Schweiz

Tidjane Thiam ist seit Mitte 2015 Konzernchef der Zürcher Grossbank Credit Suisse. Bild: KEYSTONE

Trotz Riesenverlust: So erklärt die CS die hohen Boni (Tipp: so wie immer)

Der Verlust der Credit Suisse ist im Geschäftsjahr 2016 höher ausgefallen als bisher kommuniziert. Dennoch sind die Boni angestiegen. Gewinner sind vor allem die Topshots der Bank.

25.03.17, 13:07 25.03.17, 20:39

Roman Seiler / Schweiz am Wochenende

Eine Million Franken pro Monat: So viel verdiente Tidjane Thiam 2016. Er ist seit Sommer 2015 Konzernchef der Credit Suisse (CS). Die Zürcher Grossbank schrieb wegen der Bereinigung von Altlasten in den letzten zwei Jahren je einen Milliardenverlust und benötigt deswegen frisches Kapital.

Thiam wusste, dass er als Aufräumer zur CS geholt worden ist. Dennoch sagte er in einem Interview mit der Zeitung «Finanz und Wirtschaft», die Zeche für die Aufräumarbeiten dürfe nicht dem aktuellen Management belastet werden: «Das Tagesgeschäft der Bank ist profitabel.»

Das sieht auch der für die Chefsaläre zuständige Verwaltungsrat (VR) so: Er präsentiert die Rechnung dem Aktionär. Zur Finanzierung der Wahldividende schlägt das Aufsichtsgremium der Generalversammlung vor, das «genehmigte Kapital» zu erhöhen. Die Wahldividende von 70 Rappen kann bar oder in Form von Aktien bezogen werden. Verweigern die Aktionäre die Zustimmung, entfällt die Ausschüttung.

Mehr Geld gibt's dagegen für die Mitarbeiter: Der Bonustopf ist von 2.9 auf 3.1 Milliarden Franken erhöht worden. Der Präsident des Vergütungskomitees, Jean Lanier, begründet dies mit dem immergleichen Argument von Vertretern Schweizer Grossbanken.

Wegen der Verkleinerung des Bonus-Topfes für 2015 sei das «Fluktuationsrisiko unter Schlüsselkräften» im Investmentbanking sowie in der Division Asia Pacific im ersten Quartal des letzten Jahres angestiegen. Deshalb habe man auch Sonderboni gewährt, um Mitarbeiter halten zu können.

Profitiert von den höheren variablen Vergütungen haben insbesondere die 939 «Risikoträger». Im Schnitt verdiente ein solcher Schlüsselmitarbeiter 1.75 Millionen Franken. Das sind 77'000 Franken mehr als im Vorjahr. Sie erhielten Boni von insgesamt 900 Millionen Franken.

Das dürfte rund doppelt so viel sein, wie den knapp 1200 Risikoträgern der französischen Bank BNP Paribas für 2016 gewährt wird. Nur: Das grösste Geldhaus im Euroraum erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Vorsteuergewinn von rund 12 Milliarden Franken (siehe Grafik unten).

Deutsche-Bank-Chefs lehnen Boni ab

Dennoch verdient BNP-Paribas-CEO Jean-Laurent Bonnafé lediglich 3.5 Millionen Franken. Das ist wenig im Vergleich zu den Bezügen anderer Konzernchefs globaler Banken in Europa und in den USA. So kommt John Cryan, ein ehemaliger UBS-Manager, bei der Deutschen Bank auf rund 4 Millionen Franken.

Auch Cryan wurde im Sommer 2015 engagiert, um Altlasten aus dem vergangenen Jahrzehnt zu bereinigen. Er fürchtet sich nicht davor, die Gehälter radikal zusammenzustreichen. Der Bonitopf für 2016 beläuft sich auf rund 540 Millionen Franken – 77 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Konzernleitungsmitglieder bezogen nur ihre Grundgehälter.

Fast dreimal mehr als Cryan lässt sich CS-Chef Thiam auszahlen. 2015 verzichtete er auf einen Teil seines Bonus. Ohne diese Gehaltsreduktion hätte der Ivorer für sechs Monate rund 6.5 Millionen Franken verdient. Der Vergütungsausschuss hat ihm für 2016 das beinahe gleich hohe Salär wie 2015 gewährt.

