Schweiz
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Wermuth fordert den Gemeinderat von Oberwil-Lieli auf, den «unverschämten Zensurversuch» sofort zurückzunehmen.
Bild: KEYSTONE

Knatsch in Oberwil-Lieli: SP-Wermuth wirft Glarner «antidemokratisches Vorgehen» vor – und verlangt eine Entschuldigung

12.12.15, 07:18 12.12.15, 11:54

Fabian Hägler / Aargauer Zeitung



Seit die AZ am Freitagmorgen publik gemacht hat, dass SVP-Gemeindeammann Andreas Glarner ein anonymes Flugblatt gegen die Aufnahme von Asylbewerbern in Oberwil-Lieli drucken liess, hagelt es Kritik. Glarner wird in den Kommentarspalten von Onlineportalen, aber auch auf Facebook und Twitter teilweise heftig angegriffen für seine Heimlichtuerei.

Johanna Gündel, die an der Gemeindeversammlung den Antrag zur Aufnahme von Asylbewerbern durchgebracht hatte, ist nicht überrascht, dass Glarner hinter dem anonymen Flugblatt steckt.

«Den Versuch, von einer Bürgerin Ihrer Gemeinde die Rücknahme einer politischen Aussage zu fordern und ihr per Zeitung mit einer Anzeige zu drohen, erachten wir als unerhörte Frechheit und als krassen Missbrauch Ihres Amtes.»

Cédric Wermuth, SP Aargau

«Ich finde es traurig, dass man das offizielle Publikationsorgan der Gemeinde dafür braucht und nicht einmal mit Namen zu seiner Meinung steht», sagt sie auf Anfrage. Gündel, die von der 50-köpfigen IG für ein solidarisches Oberwil-Lieli unterstützt wird, sagt weiter: «Als wir das Flugblatt gelesen haben, vermuteten wir schon, dass es von Herrn Glarner stammt. Darin sind genau seine Argumente gegen die Aufnahme von Asylbewerbern aufgelistet, deshalb war dies naheliegend.»

Glarner teilt munter weiter aus

Zuvor musste Glarner bereits Kritik dafür einstecken, weil er Widersacherin Gündel mit einer Klage gedroht hatte. Die 24-jährige Studentin, deren Antrag zur Aufnahme von Asylbewerbern von der Gemeindeversammlung angenommen wurde, soll bis Montag ihre Aussagen belegen, dass der Gemeinderat von Oberwil-Lieli reiche Einwohner bevorzugt behandle.

Doch der SVP-Politiker lässt sich von der öffentlichen Kritik offensichtlich nicht beeindrucken und teilt weiter aus. Am Freitagmorgen postete er auf Facebook ein Foto von SP-Nationalrätin Jacqueline Badran, die während einer Debatte im Bundeshaus schlief. Glarners Kommentar dazu: «Wenn Roger Köppel im Nationalratssaal arbeitet, wird dies von den Medien kritisiert. Hier seht ihr, was die Sozialistin Badran so macht: ein Nickerchen für CHF 440.- Tagessitzungsgeld.»

SP fordert eine Entschuldigung

Ausgerechnet die SP Aargau verschickte ein paar Stunden später einen offenen Brief an Glarner und den Gemeinderat von Oberwil-Lieli. Darin kritisiert Co-Präsident und Nationalrat Cédric Wermuth die Klagedrohung gegen Johanna Gündel scharf.

«Den Versuch, von einer Bürgerin Ihrer Gemeinde die Rücknahme einer politischen Aussage zu fordern und ihr per Zeitung mit einer Anzeige zu drohen, erachten wir als unerhörte Frechheit und als krassen Missbrauch Ihres Amtes.»

«Das ist absurd, für mich steht die Demokratie über allem, ich habe Frau Gündel an der Gemeindeversammlung sogar geholfen, ihren Antrag korrekt zu formulieren.»

Andreas Glarner

Wermuth verweist auf die Kantonsverfassung, welche die freie Meinungsäusserung garantiere und Zensur untersage. Und er wirft Glarner vor: «Ihr antidemokratisches Vorgehen gegen Frau Gündel rüttelt am Grundvertrauen in unsere demokratischen Behörden und macht Sie als Garanten dieser Rechte unglaubwürdig.»

