienz und Sinn des Militärs aussagen, eher über die abstrakte Idee des Wehrdienstes.
    • Lami23 22.02.2017 19:48
      Highlight Highlight Habe ich auch gedacht. Die Leute finden mit KK zahlen haben sie schon genug Solidarität geleistet...
  • Lami23 22.02.2017 14:38
    Highlight Highlight Ev sollte die Armee bei den vielen "untauglichen" ansetzen, wenn sie es so nötig hat? Bei der Quote brauch ich nicht Einstein zu sein, um zu erraten, dass gar nicht so viele junge Männer krank etc sein können.
    Meinem Bruder wäre es egal gewesen, die RS zu machen. Hatte aber Blasensteine als 13jähriger, seit damals nie wieder Probleme. Untauglich.
  • 3fuss 22.02.2017 11:50
    Highlight Highlight Es will niemand Militärdienst leisten, weil er sinnlos geworden ist - für den Mann, nicht für das Land.
    Das würde sich schlagartig ändern, wenn der Militärdienst und eine Militärkarriere stark gesellschaftlich honoriert würde:
    Für einen Hochschulabschluss sei der Rang eines Leutnants oder höher vorausgesetzt. Zum Richter, Professor und anderen hohen Ämtern werde nur ernannt, wer einen Rang eines Hauptmanns oder höher inne hat. Wer Militärdienst geleistet hat zahle zeitlebens 15 % weniger Steuern. Soldaten in Uniform haben freien Eintritt zu allen Veranstaltungen. Etc. Etc. Etc.
    • pedrinho 22.02.2017 15:15
      Highlight Highlight warst du frueher bei der UBS ?
    • Gelegentlicher Kommentar 22.02.2017 17:13
      Highlight Highlight Ist das denn auch wünschenswert?
    • The M 22.02.2017 20:05
      Highlight Highlight Ich verstehe deinen Ansatz: Anreizsystem. Sicherlich sinnvoll mal darüber nachzudenken. Allerdings ist dein Beispiel etwas sehr wirr. Denn während dem du Anreize für den Militärdienst vorschlägst - paukst du im gleichen Atemzug riesige Hürden für die akademische Laufbahn.

      Nein, der wirkungsvollste Anreiz wäre eine sinnvolle Funktion des Militärs. Bzw. einen Dienst für die Öffentlichkeit - von allen geleistet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mehmed 22.02.2017 11:48
    Highlight Highlight Ich bin dafür, die Armee abzuschaffen. Dafür kann man eine Sozialdienstpflicht von etwa gleicher Dauer für Frauen schaffen.
  • energywolf 22.02.2017 11:30
    Highlight Highlight Na, Frauen rekrutieren natürlich, was für eine Frage?!
  • Hinkypunk 22.02.2017 09:52
    Highlight Highlight Dienstpflicht komplett abschaffen. Die Arbeiten von Zivilschutz und Zivildienst könnte von Arbeitlosen übernommen werden, die schon länger ohne Arbeit sind.

