Schweiz

FCB-Fan wird nach Krawallen in Basel aus U-Haft entlassen – er sass vier Wochen hinter Gittern

Sechs Wochen hätte er in Untersuchungshaft sitzen sollen – jetzt wird ein Student, den die Polizei nach den Krawallen vom 10. April festgenommen hatte, doch noch frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Von den anfänglich schweren Vorwürfen gegen den FCB-Fan blieb nicht mehr viel übrig.

24.05.16, 13:39 24.05.16, 18:54

Von den meisten Vermummten, die nach dem Heimspiel des FC Basel gegen den FC Zürich am 10. April an die Polizei gerieten, fehlt jede Spur. Die wenigen, die nach den Krawallen auf den Fahndungsbildern identifiziert werden konnten, erwischte es aber umso härter: Über acht Personen verhängte das Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft, vier davon sitzen bis heute noch hinter Gittern.

Ein fünfter wird nun doch vor Ablauf der sechswöchigen Haft entlassen, wie dessen Anwalt Alain Joset gegenüber watson bestätigt. Der Student war verschiedenster Delikte verdächtigt worden, unter anderem der Gewalt und Drohung gegen Beamte. Die Haftrichterin habe jedoch nur dem Tatverdacht des Landfriedensbruchs stattgegeben, sagte Joset vor zwei Tagen gegenüber der «Schweiz am Sonntag».

Joset hatte bereits vergangene Woche mit einer Entlassung gerechnet. Sein Mandant sei möglicherweise zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen und ausserdem nicht vermummt.

Vier noch immer in Haft

Vier Fussballfans sitzen jetzt noch in U-Haft – einer davon ein Lehrling, der kurz vor den Abschlussprüfungen steht. Auch gegen ihn steht nach anfänglich schweren Vorwürfen lediglich derjenige des Landfriedensbruchs im Raum. Sein Anwalt war auf Anfrage von watson noch nicht erreichbar.

Update folgt …

An diesem Ort eskalierte es zwischen den Polizisten und den Fussballfans.
grafik: watson

Am 10. April war es vor dem St.Jakobspark in Basel zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und Fussballfans gekommen. Fünf Polizisten wurden verletzt, gemäss Tageswoche zogen sich zudem mehrere Personen Verletzungen im Gesicht und an den Augen zu, weil die Polizei Tränengas und Gummischrot eingesetzt hatte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in einem Fall von schwerwiegender Verletzung gegen Unbekannt.

(dwi)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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82
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82Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • aschgyyge 24.05.2016 19:14
    Highlight ja der oberst lips hat nicht alle tassen im schrank. haben wir doch schon vor ein paar jahren an der art basel favela action gesehn.

    diese nulltolleranz fördert halt einfach polizeihass.

    wer in basel mit dem velo im schrittempo auf dem trottoir gefahren ist, weiss wovon ich rede.
    15 8 Melden
    • Luus One 24.05.2016 20:12
      Highlight ist leider so...doch davon will der pöbel nichts wissen!😉
      4 0 Melden
  • cocorumo 24.05.2016 18:54
    Highlight Tut mir leid aber wie hier über den bösen Rechtsstaat Schweiz abgemotzt wird, da krieg ich das Kotzen...