Die SP Aargau fordert deshalb den Gemeinderat von Oberwil-Lieli auf, den «unverschämten Zensurversuch sofort zurückzunehmen und sich in aller Form bei Frau Gündel und der Öffentlichkeit zu entschuldigen».

Gündel erlebte viel Solidarität

Johanna Gündel freut sich über den offenen Brief. «Es ist schön, solchen Support zu erfahren – und das auch von Leuten, die mich persönlich nicht kennen, sondern sich der Sache halber einsetzen», sagt sie auf Anfrage.

Johanna Gündel kämpfte gegen Glarners Anti-Asyl-Politik – erfolgreich bisher.
Bild: AZ

Auch sonst habe sie viel Solidarität erfahren. «In den letzten Tagen haben mir viele Leute die Unterstützung ausgesprochen, geeignete Anwälte empfohlen oder angeboten, für die Kosten eines möglichen Rechtsverfahrens Geld zu spenden oder zu sammeln.»

Gündel kam erst am Freitagabend von ihrem Studienort Basel nach Hause und sagte, sie werde danach das Einschreiben in Empfang nehmen. «Dann werde ich dieses mit einem Juristen besprechen und gemeinsam mit ihm entscheiden, wie ich darauf reagiere», sagt sie. Der Gemeinderat hat Gündel aufgefordert, bis Montag ihre Aussagen zur angeblichen Bevorzugung von Reichen mit Beispielen zu belegen oder zu widerrufen.

Glarner wehrt sich gegen die SP-Vorwürfe. «Das ist absurd, für mich steht die Demokratie über allem, ich habe Frau Gündel an der Gemeindeversammlung sogar geholfen, ihren Antrag korrekt zu formulieren», sagt er. «Cédric Wermuth würde besser dafür schauen, dass seine Parteikollegin im Nationalrat nicht schläft.»

Wie die Nachrichtenagentur SDA am Freitag berichtete, schlief Jacqueline Badran gar nicht, sondern legte den Kopf auf den Tisch, weil sie krank war. Die SP-Nationalrätin selber schrieb auf Twitter, sie habe an einer Erkältung mit heftigen Gliederschmerzen und Schwächeattacken gelitten.

(aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • pachnota 15.12.2015 15:14
    Highlight Wermuth wähnt sich offensichtlich als unbefleckter Robin Hood des Guten. Für ihn gilt, wie für viele andere auch: lieber mal vor der eigen Tür wischen statt ständig den Moralverwalter zu mimen. Da spielt er doch nur eine Rolle. Ich hoffe, er wird eines Tages erwachsen.
    1 4 Melden
  • Lumpirr01 12.12.2015 15:38
    Highlight Also was der Glarner hier wieder veranstaltet, ist schlicht weg eines Gemeindpräsidenten & Nationalrates unwürdig. Sowas wird auch innerhalb der SVP Aargau hinterfragt und sorgt für ungläubiges Kopfschütteln. Es liegt nun an den Einwohnern von Lieli und der SVP Aargau, diesen Typen in die Schranken zu weisen. Andenfalls lässt der Fall Mörgeli grüssen...................
    24 5 Melden
  • Chrigu91 12.12.2015 13:43
    Highlight Wenn ein SVPler wiedermal ein dummer chancenloser Vorstoss bringt, oder eine unsinnige Frage stellt, kann ich Frau Badran durchaus verstehen, wenn sie einschläft 😂
    40 9 Melden
  • Mr_Burton 12.12.2015 13:11
    Highlight Der Glarner vom rechten Abgrund zeigt seinen wahren Charakter: kaltherzig, verlogen und feige. Solche Scheindemokraten sind eine Schande für den Nationalrat.
    67 6 Melden
  • stadtzuercher 12.12.2015 11:44
    Highlight die gemeindepräsidenten sind in solchen gemeinden oft wie kleine könige: viel macht, beste beziehungen zu den reichen einwohnern, und putzen normale bürger skruppellos runter. kenne in meiner heimatgemeinde dasselbe. da machte der steuerbeamte zusammen mit dem svp gemeinderat druck auf eine alleinstehende einwohnerin mit einer absurden verfügung. die hat sich dann ans kantonale verwaltungsgericht gewandt, und die sache fiel zusammen wie ein kartenhaus, auf kosten der steuerzahler. gut, berichten die medien mal über diesen dorffilz der svp mit den reichen und landbesitzenden bauern.
    84 9 Melden
    • Andi Amo 12.12.2015 15:04
      Highlight Gibt's da auch Quelle(n) dazu...?
      5 6 Melden
    • Andi Amo 13.12.2015 05:18
      Highlight Leute, ich warte immer noch auf irgendwelche Belege...

