Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Asylbewerber aus Eritrea vor der Zivilschutzanlage von Lumino am Mittwoch, 20. August. Etwa 50 Asylbewerber aus Eritrea sind seit Ende Juli 2014 in der Zivilschutzanlage von Lumino untergebracht.  (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Eritreeische Flüchtlinge beim Asylzentrum Lumino TI. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

«Leichter Anstieg» erwartet: Bund rechnet nächstes Jahr mit 30'000 Asylgesuchen



Die Zahl der Asylgesuche wird auch nächstes Jahr steigen. So rechnet das Staatsekretariat für Migration (SEM) 2016 «mit einem ähnlich hohen Niveau der Asylgesuche» wie 2015 – «wobei ein leichter Anstieg wahrscheinlich ist». 

Das schreibt SEM-Direktor Mario Gattiker in einem Brief an die kantonalen Justiz-, Polizei- und Sozialdirektoren, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Der Brief datiert vom 14. August. 

Ein «leichter Anstieg» bedeutet, dass der Bund nächstes Jahr rund 30'000 Gesuchsteller erwartet. 

Aus diesem Grund hat sich das SEM diesen Sommer sowohl beim Verteidigungsdepartement (VBS) als auch beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) nach Zelten erkundigt, in denen Asylsuchende untergebracht werden können. 

Armeezelte als temporaere mobile Asylunterkuenfte in Aarau, aufgenommen am Medientermin am Freitag, 31. Juli 2015. Die Armeezelte werden in diesen Tagen von den ersten Asylsuchenden bezogen. Als erster Kanton bringt der Aargau in den kommenden Monaten Asylsuchende auch in Militaerzelten unter. Bei bestehenden Asylunterkuenften in Aarau, Buchs und Villmergen baute die Schweizer Armee im Auftrag des Kantons Zelte auf. (KEYSTONE/Walter Bieri )

Im Aargau bereits Realität: Zelte als vorübergehende Unterkünfte für Asylbewerber. Bild: KEYSTONE

Wegen der steigenden Zahl der Gesuche hat das SEM letzte Woche die Zahl der Zuweisungen von Asylsuchenden an die Kantone erhöht, wie die Sprecherin Léa Wertheimer der «NZZ am Sonntag» sagt. Seither werden pro Woche 850 bis 950 Personen aus den Asylzentren des Bundes auf diejenigen der Kantone verteilt. 

Im Juni waren es wöchentlich 650 bis 750 Personen gewesen. Mittlerweile klagen zahlreiche Kantone, bei der Unterbringung der Asylsuchenden an Grenzen zu stossen. 

Anteil der Schweiz an den Asylgesuchen in Europa seit 1998.

Anteil der Schweiz an den Asylgesuchen in Europa seit 1998.

Bild: Staatssekretariat für Migration

(dwi)

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 23.08.2015 12:32
    Highlight Highlight "Leichter Anstieg"?! Sowas darf man im Zusammenspiel mit den Abertausenden die bereits hier leben als baren Zynismus werten 😣! Kein Problem, würde es nur die paar tausend zum Asyl berechtigten Syrer und Afghanen, die an Leib und Leben bedroht sind, betreffen! Aber die überwiegende Zahl sind reine Wirtschaftsflüchtlinge aus Eritrea und anderen afrikanischen Armutsstaaten, solche also, denen man nun gemäss den neuesten kantonalen Forderungen an den Bund, neu mit je 24'000 Franken pro Nase - zusätzlich zu den übrigen persönlichen Sozialkosten (!) - zur "erfolgreichen Integration", anstelle der eh auf uns zukommenden Parallelgesellschaften, verhelfen will. Rechnen wir bloss mal 30'000 x 24'000 Franken, ergibt das die neckische Summe von 720 Millionen Stutz. Ohne die bereits hier weilenden mit einzubeziehen, wohlverstanden! Man würde demnach lieber die Rückführung mit ausreichend Taschengeld in Erwägung ziehen, als unser bewährtes Sozialsystem (primär mal für die Einheimischen gedacht!) unverantwortlich an die Wand zu fahren. Aber eben, es gibt leider genug rein emotionale Fantasten, die keinerlei Bezug zu Geld und zur einfachsten Mathematik haben und daher lieber die eh schon gebeutelten Schweizer Steuerzahler gnadenlos und bis zum Exzess zur Kasse bitten wollen.







Wiederholt gegen Flüchtlinge gehetzt: Kostet es Gemeindeschreiber Wicki diesmal den Job?

Der Gemeindeschreiber Daniel Wicki der Aargauer Gemeinde Boswil hetzt im Internet gegen Flüchtlinge und Sozialhilfebezüger. Jetzt diskutiert der Gemeinderat über den Vorfall.

«Primaaa hat man diese Schweine erwischt! Und jetzt an die Wand stellen und eine saubere 9mm-Impfung verpassen!!! Tut nicht weh, ist effizient und nachhaltig.» Diesen Aufruf zur Todesstrafe schreibt der Boswiler Gemeindeschreiber Daniel Wicki auf Facebook unter einen Artikel über eine Vergewaltigung einer Frau in Deutschland unter anderem durch Asylsuchende. Der «Blick» hat am Donnerstag über die hetzerischen Äusserungen des Gemeindeschreibers berichtet.

Der Kommentar ist längst nicht der …

Artikel lesen
Link to Article