    Liebe Freunde, sollte eine Strassenschlacht mit der Polizei losgehen, dann mache ich mich schläunigst aus dem Staub. Ich sehe nicht zu, ich gaffe nicht und ich such auch nicht den Nervenkitzel. Nein, ich laufe weg! Und nicht weil ich mich dem "System" beuge und ein Angsthase bin, sondern weil ich aktiv der Polizei helfen will solche Deppen von uns normalen Bürgern zu unterscheiden. Wer sich so verhält, und dessen bin ich mir sicher, hat keine Probleme mit der Polizei.
    25 20 Melden
    • auslandbasler 24.05.2016 20:35
      Highlight Nur kann es nicht sein, dass es dafür u-haft gibt. Ok, über Landfriedensbruch kann man diskutieren, aber das rechtfertigt keine haft. Wenn die Strafverfolgung bestraft, dann ist das brandgefährlich.
      6 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.05.2016 09:31
      Highlight Kann nicht sein, was nicht sein darf, gell :)
      1 0 Melden
  • Dreiländereck 24.05.2016 18:15
    Highlight Landfriedensbruch nichts mit eigenem oder fremden Boden zu tun sondern mit der Teilnahme an einer öffentlichen Zusammenrottung welche Gewalt gegen Personen oder Sachen verübt.
    13 3 Melden
  • Luus One 24.05.2016 18:03
    Highlight Wegen Landfriedensbruch 4 Wochen und länger in U-Haft?! Wo wohnen wir? So etwas hört man sonst aus Russland oder der Türkei! Das tönt mir sehr nach Baschi Putin Erdogan Dürr...was kommt als Nächstes? Einschränkung der Pressefreiheit? Unglaublich...ich schäme mich im Moment Basler zu sein!
    30 31 Melden
  • heinigers 24.05.2016 17:32
    Highlight Was heisst denn jetzt "Landfriedensbruch"? Hat er sich aktiv an der Auseinandersetzung beteiligt oder war er bloss nicht weit genug weg und geriet auf das Video?
    Wäre für mich ein relevanter Fakt der entweder für oder gegen die vierwöchige Inhaftierung spricht.
    16 3 Melden
    • Gringoooo 24.05.2016 19:32
      Highlight Landfriedensbruch ist durch reine örtliche Presänts erfüllt (auch durch 80 jährige Oma, welche aus dem Stadion läuft). Desshalb wird der Straftatbestand heftig kritisiert in der Lehre. Er dient als Auffangtatbestand wenn anderes nicht greifft, da eigentlich immer erfüllt! Wird oft grnau für solche Zwecke missbraucht.
      Durch einen kurzen Blick in die StPO erkennt jedoch jeder, dass damit nie und nimmer eine solche Uhaft angemessen ist. Beweise können keine vernichtet werden, Fluchtgefahr ist obj. Wohl klar zu verneinen, ein Rayonverbot oder Meldepflicht würde längst ausreichen!
      11 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 20:23
      Highlight STGB Art. 260 Landfriedensbruch
      1 Wer an einer öffentlichen Zusammenrottung teilnimmt, bei der mit vereinten Kräften gegen Menschen oder Sachen Gewalttätigkeiten begangen werden, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.
      2 Die Teilnehmer, die sich auf behördliche Aufforderung hin entfernen, bleiben straffrei, wenn sie weder selbst Gewalt angewendet noch zur Gewaltanwendung aufgefordert haben.
      ----
      Ab wann ist man "Teilnehmer" wäre die Frage
      5 0 Melden
    • Gringoooo 24.05.2016 21:01
      Highlight Teilnehmer im Sinne des Art. 260 StGB ist man wie gesagt durch reines "dabei" sein (das heisst nicht an einer Handlung sondern rein geographisch). Man muss sich Handlungen anderer "Teilnehmer" anrechnen lassen.
      Beispiel: Riesige Demo, 2-3 Leute beschmieren und zerschlagen Scheiben -> auch jemand der davon nichts weiss muss es sich anrechnen lassen.
      Ausführliche Erläuterungen sind durch Zeichenanzahl leider nicht möglich. Es gibt noch andere Kriterien.
      Das mit der Aufforderung ist genau so gummig wie der Rest des Artikels.
      4 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 21:07
      Highlight Die genaue Definition ist dann aber nur durch bisherige Gerichtsurteile begründet?
      (Also wenn ein Gericht bereits einmal anhand eines Falls beurteilt hat ob es sich dabei um eine Teilnahme gem. Art. 260 handelt?)
      2 0 Melden
    • Gringoooo 24.05.2016 21:21
      Highlight Wie bei dem Gummiparagraphen eben üblich ist, kanns mal so, mal so gedreht werden. Hätte ich Zeit, würde ich gerne Urteile heraussuchen, um dies alles genauer zu erläutern. Dies würde aber eher in einem Buch enden (und da haben schon fähigere Autoren geschrieben). Was bei mir hängen gelieben ist, ist dass der Art. Schon auf Gaffer angewendet wurde, also auf AUSSENSTEHENDE Personen. Ob dies jedoch letztinstanzlich beurteilt und auch gehalten wurde, kann ich nicht aus dem ff sagen. Auf der website des Bundesgerichtes könnte man kostenlos (beschränkt) recherchieren (sonst Swisslex, da mehr)
      3 0 Melden
    • Gringoooo 24.05.2016 21:23
      Highlight Ansonsten empfehle ich ihnen bei weiterem Interesse den Baslerkommentar (in Biblio da sehr teuer). Jedoch ist da ein Grundwissen über juristische Prinzipien und Begrifflichkeiten notwendig. Dieser fässt jedoch Rechtsprechung und Lehre übersichtlich zusammen.
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 22:02
      Highlight Danke Gringoo für die ausführliche Antwort. :)
      Immer wenn ich so was lese (und vor allem wie dann "Richter" aus Aussenstehenden Teilnehmer machen können), kann ich dieses ganze "Rechtssystem" nicht mehr wirklich ernst nehmen...
      2 0 Melden
    • Gringoooo 24.05.2016 22:12
      Highlight Genau dies ist ein sehr grosses Problem bei diesem Artikel. Er hält eigentlich rechtstaalichen Gesichtspunkten oder den Anforderungen des Art. 1 StGB nicht oder nur mit grossem Gebiege stand. Es wird unter anderem argumentiert es könnten ohne ihn Stragbarkeitslücken entstehen. Er stammt aber eigentlich aus dem Gedanken von Herrschern als Machtwerkzeug gegen den Pöbel (was er auch heute im wesentlichen noch ist), und trotzdem noch den Anschein von Gesetzesmässigkeit zu halten.

