Schweiz
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Eritreeische Flüchtlinge beim Asylzentrum Lumino TI. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

«Leichter Anstieg» erwartet: Bund rechnet nächstes Jahr mit 30'000 Asylgesuchen

23.08.15, 05:45 23.08.15, 09:00


Die Zahl der Asylgesuche wird auch nächstes Jahr steigen. So rechnet das Staatsekretariat für Migration (SEM) 2016 «mit einem ähnlich hohen Niveau der Asylgesuche» wie 2015 – «wobei ein leichter Anstieg wahrscheinlich ist». 

Das schreibt SEM-Direktor Mario Gattiker in einem Brief an die kantonalen Justiz-, Polizei- und Sozialdirektoren, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Der Brief datiert vom 14. August. 

Ein «leichter Anstieg» bedeutet, dass der Bund nächstes Jahr rund 30'000 Gesuchsteller erwartet. 

Aus diesem Grund hat sich das SEM diesen Sommer sowohl beim Verteidigungsdepartement (VBS) als auch beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) nach Zelten erkundigt, in denen Asylsuchende untergebracht werden können. 

Im Aargau bereits Realität: Zelte als vorübergehende Unterkünfte für Asylbewerber. Bild: KEYSTONE

Wegen der steigenden Zahl der Gesuche hat das SEM letzte Woche die Zahl der Zuweisungen von Asylsuchenden an die Kantone erhöht, wie die Sprecherin Léa Wertheimer der «NZZ am Sonntag» sagt. Seither werden pro Woche 850 bis 950 Personen aus den Asylzentren des Bundes auf diejenigen der Kantone verteilt. 

Im Juni waren es wöchentlich 650 bis 750 Personen gewesen. Mittlerweile klagen zahlreiche Kantone, bei der Unterbringung der Asylsuchenden an Grenzen zu stossen. 

Anteil der Schweiz an den Asylgesuchen in Europa seit 1998.

Bild: Staatssekretariat für Migration

(dwi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 23.08.2015 12:32
    Highlight "Leichter Anstieg"?! Sowas darf man im Zusammenspiel mit den Abertausenden die bereits hier leben als baren Zynismus werten 😣! Kein Problem, würde es nur die paar tausend zum Asyl berechtigten Syrer und Afghanen, die an Leib und Leben bedroht sind, betreffen! Aber die überwiegende Zahl sind reine Wirtschaftsflüchtlinge aus Eritrea und anderen afrikanischen Armutsstaaten, solche also, denen man nun gemäss den neuesten kantonalen Forderungen an den Bund, neu mit je 24'000 Franken pro Nase - zusätzlich zu den übrigen persönlichen Sozialkosten (!) - zur "erfolgreichen Integration", anstelle der eh auf uns zukommenden Parallelgesellschaften, verhelfen will. Rechnen wir bloss mal 30'000 x 24'000 Franken, ergibt das die neckische Summe von 720 Millionen Stutz. Ohne die bereits hier weilenden mit einzubeziehen, wohlverstanden! Man würde demnach lieber die Rückführung mit ausreichend Taschengeld in Erwägung ziehen, als unser bewährtes Sozialsystem (primär mal für die Einheimischen gedacht!) unverantwortlich an die Wand zu fahren. Aber eben, es gibt leider genug rein emotionale Fantasten, die keinerlei Bezug zu Geld und zur einfachsten Mathematik haben und daher lieber die eh schon gebeutelten Schweizer Steuerzahler gnadenlos und bis zum Exzess zur Kasse bitten wollen.







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