    Da fühlen sich diese Leute wieder gebraucht und man tut auch was für das Geld.
    • johannamiller 22.02.2017 10:20
      Highlight Highlight Super Idee!!
    • Lavamera 22.02.2017 12:37
      Highlight Highlight Ich bin ganz Ihrer Meining und weiss auch nicht was dagegen spricht!
    • Moti_03 22.02.2017 12:40
      Highlight Highlight Selten sonwas unqualifiziertes gelesen. Sie haben sicherlich keinen Dienst geleistet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • luke96 22.02.2017 09:36
    Highlight Highlight Mein Vorschlag: Männer und Frauen wählen frei zwischen Militärdienst und Zivildienst. So kann jeder selbst entscheiden in welcher Form er seinem Land einen Dienst erweisen will. Und alle machen etwas, wofür sie auch motiviert sind.
    • guby 22.02.2017 10:45
      Highlight Highlight Finde ich einen super Ansatz! Ich persönlich würde sogar so weit gehen, gewisse unterstützende Truppengattungen zu entwaffnen und so die Möglichkeit auf waffenlosen Militärdienst auszubauen. Ich denke so wäre man sogar für all die militärischen Bedrohungsszenarien besser gerüstet da man tatsächlich gut ausgerüstete Kampftruppen hätte.
    • Pipopipo 22.02.2017 11:17
      Highlight Highlight ich habe da so meine Bedenken bei der Allokations-methode "Wünsch-dir-was"...
    • Ratchet 22.02.2017 13:41
      Highlight Highlight Warum? Ich zahle mein ganzes Leben lang Steuern, AHV und Krankenkasse. Daneben leiste ich durch meinen Beruf sowieso bereits einen Dienst für die Gesellschaft? Warum wird von jeden Bürger noch zusätzlich neben all diesen Dienstleistungen eine spezifische Arbeit im Sektor Militär oder Zivildienst verlangt.
  • johannamiller 22.02.2017 09:22
    Highlight Highlight Wenn die Frauen ins Militiär gehen müssen, sollte auch der Lohnunterschied der Geschlechter behoben und endlich einen Vaterschafturlaub eingeführt werden.
    Gleiche Rechte für Alle!!
    Ausserdem, würde das Militär vielen Frauen gut tun (bin selber eine).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toessemer 22.02.2017 09:19
    Highlight Highlight Der Kommentar von Dracalui trifft es voll und ganz. Die Armee hat schlichtweg ein Imageproblem. Ich war selbst vor 3 Jahren in der RS und es war reine Zeitverschwendung. Ich konnte fast nichts mitnehmen für den Alltag oder für die Karriere. Für viele ist die RS einfach nur ein Stein im Weg. Ich mag selbst die Armee nicht, aber Sie MUSS attraktiver werden, wenn sie "Erfolg" haben will. Sie muss moderner werden.
  • Froggr 22.02.2017 09:01
    Highlight Highlight Alle sollten dazu verpflichtet sein Militärdienst zu leisten. Auch die Frauen. Dies nicht nur zur Landesverteidigung, sondern vor allem dazu, dass der spätere Arbeitgeber sieht, ob sich der Stellenbewerber auch für etwas einsetzen kann, wozu er eigentlich keine Lust hat. Jemand der das nicht kann und sich immer den einfachsten Weg durchs Leben sucht, der hat bereits verloren. Nach dem Dienst kann dann der jeweiligen Person eine Art "Zeugnis" ausgestellt werden.
    • Nico Rharennon 22.02.2017 11:16
      Highlight Highlight RS als Vorrekrutierung fürs zivile... Ziemlich tuerer Spass!
      Dann bin ich als UO von meinem OF abhängig?! Ein OF der gerade mal gleich alt ist wie ich und soviel Lebenserfahrung hat wie jeder durchschnittlich 20-25 Jährige.
      Abgesehen davon das die mil. Bewertungen niemals 1 zu 1 ins zivile übernommen werden können.
      Hat mich auch noch nie einer nach meinen RS- und WK-Bewertungen gefragt, weder im zivilen noch im militärischem Alltag.
    • Bowell 22.02.2017 12:03
      Highlight Highlight @Nico: Mit der WEA müssen alle Ränge wieder abverdient werden. D.h. Offiziere in den RSen werden in Zukunft höchstwahrscheinlich auch Jahrgangstechnisch älter sein. Aber auf den Jahrgang kommt es ja eigentlich gar nicht an, sondern auf die Fähigkeit zu führen.
  • Spiegelfabrik 22.02.2017 08:44
    Highlight Highlight Die Schweiz soll eine Dienstpflicht für alle einführen. Aber unter Dienstpflicht sehe ich freie Wahl, was für einen Einsatz dies sein soll. Ob als Zivildienst in diversen Bereichen etwas für die Allgemeinheit zu tun oder im Militärdienst etwas "Disziplin" erhalten oder eher herumlümmeln (extreme Fanatiker müssen vorgängig klar aussortiert werden) soll jede und jeder für sich selbst entscheiden können.
    Ich bin der Meinung, dass die meisten im Zivildienst mehr für die Zukunft mitnehmen können.
  • stadtzuercher 22.02.2017 08:30
    Highlight Highlight Wehrdienstpflicht für beide Geschlechter ist längst fällig. Hier habe ich noch keine Feministin gehört, die Gleichstellung wollte. Die eigenen Pfründe pflegt man gerne.
    • johannamiller 22.02.2017 09:25
      Highlight Highlight Dann sind Sie wohl noch nie einer echten Feministin begegnet.
    • RowRow 22.02.2017 10:11
      Highlight Highlight und wie ist eine echte Feministin?
    • stadtzuercher 22.02.2017 11:19
      Highlight Highlight johanna, sie sind wohl das beste beispiel für solche feministinnen. ich kopiere ihre forderung von oben.