      Gerne geschehen, aber 600 Zeichen sind leider zu knap :( Wenigstens Sie interessieren sich für Fakten :)
      2 0 Melden
  • Daju 24.05.2016 17:10
    Highlight Der eine war "zur falschen Zeit am falschen Ort", der Andere mitten in der Lehrabschlussprügung. Toll meine Freunde, auf was sollen wir denn noch alles rücksichtnehmen?!
    Ich finde es absolut richtig, dass solche widrigen möchtegerne Fussballfans ein paar Wochen in die Kiste kommen! Soll bloss ein bisschen abschrecken! Und das sage ich als Fussballfan der oft an Spielen zuhause und auswärts dabei ist!
    39 57 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 17:39
      Highlight In einem Rechtsstaat würde Untersuchungshaft der Untersuchung eines Straftatbestands dienen und nicht der "Abschreckung". Aber eben, wir sind ja in der Schweiz...
      33 7 Melden
  • So en Ueli 24.05.2016 16:35
    Highlight Herrlich wie hier auf die Polizei eingedroschen wird. Aber dass wir von ihr beschützt werden, falls etwas ist, interessiert hier wohl niemand. Ich kann dieses Polizeibashing nicht verstehen. In meinen 28 Jahren habe ich noch NIE etwas negatives mit der Polizei erlebt.
    53 58 Melden
    • Randy Orton 24.05.2016 17:09
      Highlight Dann scheinst du das Glück zu haben, irgendwo zu wohnen, wo es wenig Polizeieinsätze bzw. wenig Polizisten gibt. Ich habe in Bern leider schon mehrmals schlechte Erfahrung mit der Polizei machen dürfen (wenn man sie gebraucht hat und wenn man bei einem Einsatz per Zufall in der Nähe war und auch gleich mitverdächtig wird).
      31 12 Melden
    • Mentorius 24.05.2016 17:24
      Highlight Wen man 1:1 nach dem system funktioniert passiert einem auch selten etwas.
      13 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 17:35
      Highlight hatte auch einige male das zweifelhafte vergnügen, von denen "geholfen" zu werden = man drohte mir als geschädigtem, anstatt mein anliegen aufzunehmen (hausfriedensbruch) und ging unverrichteter dinge wieder (wegen der drohung vonseiten der beamten, wagte ich nicht zu insistieren).
      oder der olle nause, der es mit seiner truppe aber mal garnichtmehr schafft. und dann alle überwachen will :) aber dann unschuldig leute einknasten. und solchen helden, die anderen knast "als abschreckung" wünschen: euch wird auch mal die freiheit geraubt werden. mal sehen, wie ihr das dann findet ;)
      20 4 Melden
    • Fabio74 24.05.2016 18:00
      Highlight @randy Was hast denn schlechtes erlebt?
      1 2 Melden
    • Randy Orton 24.05.2016 18:06
      Highlight Ein Kumpel wurde auf dem Nachhauseweg über die grosse Schanze ohne Vorwarnung angegriffen (beim Aussteigen aus dem Lift). 2 Securitas haben dann flüchtenden Angreifer und 2 Kumpels von ihm gestellt und die Polizei gerufen, welche von einer Anzeige abgeraten hat und dreisterweise noch gesagt hat, man solle besser nicht zum Arzt gehen (beides mit der Begründung, dass Kosten auf einen selbst zukommen könnten und man am Ende selber noch Schuld wäre). Mein Kollege hatte einen gebrochenen Arm, durch den Sturz...
      Sogar die Securitas konnten das Verhalten der Polizei kaum glauben.
      16 0 Melden
    • So en Ueli 24.05.2016 19:38
      Highlight @Randy ja vielleicht ist es Glück, aber oft ist auch der gesunde Menschenverstand am Werk, der mich vor Unangenehmem abhält. Aber klar kann es Einzelfälle geben. Aber schau dich doch in anderen Ländern um, und du wirst sehen, dass es in der CH mit Polizei noch gut geht.
      1 5 Melden
    • Randy Orton 24.05.2016 20:19
      Highlight Ja klar, ich bin mir bewusst, dass wir es in der Schweiz ziemlich gut haben und zum Glück keine US-Verhältnise. Aber habe einfach bisher einige doofe Situationen mit der Polizei erlebt, vorallen vom Verhalten der Polizisten her. Vielleicht liegt das an der Ausbildung oder daran, wen sie anstellen, keine Ahnung.
      3 0 Melden
  • JonathanFrakes 24.05.2016 15:07
    Highlight völlig unverhältnismässig!
    99 65 Melden
    • AL:BM 24.05.2016 16:14
      Highlight Ach ja und wieso, Euer Ehren?
      24 64 Melden
    • Bambam 24.05.2016 17:00
      Highlight Weil es in keinem Verhältnis steht zu dem Landfriedensbruch steht
      36 7 Melden
    • Gringoooo 24.05.2016 19:38
      Highlight AL:BM
      Weil es nach der Definition von Verhältnismässigkeit (gemäss Lehrbücher) unverhältnismässig ist.
      -Fakt
      5 2 Melden
  • Pius C. Bünzli 24.05.2016 14:54
    Highlight Wegen Landfriedebsbruch Fotos im Internet posten? Da sieht man die Willkür des Staates. Tut mir leid aber die Rufschädigung kann man jetzt nicht mehr rückgängig machen...
    115 46 Melden
    • Gringoooo 24.05.2016 19:55
      Highlight Argument Gericht gegen Zivilist; bei publizieren von Bildern muss man sich der Verbreitung durch die Mechanik des Internets bewusst sein und die Konsequenzen tragen.