Für seinen Wechsel zur CS bekam er zudem eine Kompensationszahlung von 14.3 Millionen für verlorene Boni-Ansprüche bei seinem früheren Arbeitgeber, dem britischen Versicherer Prudential. Die Saläre aller 13 im letzten Jahr aktiven Konzernleitungsmitglieder summieren sich auf 82 Millionen Franken.

Verluste aus gesperrten Aktien

Wie bei kotierten Firmen üblich besteht ein grosser Teil der Bezüge aus gesperrten Aktien, die mehrere Jahre gesperrt sind. Weil der Aktienkurs stark gesunken ist, sind diese Gehaltsanteile von Thiam gut 5 Millionen Franken weniger wert.

Gut gepokert hat VR-Präsident Urs Rohner: Er liess sich 2015 sein bar ausbezahltes Grundgehalt um 500'000 Franken auf 3 Millionen Franken anheben und verzichtete im Gegenzug auf seine Funktionszulage als VR-Präsident von 1.5 Millionen Franken. Für das vergangene Jahr bezieht er erneut nur die Hälfte, lässt sich diese 750'000 Franken aber in Form von Aktien auszahlen. Deren Kurs dürfte nun zulegen.

Video-Kommentar zum CS-Lohnentscheid von Wirtschafts-Redaktor Roman Seiler.

Video: © az/Roman Seiler und Elia Diehl

Mit seinen Bezügen von 4 Millionen Franken zählt Rohner zu den bestbezahlten VR-Präsidenten in der Schweiz. Noch mehr erhält UBS-VR-Präsident Axel Weber. Verglichen mit denjenigen grosser globaler Banken sind das sehr hohe Entschädigungen.

Wenn ein VR-Präsident wie Weber 6 Millionen Franken verdient, muss auch die Entschädigung seines CEOs entsprechend höher sein. Oder andersrum formuliert: Ein sehr gut verdienendes VR-Mitglied wird sich hüten, sein Honorar mit Kritik an der Vergütung der Konzernleitung aufs Spiel zu setzen.

So wollte gestern Andreas Koopmann, der auch im Vorstand des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse sitzt, zum hohen Lohn von Thiam keinen Kommentar abgeben. Er bezieht als Mitglied des Vergütungsausschusses des CS-Verwaltungsrats 450'000 Franken. Ex-Roche-Chef Franz Humers Honorar beläuft sich bei der ungleich grösseren Citigroup auf 318'000 Franken.

Begründet werden die hohen Honorare Schweizer VR-Mitglieder stets damit, dass ihre strategische Verantwortung grösser ist als bei ausländischen Unternehmen. Nur müssten sie diese auch wahrnehmen, unkt ein Bankinsider.

Keine leistungsbezogene Gehälter

Es gebe keinen Zusammenhang zwischen dem Lohn eines CEO und dem Unternehmensergebnis, sagt Vergütungsexperte Urs Klingler, Geschäftsführer von Klingler Consultants: «Ob ein Unternehmen einen Gewinn oder einen Verlust ausweist, sagt noch nichts über die Leistung des Konzernchefs aus.»

Die zu messen, sei schwierig: «Es gibt keine vernünftigen Parameter dafür. Deshalb gibt es auch keine Bezahlung für die Leistung.» Wie erfolgreich ein Manager agiert, lasse sich erst nach mehreren Jahren beurteilen.

Wegen der zunehmenden Regulierung und der tiefen Zinsen sinken die Margen. Banken senken deshalb die Kosten, beispielsweise durch Personalabbau. «Daher müssten auch die Cheflöhne sinken», sagt Klingler. Die Offenlegung der Löhne führe jedoch dazu, dass die Löhne der Top-Manager mindestens gleich hoch blieben oder gar anstiegen. Das Resultat, so Klingler: «Verdient der Chef viel, verdienen auch die restlichen Mitarbeiter viel.» (aargauerzeitung.ch)