      "Wenn die Frauen ins Militiär gehen müssen, sollte auch der Lohnunterschied der Geschlechter behoben "
    Weitere Antworten anzeigen
  • MaxHeiri 22.02.2017 08:18
    Highlight Highlight Mit mehr Gutschriften für alle Militärabsolventen arbeiten wie beispielsweise ein lebenlanges GA oder Steuergutschriften.
    • Froggr 22.02.2017 09:02
      Highlight Highlight Warum sollte man ein gratis GA bekommen dür etwas was man sowieso machen MUSS?
    • MaxHeiri 25.02.2017 23:04
      Highlight Highlight Pflicht abschaffen und mit Goodies arbeiten, damit die Leute freiwillig gerne gehen :)
  • Fätze 22.02.2017 07:56
    Highlight Highlight "...das «Problem» Zivildienst..." ?
    • Snaggy 22.02.2017 09:49
      Highlight Highlight Typische Armee-Arroganz, reden den für die Gesellschaft nützlichsten Teil schlecht und wundern sich wieso sie dann unattraktiv erscheinen.
  • Umemuuli 22.02.2017 07:52
    Highlight Highlight Also man könnte die verteidigungszeiten Armee den Bürozeiten der Luftpolizei anpassen.
    • Kimbolone 22.02.2017 08:19
      Highlight Highlight Die Luftwaffe hat im Rahmen ihres Auftrags “Luftpolizei 24“ gerade dieses Wochenende eine Mission geflogen. Da liest man leider nicht so viel drüber, generiert halt auch keine Klicks und man kann keinen “Beste-Armee-der-Welt-Witz“ einbauen.

      Endlich kann man sich den Bürozeitenwitz sparen - so wie mit bei der Luftwaffe seitens Politik gespart wurde, was bisher einen 24/7-Betrieb verhinderte
    • Froggr 22.02.2017 09:05
      Highlight Highlight In wenigen Jahren werden wir glücklicherweise eine Luftwaffe haben, welche 24/7 im Einsatz ist. Dann werden sich mit Sicherheit die aufregen, welche bis jetzt Witze darüber gemacht haben, dass sie eben NICHT 24/7 einsatzbereit ist. Witzig witzig
    • Umemuuli 22.02.2017 09:22
      Highlight Highlight Die Luftwaffe ist ein Relikt der Flugibubä aus dem kalten Krieg. Abschaffen, zahlen an EU wenns dann mal Luftpolizei gebraucht wird und das Geld in Netzwerksicherheit investieren, da werden wir richtig angegriffen. (Siehe Landesfirewall in Israel)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pachyderm 22.02.2017 07:36
    Highlight Highlight > Zahlreiche Rekruten brechen die Rekrutenschule
    > (RS) ab, viele rücken gar nie ein, rund 3000 junge
    > Männer entscheiden sich von vornherein für den
    > Zivildienst.

    > Heute würden 3000 Rekruten aus gesundheit-
    > lichen Gründen während der RS ausgemustert,
    > 500 gingen in den Zivildienst, sagte Baumgartner.

    Was jetzt? 3000 oder 500 Zivis?
    • philosophund 22.02.2017 08:06
      Highlight Highlight Untauglichkeit und Zivildienst sind unterschiedliche Dinge Bro.