      Argument Stawa; wird haben die Bilder von der Homepage gelöscht, damit ist alles supi (aber zuvor dazu aufgerufen die Bilder aktiv zu teilen). Für die Verbreitung können wir schliesslich nix. Und wenn ein unschuldiger zu sehen war .. Oh ups ... Äääh ... Selber schuld. Wir stehen über euch, wir dürfen das.
      6 0 Melden
  • Cloudpanther 24.05.2016 14:42
    Highlight wuhhu Rechtsstaat ahoi. Theoretisch sind Personen in U-Haft, weil man denkt, sie würden flüchten, oder hätten extremste Delikte begangen. Die die dem Typ fliehen geholfen hat war auch wider schnell drausen.
    Aber Studenten und Lehrlinge, die Abschlussprüfungen haben behält man drin, dies ist nichts anderes als Schickane, damit sie ihre Prüfungen ja nicht bestehen. Eine bodenlose Frechheit und dann wundert sich wer warum man der Polizei nicht vertraut.
    118 44 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 15:15
      Highlight Ja so läuft es eben in Diktaturen. ;)
      45 36 Melden
    • xlt 24.05.2016 15:37
      Highlight Die Staatsanwaltschaft sah wohl die Wiederholungsgefahr, anders könnte man hier eine Untersuchungshaft nicht wirklich begründen. Bei den zuerst angeführten Delikten mag das noch halbwegs nachvollziehbar sein. Aber bei dem was nun übrig bleibt, absolut nicht. Reines Zeichensetzen.
      41 14 Melden
    • Mietzekatze 24.05.2016 16:06
      Highlight In diesem Fall hier, ging es wohl eher um Kollusionsgefahr (Verdunkelungsgefahr). Aber ich gebe dir absolut recht was alles andere an geht!
      25 9 Melden
    • AL:BM 24.05.2016 16:16
      Highlight Vor allem weil ja die Polizei entscheidet, wer in U-Haft bleibt und nicht etwa ein Zwangsmassnahmengericht, gäll?
      24 11 Melden
    • Marbek 24.05.2016 16:20
      Highlight Schikane, damit sie ihre Prüfungen nicht bestehen? Hallo?
      26 11 Melden
    • Fabio74 24.05.2016 18:01
      Highlight Die Polizei entscheidet nicht sondern ein Richter. Vor dem Motzen sollte man wissen wie es funktioniert
      4 6 Melden
    • Gringoooo 24.05.2016 19:57
      Highlight Und wer stellt die Anträge?
      Das Gericht darf nicht kritisiert werden?
      Kollusionsgefahr? Soll er bei der Polizei eimbrechen und die Aufnahmen entwenden?