      Kommt da noch was??
      0 4 Melden
    • FrancoL 13.12.2015 10:48
      Highlight Schau Dir doch einmal den Zonenplan der Gemeinde an, dann überlagerst Du ihn mit den Facilitäten und Du kannst Dir dann Deine Gedanken machen!
      6 3 Melden
  • Mikee 12.12.2015 11:35
    Highlight Wer nicht wählt, wählt rechts. Würde mich interessieren wie viele Nörgler unter den Kommentatoren nicht an der Abstimmung teilgenommen haben. Wir hatten die Chance, jetzt haben wir die Regierung am Hals für die nächsten Jahren inkl. Glarner und Hess.
    51 9 Melden
    • din Vater 12.12.2015 13:12
      Highlight Naja, als Zürcher kann ich für Glarner und Hess nun wirklich nichts dafür bzw. hier hatte ich die Chance definitiv nicht.
      19 7 Melden
    • FrancoL 13.12.2015 10:52
      Highlight ZAAFEE; Falsch! wer nicht wählt unterstützt die Parteien proportional zu ihrem Erfolg! Die SVP "bekommt" demzufolge den grössten Zuspruch von den Nichtwählern! Darum kann man sicherlich sagen: wer nicht wählt stärkt die Linie der SVP/FDP
      4 5 Melden
  • Thanatos 12.12.2015 11:13
    Highlight Jaja sobald man kritisiert wird, sucht man sich jemand anders als Ablenkung und wird persönlich. Aber ob man ungefragt ein Bild von jemandem auf FB stellen darf, wage ich jetzt stark zu bezweifeln.
    Aber typisch SVP, bis zum eigenen Horizont und nicht weiter denken.
    69 14 Melden
    • Sir Jonathan Ive 12.12.2015 15:26
      Highlight Bin total mit deinem Kommentar einverstanden, bis darauf, dass er das Bild nicht hätte veröffentlichen dürfen.
      Ich glaube dadurch, dass Frau Badran Nationalrätin ist, wird sie zu einer öffentlichen Figur.
      Trotzdem ist ein ein riesiger Unterschied, ob eine kranke Nationalrätin in einer normalen Sitzung den Kopf hinlegt, oder ob jemand während der Abschiedsrede einer Exbundesrätin in die Tasten haut. Während einer normalen Nationalratssitzung sind sowieso alle auf Facebook oder am Zeitunglesen. Bei der BR-Wahl ist das aber etwas ganz anderes...
      14 3 Melden
  • FrancoL 12.12.2015 10:45
    Highlight Ein System der Hetze als Kontrapunkt zur Einbindung der zwei Bundesräte in die Landesregierung. Ich wage zu behaupten dass je mehr die beiden SVP-Vertreter im Bundesrat einbezogen werden und deren Handschrift nicht mehr als reine SVP Schrift erkennbar ist, wird die Hetze der SVP -nicht nur von Glarner- zunehmen. Die SVP wird immer den Spagat zwischen Regierungsbeteiligung und Opposition machen. Es wäre eine Illusion an die wahrhaftige Einbindung der SVP in die Regierungen zu denken, diese kommt erst mit 6-7 Bundesräte und einem Wähleranteil von über 50%, ich hoffe: NIE!
    47 12 Melden
    • Lumpirr01 12.12.2015 15:54
      Highlight Lieber FrancoLeo: Ich würde den Fall Glarner klar trennen von den beiden Bundesräten Maurer & Parmelin. Parmelin dürfte eher ein sehr konzilianter Typ sein und sein Kollege Ueli, Naja, so als BR fällt er eher damit auf, dass er manchmal keine Lust hat. Stimmt es, was ich letzthin gehört habe, dass Politiker, welche als Hetzer wahrgenommen werden, vornehmlich aus dem Rechten Lager der Region Zürich und aus dem Linken Lager des Kanton Aargau stammen?
      7 3 Melden
    • FrancoL 13.12.2015 11:14
      Highlight @Lumpirr01; Es geht in meinem Post nicht um die beiden BR sondern um deren Wahrnehmung wenn sie in der Regierung eingebunden sind. Nicht um deren Leistungen, die können später erörtert werden. Es gibt eine wichtige Aufgabenverbindung innerhalb der SVP zwischen BR-Mitgiedern und Hetzer wie Glarner. Daher meine Erwähnung der BR. Die Aufgabenverbindung zielt auf ein Bewirtschaften ALLER Parteiströmungen in der SVP und dazu ist Glarner ein perfekter Exponent. So hält man eine Partei auf Trab. Dass ist nicht Politik sondern eine Ideologie.
