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Nach Bombenalarm: Basler Jugendlicher wegen Schreckung der Bevölkerung verurteilt



Ein Jugendlicher ist vom Basler Jugendgericht wegen Schreckung der Bevölkerung und falschen Alarms schuldig gesprochen worden. Der Minderjährige hatte im April 2015 mit seiner Freundin einen Koffer mit Drähten und Klebeband präpariert und auf den Theaterplatz gestellt. Das löste einen Bombenalarm aus.

Das Gericht ordnete für den damals 16-Jährigen die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung, eine ambulante Behandlung und einen unbedingten Freiheitsentzug an, wie Gerichtspräsident Christoph Bürgin einen Bericht der «Basler Zeitung» vom Montag bestätigte. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Der Freiheitsentzug ist nach der Untersuchungshaft und einer stationären Behandlung getilgt. Laut dem Zeitungsbericht werden die Behörden die Kosten für den Polizeieinsatz noch einfordern.

Nach der Entdeckung des präparierten Koffers wurde Bombenalarm ausgelöst. Ein Teil der Innenstadt musste gesperrt werden. Der Theaterplatz und umliegende Gaststätten wurden evakuiert. Eine Theaterpremiere musste zeitlich später beginnen.

Für die Ermittlungen setzte die Basler Staatsanwaltschaft eine 20-köpfige Sonderkommission ein. Zwei Tage nach dem Vorfall konnte die Polizei den Jugendlichen und seine damals 18-jährige deutsche Freundin festnehmen. In Befragungen sagten die beiden Festgenommen, sie hätten das Geschehen auf dem Theaterplatz verfolgt.

Erst später stellte sich heraus, dass der Koffer nur eine Bombenattrappe war. Laut dem Zeitungsbericht sind die Ermittlungen gegen die Freundin noch nicht abgeschlossen. (wst/sda)

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