      Ich weiss ja nicht was ihr euch so vorstellt...
      5 0 Melden
    • AL:BM 24.05.2016 20:04
      Highlight Die Anträge stellen Staatsanwälte.
      0 0 Melden
    • Fabio74 24.05.2016 22:59
      Highlight @Gringooo: Man darf kritisieren, aber den richtigen. Nicht die Polizei an den Pranger stellen und jammern, dass niemand der Polizei mehr traut, wenn die Staatsanwalt die Anträge stellt und die Richter entscheiden.
      1 0 Melden
  • pun 24.05.2016 14:19
    Highlight 4 oder mehr Wochen einsitzen wegen angeblichem Landfriedensbruch?? Ich war auch schonmal dieses Delikts beschuldigt, weil ich schlicht und einfach vor Ort war, als die Polizei wegen einer Ruhestörung etwas eskalierte. Ist natürlich fallengelassen worden.

    Uns muss bewusst sein, dass Landfriedensbruch so ziemlich jeden von uns treffen kann, wenn die Polizei grad in Laune ist...
    136 31 Melden
    • Fumo 24.05.2016 14:55
      Highlight "Uns muss bewusst sein, dass Landfriedensbruch so ziemlich jeden von uns treffen kann, wenn die Polizei grad in Laune ist..."

      Nein nur wenn man sich auf fremden Boden aufhält. Aber bestimmt wurdest du von der Polizei darauf geschubst, stimmts? ;)
      49 96 Melden
    • chrisdea 24.05.2016 15:14
      Highlight Fremder Boden ist ein seeehr schwammiger Begriff.

      Beispiel gefällig? Messeplatz Basel: ist ein privates Gelände, aber man braucht nur aus dem Trämmli zu steigen und schon steht man drauf. Und wenn da grad eine Aktion durchgeführt wird die nicht genehm ist, und man halt grad auch dort ist, kann es passieren dass man halt auch mitgenommen wird. Alles schon passiert.
      68 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 15:16
      Highlight Wenn du nicht gerade in deinem Haus/Wohnung/Garten bist, ist eigentlich alles "Fremder Boden" oder? ;)
      47 5 Melden
    • pun 24.05.2016 15:17
      Highlight So en Seich! War ein Konzert in einem öffentlichen Lokal und ich hatte keinerlei Köperkontakt zur Polizei. Personalien haben sie verdachtsunabhängig von allen Anwesenden aufgenommen.

      Nach deiner Definition ist fremder Boden alles, was nicht zur eigenen Wohnung / zum eigenen Haus gehört?
      31 7 Melden
    • Fumo 24.05.2016 15:24
      Highlight Nun wird es aber klarer definiert. Die Aufnahme von Personalien ist keine Beschuldigung. Also war deine vorherige Aussage falsch.
      Personalien kann man auch nur für mögliche Zeugenaussagen aufnehmen ;)
      16 31 Melden
    • pun 24.05.2016 15:35
      Highlight Eine Einladung zur Einvernahme, weil ich des Landfriedensbruchs verdächtigt wurde, ist dann ja im Anschluss gekommen (wie gesagt, eine Allzeitbereit-Anklage, die man so ziemlich jedem von uns nach einer kritischen Situation vorwerfen könnte). Da der Brief aber erst nach dem Termin für die Einvernahme eintrudelte, habe ich nicht darauf reagiert, worauf ich nichts mehr hörte, ausser dass ich Wochen später mein konfisziertes Handy wieder abholen durfte.
      23 4 Melden
    • Fumo 24.05.2016 15:42
      Highlight Rechtlich gesehen ist verdächtigen nicht das selbe wie beschuldigen. Das man einen Anwesenden verdächtigt ist ja auch normal, dass du dann dein Handy abholen durftest beweist dass du nicht beschuldigt geworden bist.
      Ausserdem, wurde das Handy vor Ort konfisziert? Das wäre illegal weil es einen richterlichen Befehl benötigt (gilt als Durchsuchung/Beschlagnahmung persönliches Eigentum, wie das Haus/die Wohnung).
      Insgesammt erzählst du nur Bröckchenweise das was dich in der Geschichte gut dastehen lässt ;)
      7 30 Melden
    • pun 24.05.2016 16:08
      Highlight Dass das Handykonfiszieren oder allgemein das Vorgehen der Polizei illegal war, ist ja Teil meiner Argumentation ;-).