      3 4 Melden
    • Lumpirr01 13.12.2015 19:15
      Highlight @FrancoLeo: Tönt so, wie wenn in Herrliberg eine 24 Stunden besetzte Kommandozentrale stehen würde, die sämtliche Befehle erteilen würde, wer (ohne selber denken zu müssen) wann wo welche von oberster Leitung genehmigte SVP - gesteuerte Aktionen ausführen müsste. Sowas ist zwar denkbar, aber doch eher unglaugwürdig! Bitte mal nicht übertreiben...............
      4 3 Melden
    • FrancoL 13.12.2015 19:43
      Highlight @Lumpirr; ja das as Du erläuterst ist nicht weit von der Wahrheit entfernt. Die Leitung ist nicht in einer Hand aber in der Hand von einer Handvoll SVP-Exponenten und die Aufgabenteilung ist ebenfalls gut einstudiert. Das alles hat System! es braucht zudem bei klaren Dogmen nicht eine 24 Stunden besetzte Kommandozentrale, dies ist allerhöchstens in Krisenzeiten ein Szenario.
      4 5 Melden
  • Triesen 12.12.2015 10:40
    Highlight Glarner ist ganz schön in den Schlagzeilen. 🤔 Ob ihn die SVP so zum BR-Kandidaten aufbaut. 🤔 Seine "Qualifikation" hat er mit seiner Politik bereits unter Beweis gestellt... 😆
    45 5 Melden
  • FrancoL 12.12.2015 10:06
    Highlight Glarners Hetze hat System. Kritik prallt an ihm ab und wohl auch am grossen Teil seiner Sympathisanten in der Gemeinde Oberwil-Lieli. Die Hetze bedient die mit dem Entscheid unzufriedenen Bürger der Gemeinde und erreicht zudem ihren Zweck weit über die Gemeindegrenzen hinaus. Eine Stellungnahme der SVP-Parteileitung fehlt gänzlich. Der Post zu Frau Badran zeigt, dass Glarner das System der Hetze weiterzieht und dies ungehindert. Anstatt undemokratische Ausschlussklauseln zu bearbeiten, würde die SVP viel eher solchen Auswüchsen einen Riegel zu schieben.
    92 13 Melden
    • Amanaparts 12.12.2015 11:08
      Highlight Solange es der SVP passt, ist der Volchswille das höchste gut. Wehe aber das Volch ist mal anderer Meinung. Das gelogen wird um das Volch zu beinflussen ist nichts neues, das aber gedroht wird, ist eine neue Dimension. Das ist ein ganz armer Mann und die SVP sollte sich von ihm distanzieren. Rücktritt von allen Ämtern!
      53 10 Melden
    • FrancoL 12.12.2015 11:35
      Highlight @Amanaparts; Dass gedroht wird ist eine neue Dimension? da muss ich klar widersprechen; Drohungen sind immer eine Sache der SVP gewesen. Vielleicht nicht so plump wie bei Glarner. Sehen Sie sich die verschiedene Plakate an, ist da nicht häufig eine unterschwellige Drohung eingebaut. Haben Sie schon einmal eine Rede von CHB im Albisgüetli gehört? ist da nicht ständig Drohungen eingebaut? Nochmals das Drohen bei der SVP hat System und die SVP wird es nie lassen.
      36 8 Melden
    • Andi Amo 13.12.2015 05:36
      Highlight @Amanaparts; Sorry, aber der 'Volchswille' wird momentan gerade von ganz anderer Seite komplett nicht mehr ernst genommen...siehe RASA-Initiative
      1 5 Melden
    • FrancoL 13.12.2015 10:59
      Highlight @ZAAFEE; wenn Du den Unterschied zwischen zB der verbal klaren Ansage von Ueli Maurer und dem Post von Glarner zur Frau Badran nicht siehst, dann ist Dir nicht zu helfen. Dasselbe gilt für Köppels LP-Arbeit im Milizparlament ;-)
      6 3 Melden
    • Amanaparts 13.12.2015 11:21
      Highlight Wenn der SVP der Volchswille so wichtig ist, wieso haben deren BR nicht die Departemente übernommen, bei denen Sie gemäss ParteiProgramm am meisten besten hätten wirken können z.B. EJPD? Richtig! Weil ihnen der Volchswille egal ist. Was zählt ist macht und Wählerstimmen.

