Schweiz

Auf die brennenden Petarden am «Knastspaziergang» vom Freitagabend folgten in der Nacht vom Samstag auf Sonntag fliegende Steine, Laserpointer-Attacken und brennende Lieferwagen. Bern hat unruhige Tage hinter sich. bild: facebook/raumraub

Polit-Polizist erklärt, warum Bern statt Zürich brennt

Sechs Tage, drei heftige Ausschreitungen: Hat Bern ein Gewaltproblem? Muss die Stadt ihren Umgang mit Hausbesetzern ändern? Der langjährige Polit-Polizist Willy Schaffner erklärt, was Zürich anders macht.

28.02.17, 06:37 28.02.17, 06:57

Samuel Schumacher und Pascal Ritter / Nordwestschweiz

Krawalle haben Konjunktur in Bern. Dreimal kam es in den letzten sechs Tagen zu Ausschreitungen. Auslöser war die polizeiliche Räumung einer besetzten Liegenschaft. Am Freitag und Samstag artete die Gewalt aus, als die Polizei zwei unerlaubte Demonstrationszüge stoppte. Die Bilanz der Krawalle: elf Verletzte, hohe Sachschäden und eine grosse, offene Frage: Wieso immer wieder? Und wieso immer wieder in Bern? Ist das reiner Zufall?

Nein, sagt Manuel, 28, aktives Mitglied in der Berner Hausbesetzerszene. «Das Verhältnis zur Polizei ist in Bern sehr angespannt.» Aus Sicht des Hausbesetzers hat die Polizei die aggressive Stimmung, die immer wieder in gewaltsamen Exzessen ausartet, selber verantwortet.

Manuel zählt auf: das Vorgehen gegen die Proteste im Vorfeld der Miss-Wahlen 2014, die Razzien in besetzten Häusern und das Einschreiten bei einer pro-kurdischen Demo 2015 und am Mittwoch schliesslich die Räumung des besetzten Gebäudes des Bundesamtes für Bauten und Logistik an der Effingerstrasse 29. All diese «brutalen Angriffe» hätten die Stimmung gegenüber der Polizei «sehr aufgeheizt».

Bern: Krawalle am Samstag vor der Reitschule

Kein Berner Phänomen

Dass sich diese Entwicklung irgendwann entladen und in Ausschreitungen gipfeln würde, das hätten die Verantwortlichen bewusst in Kauf genommen. «Würde man sich mit den Besetzerinnen und Besetzern in Bern an einen Tisch setzen und Lösungen für Zwischennutzungen finden, dann wäre die Situation eine ganz andere», sagt der junge Hausbesetzer.

Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause sieht das ganz anders. Auch er spricht von «massiver Gewalt». Allerdings gehe die nicht von der Polizei, sondern von ganz bestimmten Kreisen aus der linken Szene aus. Bei den Einsätzen am Wochenende sei die Polizei mit Steinen mit bis zu 15 Zentimeter Durchmesser beworfen worden. Bei der Hausräumung am Mittwoch hätten die Besetzer schwere Gegenstände aus den oberen Stockwerken auf die Polizeibeamten geworfen. Nause spricht von «versuchten Tötungen», von «stundenlangen Attacken».

Von einem Spezialfall Bern will Nause aber nicht reden. «Die gewaltextremistische linke Szene ist ein nationales Problem. Bei den Krawallen am Wochenende machten zum Beispiel auch Gruppierungen aus Zürich mit.» Als Hauptstadt sei Bern zwar öfter als andere Städte Bühne für politische Kundgebungen und damit potenziell auch für Ausschreitungen. Aber auch Zürich habe mit den Binz-Ausschreitungen, der Reclaim-the-Streets-Bewegung oder den Konflikten rund um das besetzte Koch-Areal in letzter Zeit Gewalt erlebt. «Gewaltbereite Hausbesetzer sind kein Berner Phänomen», sagt Nause.

Visionen statt Krawalle

Zwei Positionen, eine unverrückbare Front, kein Kompromiss in Sicht. Das bedauert Giorgio Andreoli, der im Vorstand der «Grossen Halle» sitzt. Die Kulturinstitution ist auf dem Areal der Berner Reitschule beheimatet, wo sich die Gewalt in der Nacht von Samstag auf Sonntag entladen hat. «Solche Vorkommnisse schränken die Möglichkeiten für die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Hausbesetzung ein», sagt Andreoli, in den 90er-Jahren selbst Mitglied in der Hausbesetzergruppe «Aktion Wohnraum». «Das gegenseitige Schuldzuweisen, dieses Pingpong-Spielen, das muss aufhören.»

