Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04130746 General view on nuclear power plant in Fessenheim, France, prior to a Greenpeace protest action at the Fessenheim nuclear power plant in Fessenheim, France, 18 March 2014. An estimated 50 activists entered the grounds of the nuclear power plant. The environmental organization says it wants to draw attention to the 'danger of aging nuclear power plants in Europe'.  EPA/PATRICK SEEGER

Das AKW Fessenheim.
Bild: PATRICK SEEGER/EPA/KEYSTONE

Bei AKW-Katastrophe in Fessenheim sollen auch Basel und Baden evakuiert werden

Der Sicherheitsrayon um das AKW Fessenheim müsse von zehn auf 80 Kilometer erweitert werden, fordert die französische Überwachungskommission. Frankreich sei auf einen schweren Atomunfall nicht vorbereitet.

Peter Schenk / bz Basel



In Frankreich gibt es zu jedem AKW eine unabhängige Überwachungskommission und davon einen nationalen Zusammenschluss namens l’Association nationale des comités et commissions locales d’information (Anccli). In einer neuen Studie hat diese Kommission nun nachgewiesen, dass der Sicherheitsrayon um ein AKW angesichts der Ereignisse von Fukushima von zehn Kilometern, wie sie in Frankreich üblich ist, auf 80 Kilometer erhöht werden muss. Darüber berichtete die Zeitung «L’Alsace» in ihrer Ausgabe vom Samstag.

Dies betrifft auch das AKW Fessenheim, das 50 Kilometer nördlich von Basel liegt. In diesem Rayon tritt der sogenannte Plan particulier d’intervention (PPI) in Kraft. Wenn dies der Fall ist, müssen die Behörden definieren, in welchem Umkreis des AKW die Bevölkerung evakuiert werden muss, sie Jodtabletten erhält und sie nicht mehr ins Freie darf. Die bestehenden Pläne seien allerdings wenig konkret, kritisiert die nationale Überwachungskommission. Frankreich sei auf einen schweren Atomunfall nicht vorbereitet.

Fessenheim Basel Baden

Basel und Baden liegen innerhalb des 80-Kilometer-Radius von Fessenheim (links oben markiert).
Quelle: googlemaps

Von dem neuen Sicherheitsrayon wären in der Schweiz auch Basel, ja auch Baden und Porrentruy betroffen. Die Anccli geht davon aus, das im Umkreis von 80 Kilometern von Fessenheim 4,9 Millionen Personen wohnen. Die Kommission weist ausserdem darauf hin, dass schon 2014 die Atomaufsichtsbehörden von 14 Staaten verlangt hätten, den Sicherheitsrayon bei einem Zwischenfall zu erweitern. Damals war von einer Evakuierung und Jodverteilung 20 Kilometer um das betroffene AKW die Rede. 100 Kilometer um das AKW sollte die Bevölkerung in Sicherheit gebracht werden.

Situation beunruhigend

Die «L’Alsace» verwies auch auf einen Beitrag der Zeitung «Libération». Darin hatte der Präsident der französischen Atomaufsicht Autorité de Sûreté nucléaire (ASN) darauf verwiesen, dass ein Unfall wie Fukushima in Europa möglich sei. Zudem würde die Überalterung des französischen Nuklearparks und die schlechte finanzielle Situation der Betreiber dazu führen, dass die Sicherheitssituation der französischen AKW kurz- und mittelfristig beunruhigend sei.

Geplant ist, das AKW Fessenheim 2018 zu schliessen. Es ist aber denkbar, dass ein neuer bürgerlicher Staatspräsident nach den Präsidentschaftswahlen von 2017 die Entscheidung von François Hollande revidiert. (bzbasel.ch)

Fukushima – Bilder aus der verbotenen Zone

Das könnte dich auch interessieren:

Beto gegen Donald: Showdown an der «Grenzmauer» in Texas

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel

Mirco Müller – ein vergessener Titan auf dem Weg zum Millionär

Link zum Artikel

Hacker verkauft 617 Millionen Nutzerdaten im Darknet – diese 16 Seiten sind betroffen

