Schweiz
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Christoph Blocher kritisiert in einem NZZ-Interview Donald Trumps Wirtschaftspolitik. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Blocher: Die Europäer haben «ihre Armeen verludern lassen, auch die Schweiz»

Angesichts der Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump, dass sich die USA aus dem europäischen Sicherheitsdispositiv zurückziehen könnten, fordert alt Bundesrat Christoph Blocher die europäischen Länder inklusive der Schweiz, ihre Armeen aufzurüsten.

01.02.17, 05:46 01.02.17, 07:15

«Ein massives, bis heute vernachlässigtes Engagement der europäischen Staaten für die Verteidigung ist dringend nötig», sagte Blocher in einem Interview, das am Mittwoch in der «Neuen Zürcher Zeitung» erschien. Die Europäer hätten die Verteidigung weitgehend den USA überlassen und «ihre eigenen Armeen verludern lassen». Sie hätten zu wenig investiert – «auch die Schweiz».

Auf die Frage, ob die Europäer denn stärker zusammenstehen müssten, falls die USA ihre Strategie überdenken würden, sagte der SVP-Chefstratege: «Darum gibt es ja die NATO.» Aber ohne Armee nütze sie nichts. «Die europäischen Staaten müssen endlich ihre eigenen Armeen in Ordnung bringen.»

Trump hatte im Wahlkampf immer wieder moniert, Europa profitiere ungebührlich vom Schutz der USA. Blocher gibt jedoch zu bedenken, dass noch offen sei, wie ernst es Trump wirklich ist mit einem Rückzug. «Trumps Taktik ist es, den Knebel verdammt weit zu werfen, damit er dann stückweise nachgeben kann ...»

Aber: Ob mit oder ohne Rückzug der USA, die Bemühungen der Schweiz in Sachen Sicherheit reichten nicht aus. Die Schweiz – nicht Mitglied der NATO – müsse sich selbst verteidigen können, sagte Blocher weiter. Den SVP-Bundesräten, die in den vergangenen Jahren das Verteidigungsdepartement führten, werfe er vor, sich «dem Abbau der Landesverteidigung» nicht genug entgegengesetzt zu haben.

Umfrage

Soll die Schweizer Armee aufgerüstet werden?

2,161 Votes zu: Soll die Schweizer Armee aufgerüstet werden?

  • 41%Ja.
  • 54%Nein.
  • 5%Ich weiss nicht.

«Führt USA in den Ruin»

Auf Trumps protektionistische Töne in der Wirtschaftspolitik angesprochen, wirft Blocher ihm vor, «masslos» zu übertreiben, wenn er behaupte, die USA habe alle anderen Ländern reich gemacht und sich selber arm. «Ich habe es stets anders erlebt. US-Interessen standen für sie im Vordergrund.»

Er kritisiert auch Trumps Versprechen: «Wenn Trump glaubt, er könne die an China verlorenen Massenprodukte wieder in die USA zurückholen, so denkt er als Immobilienmann und nicht als Industrieller.» Müssten die USA diese Güter selbst herstellen, wäre dies viel teurer oder aber die Löhne müssten drastisch sinken. «Eine solche Wirtschaftspolitik führt Amerika in den Ruin.»

Stattdessen sollten sich die USA ein Beispiel an der Schweiz nehmen, die auch die Abwanderung von Massenprodukten erlebt habe. «Die Lösung ist einfach, aber herausfordernd: nicht nachweinen, sondern bessere und innovative Produkte herstellen, die Billiglohnländer nicht produzieren können.» Dafür müsste Trump aber zunächst das Bildungssystem in seinem Land unter die Lupe nehmen, sagte Blocher.

Personenfreizügigkeit generell verbieten

Im Interview verteidigt Blocher zudem den Kampf seiner Partei gegen die Personenfreizügigkeit. Diese sei in allen westlichen Staaten «das Problem schlechthin». «Trump, Brexit, Le Pen, Wilders, AfD oder Beppe Grillo wären ohne Personenfreizügigkeit nie möglich geworden.»

