Schweiz
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Händedruck-Verweigerer geraten ins Visier der Ausländerbehörden

Ist die Familie der beiden syrischen Brüder, die an der Sekundarschule Therwil den Händedruck verweigert haben, in der Schweiz genügend integriert? Dies untersucht nun das Baselbieter Amt für Migration.

15.04.16, 19:02 16.04.16, 10:15

bz

«Wir werden jedes einzelne Mitglied der Familie befragen», sagt Hanspeter Spaar, Leiter des Baselbieter Amts für Migration auf Anfrage der bz. Die relevanten ausländerrechtlichen Akten liegen dem Amt vor.

Der Vater der beiden muslimischen Schüler ist Imam an der Moschee der Islamische König Faysal Stiftung an der Friedensgasse in Basel. bild: Kenneth Nars

Bei der Abklärung der in Ettingen wohnhaften muslimischen Familie geht es nicht um den Händedruck; andere Fragen stehen im Zentrum: Sprechen alle Familienmitglieder Deutsch? Bestehen Schulden oder eine Abhängigkeit von der Sozialhilfe? Traten Familienmitglieder delinquent in Erscheinung? Ob danach ausländerrechtliche Massnahmen zu treffen sind, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar, betont Spaar.

Stellt das Amt für Migration Integrationsdefizite fest, so hat es mehrere Instrumente zur Verfügung: Es könnte mit der Familie eine Integrationsvereinbarung abschliessen, die an Sanktionen geknüpft ist. Werden die Auflagen nicht eingehalten, droht eine Verwarnung oder in einem nächsten Schritt der Entzug der Aufenthaltsbewilligung.

Der Kanton Basel-Stadt hat mit allen hauptberuflich tätigen Imamen eine Integrationsvereinbarung abgeschlossen, wie Guy Morin in der «Basler Zeitung» vom Freitag sagte. Der Vater der syrischen Brüder ist ebenfalls Imam. Der Vater ist anerkannter politischer Flüchtling, was eine Wegweisung erschwert.

Baselland entzieht jedes Jahr rund 130 Ausländern die B- oder C-Bewilligung; damit ist der Landkanton nach Uri der restriktivste. 20 bis 30 Prozent der Wegweisungen erfolgen aufgrund schwerer Delikte. Den übrigen geht eine Verwarnung voraus, die etwa wegen anhaltender Sozialhilfe oder hoher Schulden ausgesprochen wird.

(haj/bzbasel.ch)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • smoe 16.04.2016 05:20
    Highlight So so, es geht also nicht um den Händedruck. Aber aus welchem Anlass wird denn sonst die Integration der Familie geprüft?

    Eines der Dinge, die ich an der Schweiz mag, ist die Gewissensfreiheit, nach der Ich selbst entscheiden kann, wem ich die Hände schüttle. Ohne mich rechtfertigen zu müssen, ohne rechtlichen Konsequenzen fürchten zu müssen.

    Ich finde es beängstigend, wie hier einige einerseits gegen die Scharia wettern und im selben Atemzug direkt oder indirekt fordern, Schweizer Bräuche und Sitten mit dem Gesetz gleichzustellen.
    15 64 Melden
  • Karl Müller 15.04.2016 21:58
    Highlight Die Fokussierung auf diese Familie ist total lächerlich. Der eigentliche Skandal in der ganzen Geschichte ist doch, dass sich die Schule von streng religiösen Schülern Regeln aufzwingen lässt. Dass einzelne evtl. fundamentalistische Familien weitgehend abgeschottet von der gesellschaftlichen Mehrheit leben, wird es dagegen immer geben und ist in diesem Einzelfall nicht relevant.
    49 36 Melden
  • URSS 15.04.2016 21:41
    Highlight 99% der Muslime in der Schweiz sind froh hier zu profitieren von Bildung , Arbeit und Frieden.
    Bei den 1-2 " wir passen uns nur dem Koran an ,der Rest geht uns am Arsch vorbei"Muslimen die Schraube anzuziehen ist gut und notwendig.
    Unser Rechtsstaat hat die Macht und die Möglichkeit solche Leute zu sanktionieren.Was jetzt in Therwil geschieht.Unsere Demokratie ist nicht in Gefahr . Nun wirklich nicht.Auch nicht in 100 Jahren nicht.
    41 15 Melden
    • Retarded Wizard 16.04.2016 00:29
      Highlight 99% der Muslime?

      Und die Quelle zu dieser fundierten Zahl ist wo vorzufinden?
      21 8 Melden
    • Seppeli 16.04.2016 07:20
      Highlight Die Frage ist doch, was ein Muslim ist? (Die Frage kann man auch für Christen und Juden und andere Religionen stellen)
      Aus meiner Sicht müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein, damit sich jemand Muslim nennen kann. Nur zu behaupten, man sei Muslim und dann nicht 5 mal am Tag zu beten, genügt für mich nicht, um als Muslim zu gelten.
      Die IS-Typen sind waschechte Muslime. Sie folgen dem Koran, der Scharia und den Haddhiten.
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    • Retarded Wizard 16.04.2016 16:47
      Highlight @Seppeli

      Genau da liegt ein grosses Problem der Religionen. Viele werden einfach reingeboren, nennen sich dann so, aber setzen sich nie mit ihren Schriften auseinander.

      Wenn dann die "moderaten" Christen oder Muslime behaupten die Terroristen seinen keine religiösen Menschen ist das einfach nur falsch, wenn man sich ein bisschen näher mit deren heiligen Schriften befasst.

