Schweiz
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epa04130746 General view on nuclear power plant in Fessenheim, France, prior to a Greenpeace protest action at the Fessenheim nuclear power plant in Fessenheim, France, 18 March 2014. An estimated 50 activists entered the grounds of the nuclear power plant. The environmental organization says it wants to draw attention to the 'danger of aging nuclear power plants in Europe'.  EPA/PATRICK SEEGER

Das AKW Fessenheim.
Bild: PATRICK SEEGER/EPA/KEYSTONE

Bei AKW-Katastrophe in Fessenheim sollen auch Basel und Baden evakuiert werden

Der Sicherheitsrayon um das AKW Fessenheim müsse von zehn auf 80 Kilometer erweitert werden, fordert die französische Überwachungskommission. Frankreich sei auf einen schweren Atomunfall nicht vorbereitet.

11.04.16, 12:31

Peter Schenk / bz Basel



In Frankreich gibt es zu jedem AKW eine unabhängige Überwachungskommission und davon einen nationalen Zusammenschluss namens l’Association nationale des comités et commissions locales d’information (Anccli). In einer neuen Studie hat diese Kommission nun nachgewiesen, dass der Sicherheitsrayon um ein AKW angesichts der Ereignisse von Fukushima von zehn Kilometern, wie sie in Frankreich üblich ist, auf 80 Kilometer erhöht werden muss. Darüber berichtete die Zeitung «L’Alsace» in ihrer Ausgabe vom Samstag.

Dies betrifft auch das AKW Fessenheim, das 50 Kilometer nördlich von Basel liegt. In diesem Rayon tritt der sogenannte Plan particulier d’intervention (PPI) in Kraft. Wenn dies der Fall ist, müssen die Behörden definieren, in welchem Umkreis des AKW die Bevölkerung evakuiert werden muss, sie Jodtabletten erhält und sie nicht mehr ins Freie darf. Die bestehenden Pläne seien allerdings wenig konkret, kritisiert die nationale Überwachungskommission. Frankreich sei auf einen schweren Atomunfall nicht vorbereitet.

Fessenheim Basel Baden

Basel und Baden liegen innerhalb des 80-Kilometer-Radius von Fessenheim (links oben markiert).
Quelle: googlemaps

Von dem neuen Sicherheitsrayon wären in der Schweiz auch Basel, ja auch Baden und Porrentruy betroffen. Die Anccli geht davon aus, das im Umkreis von 80 Kilometern von Fessenheim 4,9 Millionen Personen wohnen. Die Kommission weist ausserdem darauf hin, dass schon 2014 die Atomaufsichtsbehörden von 14 Staaten verlangt hätten, den Sicherheitsrayon bei einem Zwischenfall zu erweitern. Damals war von einer Evakuierung und Jodverteilung 20 Kilometer um das betroffene AKW die Rede. 100 Kilometer um das AKW sollte die Bevölkerung in Sicherheit gebracht werden.

Situation beunruhigend

Die «L’Alsace» verwies auch auf einen Beitrag der Zeitung «Libération». Darin hatte der Präsident der französischen Atomaufsicht Autorité de Sûreté nucléaire (ASN) darauf verwiesen, dass ein Unfall wie Fukushima in Europa möglich sei. Zudem würde die Überalterung des französischen Nuklearparks und die schlechte finanzielle Situation der Betreiber dazu führen, dass die Sicherheitssituation der französischen AKW kurz- und mittelfristig beunruhigend sei.

Geplant ist, das AKW Fessenheim 2018 zu schliessen. Es ist aber denkbar, dass ein neuer bürgerlicher Staatspräsident nach den Präsidentschaftswahlen von 2017 die Entscheidung von François Hollande revidiert. (bzbasel.ch)

Fukushima – Bilder aus der verbotenen Zone

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Syptom 11.04.2016 15:53
    Highlight Ich hab da eine Frage.. wie sieht das ganze für die anderen AKW's aus, welche im Umkreis dieser 80km sind? Können diese "Sicherheitskonform" schnell abgeschalten und verlassen werden oder zumindest die Mitarbeiter schützen? Nicht das im Falle eines Falles die anderen Zeitbomben ihrem Schicksal überlassen werden.

    Ich bin da leider kein Fachmann und kann deshalb nicht einschätzen ob eine Notabschaltung auf Dauer ausreicht.

    Ansonsten stimme ich allen anderen zu: abschalten, so schnell wie möglich, noch besser sofort.
    4 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 11.04.2016 14:57
    Highlight Schaltet endlich diese Zeitbomben ab und lanciert parallel dazu die solare Alternative.
    12 1 Melden
  • Pasch 11.04.2016 13:00
    Highlight Wohin wollen wir dann? Hab gehört in Syrien solls nun Platz haben!
    26 3 Melden
  • Linus Luchs 11.04.2016 12:46
    Highlight Klar, wir bringen schnell 4,9 Millionen Menschen in Sicherheit, bevor die bösen Strahlen wirken. Was soll man als Basler mit solchen irrwitzigen Vorschlägen anstellen? Es wäre ein nettes Fasnachtssujet, aber die Sache ist leider todernst. Es gibt nur eins: Abschalten! So schnell wie möglich!
    22 3 Melden
  • 90er 11.04.2016 12:41
    Highlight schaltet das Ding endlich ab!
    21 1 Melden

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