Andreoli appelliert an die Besetzerszene, die verstärkt wieder ihre Visionen aufzeigen und klarmachen solle, dass Hausbesetzungen nichts prinzipiell Kriminelles sind, sondern manchmal sogar den Grundstein für eine soziale Institution legen. Andreoli verweist auf Schlafstellen und Frauenhäuser, die aus Besetzungen resultierten. Und schliesslich sei auch die kulturell genutzte Reitschule einst ein besetztes Areal gewesen.

«Züri brännt» hiess es Anfang der 1980er-Jahre

Video: © youtube/kunstohnewerk

Besonders Besetzer-feindlich sei Bern aber nicht, betont Andreoli. Bereits in den 90er-Jahren habe man schrittweise ein Duldungsrecht etabliert. Andreoli erinnert die Behörden aber daran, Zwischennutzungen unbedingt zuzulassen, wenn irgendwo Wohnraum leerstehe. Die Stadt Bern hat für genau solche Fälle die Koordinationsstelle Zwischennutzung geschaffen, die zwischen Hausbesetzern und -besitzern vermitteln soll.

Zwischennutzungen zulassen, das will man auch in Zürich. Ein bisschen mehr sogar als in Bern. Das geht aus dem 2012 verfassten «Merkblatt Hausbesetzungen» der Stadtpolizei Zürich hervor. Darauf ist klar festgehalten, dass die Polizei Räumungen besetzter Liegenschaften nur dann vornimmt, wenn eine rechtskräftige Abbruch- oder Baubewilligung inklusive Baufreigabe vorliegt. Anders gesagt: Wenn ein Liegenschaftsbesitzer die Hausbesetzer auf seinem Grundstück loswerden will, ohne dass er konkrete Pläne mit der Liegenschaft hat, sind ihm die Hände gebunden. Eine solch spezifische Regelung gibt es in Bern nicht. In der Hauptstadt braucht es eine Anzeige vonseiten des Liegenschaftsbesitzers und einen Räumungsantrag. Dann schreitet die Polizei ein.

Trügerische Ruhe

Die tolerante Zürcher Handhabe scheint sich auszuzahlen. Die letzten grossen Krawalle liegen zwei Jahre zurück. Im Jahr 2014 verwüsteten Krawallanten die Europa-Allee. Im laut geführten Streit um das Koch-Areal geht es um lärmige Partys und Hanf-Pflanzen, nicht aber um Gewalt.

Selbst am 1. Mai, dem Krawalldatum schlechthin, kommt es kaum noch zu Ausschreitungen. Dank einer Mischung aus Dialog und teurer Repression. Die Kosten für die Polizeieinsätze überschreiten bisweilen die Millionengrenze. Willy Schaffner war vor seiner Pensionierung im Jahr 2014 praktisch an jeder Demonstration und vermittelte zwischen Aktivisten und dem Einsatzleiter. «In Zürich ist es in letzter Zeit relativ ruhig geworden», sagt er. Das habe verschiedene Gründe. «Es gibt in der Politik einen Konsens, besetzte Liegenschaften zu dulden.» Zudem setze man auf Prävention statt nur purer Repression.

Die Ruhe in Zürich sei aber trügerisch. «Es kann sehr schnell gehen, bis wieder eine Situation eskaliert», sagt er. Schaffner möchte die Vorfälle in Bern nicht kommentieren. Aber er rechnet nicht damit, dass es zu einem Flächenbrand kommt. «Es gibt es immer wieder, dass sich solche Auseinandersetzungen hochschaukeln. Ob in Bern oder in anderen Städten. Das legt sich dann aber meist wieder», sagt Schaffner. Grundsätzlich rät er davon ab, das Problem nur mit Gummischrot und Wasserwerfern zu lösen. «Während meiner Zeit als politischer Polizist habe ich gelernt, dass das wichtigste Mittel die Prävention ist.»