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Brikne, 20.7.2017
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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spiessvogel 26.03.2017 14:56
    Highlight Zur Zeit des Feudalismus erkauften sich Kaiser und König die Loyalität der subalternen Verwalter im politischen Überlebenskampf mit der Abgabe von Herrschaftsrechten über bestimmte Gebiete. Banken erkaufen sich die Loyalität ihrer Kader in Schlüsselfunktionen mit exorbitanten Zuwendungen, um im Machtkartell des Rauptierkapitalismus bestehen zu können. Wohin gekaufte Loyalitäten in der Politik führen, lehrt die Geschichte des Absolutismus. Wohin gekaufte Loyalitäten im Bankenweswesen führen, lehrt die noch nicht ausgestandene Bankenkrise.
    3 0 Melden
  • Tschedai 26.03.2017 11:57
    Highlight «Risikoträger». Genau.
    4 0 Melden
  • R. Schmid 26.03.2017 08:17
    Highlight Für mich sind die Grossbanken sowieso nur kriminelle Vereinigungen, beim Salär sowieso.
    15 1 Melden
  • Wölfli beim Lamm 25.03.2017 17:52
    Highlight Ich wundere mich, dass Urs Rohner, der mitverantwortlich ist für die horrenden Bussen die die Bank seit Jahren in die Verlustzone führen, noch immer Präsident ist.
    36 2 Melden
  • banda69 25.03.2017 16:03
    Highlight Diese Löhne sind blanke Gier. Unterstützt wird diese Gier von den Bürgerlichen.
    62 15 Melden
    • Schnuderbueb 25.03.2017 16:43
      Highlight Und ich dachte immer die Linken und Netten seien Schuld!? ;-)
      18 7 Melden
  • atomschlaf 25.03.2017 15:59
    Highlight Wenn der Laden Verluste schreibt, sollten die Saläre bei einer halben Million p. a. gedeckelt werden.
    45 4 Melden
    • Posersalami 25.03.2017 22:28
      Highlight Wieso soll jemand überhaupt 0.5mio verdienen? Niemand leistet so viel, um 4-5x mehr zu verdienen als ein normaler Angestellter. Oder machen die die Arbeit auch 4-5x so schnell?
      Ein Lohn soll Leistungsgerecht sein, was bei solchen Summen einfach nicht geegeben ist. Sonderlich gut machen diese "Entscheider" ihre Arbeit zudem auch nicht, man braucht sich ja nur den Zustand von deren Firman anschauen oder was die teilweise angerichtet haben.
      20 11 Melden
  • pachnota 25.03.2017 15:59
    Highlight Ich find,s halt schon lustig, das der CS Chef ein Schwarzer ist.
    Muss doch irgendwie verwirrlich sein, für unsere antikapitalismus, antirassismus-Einzeller.
    "Irgendetwas passt da nicht in,s Weltbild, aber was ist es bloß??"
    30 48 Melden
    • Binnennomade 25.03.2017 16:42
      Highlight Antirassismus-Einzeller? Seriously? Leute, die gegen Rassismus sind, als Einzeller beleidigen ist natürlich grosse Klasse.
      Mal abgesehen davon, dass es eben genau nicht Rassismus ist, wenn auch Schwarze Arschlöcher sein können.

      Ich hoffe, du wirst deinen Frust demnächst auf eine bessere Art los.
      38 11 Melden
    • Nick Name 25.03.2017 16:51
      Highlight Zusammenhang?
      Was hat Kapitalismus mit Hautfarbe zu tun?
      32 7 Melden
    • Spooky 25.03.2017 18:05
      Highlight Das stimmt, was pachnota sagt, seien wir doch ehrlich!

      Aber da sind wir doofen Schweizer selber schuld.

      Seit ich denken kann, haben uns die Medien und die Kirchen und die Hilfswerke eingetrichtert, dass in Afrika vor allem arme, hilfsbedürftige Menschen leben würden, die auf unsere Hilfe angewiesen seien.

      Wir sind jahrzehntelang brandschwarz angelogen worden, nur damit wir Geld spenden.

      17 28 Melden
    • Echo der Zeit 25.03.2017 19:08
      Highlight @Spooky -Meine Fresse so ein Weltfremder Kommentar. Aber das sich so Wutbürger Deppen über ein Schwarzen an der CS Spitze Stören überrascht mich jetzt nicht.
      23 9 Melden
    • pachnota 25.03.2017 19:19
      Highlight Echo
      du hast Recht
      Die Antifa dreht durch..ab einem Schwarzen an der CS Spitze.
      Völlig daneben.
      5 12 Melden
    • Spooky 25.03.2017 19:30
      Highlight @Echo der Zeit

      Es tut halt ein wenig weh, wenn man jahrzehntelang angelogen worden ist.

      Sowohl meine Mutter als auch mein Vater haben ihr Leben lang gekrampft. Schweizer Unterschicht.

      Und dann kommt so ein unbedarfter Yuppie und kassiert 12 Millionen für nichts.