      Letzterer ist immernoch der beste Weg von der "Tubeliarbeit" (comment von User Dracului) wegzukommen und einer sinnbehafteten Arbeit nachzugehen, welches für den späteren, beruflichen Werdegang einen Mehrwert bietet.
    • OmegaOregano 22.02.2017 08:08
      Highlight Highlight 3000 Männer treten die RS gar nie an, die gehen im Vornherein schon in den Zivi. 3000 andere rücken zwar ein müssen aber der Gesundheit wegen aufhören und 500 weitere wechseln von der begonnenen RS in den Zivi. Insgesamt also 6500 Männer, nun klar?
  • jjjj 22.02.2017 07:29
    Highlight Highlight «Unsere Gesellschaft ist sich einen Dienstbetrieb von 6 Uhr bis 23 Uhr schlicht nicht mehr gewohnt.»

    Haha! Unsere Gesellschaft ist sich das durchbeissen nicht mehr gewohnt. Denkt ihr etwa, wir waren es uns gewohnt (so lange ist das nicht her - 15 Jahre etwa)? Augen zu und durch. Aber heute geben alle viel zu schnell auf.
    • Nevermind 22.02.2017 08:01
      Highlight Highlight Zwischen Aufgeben, Durchbeissen, etwas machen das man nicht will und den Mut zu finden das zu beenden sind viele Grautöne.

      😉
    • Thomas Rohrer 22.02.2017 08:03
      Highlight Highlight Heute denken alle nach und troten nicht kopflos unher. Daher der aufstand gegen die Pflicht.
    • philosophund 22.02.2017 08:09
      Highlight Highlight Ne, die Jungs geben nicht auf, weil sie nicht "durchbeissen" können. Sie geben auf, weil sie keinen höheren Sinn finden für insgesamt über 260 Tage für nonsense Dienst zu leisten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Simon 22.02.2017 07:19
    Highlight Highlight Ich sehe nicht ein, wieso Frauen nicht auch RS, Zivildienst, Zivilschutz oder Ersatzzahling machen sollten.
    • philosophund 22.02.2017 08:21
      Highlight Highlight Frauen erleben dafür im sonstigen Leben mehr Nachteile als du. Denk dabei an Lohn, Mutterschaft und Kindererziehung.
    • Einstürzende_Altbauten * 22.02.2017 08:51
      Highlight Highlight Ich gehe davon aus, dass Du den Militärdienst als Leistung für die Gesellschaft siehst, um im Ernstfall dieses Land und seine BewohnerInnen verteidigen zu können, wieso anerkennst Du dann nicht die Leistung der Frauen wenigstens als ebenbürtig an, wenn sie Familienmitglieder pflegen, die Kinder (welche später Steuern zahlen und diesen Staat damit am Leben halten) gewähren und erziehen, mit ihrer Freiwilligenarbeit viele öffentlichen Stellen entlasten? Und: Danke @Philosophund für den Kommentar.
    • Simon 22.02.2017 09:05
      Highlight Highlight Im Gegensatz zum Militärzeugs ist Kinderkriegen freiwillig. Gemäss eurer Argumentation müssten dann ja Frauen irgendwie kompensieren, wenn sie keine Kinder kriegen, wenns nicht klappt oder wie auch immer? Absurd.