      Na gut, ich wurde "nur" verdächtigt, habe aber schon im ersten Kommentar geschrieben, dass es fallengelassen wurde. Mein Argument ist, dass wir alle dieses Delikts beschuldigt werden können, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist und man deshalb genau hinschauen sollte, wenn wie beim Fall im Artikel Willkür befürchten muss.

      Die ganze Geschichte würde den Rahmen sprenden, aber danke der Nachfragen, ich habe ein reines Gewissen von dem Abend ;-).
      24 6 Melden
    • Fumo 24.05.2016 16:19
      Highlight "Mein Argument ist, dass wir alle dieses Delikts beschuldigt werden können"

      Verdächtigen! Beschuldigen ist eben was anderes.
      Du hättest dein Handy ja behalten können, meinen wollten sie auch mal. Aber mitten in der Nacht einen Richter aus den Bett holen nur um einen Verdacht zu folgen wollten sie dann doch nicht ;)
      6 17 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 17:40
      Highlight fumo das ist aber auch tüpflischisserei vom allerfeinsten, was du betreibst. wortklauberei level asian oder wie das heisst...
      7 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 19:10
      Highlight Naja, ich nehm an Fumo ist Jurist, dann ist es eine Berufskrankheit ;)
      Was aber bei ihm zwischen den Zeilen steht: Die Polizei darf viel weniger als sie gerne vorgibt und wer dann einfach brav tut was sie sagen, macht es freiwillig..
      Ist zwar ein ziemlich betrügerisches Vorgehen wenn man seine Autorität missbraucht um an Dinge zu kommen zu denen man gar nicht berechtigt ist, aber so funktioniert nun mal unsere Polizei...
      5 2 Melden
    • Nurdu 24.05.2016 20:55
      Highlight Naja, wär er Jurist, wüsste er, dass Landfriedensbruch nichts mit eigenem oder fremdem Boden zu tun hat.
      4 0 Melden
    • Gringoooo 24.05.2016 22:26
      Highlight Danke andrinl, genau das wollte ich gerade schreiben. Ich denke da verwechselt jemand Hausfriedensbruch und Landfriedensbruch. Landfriedensbruch wäre auch auf deinem eigenen Grund und bodenk denkbar. Aus den ganzen Kommentaren muss ich davon ausgehen, dass es sich nicht um einen Jurist handelt.
      Zudem wäre bei Hausfriedensbruch eine unbefugte Nutzung eine Voraussetzung. Öffentlicher Grund gehört zwar dem Staat, du hast aber (bei öffentlichen, gewidmeten Plätzen/ Strassen etc.) einen grundsätzliches Nutzungsanspruch (Befugnis).
      4 0 Melden
    • pun 24.05.2016 22:26
      Highlight "handy behalten können" und "freiwillig" sind recht bedeutungslose begriffe, wenn die alternative zur "freiwilligen" abgabe des handys eine nacht im knast bedeutet - wo sie dir dein handy dann vermutlich trotzdem abnehmen.

      Es braucht öffentliches Hinschauen und Kritik bei einem Fall wie im Artikel! Denn die betroffenen - wie ich damals - haben häufig keine Mittel (Erfahrung, Kontakte, Geld), auf dem Rechtsweg die Polizei anzuklagen. Deshalb muss der Polizei und Staatsanwaltschaft klar gemacht werden, dass die Gesellschaft solchen Machtmissbrauch nicht duldet (ist halt dieselbe Gesellschaft...
      4 0 Melden
    • pun 24.05.2016 22:27
      Highlight ... die mit über 80% sogenannte Hooligan-Konkordate zur Ausserkraftsetzung der Grundrechte für eine Kleinstgruppe von Personen befürwortet, das macht es etwas einfacher die die machtmissbrauchenden Teile von Polizei und Staatsanwaltschaft).
      4 0 Melden
    • pun 24.05.2016 22:35
      Highlight [*für die machtmissbrauchenden....]