      Kannst nicht verstehen, dass man sich da Gedanken macht?
      13 14 Melden
    • Echo der Zeit 25.03.2017 20:40
      Highlight Spooky - Ich darf mich wie auch meine Eltern und Grosseltern zur Schweizer Unterschicht zählen. Nur ist Rassismus der Falsche Weg. Und so wegen Yuppies - ich Arbeite nicht mehr so oft aber Leider immer noch gelegentlich an der Goldküste - machen sie mal einen Ausflug dorthin - dann vergessen sie Afrika sehr schnell.
      9 8 Melden
    • Nick Name 25.03.2017 20:57
      Highlight Hallo, Spooky und pachnota: Was habt ihr denn heute gegessen? ...
      Meint ihr das wirklich ernst?
      Antifa dreht durch?
      Jahrzehntelang angelogen? Vom CS-CEO, weil er dunklere Haut hat? Hä? Oder wie, oder was?

      Ach, gute Nacht.
      11 7 Melden
    • pachnota 25.03.2017 21:08
      Highlight ja. nick name, dir auch gute nacht..
      Pfuus guet,,gäll
      6 8 Melden
    • Spooky 25.03.2017 21:37
      Highlight @Echo der Zeit

      Ich verstehe deinen Kommentar nicht. Was soll ich an der Goldküste? Die Villen der Reichen bewundern? Kann man an der Goldküste überhaupt noch dem Zürisee entlang wandern?
      8 4 Melden
    • Spooky 25.03.2017 21:40
      Highlight @Nick Name

      Also was mich betrifft, meine ich es ernst. Wohin sind all die Spenden der spendierfreudigen und naiven Schweizer der letzten 50 Jahre verschwunden?
      10 6 Melden
    • Braun Pascal 25.03.2017 22:11
      Highlight Da gibts nur eine Antwort: ich bin kein Rassist,ABER....
      7 5 Melden
    • Binnennomade 26.03.2017 00:19
      Highlight Spooky, vielleicht noch einige Inputs, die du morgen früh nüchtern lesen kannst:

      1. Afrika ist ein Kontinent mit 55 Staaten und 1.1 Mrd. Menschen.

      2. Einige dieser Länder sind vergleichsweise gut entwickelt, z.B. war Côte d'Ivoire (wo ein gewisser CS-CEO herkommt) bis vor 20 Jahren ein relativ reiches Land mit einem sehr hohen Bildungsstandart.

      3. Einige Länder sind stark unterentwickelt und/oder von Kriegen gezeichnet. Trotz der grosszügigen Hilfe der Schweizer Unterschicht fährt noch nicht jeder Einwohner dieser Länder eine Mercedes C-Klasse.

      Ich hoffe, ich konnte klären.
      15 5 Melden
    • Spooky 26.03.2017 00:34
      Highlight @Braun Pascal
      Wenn ich alle Menschen hasse, bin ich dann auch Rassist?
      7 4 Melden
    • Spooky 26.03.2017 01:15
      Highlight "Trotz der grosszügigen Hilfe der Schweizer Unterschicht fährt noch nicht jeder Einwohner dieser Länder eine Mercedes C-Klasse."

      Nicht jeder Einwohner, aber ganz ganz viele. Und zwar auf Kosten jener gutgäubigen Schweizer, die den Schweizer Hilfswerken spenden.
      6 14 Melden
    • Binnennomade 26.03.2017 07:39
      Highlight Oh je, Spooky.. 😅
      10 4 Melden
    • Nick Name 26.03.2017 10:14
      Highlight Spooky, über Sinn und Unsinn von "Entwicklungshilfe" soll man ja durchaus diskutieren. Aber dann bitte ohne Pauschalisierung.

      Und noch mal: Das Thema des Artikels ist ein ziemlich völlig anderes.
      4 4 Melden
    • Braun Pascal 26.03.2017 10:43
      Highlight @spooky, nein Menschenhasser sind Mesanthrop
      7 3 Melden
    • Spooky 26.03.2017 20:21
      Highlight @Nick Name
      "Vom CS-CEO, weil er dunklere Haut hat?"

      Nicht vom CS-CEO, sondern von den Medien, den Kirchen (vor allem von der katholischen) und von den Hilfswerken.

      Habe ich doch in meinem Comment so geschrieben.
      2 4 Melden
    • Spooky 26.03.2017 20:29
      Highlight @Binnennomade
      Danke für deinen Kommentar. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass er mit meinem gar nicht im Widerspruch ist.