Ob die Ruhe in Zürich anhält, ist fraglich. Bereits am 11. März steht die traditionell unbewilligte Demonstration zum «Frauenkampftag» an. Am Sonntag, dem 19. März, feiert die Zürcher SVP ihr hundertjähriges Bestehen im Kongresshaus. Antifaschistische Aktivisten haben sich unter dem unzimperlichen Motto «Linke Fäuste gegen rechte Hetze» angekündigt. Der gleiche Flyer ruft zum Widerstand gegen einen Aufmarsch von SVP-Sympathisanten auf. Er findet am Samstag, 18. März, in Bern statt. Dann wird sich die Polizei also wieder mit Aktivisten aus Zürich herumschlagen müssen, in der Stadt, in der Krawall zurzeit Konjunktur hat. (aargauerzeitung.ch)

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Brikne, 20.7.2017
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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • HunterCH 28.02.2017 14:21
    Highlight Soso, die Polizei ist wegen der Räumung selber schuld an der Gewalt.... Ihm ist schon bewusst, dass die Besetzung illegal war und damit der Einsatz der Polizei keine Provokation sondern absolut gerechtfertigt ist?
    5 5 Melden
  • flausch 28.02.2017 10:38
    Highlight Gerade dieser "lustige" Herr Schaffner ist kein unbeschriebenes Blatt.
    Seine Geschichte macht allen klar das wie die Polizei zur Gewalt steht, wann sie sie in Kauf nimmt und wann sie Gewalt Provoziert.
    Da gab es mal so eine Geschichte in der der Staatsschutz Leuten Sprengstoff anbot. Wozu?

    Zum einlesen:
    https://www.woz.ch/-619

    Gewaltmonopol bedeutet Gewalt!
    20 24 Melden
  • Der Beukelark 28.02.2017 10:09
    Highlight edit: warum ein lastwagen brannte
    5 0 Melden
  • LaPaillade #BringBackHansi 28.02.2017 09:58
    Highlight Ist ja schon noch lustig, es heisst immer wieder Dichtestress sei so schlimm und sowieso werde alles verbaut, aber Liegenschaften dann jahrzehnte leer stehen zu lassen ist ok?
    Mag mich an einen Fall in Luzern erinnern, bei dem die Eigentümer im Testament festgehalten haben, dass ihre Villa als Erinnerung an sie leer stehen gelassen werden soll.
    34 28 Melden
    • giandalf the grey 28.02.2017 10:54
      Highlight Und wieso sollte sie das nicht dürfen? Das Haus ist ihr Eigentum und meines Wissens darf man über sein Eigentum frei bestimmen.
      27 21 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 28.02.2017 11:45
      Highlight Ja klar, juristisch sind sie im Recht. Aber von einem moralischen Standpunkt aus finde ich persönlich dies durchaus fragwürdig.
      15 2 Melden
    • Sapere Aude 28.02.2017 13:33
      Highlight Besitz von Grund und Boden nennt man zwar ein Freiheitsrecht, ist aber an und für sich nicht ausreichend begründet, im Vergleich zu dem Recht am Eigentum von Produktionsgütern.
      7 0 Melden
  • giandalf the grey 28.02.2017 09:24
    Highlight Ist ja alles gut und schön aber eins verstehe ich nicht: Auf welcher Rechtsgrundlage sind Hausbesetzungen legal? Ich sehe das jetzt komplett apolitisch aus der Sicht eines Eigentümers. Das ist doch Hausfriedensbruch sondergleichen? Über mein Eigentum sollte ich doch alleine bestimmen dürfen, und wenn ich es leer stehen lassen will und es besetzt wird, hat die Polizei dafür zu sorgen dass mir mein Eigentum wieder zugführt wird, oder nicht?
    58 30 Melden
    • Asmodeus 28.02.2017 10:57
      Highlight Das ist so.

      Mein Eigentum, meine Regeln. Hausbesetzer haben da eine etwas verquere Logik, dass was nicht genutzt wird jedem zur Verfügung stehen müsste.