      @gringoo: Ah! Danke! Hab mich echt gewundert, jetzt ergibt Fumos Argumentation Sinn!

      Hausfriedensbruch erachte ich als durchaus sinnvollen Paragraphen, LANDfriedensbruch scheint mir aber hauptsächlich dann zur Anwendung zu kommen, wenn keine richtige Straftat nachgewiesen werden kann.
      4 0 Melden
    • Gringoooo 24.05.2016 22:37
      Highlight @pun:
      Ein Problem ist auch, dass oft drakonische Strafen für Randgruppen gefordert werden, welche unter einem Generalverdacht stehen und die Eventualität der Unschuld nie erwogen wird. Fan = Verbrecher = Krin Anspruch auf Grundrechte. Es ist halt oftmals reine Polemik.

      Ich bin aber dankbar, dass wenigsten Watson seine Funktion als 4. Gewalt im Staat wahrnimmt und wenigstens darüber berichtet und nicht bloss süsse Katzenbilder zeigt (auch wenn die manchmal wirklich Herzerwärmend sind ;)
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 22:41
      Highlight @pun: Sorry, wenn du mich da falsch verstanden hast. Habe meine Aussage generell auf solche "Anfragen" bezogen. Mir ist klar, dass es im konkreten Fall dann anders aussehen kann.
      Aber wäre nicht der Unterschied zwischen einem Mafiosi und einem Polizisten dass sich letzter an Gesetze hält?....
      1 0 Melden
    • Gringoooo 24.05.2016 22:41
      Highlight @pun
      Stabiles Halbwissen reicht halt aus in einer elementaren Diskussion ^^

      Not

      Und ehe; garkeine Straftaten oder wenn der Pöbel aufsässig wird. Oder aber wenn Kollegen durch andere verletzt werden (was auch zu verurteilen ist) und man sich blind am Pöbel rächen will und zeigen will wer der Cheffe ist.
      0 0 Melden
  • Nasi 24.05.2016 13:50
    Highlight [..]Sein Mandant sei möglicherweise zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen und ausserdem nicht vermummt.[..]
    => Klar. Bin Überzeugt, dass er ein Unschuldslamm ist und selbstverständlich nicht beteiligt war.
    In meinen Augen sind diese Haftstrafen absolut richtig.
    82 173 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 13:54
      Highlight Noch nicht einmal die StAwa kann etwas bewesein, aber du willst es wissen?
      Kennst noch nicht mal den Unterschied zwischen dem Sinn Untersuchungshaft und einer Strafe???
      142 33 Melden
    • bernd 24.05.2016 14:45
      Highlight Welche haftstrafen?
      27 2 Melden
    • Fumo 24.05.2016 14:56
      Highlight Naja wäre er nicht dort gewesen, hätte ihm die Polizei nicht dort auf Video gehabt. Oder war es nur eine Projektion seiner selbst?
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    • winglet55 24.05.2016 15:20
      Highlight ein hologram garäment?
      9 9 Melden
    • JonathanFrakes 24.05.2016 16:12
      Highlight @fumo: das alles ist nach einem FCB-Match mit mehreren tausend Zuschauern passiert. Deiner Argumentation nach ist jeder, der beim Rauslaufen aus dem Stadion der Polizei vor die Linse lief, selber schuld. Sorry aber das ist lächerlich!
      31 9 Melden
    • winglet55 24.05.2016 16:22
      Highlight @ JonathanFrakes, mit ihrer Argumentation müssten 30'000 Matchbesucher inhaftiert worden sein, denn Alle werden von den Kameras erfasst. Sorry,aber ihr Argument ist Daneben.
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    • JonathanFrakes 24.05.2016 17:33
      Highlight @winglet55 ich glaube, Sie haben mich falsch verstanden;)
      3 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 17:43
      Highlight selbst wenn ich da gewesen wäre, ohne den match geschaut zu haben, wär das mein gutes recht "wäre er nicht dort gewesen wär nichts passiert" ist quasi ihre argumentation... denken sie nochmal darüber nach, fumo... ist das die welt, in der sie leben wollen? ;)
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    • Thomas_v_Meier 24.05.2016 18:02
      Highlight Hätte ich mich entschieden meinen Normalen Weg zu gehen nach dem Spiel hätte die Polizei mich auf ihrem Filmli drauf, ohne Sturmmaske.....
      Falscher Ort zum falschen Zeitpunkt. Ein Ort notabene an dem es seit 2008 noch NIE Probleme gab........

