Schweiz
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Martin Landolt, Parteipraesident BDP, spricht an der Delegiertenversammlung der BDP Schweiz, in Bern, am Samstag, 31. Oktober 2015. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Landolt am Samstag an der BDP-Delegiertenversammlung in Bern.
Bild: KEYSTONE

Er ist «gekommen um zu bleiben»: BDP-Präsident Martin Landolt will aus dem Schatten von Eveline Widmer-Schlumpf hinaustreten

31.10.15, 11:49 31.10.15, 14:19


Die BDP will aus dem Windschatten ihrer Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf heraustreten. Das hat Parteipräsident Martin Landolt am Samstag vor den Delegierten in Bern betont. Die BDP habe auch ohne Bundesrätin Zukunft.

«Wir sind gekommen, um zu bleiben», bekräftigte Landolt. Vor den Eidgenössischen Wahlen habe es immer geheissen, dass die BDP um ihre Fraktionsstärke, ja gar um ihr Überleben kämpfe. «Wir sind nicht in diesem Grab gelandet, das uns seit unserer Gründung geschaufelt wird», sagte Landolt.

Die BDP wolle die kommenden vier Jahre nutzen, um die konstruktiven Kräfte zu stärken und dafür zu sorgen, dass «die bürgerliche Vernunft» zurückkehrt.

Keine einfache Legislatur

Landolt räumte ein, dass die kommende Legislatur keine einfache sein wird. Seine Partei werde sich dafür engagieren, dass die bürgerliche Mitte mit einem kompakteren Auftritt und weniger Zersplitterung auftrete. Die BDP werde dabei als Partner auftreten und nicht als Bittsteller. «Und wir werden dafür nicht unsere Eigenständigkeit aufgeben», sagte der Parteipräsident.

Im Rückblick auf die Verluste der BDP bei den Eidgenössischen Wahlen stellte Landolt fest, dass es der Partei nicht im gewünschten Ausmass gelungen sei, den Menschen die geschürten Ängste zu nehmen und genügend Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu mobilisieren.

«Es ist nicht der Fehler der Wahlsieger, dass sie gewonnen haben», gab Landolt zu bedenken. Nun gelte es, eine selbstkritische Analyse zu machen. Diese dürfte etwas breiter ausfallen, da sie auch andere Mitteparteien betreffe.

Respekt, Dankbarkeit und Stolz gegenüber Widmer-Schlumpf

Den Rücktrittsentscheid von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf akzeptiere die Partei «mit Respekt, Dankbarkeit und Stolz», führte Landolt aus. Widmer-Schlumpf habe es nicht nötig, noch irgendetwas zu beweisen oder sich gar an etwas zu klammern. «Sie hat einen Leistungsausweis, der einen fetten Eintrag in die Geschichtsbücher verdient.»

Die scheidende Bundesrätin sass mitten unter den Delegierten, umringt von Fotografen und Kamerateams. Neben Widmer-Schlumpf am Tisch sass Altbundesrat Samuel Schmid. Dem Dank Landolts an die scheidende Bundesrätin schlossen sich die Delegierten mit langanhaltendem Applaus an. (egg/sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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