Schweiz
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Die wiedergewaehlte Staenderaetin Anita Fetz (SP) im Wahlforum im Kongresszentrum in Basel am Sonntag, 18. Oktober 2015. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Anita Fetz: «Immerhin haben die Jungen noch einen nüchternen Blick.»
Bild: KEYSTONE

SP-Ständerätin Anita Fetz diagnostiziert ihrer eigenen Parteiführung einen «politischen Sonnenstich»

Die Basler SP fordert im Wahlkampf einen Hundepark auf dem Markt- oder Münsterplatz. Die Basler SP-Ständerätin Anita Fetz kritisiert ihre Partei dafür.



In der «Schweiz am Sonntag» sagt Anita Fetz: «Ich habe Dutzende empörter Mails von Basis und Wählern erhalten. Sie fragen sich, ob diese Hundepolitik jetzt der neue SP-Stil sei.»

Schriftlich habe sie bei Partei- und Fraktionsleitung interveniert: «Wer als Führung solche Vorstösse durchlässt, hat einen politischen Sonnenstich.»

Ein Dankesmail habe sie den Jusos geschrieben, welche die Aktion in einer Mitteilung als «lächerlich» bezeichnet hatten. Fetz: «Immerhin haben die Jungen noch einen nüchternen Blick.»

Zum Vorstosspaket sagt sie: «Dieser Stuss führt dazu, dass die Arbeit jener SP-Politiker desavouiert wird, die wirklich gute und relevante Politik machen.»

Parteipräsidentin Brigitte Hollinger und Fraktionschefin Beatriz Greuter hatten nicht mit dem Medienecho auf ihr Massnahmenpaket für eine lebendige Innenstadt gerechnet.

Fetz hat dafür kein Verständnis: «Wer sich darüber wundert, dass die Hundegeschichte im Sommerloch für Schlagzeilen sorgt, hat keine Ahnung von politischer Kommunikation.» Sie fordert ihre Partei nun dazu auf, den Schaden zu begrenzen: «Ich hoffe, dass genügend SP-Grossräte im September den Vorstoss versenken und sich wieder den relevanten Themen zuwenden.» (bzbasel.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • meglo 18.07.2016 10:40
    Highlight Highlight Ich gehe mit Frau Fetz einig und bin froh, dass Basel diese kompetente Ständerätin noch hat. Die Themenwahl der SP Führung der Stadt Basel beweist exemplarisch, dass diese Damen und Herren jeglichen Bezug zu ihrer Wählerschaft verloren haben. Vielleicht sollten sie weider einmal mit ihren Wählern reden. Es ist höchste Zeit, dass diese weltfremden Traumtänzer von jungen Linken ersetzt werden, denen etwas mehr einfällt, als ein Hundepark auf dem Münsterplatz. Themen, zu denen die Linke etwas zu sagen hätte, gibt es wahrlich genug.
    • _kokolorix 19.07.2016 12:35
      Highlight Highlight Kann ich auch nicht verstehen warum die, die offensichtlichen Themen nicht aufgreifen:
      Steuerungerechtigkeit, Bevorzugung von Vermögenden durch unnötig komplizierte Verwaltungsprozedere, Schutz des Vermögens vor Schutz der Person, pauschale Verurteilung von Einwanderern, kein Schutz vor Ausbeutung durch Arbeitgeber, etc.
  • Spooky 17.07.2016 23:54
    Highlight Highlight Die Linken haben sowieso einen Sonnenstich. Einerseits wollen sie den Kapitalismus überwinden, andererseits stellen sie sich geschlossen vor die Superreichen, sobald man denen - auch nur verbal - an den Karren fährt. Zum Beispiel auf Watson.
    • Switch_On 18.07.2016 00:58
      Highlight Highlight Die Linken stellen sich vor die Superreichen? Hab ich was verpasst?
      Was ist dann mit den Neoliberalen Rechten welche immer wieder Steuererleichterungen für Reiche durchboxen?
    • Spooky 18.07.2016 01:15
      Highlight Highlight @Switch_On
      Probier es doch selber mal aus! Sag auf Watson irgendetwas gegen die Superreichen! Viel Glück mit den Herzen!
    • pamayer 18.07.2016 12:08
      Highlight Highlight S u p e r r e i c h !


      Bitte viiiiiiiele herzli! Danke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Klaus K. 17.07.2016 19:30
    Highlight Highlight "Parteipräsidentin Brigitte Hollinger und Fraktionschefin Beatriz Greuter..."
    Erst die Männer als Wähler und Mitglieder vergraulen, dann bei den Hundehaltern punkten wollen? Was für peinliche Politikerinnen.
  • demokrit 17.07.2016 14:18
    Highlight Highlight Man sagt ja, nicht jeder Hund gehöre einem Sozialfall, aber fast alle Sozialfälle hätten einen Hund. Vielleicht betreibt die SP also Klientenpolitik.
    • _kokolorix 19.07.2016 12:38
      Highlight Highlight Als zumindest Sympathisant der sozialistischen Idee und Hundehalter muss ich doch heftig protestieren. Ausserdem müsste es Klientelpolitik heissen. Ende Klugscheiss. 😉
  • R&B 17.07.2016 11:44
    Highlight Highlight Die SP schafft es mit Vorstössen dieser Art immer wieder ihre Hauptpolitik zu desavouieren. Bei dem aktuellen Rechtsrutsch und der grösser werdenden Unzufriedenheit über den immer ärmer werdenden Mittelstand hätten sie die besten Karten, weil eigentlich deren Politik, mehr Wähler zu gewinnen. Aber so?
    • FrancoL 17.07.2016 12:11
      Highlight Highlight Ja die besten Karten nützen nichts wenn man das Jassen verlernt hat.
      Die SP sollte ihre Strategien mehr der Sachpolitik widmen und nochmals bei ihren Hautthemen anfangen. Die Probleme und Sorgen werden immer grösser, man muss sich nur ihrer annehmen.
    • genoni 17.07.2016 14:01
      Highlight Highlight Das Problem für die SP liegt darin, dass sich bei der aktuellen Politik der bürrgerlichen Mehrheit (FDP-SVP) die tiefste soziale Schicht, die vom Staat abhängigen Menschen, betroffen sind. Der Mittelstand wird nicht geschädigt, sondern gestärkt, weil die Umverteilung durch die Sozialsysteme kleiner wird. Diese Umverteilung findet grösstenteils zwischen Mittelständern und den Sozialhilfeempfängern statt. Somit wird der Mittelstand zwar entlastet, aber der Preis den die tiefste soziale Schicht dafür zahlen muss, ist sehr hoch.
    • E7#9 17.07.2016 15:37
      Highlight Highlight genoni: Nein! Der Mittelstand wird von allen Seiten geschröpft und wie eine Zitrone ausgepresst zugunsten von Privilegien für die Reichen und Zusatzleistungen für die Armen. Sag mir ein Beispiel wo der arbeitende Mittelstand entlastet wird? Er profitiert weder von irgendeiner Steuerprogression noch kann er Sozialleistungen oder KK-Verbilligungen geltend machen. Im Gegenteil: Bei ihm kann man es ja holen. Wer schuftet ist der Blöde. Oder was denkst du, wer die Steuererleichterungen für Reiche und Firmen berappen muss, etwa die soziale Unterschicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 17.07.2016 09:53
    Highlight Highlight Ja so kann man sprichwörtlich "vor die Hunde gehen". Kaum zu glauben was da PolitikerInnen andenken mögen, Sommerloch hin oder her. Die Politik hat nun wirklich wichtigere Probleme zu lösen.

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