      Uns von der Schweizer Unterschicht haben die Hilfswerke in den 50-er und 60-er Jahren ständig eingetrichtert, dass in Afrika nur hungernde Leute Leben, denen es viel viel schlechter ginge als uns.
      Das stimmte eben nicht. Aber wie konnten wir das wissen? Wir krampfenden Unterschichtler hatten ja keine Möglichkeit, nach Afrike zu reisen. Wir hatten auch nicht den Erlebnishorizont, um das zu machen. Heute weiss ich es besser. Wir wurden verarscht.
      3 5 Melden
    • Binnennomade 26.03.2017 21:09
      Highlight Also ist dein Punkt, dass die Hilfswerke vor 60 Jahren zu wenig differenziertes Marketing betrieben haben?
      Kannst du bitte den Bogen schlagen zu Boni-Bezügen in einer Grossbank mit ivorischem CEO?
      Und nur so aus Neugier, wie alt bist du?
      5 2 Melden
    • pachnota 26.03.2017 22:36
      Highlight Bienennomade
      Bitte hör auf mit deinem Hypermoralisieren. (du bist doch auch nicht besser oder?)
      Nimm besser Stellung zur Ausgangslage der
      Diskussion.
      Sind Linksexterme verunsichert od. irritiert, weil der CS Chef Schwarz ist?
      Getrauen sie sich trotzdem so loszuholzen wie sonnst üblich, wenn,s um Banker geht, oder verspüren sie Skrupel?

      Ist doch eine interessante Frage!
      Darf man doch fragen...oder?
      2 5 Melden
    • Spooky 26.03.2017 22:47
      Highlight @Nomade
      "Kannst du bitte den Bogen schlagen zu Boni-Bezügen in einer Grossbank mit ivorischem CEO?"

      Ja, kann ich. Uns wurde vorgemacht, dass alle Afrikaner arme "Negerli" seien, denen man Geld schicken müsse. Wer kein Geld schicke, sei ein Unmensch. Heute ist nun einer von diesen armen "Negerli" CEO der CS und kassiert in 3 Tagen zirka 100'000 Franken, während wir ums finanzielle Überleben kämpfen.

      Man kommt sich blöd vor und verarscht. (Ich bin 66) (ungefähr). So ganz genau mag ich das nicht sagen. Ich bin nicht CEO, der sich Staranwälte leisten kann.
      2 6 Melden
    • Echo der Zeit 26.03.2017 23:03
      Highlight @ pachnota - Linksexterme sind nicht verunsichert weil der CEO der CS ein Schwarzer ist, die sind ja gegen Rassismus - denn CEO der CS Hassen die sowieso - die Hassen Kapitalisten generell - und Rassisten Hassen sie auch.
      5 1 Melden
    • Jan Hug 27.03.2017 14:17
      Highlight @spooy
      Und du glaubst auch das jeder Schweizer Millionär ist wenn die Schweiz wieder mal als sehr wohlhabend dargestellt wird? An diesem Beispiel siehst du, dass auch wenn ein Land (Kontinent) als "arm" oder "reich" dargestellt wird, es auch in diesen Ländern Menschen gibt welche dem Stereotyp nicht entsprechen.. so wie es in der Schweiz Menschen gibt welche unter der Armutsgrenze leben, so gibts auch Menschen welche in Afrika wohlhaben sind.
      2 0 Melden
    • pachnota 27.03.2017 20:05
      Highlight Jan
      Wobei man auch da sagen kann, dass es im Bereich Armut sehr wohl Unterschiede gibt.
      Komme gerade aus Kolumbien zurück. Dort bedeutet Armut auch wirklich Arm sein, also nichts zu essen zB. Oder kein Dach über dem Kopf.

