Schweiz

Die Uni Bern wollte Testkiffer mit Gras beliefern – nicht alle fanden das toll

14.11.17, 11:45

Nix kiffen: Bund macht der Uni Bern einen Strich durch die Rechnung. Bild: KEYSTONE

Die Universität Bern darf keine Studie zum legalen Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken durchführen. Eine solche Studie erlaube das geltende Gesetz nicht, kommt das Bundesamt für Gesundheit zum Schluss.

Die Stadt Bern hatte die Universität beauftragt zu erforschen, wie sich das Konsum- und Kaufverhalten von Cannabis-Konsumenten verändert, wenn diese geregelten Zugang zur Droge haben. Auch Auswirkungen auf die Gesundheit der Studienteilnehmer sollten untersucht werden.

Geplant war, Cannabis in Apotheken zu verkaufen. Im Frühling stellten das Institut für Sozial- und Präventivmedizin und das klinische Studienzentrum der Universität Bern beim Bund ein Gesuch für die wissenschaftliche Studie.

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Das Betäubungsmittelgesetz verbiete den Konsum von Cannabis zu nicht-medizinischen Zwecken, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Mitteilung vom Dienstag.

Doch ganz schlägt das BAG die Türe nicht zu. Grundsätzlich würde es das Bundesamt begrüssen, wenn neue Regulierungsmodelle wissenschaftlich analysiert werden könnten, wie es in der Mitteilung weiter schreibt. Um solche Studien zu ermöglichen, müsste das Gesetz aber mit einem «Experimentartikel» ergänzt werden.

Die Universität kann innert 30 Tagen gegen den Entscheid Beschwerde erheben. (sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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19
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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • stamm 15.11.2017 00:17
    Highlight Hallo Testinitianten: ich würd mich zum Test anbieten als LSD-Tester!
    0 0 Melden
  • Dinolino 14.11.2017 15:23
    Highlight memo an mich: 2017 in der Schweiz gibts legal Grass das nicht bekifft macht, aber noch erbärmlicher riecht als das "richtige" und wir debattieren darüber ob srf ganz abgeschafft wird oder status quo beibehält. Achja, der Mann der massgeblich daran beitrug die SchweizerNati an die nächste WM zu bringen, wird im letzten Spiel, in den letzten Minuten ausgepfiffen. Gut das wir die WM dann sowieso nicht mehr schauen können und immer noch Grass rauchen das gottserbärmlich stinkt aber nicht mal bizzeli high macht. SwissParanoia 1.0.
    47 5 Melden
  • Datsyuk 14.11.2017 13:41
    Highlight Bitte einfach legalisieren! Danke!
    37 3 Melden
  • RozaxD 14.11.2017 13:38
    Highlight Fände ich eine gute Idee, so eine Studie
    17 3 Melden
  • JaneSoda 14.11.2017 13:31
    Highlight Ich hoffe, dass die Uni Bern testen darf. Schliesslich werden auch andere Substanzen erforscht. Und das ist auch gut so!

    https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/trip-therapie-1.18552326

    Ich drück der Uni Bern die Daumen!
    21 3 Melden
    • Gringoooo 14.11.2017 17:58
      Highlight Ja stimmt schon, leider steckt da der Teufel im Detail.

      Wirkungen einer Substanz können erforscht werden - das Konsumverhalten unter gewissen Bedingungen fällt jedoch wohl nicht darunter - daher wäre nach dieser Auslegung eine Gesetzesänderung notwendig.
      - was ich jedoch sogar begrüssenswert fände, da es dadurch eine (direkte) demokratische Legitimation erhalten würde (oder eben demokratisch untersagt würde).
      5 0 Melden
  • kleiner_Schurke 14.11.2017 13:27
    Highlight Diese Test wurden schon lange gemacht. Unser Prof in Biochemie war ein notorischer Kiffer der am Morgen so gegen halb elf ins Institut mit verstrubelter Frisur eingelaufen ist. Oft sah er kaum aus den verquollenen Augen. Der Mann sah schlimm aus und war ein absoluter ultra Chaot. Sein Schreibtisch, der Boden und die Regale waren 1m dick mit Papier und Kram belegt.