In die Volksinitiative, welche die SVP und die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (AUNS) derzeit gegen die Personenfreizügigkeit ausarbeiten, will er deshalb ein generelles Verbot für solche Freizügigkeitsabkommen verankern. Zum genauen Vorgehen kann sich Blocher mehrere Varianten vorstellen. Die Initiative soll im «Sommer oder Herbst» lanciert werden. (sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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74
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74Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 20.02.2017 15:41
    Highlight Was weiss der alte Mann denn schon von Europa, ausser dass er vorgibt es nicht zu mögen, um heimlich seine Angestellten von dort zu rekrutieren?
    0 0 Melden
  • Share 01.02.2017 13:22
    Highlight Wer ist eigentlich der Feind?
    Name, Adresse, nur einen Satz bitte.
    7 4 Melden
    • 3fuss 01.02.2017 17:37
      Highlight Die EU.
      6 0 Melden
    • Soli Dar 01.02.2017 22:55
      Highlight Ausländer und Asylsuchende? Ironie off...
      5 1 Melden
    • Fabio74 02.02.2017 08:13
      Highlight Jederder nicht auf seiner Linie ist
      3 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.02.2017 12:55
    Highlight Ähm, Herr Blocher? Was genau wollen Sie ausrichten mit "Ihrer" Armee, wenn uns erst einmal Atomraketen um die Ohren fliegen? Aber immerhin scheinen auch Sie nun begriffen zu haben, was für Irre da an der Macht sind. Tja, Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist nun der grösste Populist im Land?
    9 7 Melden
  • Gratwanderer 01.02.2017 12:28
    Highlight Hier sind es Stacheldrahtzäune an der Grenze da eine Mauer, da sind es die Muslime hier die Ausländer. Protektionismus hier (Schweizer Vortritt) da America first. Beides Milliardäre und in den 70ern. Und jetzt kommt Herr Blocher und meint Herr Trump übertreibe ?!? Und will auch noch so eine aufgerüstete Armee wie die USA. Sind wir Schweizer für Blocher nur eine Schein-Schweiz ?!?
    8 4 Melden
  • piedone lo sbirro 01.02.2017 12:27
    Highlight hier erklärt ein populist einen anderen populisten.

    dabei ist das parteiprogramm der SVP und das von trump deckungsgleich. da darf man gespannt sein, was in der nächsten weltwoche steht, nachdem köppel trump und breitbart-news so sehr gelobt hat bisher.

    blocher redet als exporteur, nicht als beschützer der hiesigen arbeiter und arbeitsplätze. sein reichtum hat er der globalisierung und der PFZ zu verdanken - doch das darf er seinen weissen schäfchen nicht erzählen...
    12 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.02.2017 11:52
    Highlight Auf die Frage: "Was passiert dann mit den bestehenden Bilateralen I und II? Welche müsste man kündigen, welche nicht?"

    Blocher: "Ausser dem FZA sehe ich im Moment keinen zu kündigenden Vertrag."

    Ähem. Guillotineklausel vergessen? Kündigung FZA bedeuted das Dahinfallen der Bilateralen I
    10 6 Melden
  • Denverclan 01.02.2017 11:45
    Highlight Herr Blocher hat doch 100% recht. Seine Aussagen sind immer gegen einen Feind gerichtet. Die EU, die Ausländer, die Linken und Netten, die Class Politik/Elite usw. Die Schweiz wird seiner Meinung nach täglich von innen und aussen bedroht. Nirgends ist ein Freund zu sehen, also müssen wir aufrüsten um gewappnet zu sein. Die Menschen sehnen sich nach Frieden und Harmonie aber diesen Frieden und diese Harmonie werden wir wohl nie bekommen, da das Gesetz des Stärkeren herrscht. Geld regiert die Welt und jede Friedenstaube am Himmel wird kaltblütig abgeschossen. Wie sag ich's meinem Kinde......
    5 11 Melden
  • Fanta20 01.02.2017 11:43
    Highlight Dass mittlerweile sogar Blocher den Trump recht kritisch beurteilt, ist immerhin mal positiv zu werten. Es ist zu hoffen, dass sich diese Einschätzung mit der Zeit auch in diesen Kreisen durchsetzt.
    14 0 Melden
  • Pius C. Bünzli 01.02.2017 11:02
    Highlight Keine Armee --> kein Krieg