      Besonders wenn die Liegenschaft dem Staat/Kanton/der Stadt gehört.
      21 9 Melden
    • eulach 28.02.2017 11:46
      Highlight Natürlich sind Hausbesetzungen illegal.
      Den Besetzern geht es um politische Werte. Die Argumentation: in einer Stadt wie Zürich sei jede leerstehende Immobilie eigentlich ein Skandal; es mangle an bezahlbaren Wohnungen und Raum für Kultur. Die Hausbesetzer nutzen leere Immobilien, um kleine Projekte zu realisieren (wie bspw. die Bar im Kochareal und der zur Avantgarde hin orientierte Miniklub). Es ist für die Exekutive also denkbar schwierig, teure Räumungen von andersweitig ungenutzten Immobilien zu verfügen, solange was konstruktives entsteht—Illegalität hin oder her.
      11 1 Melden
    • Herr Gabi 28.02.2017 12:16
      Highlight Wohnraum knappheit?
      1 4 Melden
    • fabianhutter 28.02.2017 14:47
      Highlight Die Allgemeinheit hat aber oft andere Interessen als der Eigentümer.

      Betrachtet doch einmal ein überspitztes Beispiel. Im Falle einer Hungersnot hätte der Eigentümer von Lebensmitteln im Prinzip auch das Recht diese zu horten während andere Verhungern. Da stellt sich dann die Frage welche Rechte und Interessen sind höher zu gewichten.

      Ich will diese Gewichtung hier nicht vornehmen, aber denkt darüber nach . . .
      8 1 Melden
    • Asmodeus 28.02.2017 15:56
      Highlight Die Allgemeinheit?

      Hausbesetzer sind nicht die Allgemeinheit. Sie sind eine Minderheit die sich selber viel zu wichtig nimmt.

      Sie sind das Equivalent zu den "WIR SIND DAS VOLK"-schreienden Pegida-Hirnis.
      3 5 Melden
    • fabianhutter 28.02.2017 16:08
      Highlight Ich wollte nicht sagen, dass die Hausbesetzer die Allgemeinheit ausmachen, das tun sie offensichtlich nicht.

      Mein Punkt ist, dass die Verklärung des Eigentums nicht immer im Sinne der Gesellschaft ist. Und um den Begriff des Eigentums geht es ja in diesen Kommentaren.

      Wenn ein Gut knapp ist (ich sage nicht, dass das in Bern mit Wohnraum der Fall ist, dazu kenne ich die Situation bei weitem nicht genug), dann ist es nicht immer im Sinne der Gesellschaft, dieses als privates Eigentum zuzulassen.
      2 0 Melden
    • giandalf the grey 01.03.2017 09:26
      Highlight Also die "konstruktiven" Dinge die im Koch Areal so entstehen sind garantiert nicht im Sinne der Allgemeinheit, das kann ich Ihnen als Anwohner sagen. Was mich aber mehr stört (wenns im Letzi laut ist reklamiert ja auch niemand) ist, dass es so oder so teuer für den Steuerzahler wird.
      Und Ich verstehe die Argumentation mit der Knappheit, aber du vergleichst Nahrung mit Wohnen in Zürich. Wenn jemand der hungert ein Brötli klaut ist das voll ok, aber wer sich in Zürich keine Wohnung leisten kann, soll nach Schlieren ziehen.
      0 0 Melden
    • fabianhutter 01.03.2017 11:02
      Highlight Ich kenne weder die Situation in Zürich noch in Bern sehr genau, deshalb sollen meine Kommentare auch ein allgemeiner Denkanstoss sein.

      Ich finde es wichtig, dass man beide Seiten zu verstehen versucht und in diesem Fall ist es eindeutig schwieriger Verständniss für die Besetzer aufzubringen.

      Die Besetzer wollen bezahlbaren Wohnraum in der Stadt und Freiflächen um sich auszuleben.
      Und genau hier wird es schon schwierig. Was heisst bezahlbar, wieso muss es in der Stadt sein?

      Ihre Forderungen sind extrem und nicht sehr durchdacht, aber den Grundgedanken kann ich nachvollziehen.
      1 1 Melden
  • Asmodeus 28.02.2017 08:55
    Highlight An Manuel 28.

    Such Dir nen Job Du Hippie :p




    Und jetzt ernsthaft. Hauptsache sich in der Opferrolle sehen. Der böse Staat ist so böse. Man will keinen Schritt auf die armen Hausbesetzer zugehen. Mimimi....


    Wäre es so. Dann GÄBE ES KEINE VERMITTLUNGSSTELLE!

