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ZUR MELDUNG, DASS SICH DIE SWISS VOM FLUGHAFEN BASEL-MUELHAUSEN ZURUECKZIEHE, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, 9. JULI 2014 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Abflughalle des Flughafens Basel Mulhouse Freiburg in Basel am Donnerstag, 10. Januar 2013.  (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Betrieb wieder aufgenommen: Der Flughafen Basel-Mulhouse (Archivbild). Bild: KEYSTONE

Nach Absturz von Kleinflugzeug in Basel: Flugbetrieb wieder normal

08.12.16, 10:53


Nach dem Absturz eines privaten Kleinflugzeugs vom späten Mittwochnachmittag am Flughafen Basel-Mülhausen mit einem Todesopfer hat sich der kommerzielle Flugbetrieb am Donnerstag wieder normalisiert. Die Infrastruktur des EuroAirport (EAP) wurde nicht beschädigt.

Die Piper PA-34 war um 17.41 Uhr bei dichtem Nebel in der Nähe der nördlichen Schwelle der Hauptpiste abgestürzt. Zur Unfallursache haben die Staatsanwaltschaft Mülhausen (F) und die Präfektur in Colmar (F) eine Untersuchung eingeleitet – der binational betriebene EAP liegt ganz auf französischem Boden.

Die Maschine ging nach der Bruchlandung in Flammen auf. Zur Identität des Opfers war am Donnerstagmorgen noch nichts zu erfahren. Ob weitere Opfer zu beklagen sind, wird die Untersuchung des Wracks zeigen. Die Piper PA-34 ist eine zweimotorige Propellermaschine mit bis zu sechs Plätzen und zwölf Metern Spannweite.

Ein Modell der Piper PA-34. bild: barrieaircraft.com

Das abgestürzte Kleinflugzeug ist laut einer Flughafensprecherin eine in der Schweiz immatrikulierte Privatmaschine. Es befand sich auf dem Heimflug aus Deutschland. Der Eigentümer nutzt auf dem EAP die Infrastruktur der General Aviation Genossenschaft Basel (GAGBA). Diese zählt derzeit 380 Piloten als Nutzer ihrer Flächen und Hangars.

Nach dem Absturz war die Hauptpiste des EAP für rund vier Stunden gesperrt worden. Deswegen fielen gemäss der Sprecherin 24 Ankünfte und 25 Abflüge in Basel aus, inklusive Frachtflüge. Einige wurden umgeleitet, andere annulliert. Nach 21.40 Uhr konnten erste Flugzeuge wieder starten und landen.

Zudem wurden drei Abflüge auf Donnerstag vertagt. Am Donnerstag fielen noch vier Abflüge von Basel nach München, Frankfurt, London Heathrow und Amsterdam aus. Abgesehen davon herrschte am Tag nach dem Absturz wieder Normalbetrieb am EAP. (gin/lub/sda)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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9
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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ton 08.12.2016 07:33
    Highlight Anmerking zu meinem vorherigen Kommentar: Dass das Flugzeug IFR unterwegs war (nicht nach Sichtflug wie im Artikel behauptet) wissen wir dank liveATC.net, wo man im Funk hört, wie der Seneca Pilot meldet er sei established auf dem ILS.
    7 1 Melden
    • John Smith (2) 08.12.2016 09:08
      Highlight Natürlich kam der auf dem ILS runter, das war auch ohne Kenntnis des Funkverkehrs klar, anders geht es bei diesem Wetter gar nicht. Aber die Seneca ist zwar IFR, aber trotzdem für solches Wetter weder ausgerüstet noch zugelassen. (Für Laien: IFR ist eben nicht gleich IFR, da gibt es verschiedene Kategorien.) Unterschreiten der Wetter-Minima ist leider eine recht «übliche» Unfallursache.
      0 3 Melden
    • Tobi-wan 08.12.2016 11:41
      Highlight Kennst du die Seneca, John Smith? Oder woher nimmst du die Behauptung, dass die Seneca für das Wetter nicht zugelassen war? Ja, es war neblig, aber immer noch CAT I Bedingungen (RVR = 650m um 1700Z, sogar 900m um 1630Z!). Siehe METARs zum Unfallzeitpunkt:
      LFSB 071700Z VRB02KT 0300 R15/0650N R33/0650N FZFG VV/// M01/M01 Q1035 NOSIG

      LFSB 071630Z 35004KT 320V020 0350 R15/0900D R33/0800D FZFG VV/// M01/M01 Q1035 NOSIG
      2 2 Melden
    • John Smith (2) 08.12.2016 12:19
      Highlight Jo, stimmt, die RVR war hoch genug. VV/// und FZFG lassen mich aber vermuten, dass da nix war mit Cat I. Aber stimmt, genau genommen ist das überinterpretiert. Es war also ok, dass der Pilot einen Anflug versucht hat. Offenbar ist er dann an der Entscheidunghöhe nicht konsequent durchgestartet. Auch das ist wieder Interpretation, aber es gibt da halt zahlreiche Präzedenzfälle.
      2 0 Melden
    • Tobi-wan 08.12.2016 12:45
      Highlight Für diejenigen, die METARs nicht kennen:
      METAR beschreibt das aktuelle Wetter am Flughafen. Für die oben erwähnten METARs macht das dann folgendes Wetter:

      LFSB = ICAO Code für Basel Mulhouse
      071700Z = 7. des Monats, 17.00GMT
      VRB02KT (Wind aus verschiedenen Richtungen mit 2 Knoten)
      0300 (300m Sicht horizontal)
      R15/0650N (Piste 15 / 650m Sichtweite, gleichbleibend)
      FZFG (gefrierender Nebel)
      VV/// (vertikale Sicht kann nicht angegeben werden)
      M01/M01 (Temp. -1°C, Taupunkt -1°C)
      Q1035 (1035 hPa Druck)
      1 0 Melden
    • Tobi-wan 08.12.2016 14:27
      Highlight @John
      Ja FZFG ist schon nicht so angenehm. Wenn ich es aber richtig im Kopf habe, hat die Seneca II sogar eine Enteisung. Bin gespannt auf den Unfallbericht.
      0 0 Melden
  • Ton 08.12.2016 07:10
    Highlight Kleine Korrektur: Eure Meldung, das Flugzeug sei im Sichtflug angeflogen ist falsch. Das Flugzeug befand sich auf dem ILS Anflug und war somit nach Instrumentenflugregeln unterwegs.
    9 1 Melden
  • John Smith (2) 08.12.2016 01:19
    Highlight Zum Unfallzeitpunkt war bereits Nacht. Laut METAR (Flugplatzwetterbericht) herrschte eine Bodensicht von 350 Meter bei gefrierendem Nebel. Und bei diesen Bedingungen versucht jemand eine Seneca zu landen … Ich predige sonst immer, zuerst den Unfallbericht abzuwarten, aber hier sind nun wirklich keine Fragen mehr offen.
    17 5 Melden
    • MaxM 08.12.2016 07:39
      Highlight Ok, steht zwar nicht, ob er genügend Treibstoff hatte und wie die Wetterbedingungen bei den benachbarten Flugplätzen waren... (aber dann hätte man sicherlich kommuniziert, dass es may day - landung war)
      Aber unter beschriebenen Bedingungen ( und das im Sichtflug!!!!) freiwillig zu landen...
      0 8 Melden

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