    ist doch ne gute Sache
    11 13 Melden
    • Pius C. Bünzli 01.02.2017 13:40
      Highlight Anscheinend mögen manche hier Krieg
      5 3 Melden
  • Majoras Maske 01.02.2017 10:56
    Highlight Na immerhin hat der Greis noch bemerkt, dass Trump die USA in den Ruin führt.
    18 5 Melden
  • acove 01.02.2017 10:15
    Highlight Die Europäer haben «ihre Armeen verludern lassen, auch die Schweiz» Aber aber Herr Blocher, Ihr Parteifreund und ehemaliger Chef VBS, Ueli Maurer, hat uns Schweizern doch erklärt und versucht klar zu machen, dass die Schweiz die beste Armee der Welt hat. Und nun erzählen Sie, unsere Armee sei verludert. Nehmen Sie doch nochmals Rücksprache mit Ueli auf, vielleicht liegt ja nur ein Missverständnis vor
    25 12 Melden
    • Maett 01.02.2017 10:46
      Highlight @acove: der eine sprach von Effizienz (wobei seine Ansprüche wohl nie befriedigt wurden), der andere von der Gesamtstärke.

      Äpfel und Birnen, die Sie da vergleichen.
      9 7 Melden
    • Majoras Maske 01.02.2017 10:59
      Highlight Pssst, bei Blocher soll man doch nicht so unhöflich selber denken. Einfach nur höflich mit dem Kopf nicken.
      10 6 Melden
  • Lowend 01.02.2017 09:58
    Highlight Und übrigens, wenn Blocker in seinem Kampf gegen die Personenfreizügigkeit ehrlich wäre, müsste er auch die Schweizerische Niederlassungsfreiheit bekämpfen, denn dieses Schweizerische Erfolgsmodel war das Vorbild der EU bei der Ausarbeitung der PFZ!
    12 8 Melden
    • acove 01.02.2017 11:51
      Highlight Blocher ist eben so inkonsequent wie es nur selten Leute gibt, die diese Eigenschaft mit ihm teilen.Die einzige Ausnahmen sind die SVP Parteisoldaten, welche ebenso ticken.
      11 6 Melden
  • Lowend 01.02.2017 09:54
    Highlight Was mischt sich dieser Oligarch in die Schweizer Politik ein? Wenn er mitreden will, soll er sich vom Volk in ein Amt wählen lassen, denn hier spricht einzig und alleine die grenzenlose Arroganz seiner Macht und seines Reichtums!

    Blocher ist das pure Gegenteil eines Demokraten! Eine Schande, dass solche Menschen die demokratischen Regeln mit Stiefeln treten dürfen, nur weil sie zu stinkreichen Finanzelite und zum Establishment gehören!

    Stellt dem Kerl das Mikrophon ab und werft diesen Störenfried von der politischen Bühne, denn er hat rein gar keine demokratische Legitimation zum mitreden!
    21 11 Melden
    • Maett 01.02.2017 10:47
      Highlight @Lowend: wieso? Er gibt ja nur ein Interview, und soweit ich weiss, darf in der Schweiz jeder seine Meinung sagen.

      Aber mit Meinungsfreiheit haben es gewisse Kreise in der Schweiz ja nicht so...
      13 11 Melden
    • Lowend 01.02.2017 11:09
      Highlight Mit welcher demokratischen Legitimation spricht der denn? Als Partei- oder Zeitungsbesitzer oder als was?
      Es ist Schweizer Tradition, dass ehemalige Parlamentarier oder Regierungsmitglieder sich nur ganz sporadisch zu Wort melden und sich ansonsten wie ganz normale Bürger verhalten.