      Ich verstehe auch nicht, weshalb gleiche Arbeit nicht gleichen Lohn ergibt. Gemäss deiner Rechnung sollten dann die paar Wochen Militärdienst kompensieren, was Frauen ein Leben lang zu wenig an Lohn bekommen? Das hat in meinen Augen wenig miteinander zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dracului 22.02.2017 07:12
    Highlight Highlight Das grösste Problem der besten Armee der Welt ist nach wie vor ihr Tubeli-Image. Bei der Kaderausbildung hat offenbar ein Umdenken stattgefunden (Bravo dafür!), aber bei der Grundausbildung müssen neue Konzepte her. Bspw. eine Zusammenarbeit mit zivilen Ausbildungsorganisationen sollten den Rekruten zu zusätzlichen beruflichen Qualifikationen verhelfen, allenfalls sogar ein Studium ermöglichen (siehe USA). Der Armeedienst muss attraktiver werden und für den Einzelnen einen Mehrwert darstellen. An verweichlichte Rekruten mag ich nicht glauben, eher evtl. an eine Tubeliarbeit-Allergie.
    • philosophund 22.02.2017 08:28
      Highlight Highlight Mir sind viele Leute bekannt, welche aus deinen genannten Gründen in den Zivildienst gewechselt haben. Die "Tubeliarbeit" mag während der RS noch einigermassen überschaubar sein und der eine oder andere kommt damit zurecht. Die meisten kommen aber auf die Welt, während den ersten Wiederholungskursen - da potenziert sich die "Tubeliarbeit" um ein mehrfaches.
    • Sir Jonathan Ive 22.02.2017 09:54
      Highlight Highlight Dass der Dienst als Übel angesehen wird könnte man mit freiwilligem Wehrdienst bekämpfen.
      Ich glaube einfach, dass viele Junge Leute etwas für ihr Land tun wollen und einsehen, dass sie mit Zivildienst einen viel grösseren Dienst leisten als als Rekrut. Damit tragen sie einen grösseren Teil zur Gesellschaft bei. Wenn man im Militärdienst mehr sinnvolle Tasks erledigen könnte, gäbe es viel mehr junge Leute die die Motivation hätten ihn durchzuführen.
      Die Jugend möchte etwas beitragen.
    • Buebi 23.02.2017 03:49
      Highlight Highlight Mir ist bewusst dass ein Gebäude bewachen in ruhigen Zeiten nicht sehr sinnvoll erscheint. Trotzdem muss es geübt werden. Die Rettungs- ABC- oder Logistiktruppen zum Beispiel haben von Natur aus weniger Probleme mit der Sinngebung. Auch beim WK der Veterinärdienste/Armeetiere ist die Sinngebung relativ einfach. Bei der Infanterie gestaltet sich das natürlich schwieriger, da nur Imaginäre Gegner vorhanden sind. Sinngebung ist nicht ganz ohne. Einem Soldaten den Sinn eines WEF Einsatzes näherzubringen ist einfacher, als den Sinn beim Gefechtsschiessen zu vermitteln.
  • Trubalix 22.02.2017 07:00
    Highlight Highlight Macht es so wie in israel. Und die frauen haben ihre gleichberechtigung
    • Sir Jonathan Ive 22.02.2017 09:57
      Highlight Highlight Erstens ist es nicht ihre Gleichberechtigung. Gleichberechtigung ist immer die Gleichberechtigung aller.
      Zweitens macht das überhaupt keine Sinn. Ich finde ja Zivildienst nichts schlechtes aber in einem freien Staat mit einer direkten Demokratie wie der Schweiz hat ein autoritäres Produkt wie eine Pflicht nichts zu suchen. Wer gerne möchte sollte den Militärdienst machen dürfen, wer gerne möchte sollte Zivildienst leisten dürfen. Wer sich gerne auf die Karriere oder auf Hobbies oder was auch immer konzentrieren möchte soll das tun dürfen.
    • Kimbolone 22.02.2017 10:20
      Highlight Highlight Auch in einer modernen Demokratie habe ich als Bürger nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Das schliesst sich nicht aus.

      Gerade in einer direkten Demokratie sind die Tools ja vorhanden, um ungeliebte Pflichten abzuschaffen. Wie das rauskommt, hat man bei der Wehrpflichtinitiative ja gesehen. Scheinbar sind 3 von 4 wählenden Schweizern der Meinung, diese Pflicht solle weiterbestehen. Und nein, die Meinung der Nichtwählenden interessiert mich nicht. Partizipation am politischen Prozess ist ein Recht, nicht mal eine Pflicht. Wer nicht teilnimmt, wird halt vor vollendete Tatsachen gestellt.
    • Sir Jonathan Ive 22.02.2017 13:19
      Highlight Highlight Natürlich gibt es Pflichten.
      Aber die Wehrpflicht ist eine sehr sinnlose solche.