      Die SVP schafft unter dem Vorwand des Vochlswillens die Schweiz ab.
      5 1 Melden
    • Andi Amo 13.12.2015 13:48
      Highlight @Amanaparts; Sie sind komplett nicht auf meinen Punkt eingegangen! Dass man kurz nach einer angenommenen Volksinitiative mit einer weitern versucht, diese wieder zückgängig zu machen, nur weil einem das Ergebnis nicht passt, ist für mich ein ziemlich übler Verrat des Volkswillens.

      Das keiner der SVP-Bundesräte das EJPD wollte, könnte auj daran liegen, dass sie es eh nicht hätten Recht machen können.
      1 3 Melden
    • Amanaparts 13.12.2015 14:05
      Highlight Also Andi, hier zu deinem Punkt. Das man kurz nach einer Initiative eine neue Initiative startet ist ein verfassungsmässiges Recht. Es gelten für alle die gleichen Rechte. 100 000 Stimmen und man ist dabei. Oder passt dir unsere Verfassung etwa nicht?!

      Sie hätten es niemandem Recht machen können?! Doch. Der SVP z.B. Oder der vermeintlichen Mehrheit im Volch. Sie hätten es auch Ihrem eigenen Wahlprogramm geschuldet. Aber weisst du was, mich wundert es nicht mal. Eine Partei voller verlogener Proleten und Bauern. Und mit Bauern meine ich nicht Landwirte sondern inzestuöse Hinterwäldler.
      4 2 Melden
    • Andi Amo 13.12.2015 14:45
      Highlight Na also, geht doch ;) Natürlich besteht das Recht, ich zweifle ja nirgends an der Verfassung. Aber es wäre wichtig, dass nachdem das Volk abgestimmt und entschieden hat, man auch den Entscheid akzeptiert. Und nicht alles unternimmt, um einen Volksentscheid wieder auszuhebeln. Das finde ich eine bedenkliche Entwicklung in einer Demokratie,mal ganz losgelöst von der Thematik.

      Ich bin auch nicht gerade ein Fan der Volkspartei, aber was Sie hier ablassen, ist daneben und hetzerisch! Alle in einen Topf? Ich denke, auch die SVP hat wie jede andere Partei einige fähige und intelligente Leute dabei.
      2 5 Melden
    • Amanaparts 13.12.2015 15:19
      Highlight Sie finden es bedenklich? Ich nenne es Ziviler Ungehorsam. Die SVP hat gelogen und betrogen um die Wahl zu beeinflussen. Nur Fair, dass man das versucht wieder zu berichtigen.

      Also ich muss schon bitten, Ich habe nicht gesagt, die SVP hat keine fähigen Leute, ich habe nur gesagt, dass die Partei voller Proleten und Bauern ist. Ich habe nicht gesagt, dass ALLE Proleten und Bauern sind. Eines signifikante Anzahl lässt sicher aber nicht abstreiten.