      Auch hier tritt dieser deutschstämmige Imigrant unsere Tradition und Werte mit Füssen, denn er will ganz einfach die Schweiz, wie wir sie kennen und lieben zerstören und zur totalitären Einparteiendiktatur mit ihm selber als Führer umbauen.

      Es gibt keinen Bürger, der unschweizerischer ist, als der König der SVP!
      11 11 Melden
  • zombie woof 01.02.2017 09:44
    Highlight Blocher ist nur neidisch auf Trump
    19 7 Melden
  • rodolofo 01.02.2017 09:40
    Highlight Und für den Nahkampf haben wir ja immer noch unser Schweizer Armee-Sackmesser!
    13 5 Melden
  • Herbert Anneler 01.02.2017 09:37
    Highlight "Haben die Armee verludern lassen" sagt Blocher. Ich sehe es anders: Mit ihrem Ausländer- und Rassenhass, mit ihrem Retro-Nationalismus haben die Rechtsextremen in Europa, USA und Russland dafür gesorgt, dass wir die Friedensdividende nach 1989 nicht einfahren konnten. Sozialdarwinismus, das Recht des Stärkeren, ist der Feind des Friedens, und genau dieser eint die Internationale der Rechtsextremen! PS. Weshalb heulen die Bürgerlichen laut auf, wenn EWS etwas sagt, derweil Blocher 1:1 durchgeht?
    25 7 Melden
    • Maett 01.02.2017 10:51
      Highlight @Herbert Anneler: diese sogenannte Friedensdividende war aber auch ziemlich Illusion, nicht?

      Menschen können biologische Schutzfunktionen nur abschalten, wenn sie im Wohlstand baden - da das je mehr je länger nicht mehr gegeben ist, werden die von Ihnen erwähnten Kreise nun halt wieder stärker.

      Dass dies passieren würde, war sowieso klar, die Frage war nur wann (und es kommt früher, als ich dachte) - die Schuld dürfen Sie in der Politik suchen, die vielerorts nicht in der Lage war und ist, elementare Grundbedürfnisse von Menschen zu bedienen.
      6 6 Melden
    • Fabio74 02.02.2017 08:17
      Highlight @maetz ganz Europa lebt in eunem Wohlstand den die meisten Menschen NIE erreichen werden. Wo werden elementare Bedürfnisse nicht bedient? Was sollen diese sein?
      Warum sollen Faschisten irgend jemandem was bringen? Ausser Tod und Vernichtung?
      2 0 Melden
  • Theor 01.02.2017 08:36
    Highlight Es ist nichtmal so, dass ich was gegen die Armee habe. Ich wünschte mir nur, man würde das Geld sinnvoller nutzen, anstatt in Arsenale und Szenarien, die seit 30 Jahren nicht mehr Zeitgemäss sind...
    25 11 Melden
    • 3fuss 01.02.2017 09:36
      Highlight Die Schwierigkeit ist, dass sich die wahrscheinlichen Szenarien schneller ändern können, als die Schlagkraft der Verteidigungskräfte.
      Eine Armee zu finanzieren, ist wie eine Versicherungsprämie zahlen: man muss vom schlimmstmöglichen Fall ausgehen, den man versichern möchte.
      9 9 Melden
    • Theor 01.02.2017 10:21
      Highlight Es bringt aber meines Erachtens nichts, Flugabwehrgeschütze zu kaufen und zu pfelgen, die gar nicht mehr die Reichweite haben um heutige Flugzeuge zu erreichen. Oder man sollte überhaupt den Sinn von Panzerbrigarden im Zeitalter des Terrorismus und der Guerilla-Kriegsführung mal überdenken.

      Das heutige Jahrhundert schreit nach Drohnenführung und Aufklärungstechnik.
      9 2 Melden
    • Maett 01.02.2017 10:52
      Highlight @Theor: Terrorismus ist aber ein Thema der inneren Sicherheit, und somit Sache der Polizei.