      Im Zivildienst leistet man mehr für die Gesellschaft als im Militär.
      In vielen Fällen wäre die Leistung der Gesellschaft gegenüber sogar grösser wenn die Ausbildung in dieser Zeit weitergemacht würde oder die Person arbeiten könnte.

      Das soll natürlich nicht heißen, dass das Militär gar kein Dienst am Land ist, aber es gäbe viel sinnvollere Beschäftigungen, die man in dieser Zeit durchführen könnte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MeineMeinung 22.02.2017 06:55
    Highlight Highlight Geht doch viel einfacher! Die Wehrpflicht für alle einführen und nicht nur für Männer. In anderen Ländern klappts schliesslich auch!
    • Snaggy 22.02.2017 09:57
      Highlight Highlight Oder einfach eine Berufsarmee wie in Deutschland oder der USA, dann wird niemand mehr gezwungen der nicht will und die die wollen und auch wirklich qualifiziert sind haben bessere Berufsaussichten durchs Militär.
    • MeineMeinung 22.02.2017 12:25
      Highlight Highlight @Snaggy Das ist natütlich die andere Lösung. Meiner Meinung nach muss sich in der Armee bald etwas ändern. Besonders was die Wehrpflicht anbelangt. Entweder Wehrpflicht für alle oder für niemanden. Alles andere ist inakzeptabel!
    • Gelegentlicher Kommentar 22.02.2017 17:36
      Highlight Highlight Lieber keine Berufsarmee, ehrlichgesagt. Ich stelle es mir schwierig vor,ä den Entscheidungsprozess so zu gestalten, dass auch wirklich nur in das wichtige investiert würde. Man sieht es in den USA: Aufrüstung, Ausdehnung des Heers, Angriffe sind dann unter anderem auch Sicherung der Arbeitsplätze.

      Im schlimmsten Fall bildet sich eine Miliz von Militärgeilen, die sich gegenseitig hochschaukeln. Wird in der Schweiz wohl kaum passieren, aber das Potential ist grösser als wenn es im Militär noch Leute hat die auch ein ziviles Leben haben.
  • Hugo Wottaupott 22.02.2017 06:52
    Highlight Highlight Mal Cyberdine kontaktieren und die erste Serie in Auftrag geben...
  • seventhinkingsteps 22.02.2017 06:39
    Highlight Highlight "Frauen würden anders denken und handeln als Männer"

    Citation needed
  • Bowell 22.02.2017 04:55
    Highlight Highlight Ich persönlich finde, dass mit der WEA ein Schritt in die richtige Richtung gemacht wird. Militärdienst muss sich wieder für den AdA lohnen (und im Idealfall auch für den Arbeitgeber - was zugegebenermassen mit dem WK-Modell schwierig ist, aber das ist ein anderes Thema). Die Ausbildungsgutschriften helfen definitiv, zumindest die Kaderausbildung auf allen Stufen attraktiver zu machen. Schauen wir mal.
  • Pitsch Matter 22.02.2017 04:45
    Highlight Highlight Ich bin für ein Sozialjahr das alle absolvieren müssen zwischen 18-25 jährig, egal ob CH/Ausländer, Männer/Frauen oder Gesund/Krank. Einsatzgebiet: Altersheim, Behindertenheim, Gefängnis, Integrationsprogramm u.s.w. oder eben Militär nur 18 Wochen als Anreiz. Es würde mehr Verständnis und Toleranz in der Gesellschaft bringen.
    • MaxM 22.02.2017 05:22
      Highlight Highlight Es wird zwar oft erwähnt, was jedoch die ausländischen Staatsangehörigen angwht, wird es nur beim Wunschdenken bleiben. Eine solche Pflicht für sie bleibt ausgeschlossen.
    • Goon 22.02.2017 06:29
      Highlight Highlight Diese Idee gefällt mir.
    • Mary (1) 22.02.2017 07:01
      Highlight Highlight schöne idee aber wer soll das bezahlen?
      ausserdem was verstehst du unter gesund/krank? was ist damit (für dich) genau gemeint?
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