      So etwas gibt es in der CH glücklicherweise nicht mehr.
      0 0 Melden
  • MarZ 25.03.2017 15:40
    Highlight Wer Aktien der CS hat, soll doch an die GV gehen und die Boni ablehnen. Den Rest geht es rein gar nichts an, was eine private Firma ihren Mitarbeitern bezahlt.
    30 48 Melden
    • AL:BM 25.03.2017 15:45
      Highlight Da haben Sie vollkommen recht. Sehr viele Aktionäre sind ebenfalls Geldsäcke und darum ist das ein Kreislauf😂
      29 5 Melden
    • Echo der Zeit 25.03.2017 16:02
      Highlight Bezahlen tun Steuerzahler und PKs, wenn wieder mal ne Rettung Notwendig wird - weil die Super Manager mit dem Geld Spielen (verspielen).
      44 5 Melden
    • MarZ 25.03.2017 16:27
      Highlight @AL:BM: eine CS Aktie kostet weniger als 20.-

      @echo: Wie schon weiter unten geschrieben, hat der Steuerzahler bei der Rettung der UBS ordentlich Geld verdient gemacht
      6 20 Melden
    • ZH27 25.03.2017 16:29
      Highlight Das Ding ist halt, dass viele Aktien von instututionellen Investoren gehalten werden (Versicherungen, Fonds etc.). Die werden ihr Portfolio irgendwie diversifiziert haben und ich weiss nicht, wie fest die sich für das Geschäft selbst überhaupt interessieren, solange das Verhältnis von "Risko" (wie auch immer man das dann definieren will) und erwartetem Gewinn angemessen ist. Die Boni der Chefs interessiert die sowiso nicht (zumal die im Vergleich zu den Gewinnen/Verlusten dieser Firmen dan doch nicht extrem hoch sind).
      8 1 Melden
    • CASSIO 25.03.2017 16:36
      Highlight Echo der Zeit: der Steuerzahler ist nirgends eingesprungen bei der Bankenrettung, es war die SNB. In Folge musste Oberversager Ospel gehen, was zur Folge hatte, dass Hildebrandt aus dem Amt gemobbt werden musste.
      5 5 Melden
    • MarZ 25.03.2017 16:39
      Highlight @ZH27: Wenn das Verhältnis Risiko /Gewinn Verhältnis stimmt, sind ja auch die Boni angemessen.
      2 8 Melden
    • ZH27 25.03.2017 17:25
      Highlight @MarZ
      Absolut. Habe deinen Kommentar so verstandden, als ob Private Anleger es in der Hand hätten. Das haben sie nicht ;) Aber ja, wer mit der Art wie seine PK das Geld investiert nicht zufrieden ist, muss halt da anklopfen.
      2 1 Melden
    • Hoppla! 25.03.2017 18:10
      Highlight Echo der Zeit: Wie viele Millionen hat der Steuerzahler der CS denn bezahlt?

      Ich verstehe die künstliche Auftegung nicht. Ein Bonus der sich nicht primär am Gewinn orientiert finde ich nicht schlecht. Schlichtweg weil die Treiber der Gewinns kaum eruierbar sind.
      3 4 Melden
    • AL:BM 25.03.2017 18:19
      Highlight MarZ: ja und?
      1 2 Melden
    • Echo der Zeit 25.03.2017 19:02
      Highlight Ja genau es wurde Zurückgezahlt, das stimmt - Glück gehabt? Was wäre gewesen wen alles den Bach Runter gegangen wäre - weiterzahlen. Es ist doch Tatsache das weitergewurstelt wird bis die nächste Finanzkrise kommt.
      4 3 Melden
    • Hoppla! 26.03.2017 22:53
      Highlight @ Echo der Zeit

      Verwechselst du nicht CS mit UBS?

      Primär wurde die UBS gerettet weil ein Ausfall der Bank ein Ausfall von jeglichen Zahlungstransaktionen zur Folge gehabt hätte. Was das heisst kann sich jeder selbst ausmalen.