      Die Armee ist für die äussere Sicherheit zuständig, und auch gerade heute werden Kriege nach wie vor mit Panzern geführt, weswegen man nicht von einem neuen Zeitalter schwadronieren sollte, welches gar nicht da ist.
      7 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.02.2017 10:58
      Highlight "dass sich die wahrscheinlichen Szenarien schneller ändern können, ..."

      Das behaupten Sie einfach so. Tönt gut ... und ist einfach so aus der Luft gegriffen.

      Beschreiben Sie doch mal ein oder zwei praktische hypothetische Beispiele solcher "schnell veränderten Szenarien" ...

      Ausserirdische?
      5 5 Melden
    • Theor 01.02.2017 11:08
      Highlight @Maett

      Abgesheen von der Ukraine fällt mir gerade kein aktuelles Szenario ein, wo Bodentruppen den Unterschied machten?

      Aleppo ist bekanntlich auch nicht gefallen, weil Russland mit Panzern kamen, sondern weils von Oben dauerbebombt wurde.

      Und wenn sie Terrorismus in der aktuellen Erscheinungsform als Einzeltäter sehen, dann mag es eine Sache der Geheimdienste sein. Wenn eine Vereinigung wie der IS jedoch vor der Landesgrenze steht, ist durchaus das Militär gefragt.

      Und ich halte den IS als Szenario für wesentlich wahrscheinlicher als ein Angriff von Russland oder Ukraine.
      7 2 Melden
    • 3fuss 01.02.2017 11:22
      Highlight @Benot: Du hast mich falsch verstanden. Es spielt keine Rolle, wie schnell ein Szenario sich wandelt. Entscheidend ist, dass es sich schneller wandeln kann (Jahre), als sich die Armee wandeln kann (Jahrzehnte).
      Will eine Armee nützlich sein für den Fall der Fälle, dann muss sie folglich stets gerüstet sein für verschiedene Szenarien und für die schlimmsten unter den verschiedenen Szenarien.
      Die Armee darf nicht bloss auf das "wahrscheinlichste Szenario" pokern.
      Sie muss sich fortlaufend, schrittweise modernisieren, jedoch immer vielseitig und kampfstark bleiben.
      4 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.02.2017 12:08
      Highlight Ha, ha, 3fuss ...

      Du bleibst auf einer rein theoretisch hypothetischen Ebene, völlig lösgelöst von konkreter Praxis und Realität.

      Das hat einen Grund: Es gibt keinen Bezug mehr zur Realität für das Modell Schweizer Armee. Die Schweiz liegt nicht im nahen Osten und auch nicht an der EU-Aussengrenze. Nicht einmal unwahrscheinliche Szenarien wagst Du zu nenne, weil es schlicht lächerlich wäre.

      Deshalb schweigen die Experten gefliessentlich und stattdessen herrschen unheilschwangere Stammtischparolen vor: "Man weiss ja nie ..." "Jedes Land hat eine Armee ..." und solcherlei Quatsch.
      1 0 Melden
    • 3fuss 01.02.2017 17:33
      Highlight @Benot: Schaffe die Armee ab, weil Du sie für überflüssig hälst!
      Wundere Dich dann aber nicht, wenn Du eines Tages aus Deinem Haus vertrieben und bis auf die Kleider an Deinem Leib enteignet wirst und Du froh sein musst, wenn Du als Zwangsarbeiter in einem Lager schufften und noch zwei Monate länger leben darfst als Deine Liebsten. Und alles nur, weil Deine Tochter sich umverständlicherweise der Zwangskonversion zum Islam durch Suizid entzog, nur damit sie nicht die neunte Ehefrau des Mufti von Kleinandelfingen werden muss.
      Wie gefällt Dir dieses Szenario?
      0 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.02.2017 13:03
      Highlight Da hast du's, 3fuss:

      Ein haltlos erfundenes Horrormärliszenario, gespickt mit schaurigen persönlichen Emotionen. Dem würde ja zugrunde liegen, dass ein islamischer Staat den Nato-Verbund in Europa militärisch geschlagen hätte, um dann in die Schweiz ohne Armee zu geraten. ... Also Quatsch mit Sauce, mit dem Du eine 5 Milliarden Ausgabe rechtfertigst.