    Freilich stimmte die geistige Kapazität mit dem Verhalten und dem Äusseren dieses Menschen, so gar nicht überein. Denn er war mit weitem Abstand der intelligenteste Menschen dem ich in meinem Leben begegnet bin.
    30 2 Melden
  • WalterWhiteDies 14.11.2017 13:13
    Highlight Bei einer legalisierung würde der Stadt Geld verdienen.. Diese Gelder könnten z.B. in die AHV flissen und wir würden 2 Fliegen mit einer Patsche erwischen. LEGALIZ IT!!!!
    29 3 Melden
  • WalterWhiteDies 14.11.2017 13:12
    Highlight Macht es doch entlich legal! Leute die Grass rauche (ja, zu diesen gehöre ich auch) juckt es eh nicht, dass es ilegal ist. Sehr viele Polizisten sagen nicht mal etwas, wenn sie Kiffer erwischen! Sie haben mich schon öfters erwischt und einfach gesagt: Macht es nicht so aufällig, geht weg und raucht es etwas versteckter.. Also als Fazit: Gekifft wird sowieso und Ordnungshüter sagen oft nichts. Eine legalisierung hätte nur Vorteile. Die Dealer könnten ihre Taschen nicht mer mit Drogengeldern füllen und die Konsumenten könnten sich auf sauberen Stoff verlassen. Der Stadt würde dran verdienen!!!!!
    33 4 Melden
  • Paddiesli 14.11.2017 13:08
    Highlight Dann macht mal endlich diesen "Experimentartikel", damit man vernünftig forschen und testen kann, was wem was bringt.
    14 2 Melden
  • raphe qwe 14.11.2017 13:07
    Highlight Wie ich unsere Politik liebe😘 Hauptargument gegen Legalisierung: „Es gibt keine Studien (mimimi)!“ Lasst uns doch eine machen?
    Nein, das ist gesetzlich nicht erlaubt✌️
    46 2 Melden
  • alessandro 14.11.2017 12:56
    Highlight Eine Pflanze ist halt nicht patentierbar (zum Glück) und stösst deshalb auf massiven Lobbyingwiderstand seitens Pharmabranche. Egal ob THC oder CBD, die beiden Wirkstoffe sind verhältnismässig günstig und effizient, was alleine zumindest eine angemessene Forschung schon rechtfertigen sollte. Die Pharma-Industrie ist eine Business, da gehts um Rendite und nicht um eine Lösung des Problems. Aber solange die Parlamentsmühlen pharma-geschmiert wie am Schnürchen laufen...
    26 4 Melden
    • rauchzeichen 14.11.2017 19:16
      Highlight die pharmabranche hat zudem grossen respekt vor den vielfältigen medizinischen einsatzmöglichkeiten von gras. anstelle dem kraut jede tür zu öffnen um endlich zu schauen, wieso es gegen epilepsie hilft, fieber vertreibt und eventuell sogar gegen krebs helfen könnte, schützen einige konzerne lieber ihre etablierten medis. never change a winning team -.-
      4 0 Melden
  • Duweisches 14.11.2017 12:32
    Highlight Der Konsum geht zurück, siehe Portugal oder Holland sowie teile der USA, die Gesundheit der Konsumenten wird verbessert durch gesündere Konsummethoden und saubereres Zeug.
    93 8 Melden
  • Nuka Cola 14.11.2017 12:04
    Highlight Drücke der Uni die Daumen.

    Ist ja logisch, kann so nie ein absolut stichfester Beleg erbracht werden, dass die Legalisierung besser wäre, wenn man es nicht zulässt, es zu testen.
    121 8 Melden
    • Hallosager 14.11.2017 12:30
      Highlight Californien, Niederlande. Beispiele gibt es bereits, aber bei der Weltfremden Politik die Bern fährt, wird sich eh nie was ändern. Lieber der Pharmalobby schön hinten reinkriechen. So können sich gewisse Politiker hinter dem Rücken aller weiter berreichern um dann über fehlende Staatseinnahmen zu klagen.
      61 9 Melden
    • Morbid_Tales666 14.11.2017 13:37
      Highlight Und gleichzeitig heult man rum dass die AHV zu wenig Geld hat. Parlament: Take a hint.
      16 3 Melden
    • Gringoooo 14.11.2017 17:54
      Highlight @Morbid_Tales666

      Take a hint oder take a hit? =D
      7 0 Melden
  • Gringoooo 14.11.2017 12:03
    Highlight Na dann ist es jetzt Sache des Parlamentes. Kann sich also nur noch um Jahre handeln.
    130 6 Melden

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