Schweiz

An der Sekundarschule Gelterkinden BL wird mit Drogen gedealt – Behörden sind alarmiert

Zwölfjährige Schüler verkaufen auf dem Pausenplatz Stoff an ältere Schüler. Die Behörden sind alarmiert.

07.08.17, 11:30

Simon Tschopp / bz Basel

An der Sekundarschule in Gelterkinden werden mit diversen Drogen gedealt. Unter anderem auch mit Cannabis oder Kokain. Bild: EPA/EFE

Schüler, die Drogen konsumieren und sogar damit dealen, halten derzeit Schulleitung und Lehrerschaft der Sekundarschule Gelterkinden auf Trab. Polizei und Fachstellen seien eingeschaltet worden. Dies berichtete die «Volksstimme». Es würden Personenkontrollen durchgeführt. Dabei seien Drogen beschlagnahmt und Hausdurchsuchungen vollzogen worden.

Roland Walter, Mediensprecher der Baselbieter Polizei, bestätigt der bz, dass die Kantonspolizei an verschiedenen Brennpunkten regelmässig Personen kontrolliere, so auch in Gelterkinden. «Die Polizei führt diese Kontrollen bei Hotspots an diversen neuralgischen Orten wie Bahnhöfen oder Schulen durch.» Auch der Bahnhof Liestal gehöre dazu. Gelterkinden sei nicht die einzige Sek, die mit Drogen konfrontiert sei, ergänzt Walter.

Wie viele Leute in Gelterkinden bisher überprüft worden sind, darüber wird keine Statistik geführt. Der Polizeisprecher bejaht jedoch Informationen der Zeitung aus Sissach, dass Drogen sichergestellt wurden und es zu Hausdurchsuchungen gekommen ist. Über Art und Quantität der konfiszierten Substanzen macht er keine Angaben. Es handle sich nicht um eine aussergewöhnliche Menge, erklärt Roland Walter.

Mit Schulbeginn am 14. August bleibt gemäss Kantonspolizei «die erhöhte Sensibilität aller beteiligten Behörden aufrechterhalten». Bei Bedarf würden Aktionen durch die Strafverfolgungsbehörden wiederholt und nötigenfalls auch intensiviert.

In die Drogengeschäfte an der Gelterkinder Sekundarschule sollen auch zwölfjährige Schüler involviert sein. Diese würden den Stoff erwerben und dann an ältere Schüler weiterverkaufen, was nicht nur auf dem Pausenplatz geschehe. Die Rede ist von Tabak, Cannabis, Haschisch, aber auch von härteren Drogen wie Kokain.

«Wir haben schwierige Monate hinter uns», sagte Schulleiterin Barbara Zwygart zur «Volksstimme». Vor allem das Kiffen sei bei einigen Schülern stark verbreitet. Seit bald einem Jahr sei die Schulleitung deshalb mit dem Schulsozialdienst, externen Fachstellen, der Polizei und der Jugendanwaltschaft daran, der Situation zu begegnen, um diese in den Griff zu bekommen.

Unter den Jugendlichen hat sich in den vergangenen Monaten offenbar ein enges Netzwerk gebildet, das schwierig zu durchleuchten ist. Dazu sollen auch ehemalige Sekschüler gehören, die den jetzigen als Vorbild dienen.

Die Schulleitung schlug Alarm, nachdem einzelne Schüler einen enormen Leistungsabfall aufwiesen, ihre Motivation vermissen liessen und geistig abwesend waren. Auch haben laut der Schulleiterin Schüler schlechte Noten geschrieben, ihre Hausaufgaben nicht mehr gemacht oder sind dem Unterricht ganz ferngeblieben. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • SomeoneElse 08.08.2017 14:24
    Highlight Wir haben alle in der Schule geraucht
    Und jetzt sieh uns an
    Sie sagen, wir ham' uns die Zukunft verbaut
    Und jetzt sieh uns an
    Ihr könnt aus unser'n Fehlern hoffentlich lernen
    Wir woll'n doch alle bloß 'n Job und dann sterben
    1 0 Melden
  • Swarup 07.08.2017 15:57
    Highlight Ach nein? Hätte ich nie gedacht.😂

    In jedeer Schule gibt es Kiffer/Dealers oder sonst von einem älteren Bruder,Freund etc.
    Gibt es immer, wird es immer geben
    27 10 Melden
    • Hayek1902 07.08.2017 16:32
      Highlight Dass die jüngeren den älteren verkaufen, ist aber doch eher speziell
      25 3 Melden
    • Swarup 07.08.2017 16:48
      Highlight Neija, war bei meiner Schule nicht anders. Die älteren die niemanden kannten kauftet auch beim 1-2 Jahr jüngeren ein, dessen Bruder den Stoff hollte..
      4 6 Melden
  • Caprice 07.08.2017 15:56
    Highlight Naja, das ist im Baselbiet aber nicht erst seit gestern und nicht nur in Gälti so ;-)
    26 2 Melden
  • o.o 07.08.2017 14:36
    Highlight War bei uns damals auch so. Es wurde immer und überall gekifft... Schwelge gerade in Schulreisenerinnerungen :)
    23 14 Melden
    • AL:BM 07.08.2017 16:23
      Highlight Ja, auf diese Typen und ihre Spässchen mussten wir immer warten.
      Bzw. Kollektivstrafen (die es natürlich nie gab) hinnehmen.
      8 5 Melden
  • w800 07.08.2017 14:33
    Highlight Wen wunderts in biel wird man mit 12 schwanger und hier dealt man halt kinder können nichts dafür...
    18 20 Melden
  • Pond 07.08.2017 13:29
    Highlight In diesem Alter konnte ich mir weder Drogen, noch Zigaretten oder Alkohol leisten. Meinen Eltern wäre es sofort aufgefallen, wenn ich etwas genommen hätte. Dass so junge Kinder involviert sind, gibt mir schon zu denken. Was sind das für Elternhäuser? Unter welchen Umständen wachsen diese Kinder auf? Was hat der Konsum für eine Auswirkung auf ihre Entwicklung?
    33 14 Melden
    • Scott 07.08.2017 16:05
      Highlight Fragen über Fragen.

      Die Political Correctness verbietet leider konkrete Antworten...
      10 29 Melden
    • Datsyuk 07.08.2017 16:16
      Highlight Mit Drogen gedealt wird nur wegen und von Ausländern, Secondos und Migranten. Willst du das implizieren, Scott?
      Das ist Bullshit.
      25 12 Melden
    • Selbstdenker97 07.08.2017 16:18
      Highlight Hat oft nichts mit Eltern zu tun sonder mit dem Umfeld und der Resignation vieler Jugendlicher wenn Sie langsam merken in was für eine Gesellschaft Sie hineinwachsen.
      10 8 Melden
    • AL:BM 07.08.2017 16:24
      Highlight Solange wir 'nur' vom Kiffen sprechen, sind es immer noch die wenigsten, die in der Entwicklung negativ beeinflusst werden.

      Lassen Sie mal gut sein.
      11 6 Melden

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