      Nimm z.B. Finnland: Die begründen ihre Armee mit der Landesgrenze zu Russland. Da kann man von einer konkreten potentiellen Bedrohung sprechen.

      Aber für die Schweiz bleiben nur faktenfreie Schauermärli. That's the difference.
      1 0 Melden
  • loplop717 01.02.2017 08:36
    Highlight Lasst doch die Personenfreizügigkeit alleine. Wieso meinen alle Länder das die Leute die schon da sind die Besten sind?
    17 2 Melden
  • Wilhelm Dingo 01.02.2017 08:04
    Highlight Statt die europäischen Armeen aufzurüsten sollen wir uns eher um eine Annäherung an Russland und China kümmern. Gute Beziehungen und Vertrauen nützen mehr als Waffen an der Grenze.
    28 31 Melden
    • reaper54 01.02.2017 08:42
      Highlight Das hat man in der Vergangenheit gesehen, oder aktuell in der Ukraine und vor ein paar Jahren in Georgien...
      China geht auch sehr gut mit seinen Nachbarn um, Nordkorea wird halbtot am leben erhalten um die Amerikaner auf distanz zu halten. Taiwan, Tibet und viele andere wurden gewaltsam annektiert. Zudem sind die Chinesen mehr als nur 1x in Vietnam eingefallen...
      Zusammenarbeiten ok aber den Militärischen Ausgleich braucht es sonst fressen sie dich...
      24 5 Melden
    • amei 01.02.2017 08:43
      Highlight Diese Länder haben keine Achtung vor Schwächlingen.
      21 4 Melden
    • Knut Atteslander 01.02.2017 09:07
      Highlight Genau, zum Teufel mit der EMRK!
      3 13 Melden
    • Wilhelm Dingo 01.02.2017 09:33
      Highlight @reaper54/amei: Militärischer Ausgleich unbedingt ja, aber der Fokus sollte auf Zusammenarbeit und Annäherung liegen.
      5 6 Melden
    • 3fuss 01.02.2017 09:43
      Highlight Gute Beziehungen und Vertrauen gehen einher mit der Wehrhaftigkeit aller Beteiligter.
      Ein Wehrloser kann kein verlässlicher Partner sein, weil er gerade dem in den Arsch kriechen muss, der ihn im Moment zu schützen verspricht.
      Nur wer sich für sich selbst tatkräftig wehren kann, kommt als Partner in Frage. Alle anderen sind das Gesinde von irgendwem.
      10 8 Melden
    • rodolofo 01.02.2017 09:44
      Highlight @ amei
      So wie Du das sagst, gefällt mir das gar nicht!
      Änderung-Vorschlag:
      "Diese Länder haben keine Achtung vor denjenigen, die sie für Schwächlinge halten, die aber im Grunde die Stärkeren sind."
      (Allen voran: Frauen und Kinder!)
      3 7 Melden
    • SemperFi 01.02.2017 09:55
      Highlight @Wilhelm Dingo: Genau diese Naivität hat uns dahin gebracht, wo wir heute stehen. Mit Staaten wie Russland, China und USA kann man nur aus einer Position der Stärke verhandeln.
      8 3 Melden
    • Fabio74 02.02.2017 08:18
      Highlight Nein Kein Appeasement. Funktioniert nicht. Kuscheln mit Diktatoren endet tödlich
      3 0 Melden
    • D(r)ummer 02.02.2017 09:51
      Highlight Warum kommt dann China in Wirtschaftsfragen auf die Eidgenossenschaft zu?

      @SemperFi, sind wir vielleicht doch genug (nicht militärisch!) Stark?