      Einfach davon auszugehen, mein Glaube ist "gut", weil mir das meine Eltern beigebracht haben ist naiv.

      Moderat ist gleichbedeutend mit : hat wenig bis gar keine Ahnung, oder nimmt die Schriftstücke nicht ernst.
      0 0 Melden
  • Hierundjetzt 15.04.2016 20:08
    Highlight *politischer Flüchtling. Klar. Um danach in der Wahlheimat fundamentalistische Parolen rauszuhauen.

    Kein Wunder wurde er im Heimatland verfolgt.

    Es gibt 1'000ende denen wir wirklich helfen sollten und vielfach auch können.

    Geistig arme Fundamentalisten gehören nicht dazu. Da hört mein Verständnis radikal auf. Politisch korrekt hin oder her
    97 4 Melden
  • FrancoL 15.04.2016 19:55
    Highlight An Watson: Wäre es nicht sinnvoll einen Artikel ins Netz zu stellen wenn wenigstens Zwischenresultate der angesetzten Untersuchung vorliegen?
    Macht eine Auflistung der Untersuchungspunkte wirklich Sinn? Wo steht eine Relativierung mit der Unschuldsvermutung?
    Ein grundlegend schlechter Artikel!
    7 50 Melden
    • Damien 15.04.2016 23:25
      Highlight >"Wo steht eine Relativierung mit der Unschuldsvermutung?"

      Wo steht denn eine Schuldvermutung? Der Artikel sagt lediglich aus "X macht jetzt Y und klärt folgende Fragen ab... Resultat noch nicht absehbar."
      21 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.04.2016 00:49
      Highlight Das die Behörde tätig wird könnte man durchaus als Zwischenresultaf betrachten...
      21 1 Melden
    • FrancoL 16.04.2016 10:15
      Highlight @AL:BM; Als Zwischenresultat? Und da werden im Artikel ein halbes Dutzend Strafbestände aufgezählt, die untersucht werden sollten? Tatbestände, die weitgehend NICHTS mit dem Handschlag zu tun haben und schon schon längstens hätten überprüft werden sollen.

      Dieser Artikel zeigt dass wohl wesentliche Strafbestände erst verfolgt werden wenn Nebengeschehnisse eintreffen, das finde ich am Artikel nicht gut.

      Und nun sagt man dass es nicht um den Händedruck geht, sondern um relevante Vergehen! Meine Frage: Wieso erst jetzt? Darum ist es kein Zwischenresultat sondern ein klares Versäumnis.
      2 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.04.2016 10:35
      Highlight Vielleicht weil man davon nichts gewusst hat oder haben wollte.
      Wenn der Fall dieser Familie als Ganzes betrachtet wird, ist das doch ein wünschenswerter Schritt?

      Ich verstehe ihren Standpunkt durchaus. Man darf solchen Problematiken nicht einfach zuschauen.
      1 0 Melden
    • FrancoL 16.04.2016 10:47
      Highlight @AL:BM: Davon nichts gewusst? bei den Behörden die normalerweise intern bestens kommunizieren, wenn es sein muss.
      Man sollte solche Problematiken nicht aufkommen lassen und früh einschreiten, dies wäre von Vorteil für alle Parteien, für die ewig gestrigen und die Immigranten, die sich nichts zu Schulden kommen lassen.
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.04.2016 10:56
      Highlight Aber sie wissen ja auch, in welche Fettnäpfe man in Sachen Migration heutzutage treten kann, auch als Behörde. Ich gebe Ihnen wirklich recht, es sollte nicht so weit kommen. Trotzdem bin ich persönlich schon etwas zufriedener, dass man nun doch Massnahmen ergreift.
      Es sollten zudem Verhaltensregeln für Schulleitungen erstellt werden. Es kann nicht sein, dass Schüler die Regeln machen.
      2 0 Melden
    • FrancoL 16.04.2016 11:18
      Highlight @AL:BM; das sind wir uns bei allem einig.

      Bezüglich den Fettnäpfchen bin ich der Meinung dass ein klares Verhalten der Behörden und Instanzen allen Beteiligten viel bringen würde und somit die Fettnäpfchen reduziert werden könnten. Allerdings müsste man sich auch bei der einheimischen Gesellschaft bemühen diese klare Linie zu setzen und auch zu führen.

      Ich habe bei Vergaben Einsicht in sensitive Akten und frage mich häufig; wie kann ein Unternehmen bei soviel Schulden und Versäumnissen weiter bestehen.
      Aber eben es wird auch da toleriert und beim kleinen Gauner gleich aufgeschrieen.
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    • Gelöschter Benutzer 16.04.2016 11:38
      Highlight Die Gleichheit vor dem Gesetz ist ja eh ein Märchen...
      Ich hatte letztens mit einer Familie zu tun, in der es häusliche Gewalt gab. Die Mutter hatte die Erziehung der Kinder mit harter Hand geführt, der Vater (obwohl er es nicht zugeben wollte) hatte wohl auch schon aufs Dach bekommen.
      Die Anzeige (obwohl Offizialdelikt im Wiederholungsfall) wurde eingestellt. Dies, meiner Meinung nach, auf Grund der politischen Stellung der Eltern. Dies fand ich besonders tragisch, wegen der Kinder.
      Wie gesagt; es gibt keine Gleichheit vor dem Gesetz.
      2 0 Melden

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