Link zum Artikel

Ohne Solarium und Haarpracht – wie Donald Trump wirklich aussieht 😱

Link zum Artikel

Zersiedelungs-Initiative abgeschmettert: So lief der Abstimmungssonntag

Link zum Artikel

«Ich war überrascht, dass es reicht» – Corinne Suter holt in der WM-Abfahrt Silber

Link zum Artikel

Kantonale Vorlagen: Basel versenkt Spitalfusion, Berner Energiegesetz scheitert hauchdünn

Link zum Artikel

Frauen schreiben ihren Freunden: «Ich will ein Baby» – die Antworten sind 😱😱😱

Link zum Artikel

WLAN auf dem Mars? Bibis Beauty Palace liefert TV-Blamage für die Ewigkeit

Link zum Artikel

Diese 7 Fälle zeigen, was bei der Rüstungsbeschaffung in der Schweiz alles schief läuft

Link zum Artikel

Hey Emma, Suff-SMS-Sandro hat auch ein paar Sex-Fragen an euch Frauen!

Link zum Artikel

Stimmen diese 9 Koch-Mythen wirklich?

Link zum Artikel

Dieser NBA-Star erfuhr gerade mitten im Spiel, dass er getradet wurde

Link zum Artikel

Wenn du in der (Fake-)Sexfalle sitzt – so kommst du wieder raus

Link zum Artikel

So klicken, blocken und spulen wir die Werbung weg – die Fakten in 15 Punkten

Link zum Artikel

Auf einer Party aufs Klo, das gar keins war...Diese Jodel-Geschichte hat kein Happy-End 😱

Link zum Artikel

Leute, PICDUMP! 🙏

Link zum Artikel

Google reserviert jetzt für dich in Schweizer Restaurants (aber nicht per Telefon)

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Syptom 11.04.2016 15:53
    Highlight Highlight Ich hab da eine Frage.. wie sieht das ganze für die anderen AKW's aus, welche im Umkreis dieser 80km sind? Können diese "Sicherheitskonform" schnell abgeschalten und verlassen werden oder zumindest die Mitarbeiter schützen? Nicht das im Falle eines Falles die anderen Zeitbomben ihrem Schicksal überlassen werden.

    Ich bin da leider kein Fachmann und kann deshalb nicht einschätzen ob eine Notabschaltung auf Dauer ausreicht.

    Ansonsten stimme ich allen anderen zu: abschalten, so schnell wie möglich, noch besser sofort.
  • Wilhelm Dingo 11.04.2016 14:57
    Highlight Highlight Schaltet endlich diese Zeitbomben ab und lanciert parallel dazu die solare Alternative.
  • Pasch 11.04.2016 13:00
    Highlight Highlight Wohin wollen wir dann? Hab gehört in Syrien solls nun Platz haben!
  • Linus Luchs 11.04.2016 12:46
    Highlight Highlight Klar, wir bringen schnell 4,9 Millionen Menschen in Sicherheit, bevor die bösen Strahlen wirken. Was soll man als Basler mit solchen irrwitzigen Vorschlägen anstellen? Es wäre ein nettes Fasnachtssujet, aber die Sache ist leider todernst. Es gibt nur eins: Abschalten! So schnell wie möglich!
  • 90er 11.04.2016 12:41
    Highlight Highlight schaltet das Ding endlich ab!

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2018

In vielen Kantonen beginnt heute für die Schüler das neue Schuljahr. Ihre Lehrer verdienen nicht nur nach Schulstufe massiv unterschiedlich, eindrücklich sind auch die Differenzen zwischen den Kantonen.

Der Lehrermangel bleibt schweizweit ein Problem – und er dürfte sich bis 2025 verschärfen. Dass viele Lehrer Teilzeit arbeiten, ist dafür nur ein Grund. Die Zunahme der Schülerzahlen, die Pensionierung der Babyboomer und eine hohe Fluktuation tragen ihren Teil dazu bei. Und oft auch der Lohn.

Denn insbesondere auf den unteren Stufen sind die Entschädigungen nicht gerade rosig – gemessen an der Ausbildung und der gesellschaftlichen Verantwortung. Dazu kommen massive Unterschiede zwischen den …

Artikel lesen
Link zum Artikel