      (ehrlich)
      0 1 Melden
  • ujay 01.02.2017 07:50
    Highlight Einzig zur Trump'schen Wirtschaftsstrategie hat Blocher recht. Der Rest ist dumpfes Reduit-Gesaeusel eines alten Mannes, der nicht aus seiner selbstbestimmten Rolle als "Retter des Vaterlandes" herausfindet.
    41 19 Melden
  • maek 01.02.2017 07:38
    Highlight Oh no, Blocher. Gang wäg!🙈
    39 21 Melden
  • Maranothar 01.02.2017 07:27
    Highlight «Trump, Brexit, Le Pen, Wilders, AfD oder Beppe Grillo wären ohne Personenfreizügigkeit nie möglich geworden.»

    In dieser Aufzählung hat er jemanden vergessen: Christoph Blocher.
    48 14 Melden
    • 3fuss 01.02.2017 09:44
      Highlight Ja, auch.
      Doch Blocher gäbe es trotzdem, wegen der Europafrage.
      7 4 Melden
  • Menel 01.02.2017 07:10
    Highlight Aaaaaahhhhhhh!!!! ...mehr fällt mir zu solch reaktionären Handlungen nicht ein...
    42 36 Melden
    • atomschlaf 01.02.2017 08:37
      Highlight Aaaaaahhhhhhh!!!! ...mehr fällt mir zu solch gehaltvollen Kommentaren nicht ein...
      21 24 Melden
    • Starfox 01.02.2017 11:09
      Highlight Aaaaaahhhhhhh!!!! Menel wieder mit ihren intelligenten Kommentaren
      6 6 Melden
    • Menel 01.02.2017 11:27
      Highlight Ja, es ist erschreckend. Aber wenn Politiker so intelligente Dinge raus lassen, dann kanns schon mal passieren, dass sogar ich was Intelligentes sage ;)
      7 5 Melden
  • CASSIO 01.02.2017 06:35
    Highlight "Den SVP-Bundesräten, die in den vergangenen Jahren das Verteidigungsdepartement führten, werfe er vor, sich «dem Abbau der Landesverteidigung» nicht genug entgegengesetzt zu haben." Da hab ich nur noch "???"!!! Wer führte denn das VBS? Böse Geister? Vielleicht konnten sich die SVP-BR deshalb nicht dem Abbau entgegensetzen...
    70 19 Melden
  • Grundi72 01.02.2017 06:28
    Highlight Ein kluger Mann!
    35 100 Melden
    • supermario1 01.02.2017 07:33
      Highlight Eher ein Nacheplapperi des Bösen “Diktators“ Juncker...

      “Nach dem Sieg von Donald Trump bei den US- Wahlen will EU-Kommissionspräsident Juncker eine europäische Armee aufbauen. Verteidigungsministerin von der Leyen geht der Vorschlag zu weit.“

