Schweiz
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Die Schweiz, ein einig Volk von Mietern – besonders in diesen Kantonen 

29.01.18, 11:48

Ein Volk von Mietern: Knapp zwei von drei Schweizer Haushalten waren 2015 zur Miete. Die meisten Mieterinnen und Mieter hatten Basel-Stadt und in Genf. Die Durchschnittsmiete, über alle Wohnungsgrössen betrachtet, lag 2015 bei 1306 Franken.

Die Zahlen veröffentlichte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag. Die Mieten stiegen kontinuierlich an: 1990 lag der Durchschnitt über alles noch bei 820 Franken – um die Teuerung bereinigt gemäss Rechner des BFS 1063 Franken im Jahr 2015. Im Jahr 2000 betrug die Durchschnittsmiete dann 1059 (teuerungsbereinigt: 1134) Franken.

Mit Abstand am höchsten war die Durchschnittsmiete im Kanton Zug mit rund 1800 Franken. Am anderen Ende der Skala steht der Kanton Jura mit etwa der Hälfte, nämlich ungefähr 900 Franken.

In Basel-Stadt und in Genf sind die Anteile der Mietwohnungen am höchsten, mit Anteilen von 83 Prozent für Basel-Stadt und 78 Prozent für Genf. Im Wallis (39 Prozent) und im Jura (38 Prozent) gibt es die wenigsten Mieterinnen und Mieter.

Knapp die Hälfte in privaten Händen

Knapp jede zweite Mietwohnung (49 Prozent) gehörte 2017 einer Privatperson. Doch je nach Region und Bauzeit sind die Besitzverhältnisse unterschiedlich, wie das BFS anhand von rund 6400 Stichproben errechnet hat. Im Kanton Tessin gehörten rund 71 Prozent der Mietwohnungen Privatpersonen.

Bild: KEYSTONE

In Zürich wiederum sticht der vergleichsweise hohe Anteil von Wohnbaugenossenschaften von gegen 13 Prozent hervor. In der Ostschweiz sind Bau- und Immobilienfirmen unter den Wohnungsbesitzern mit über 13 Prozent überdurchschnittlich vertreten.

Im Genferseegebiet war der Anteil der Privatpersonen als Wohnungsinhaber mit nur knapp 41 Prozent am kleinsten. Leicht höher war mit 43 Prozent der Anteil von Versicherungen, Pensionskassen, Stiftungen, Banken oder Anlagefonds am Wohnungsbesitz.

Die Statistik weist auch aus, dass ältere Mietwohnungen häufiger Privaten gehören als neue. Vor 1946 erstellte Wohnungen gehören zu rund 68 Prozent Privaten, ab 2000 gebaute dagegen nur zu 39 Prozent. Die neusten Mietwohnungen sind am häufigsten in der Hand von Pensionskassen, Versicherungen oder Banken, nämlich zu 41 Prozent.

Anteil der öffentlichen Hand sinkt

Auch die öffentliche Hand hat gemäss den Erhebungen mehr ältere als neue Wohnungen im Portefeuille. Gehörten 2017 der öffentlichen Hand 5,7 Prozent der vor 1946 erstellten Bauten, sind es von den ab 2000 erstellten Mietobjekten noch 2,4 Prozent.

Wohnbaugenossenschaften wiederum besitzen schwergewichtig zwischen den Nachkriegsjahren und 1980 erstellte Wohnbauten (9,4 Prozent). Danach ging ihr Anteil zurück. Von den ab 2000 gebauten Mietwohnungen gehören noch knapp 5 Prozent einer Wohnbaugenossenschaft. (sda)

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Video: srf/SDA SRF

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sabine Maspoli 29.01.2018 20:59
    Highlight Ich denke das Problem sind die Banken Versicherungen und die paar Superreichen. Finanziell können da nicht viele mithalten und müssen dann halt mieten, was die besitzen.
    3 1 Melden
  • Donald 29.01.2018 13:09
    Highlight Durchschnittsmiete von 1306 Franken... und sogar in Zug 1800. Wo findet man für so wenig Geld noch eine durchschnittliche Wohnung an einer zumutbaren Lage!?
    42 4 Melden
    • meine senf 29.01.2018 14:11
      Highlight Leider waren die Stimmbürger vor ein paar Jahren so dumm und haben dem Wechsel von Kostenmiete zu "Quartierüblichkeit + 10%" zugestimmt (wenn alle die 10% ausnützen, wird die "Quartierüblichkeit" laufend höher, ausserdem fördert das die Ghettoisierung).