      Dass im System etwas nicht stimmte und man nicht viel daraus gelernt hat; geschenkt! Halbwahrheiten und Stammtischweissheiten nützen aber auch nichts. Und was die Bonusrunde damit zu tun hat weiss ich noch weniger.
      1 0 Melden
  • Phrosch 25.03.2017 15:38
    Highlight Wenn ich das richtig überlege, geben die mit ihrer Begründung zu, dass ihr (Top)Management käuflich ist. Und wenn die Bank für käufliche Manager mehr zahlt, ist sie korrupt. Oder sehe ich da etwas nicht, das zu einer anderen Erklärung führen müsste?
    36 4 Melden
    • Maragia 25.03.2017 16:02
      Highlight Naja, was heisst hier käuflich? Jeder ist käuflich, da man ja Geld für seinen Job erhält. Ich würde auch eher bei der CS bleiben wenn ich 50% mehr Bonus erhalte, statt einen anderen Job suchen.
      Heisst aber nicht, dass die CS diese Praktiken auch leben muss
      6 4 Melden
    • _kokolorix 25.03.2017 18:09
      Highlight Wer seinen gutbezahlten Job bei einer schlechtlaufenden Firma für noch mehr Geld bei der Konkurrenz aufgibt ist ein illoyales Schwein. Gegen Erfolgsbeteiligungen ist an sich nichts einzuwenden, aber wer ständig wegen dem Lohn die Firma erpresst kann kein wertvoller Mitarbeiter sein. Das funktioniert nur so, weil in den Banken eine von oben verordnete Giermentalität herrscht. Lieber würde ich hungern als in so einem Laden zu arbeiten, dort trifft man nur geldgierige Arschlöcher
      14 2 Melden
  • Pasch 25.03.2017 15:20
    Highlight Scheffel...scheffel...scheffel...
    Kranke #$%@@$&&@
    18 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.03.2017 15:10
    Highlight Es ist einfach nur ein Skandal, er produziert einen Milliardenverlust - angeblich um die Firma gesund zu schrumpfen - er entlässt haufenweise Mitarbeiter und nun bezieht er für seine Leistungen!! ein zweistelliger Millionenbetrag.
    31 1 Melden
    • Wölfli beim Lamm 25.03.2017 17:56
      Highlight Nur ist der jetzige CEO nicht verantwortlich für die Verluste.
      1 16 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.03.2017 08:16
      Highlight Kommt noch dazu - neueste Meldung - Verwaltungsratpräsident Urs Rohner hat 4 Mio. Fr. bezogen (nicht verdient)!!
      1 0 Melden
  • pamayer 25.03.2017 14:28
    Highlight Mir wird schwindlig ob diesen Zahlen.


    Wie viele Kilos gibt das wohl in Tausendernoten?
    37 2 Melden
    • Money is everything 25.03.2017 15:38
      Highlight Die 3.5 Millionen Franken vom BNP Chef würden 3.98 Kilos wiegen. Eine 1000er note ist 1.13849g schwer.
      21 1 Melden
    • AL:BM 25.03.2017 15:47
      Highlight Merci Captain. 😂
      19 1 Melden
    • pamayer 25.03.2017 19:05
      Highlight Danke. Absolut tragbar. So in einer leeren Laptop Tasche.
      Momoll, praktisch.


      Zum Glück bekommen sie 's nicht in Fünfliber ausbezahlt. Da ginge die Hälfte mit dem camion Transport drauf. Und das wollen wir schon nicht.
      7 0 Melden
    • Money is everything 26.03.2017 01:28
      Highlight Die 3.5 Millionen wären dann 9.28 Tonnen in Fünfliebern ;)
      5 0 Melden
    • pamayer 26.03.2017 12:13
      Highlight Danke fürs rechnen.



      Da habe ich etwas übertrieben mit der Hälfte, die für den camion Transport draufginge.

      Also müsste er entsprechend mehr verdienen, dass dann wirklich die Hälfte des Salärs für die Fünfliber Lieferung draufginge. Wäre nichts als gerechtfertigt.
      2 0 Melden
    • Money is everything 26.03.2017 15:40
      Highlight Habs nicht gerechnet, aber es gibt da so eine Website, bei der man das ausrechnen lassen kann :D