      Welt, 10.11.16.
      27 10 Melden
    • ujay 01.02.2017 07:52
      Highlight ...... wieso?
      10 2 Melden
    • bobi 01.02.2017 07:55
      Highlight In Ihren Kommentar hat sich fälschlicherweise das Wort "kluger" eingeschlichen. Aber hey, kein Problem. Tippfehler passieren ;-)
      31 12 Melden
    • Triumvir 01.02.2017 08:15
      Highlight Nein. Punkt.
      14 12 Melden
    • SemperFi 01.02.2017 09:57
      Highlight @bobi: Also Mann ist wohl auch nicht korrekt...
      2 2 Melden
    • Fabio74 02.02.2017 08:19
      Highlight Ein alter Mann voller Verbitterung und Hass der 2007 nicht vergessen kann und dem jeder staatsmännische Anstand fehlt sich zur Ruhe zu setzen
      2 0 Melden
  • Yolo 01.02.2017 06:18
    Highlight Wir haben doch die beste Armee der Welt? Warum noch mehr Geld bereit stellen? Das VBS schafft es nicht einmal das vorhandene Geld sinnvoll einzusetzen
    74 24 Melden
  • TheDude10 01.02.2017 06:07
    Highlight Blocher versucht sich hier von trump zu distanzieren. Fakt ist, bis auf wenige unterschidliche wirtschaftsansichten, betreiben beide schädliche isolationspolitik. Meiner meinung nach sollte mann einen gesunden mittelweg finden. Nicht die schweizer industrie abschaffen und gesunden internationalen handel führen welcher mit umwelt und meschenrechten übereinstimmt. Der bilaterale Weg bringt sogar der Schweiz mehr als den Vertragspartnern. Den zu künden bringt den Mittelstand noch mehr unter Druck.
    80 28 Melden
    • Jango16 01.02.2017 07:14
      Highlight Wieso man dem herrn blocher noch immer eine bühne gibt, ist mir sowieso ein rätsel...
      47 21 Melden
    • supermario1 01.02.2017 07:25
      Highlight Auch bei Köppel in seiner Weltwoche ist es erstaunlich ruhig geworden um Trump. Die heisst jetzt ab sofort, Schweizer-Lokal-Woche. ;) Ob Köppel immernoch Bocksprünge macht in Bezug auf Trumps Dekrete?
      23 8 Melden
    • TheMan 01.02.2017 10:34
      Highlight Schädliche Isolationspolitik? Echt jetzt? Das die PFZ der Wirtschaft mehr schadet, verschweigst du. Sogar mein Chef, ein Bosnier sagt, America first, sollten wir auch hier machen. Swiss first. Arbeistplätze zuerst den Schweizer geben, wurde die Wirtschaft stärken. Sozialsysteme weniger Belasten usw.
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    • Majoras Maske 01.02.2017 11:10
      Highlight Nein, wir Schweizer würden enorm viel verlieren, wenn jedes Land "we first!" schreit. Daher haben wir sicher nicht ein Interesse damit zu starten.
      Wo schadet die PFZ der Wirtschaft? Das ist nur Aberglaube.
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    • TheMan 01.02.2017 12:02
      Highlight Majoras Mase, die Mitarbeiter schauen, das Geld ausgegeben wird. Sprich stellst du Schweizer ein, geben die, Geld aus. Also gehts der Schweizer Wirtschaft besser. Ein Ausländer transferiert Geld ins Ausland. Profitieren wird nur die Bank. Ebenfall würde bei Swiss First, das Arbeitslosengeld weniger beansprucht. Weniger AHV/IV. Was uns Zugute kommt. Warum funktioniert die Australische Wirtschaft so gut. Weil Australier zuerst, falls kein Australier vorhanden, ein Ausländer.
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    • Majoras Maske 01.02.2017 13:14
      Highlight Und ein Schweizer bestellt und kauft im Ausland... Ausserdem gibt es weder genügend Schweizer um die Jobs der Ausländer zu übernehmen, noch ist es plausibel, dass weniger Ausländer zu weniger Stellenabbau infolge Digitalisierung und Automatisierung führen. Ausserdem sind viele Schweizer schlichtweg dümmer als die klügsten Köpfe vom Ausland.

      Der Vergleich mit Australien hinkt, weil Australien ein eigener Kontinent im Meer ist und wir ein kleiner Binnenstaat, der wirtschaftlich und kulturell eng mit seinen Nachbarn verknüpft ist. Und Australien ist ein globales Randgebiet.
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    • Gelöschter Benutzer 01.02.2017 15:05
      Highlight Super, Supermario, köstlich, wie Du Köppel entlarvst. Morgen hat er dann eine andere Maske auf. Sehr ernst und nachdenklich. Skeptisch über jüngste Entwicklungen, die ihn, Köppel, nun doch und trotz aller Anfangseuphorie irritieren... Blablablablablabla
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    • TheMan 02.02.2017 00:12
      Highlight @Majoras Maske, wäre der Inländervorrang richtig umgesetzt worden, hätten wir in Etwa das Australische System. Das heisst etwa 2% Arbeistlose und die Stellen müssten zuerst durch Schweizer besetzt werden. Was der AHV/IV usw zugute kommt. Die Steuern würden Sinken, da die Arbeitslosenkassen nicht mehr Soviel Geld ausgeben müssten. Die AHV wäre abgesichert, da das Meiste Geld in der Schweiz bleiben würde. Aber unsere Linken Politiker wollen uns was anderes Weiss machen. Zerstören aber die Schweiz mehr und mehr.
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