      Hetzerisch ist aber ein gutes Stichwort. Siehe Wahlpropaganda der SVP.
      6 3 Melden
  • Tilman Fliegel 12.12.2015 09:46
    Highlight Erleben wir schon die Mörgelisierung von Glarner?
    67 13 Melden
  • _helmet 12.12.2015 08:32
    Highlight Denke, da steckt auch viel Kalkül dahinter. SVP will mit allen Mitteln das Image verhindern, dass sie als Vertreterin einer neoliberalen Elite wahrgenommen wird. Gleichzeitig wird bewährtes Propaganda-Instrument anwendet: die Kritiker als unglaubwürdig und unlauter darstellen. Tatsachen und Fakten spielen da keine Rolle. Das ist Demagogie professionell ausgeführtes Politmarketing, Marke SVP.
    92 17 Melden
    • Triesen 12.12.2015 08:57
      Highlight ...und wer war einst der Meister dieser gezielten Demagogie? 🤔 Den Namen darf ich jetzt nicht schreiben, sonst werde ich von Blitzen erschlagen. 🤔 Nur soviel sei verraten: Er hat sich vor einigen Jahrzehnten das Leben genommen, zusammen mit seiner Frau, nachdem sie die Kinder vergifteten. 🤔 Aber den Namen habe ich jetzt nicht gesagt... 😆
      45 19 Melden
  • zombie woof 12.12.2015 08:30
    Highlight Glarner ist eine Schande! Von mir aus soll er auf dem Herrliberg bei seinem Meister Anker Bilder abstauben oder Rasenmähen aber in der Politik hat er nichts verloren!
    110 21 Melden
  • Jazzomaniac 12.12.2015 08:07
    Highlight Jaqueline Badran sass mit Fieber und somit ziemlich erschöpft an ihrem Pult. Ob sie tatsächlich schlief? Aber einfach immer feste drauf.
    89 15 Melden
  • amazonas queen 12.12.2015 08:06
    Highlight Es ist erstaunlich, wie es Nieten immer wieder schaffen, ins Parlament zu ziehen.
    83 12 Melden
    • phreko 12.12.2015 17:53
      Highlight @Zaafee: Man darf ja wohl von jedem Menschen erwarten, dass er ein nützlicher Teil der Gesellschaft wird.
      5 2 Melden
    • FrancoL 13.12.2015 11:04
      Highlight ZAAFEE: Dann umschreibe einmal das Ziel welches Glarner zu avisieren hat. Dieses Ziel muss schon an Wichtigkeit kaum zu überbieten sein um derartig verwerfliche Ausfälle von Glarner zu begründen. Da genügt wohl ein kleines ZaaWee nicht.
      3 1 Melden
  • Triesen 12.12.2015 07:32
    Highlight Glarner. Ein symbolisches Armutszeugnis für die Politik der SVP...
    116 19 Melden
    • klugundweise 12.12.2015 08:27
      Highlight ... und für ihre Wähler!

      30% der Wählenden laufen diesen Rattenfängern hinterher. Der Rechtsschub in ganz Europa ist alarmierend.

      98 20 Melden
    • Triesen 12.12.2015 08:32
      Highlight @klugundfair ...der Vergleich mit dem Rattenfänger ist eigentlich nicht fair. 🤔 Seine Aktion hatte einen guten Zweck... 😆
      35 11 Melden

Nationalrat debattiert die Selbstbestimmungs-Initiative – und die SVP macht den Kasperli

Der Nationalrat hat am Mittwoch die Debatte zur Selbstbestimmungsinitiative der SVP fortgesetzt. Erneut ging es um grosse Themen - um Demokratie, Rechtsstaat, Freiheit und die Frage, in welchem Verhältnis diese zueinander stehen. Auch Showeinlagen fehlten nicht.

Entscheiden wird der Rat erst kommenden Montag nach einer Open-end-Sitzung. Insgesamt 83 Ratsmitglieder wollen sich äussern. Bisher kam etwa die Hälfte zu Wort. Die SVP-Vertreter stellten erneut viele Fragen, allerdings nicht mehr den Votanten aus den eigenen Reihen.

Sie zeigten sich dafür kreativ. Thomas Aeschi (SVP/ZG) hantierte mit einer Marionette, um zu verdeutlichen, dass «fremde Richter» über die Schweiz bestimmten. Andreas Glarner (SVP/AG) klebte sich mit EU-blauem Pflaster den Mund …

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