      http://1000000-euro.de/wieviel-wiegen-1000000-schweizer-franken/index-mobile.php#gewicht-schweizer-franken
      1 0 Melden
  • Chääschueche 25.03.2017 14:05
    Highlight Traurig.
    31 2 Melden
  • ZH27 25.03.2017 13:41
    Highlight Zum Glück muss niemand CS Aktien besitzen, der nicht will.
    21 23 Melden
    • Ökonometriker 25.03.2017 15:16
      Highlight Doch. Genau DAS nervt mich. Meine PK hält CS Aktien obwohl ich ihnen schon so oft geschrieben habe, dass sie die verkaufen sollen. Und ich darf dann die Verluste tragen...
      35 2 Melden
    • blueberry muffin 25.03.2017 15:23
      Highlight Gerettet wird die Bank dann trotzdem mit Steuergelder.
      35 4 Melden
    • MarZ 25.03.2017 15:56
      Highlight Bei der Rettung der UBS hat der Steuerzahler ordentlich Geld verdient ;)
      10 16 Melden
    • ZH27 25.03.2017 16:15
      Highlight @MarZ
      Das stimmt, aber zu diesem Zeitpunkt war das alles andere als klar. Die Frage ist mehr, ob der Gewinn für den Steuerzahler genug hoch war für das Risiko, das eingegangen wurde.
      12 4 Melden
    • MarZ 25.03.2017 16:40
      Highlight @ZH27: wäre denn das Risiko / Gewinn Verhältnis bei einer nicht Rettung besser gewesen?
      3 7 Melden
    • ZH27 25.03.2017 17:40
      Highlight @MarZ
      Die Entscheidung die UBS zu retten hatte damals ein gewisses Risiko für den Steuerzahler, da er damit auch hätte Geld verlieren können. Dem gegenüber stand ein potentieller Gewinn. Die Höhe des Gewinns muss aber genug hoch sein, um das Risiko eines Verlustes zu kompensieren. Der Grund dafür ist, dass man das Geld auch in etwas anderes hätte investieren können. Da die UBS das Geld nicht von privaten bekommen konnte, mussten sie beim Staats ansaugen, der ein zusätzliches interesse an der Rettung hatte (Kettenreaktion etc.). Da dürfen wir uns auf jeden Fall über die UBS lustig machen ;)
      7 1 Melden
    • _kokolorix 25.03.2017 18:16
      Highlight Das die Rettung überhaupt notwendig wurde, war auf krasse Fehlleistungen des überaus arroganten Managements zurückzuführen, welches z.B. die Swissair in den Konkurs treiben halfen. Jeder hat noch eine Millionenabfindung eingestrichen und ging unbehelligt seiner Wege.
      Die genau gleiche grosskotzige Arroganz ist weiterhin in jedem Bankenmanagement zu finden, weshalb die Frage nach der Rechtfertigung für die exorbitanten Vergütungen sehr wohl gerechtfertigt ist
      10 2 Melden
    • pamayer 25.03.2017 19:07
      Highlight Ökonimetriker
      Das ist genau die Krux mit den PKs. Immerhin CS und nicht Rüstungsindustrie...
      4 3 Melden
  • Echo der Zeit 25.03.2017 13:25
    Highlight "Wegen der Verkleinerung des Bonus-Topfes für 2015 sei das «Fluktuationsrisiko unter Schlüsselkräften» im Investmentbanking sowie in der Division Asia Pacific im ersten Quartal des letzten Jahres angestiegen. Deshalb habe man auch Sonderboni gewährt, um Mitarbeiter halten zu können" - Meine Fresse, was geh ich überhaupt noch Arbeiten - UND die Bürgerlichen So - diese Sozialhilfebezüger sollen mal Arbeiten gehen - UND die "Topshots" So - Will mehr Kohle sonst Basta. Die Menschen sollten einfach mal Basta sagen zu diesen Topshots und zu den Bürgerlichen Volksverarscher.
    59 5 Melden
    • Wölfli beim Lamm 25.03.2017 18:00
      Highlight Dass es die hohen Boni braucht um die Topkräfte zu halten, hat sich längst als Schutzbehauptung erwiesen, die auch dem gesunden Menschenverstand widerspricht.
      14 1 Melden
  • dergraf 25.03.2017 13:22
    Highlight Die Gier auf diesen Etagen schein unermesslich. Dies im Gegensatz zur geleisteten Arbeit.
    Die ganze Gilde ist dekadent. Sie haben, egal ob erst seit kurzem am Ruder, mit ihrem Tun Volkswirtschaften an den Rand des Abgrunds gedrängt. Aus dem 2008-Crash nichts gelernt, führen sie wieder die grosse Lippe und erklären, wie die Welt zu funktionieren hat.
    Die Mehrheit der Politik unterstützt dies Schädlinge, in dem sie sich weigert, entsprechenden Leitplanken zu setzen.
    So hätte z.B. die UBS nicht gerettet werden dürfen. Vielleicht hätten diese leeren Floskeltreiber und Abzocker dann etwas gelernt.
    24 1 Melden
    • Wölfli beim Lamm 25.03.2017 18:04
      Highlight Die leben alle auf einem andern Planeten. Auf diesem Planeten gilt nicht die Frage, was kostet das Brot, sondern wer hat den grössten....ehm Zapfen.
      10 0 Melden
    • R. Schmid 26.03.2017 08:24
      Highlight Kriminelle Vereinigungen, habe ich schon gesagt!
      2 0 Melden

Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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