      Aber von sowas kann man ja prima ablenken, indem man alles auf die Zuwanderung schiebt.
      26 12 Melden
    • walsi 29.01.2018 14:42
      Highlight @Donald: In der Ostschweiz ein bisschen ausserhalb der Ballungszentren findet man an guter Lage bezahlbare Wohnungen.
      11 1 Melden
    • Madison Pierce 29.01.2018 14:54
      Highlight Habe für 4.5 Zimmer auf 88qm, mit Balkon und Garage, an ruhiger Lage 1600 Fr. im Monat bezahlt, inkl. Nebenkosten.

      War natürlich nicht in der Stadt, aber auch nicht in einem Kaff ohne ÖV-Anschluss. Im Fricktal, 300m bis zur Bushaltestelle, 1km zum Bahnhof mit halbstündlichen Verbindungen nach Basel und Zürich.

      Wenn alle "zmitzt in Züri" wohnen wollen, wird es dort halt teurer, aber auf dem Land sind die Mieten noch bezahlbar, auch ohne dass man ganz ab der Welt ist.
      15 7 Melden
    • Billagtrumpicdumpmyass 29.01.2018 15:14
      Highlight Stadt Luzern, 4 Zimmer Wohnung Altbau, 1500 inkl. Es gibt sie noch die nicht assozialen Vermieter.
      11 1 Melden
    • Soulrider 29.01.2018 15:24
      Highlight Ich nehme an das ist der Durchschnitt pro Person und nicht pro Wohnung...
      1 6 Melden
    • reich&schön 29.01.2018 18:59
      Highlight "nicht in einem Kaff"

      "Im Fricktal"

      Der war gut!
      18 6 Melden
    • Ökonometriker 30.01.2018 05:47
      Highlight @mein Senf: sind die Mieten zu tief, lohnt sich der Bau von zusätzlichem Angebot nicht. Die Zuwanderung hat die Nachfrage erhöht. Zudem wurde mit Verdichtungspolitik für Landschaftsschutz weniger eingezont, was eine entsprechende Angebotserhöhung beschränkt.
      Das Resultat liegt auf der Hand.

      Die Lösung des Problems ist komplizierter. Eine Möglichkeit wäre eine stärkere Besteuerung von Immogewinnen, sodass nicht nur die obere gesellschaftliche Schicht von Zuwanderung und Landschaftsschutz profitiert.
      8 1 Melden
    • bebby 31.01.2018 21:47
      Highlight @oekonometriker: Die Immobiliengewinnsteuern sind bereits hoch genug...das Hauptproblem sind die tiefen Zinsen, welche die Bodenpreise in absurde Höhen treiben, da die Renditeerwartungen paradoxerweise gesunken sind (2-3% reichen aus, inklusive Aufwertungsgewinnen). Denn tiefer die Renditeerwartungen, desto höher die Preise für die Immobilien und folglich auch Druck auf die Mieten, solange der Leerstand nicht hoch genug ist. Bei steigendem Leerstand werden aber auch die Mieten sinken, einfach geduldig bleiben, wenn man Zeit hat.
      0 1 Melden
  • aglio e olio 29.01.2018 12:52
    Highlight "Die neusten Mietwohnungen sind am häufigsten in der Hand von Pensionskassen, Versicherungen oder Banken, nämlich zu 41 Prozent."

    Ich denke dass sich da ein Problem des Immobilienmarktes zeigt. Die Immobilien sind immer mehr nur Spekulationsobjekte, einzig die Rendite zählt.
    Die Bedürfnisse der Bevölkerung, Obdach ist ein essentielles, bleiben aussen vor.
    Der Markt kann es hier nicht richten.

    50 4 Melden
    • reich&schön 29.01.2018 18:58
      Highlight Dummerweise hat die Bevölkerung nicht nur das Bedürfnis nach Wohnraum sondern auch jenes nach ausreichenden PK-Renten, was wiederum bedingt, dass die Pensionskassen ordentliche Renditen erzielen.
      8 3 Melden
    • aglio e olio 29.01.2018 19:33
      Highlight Ja, aber der Zweck heiligt nicht die Mittel.
      3 1 Melden
    • Globidobi 30.01.2018 00:18
      Highlight @aglio e olio Wie kann den eine Pensionkasse mit ihren riesen Geldmengen recht sicher eine hohe Rendite erreichen?
      1 0 Melden
    • aglio e olio 30.01.2018 08:46
      Highlight Das ist nicht mein Fachgebiet. Ich denke aber dass es auch andere Möglichkeiten gibt als die Mietenden auszunehmen.
      3 1 Melden

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