      Zum Glück kann ich auf mehr als 20 jährige Erfahrung als Fan zurückgreifen und roch den Braten, verliess das Stadion nicht und genoss noch ein Bier bis der Spuck vorbei war.....

      6 0 Melden
  • lümel3000 24.05.2016 13:48
    Highlight 4 Wochen U-Haft für ein Student - optimale Vorbereitungszeit für die anstehende Prüfungsphase 😂
    178 7 Melden
    • sheimers 24.05.2016 16:34
      Highlight Kennst Du das Lied "Der dumme Student" von Baby Jail? Ich meine nur wegen der Songzeile "primitiv - hier fehlt ein Akkustativ ... doch es meint sein Kommilitone - es geht auch ohne". :-)
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  • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 13:47
    Highlight 4 Wochen eingesperrt in U-Haft wegen angeblichen "Landfriedensbruchs"...
    Und wer zu dritt jemanden halb tot prügelt ist noch nicht mal eine Nacht drin...
    167 11 Melden
  • Bambam 24.05.2016 13:47
    Highlight E riese Sauerei vo dr Staatsahwaltschaft! Wenn hört dä Machtmissbruuch ändlig uf?! Jä, i sag 'nei' zu Krawalle und 'nei' zu Gwalt, aber i sag au 'nei' zu übermässigem Machtmissbruuch und Vorverurteilig wo emene Fuessballfan d Zuekunft kostet!!
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    • stiberium 24.05.2016 14:43
      Highlight Nein sagen reicht als Fan nicht! Präventionsarbeit innerhalb der Fangruppen ist gefragt. Und vielleicht ein paar Bierchen weniger vor den Spielen auch. Die Staatsanwaltschaft würde am liebsten gar nichts machen sieht sich aber von der Politik und der Öffentlichkeit unter Druck gesetzt und zum Handeln aufgefordert. Es het sogar Ziite geh, do händ dFans chöne sFäld stürme und mit em Team Fiire will alli gwüsst händ wie me sich benimmt.
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    • Bambam 24.05.2016 15:16
      Highlight Trozdem bini nid bereit go sötige Machtmissbruuch z tolleriere!

      D Fanarbet funktioniert z Basel syt Joore besser als d Repression in anderne Städt. Es git Rückschlääg aber s het scho viel Erfolg gä.
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    • winglet55 24.05.2016 15:48
      Highlight @ stiberium, genau das was wir vor 30/40 Jahren noch konnten, kann sich ein "moderner " Fan nicht mal im Traum vorstellen. Wir trafen uns mit Freunden, auch aus dem "gegnerischen" Lager, vor dem Match, bei einem Bier, gingen zusammen an den Match, den damals brauchte es keine getrennten Fan-Zonen, in der Pause besprach man zusammen das Gesehene, und nach dem Match das Endresultat. Ganz ohne das man sich vermummen musste, ohne Panik wenn ein Schmmierlappen um die Ecke bog, wir hatten noch Freude am Sport, es ging nicht um Erniedrigung eines ( imaginären)Gegners!
      Kurz wir hatten Freude am Leben!
      12 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.05.2016 16:34
      Highlight Genau winglet und heute sind alle Menschen ganz anders, dass das nicht mehr geht. Oder vielleicht doch eher so, dass die Gesetze und die Repression eine ganz andere sind als damals und es genau deshalb auch zu solche n Problemen kommt?
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    • pnao 25.05.2016 07:58
      Highlight Genau, und damals gab es ja auch diese Hooligans noch nicht, hmm und das mit dem Vermummen, könnte das vielleicht dran liegen, dass es damals noch keine Kameras gab?
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    • winglet55 25.05.2016 16:34
      Highlight Nein damals hat man das Fansein anders interpretiert. Der Fan des Gegners war kein Gegner, sondern ein Teil des Ganzen. Er komplettierte quasi das Erlebnis. Man brauchte den Fan der Gegenpartei zum als Gegenpart, ohne ist es ja nicht lustig! Die Vermummten kamen übrigens lange vor den Kameras, und genau damals als die ersten Vermummten in die Szene traten, ist das Fantum falsch abgebogen. Es war fertig mit Freude am Spiel, fertig mit Spass vor- & nach dem Match. Kein anerkennen einer Leistung, auch des Gegners, nein, permanentes schlechtreden des Andersdenkenden ist heute en vogue. Schade!
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