    Ich zitiere:
    "Die Stadt Bern hat für genau solche Fälle die Koordinationsstelle Zwischennutzung geschaffen, die zwischen Hausbesetzern und -besitzern vermitteln soll."
    55 11 Melden
    • phreko 28.02.2017 10:43
      Highlight Nur weil es die Stelle gibt sagt das noch lange nichts über deren Arbeit und deren Funktionieren aus.
      13 19 Melden
    • Asmodeus 28.02.2017 11:41
      Highlight Der Punkt ist simpel. Rein rechtlich müsste die Stadt überhaupt nicht auf Hausbesetzer eingehen.

      Die brechen in fremdes Eigentum ein und generieren Kosten, mindern den Wert der Liegenschaft und bilden ein Ärgernis für die Umgebung.

      Alles Andere als sie rauszuwerfen oder einzulochen ist hier Goodwill des Staates.

      Typen wie Manuel jammern also auf extrem hohem Niveau darüber, dass man ihnen nicht noch den Kopf tätschelt.

      Die Liegenschaft soll renoviert werden, dafür müssen die Besetzer nunmal raus.
      Ihre Beschwerde hat daher keinerlei Legitimation. Die Liegenschaft soll ja genutzt werden.
      32 7 Melden
    • Selbstdenker97 28.02.2017 13:18
      Highlight Asmodeus ist Recht immer richtig ?

      Es gab vor nicht all zu langer Zeit einen Staat in dessen Gesetzen stand das man mindere Rassen auslöschen müsse.

      Die Argumentation das etwas im Gesetz steht ist kein Argument sondern eine Feststellung.
      6 7 Melden
    • Asmodeus 28.02.2017 14:15
      Highlight @Selbstdenker97

      Ich sage nicht, dass Recht immer richtig ist. In diesem Fall ist es jedoch so.

      "Hausbesetzer" wie Manuel leben in einer künstlichen Gedankenwelt in der sie glauben sie dürften sich alles herausnehmen, Gesetze brechen und müssten niemandem Rechenschaft ablegen. Jeder der ihnen ihre Grenzen aufzeigt, wie nun die Polizei, ist der Feind.

      Solche Leute sind fanatische Extremisten die erwachsen werden sollten.
      2 4 Melden
    • HunterCH 28.02.2017 14:24
      Highlight Selbstdenker97 Der Vergleich....
      2 1 Melden
    • phreko 28.02.2017 15:22
      Highlight Da sollten noch ein paar Deontologie und Utilitarismus googeln.
      3 2 Melden
    • Asmodeus 28.02.2017 15:59
      Highlight @phreko
      Ich kenne die Begriffe. Und nun?

      Welchem höheren Ziel dienen diese Selbstbediener und Eigentumszerstörer?
      Kriegen wir billigere Wohnungen in der Stadt?
      Zahlen wir weniger Steuern?

      Hier wird von Ethik gelabert während genau diese Typen keine Ahnung davon haben.

      Sie sind kein Stück besser als das korrupte System das sie anprangern.
      3 2 Melden
    • Selbstdenker97 28.02.2017 16:19
      Highlight Der Vergleich ist sehr krass zugegeben.

      Ich denke das beide Seiten wichtigen Themen ansprechen. Einerseits kann ich verstehen das es für einen Hausbesitzer ärgerlich ist, wenn er von seinem hab und Gut getrennt wird. Andererseits kann ich Besetzer verstehen insbesondere dann, wenn der Besitzer das Haus nur des Besitzes willen für sich beansprucht und keinen Lebensraum(leerstand) für Menschen zur Verfügung stellt.

      Ausserdem stellt sich mir die Frage ob ein Recht auf Wohnen wirklich Finanziell beglichen werden sollte oder ob dies nicht jedem zustehen sollte.
      Geld wäre ja genug da...
      1 2 Melden
  • lilie 28.02.2017 08:51
    Highlight Ich finde die Regelung in Zürich bzgl. Zwischennutzung sehr gut: Räumung nur möglich, wenn konkrete Pläne für die Liegenschaft vorliegen. So können leerstehende Häuser sinnvoll genutzt werden und Zwischennutzer haben eine gewisse Sicherheit.
    50 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.02.2017 13:00
      Highlight Und wenn die Hausbesetzter das Haus während dieser Zeit renovationsbedürftig wirtschaften? Wer zahlt dann das? Die Bewohner wohl kaum, die sind dann in alle Richtungen ausgeflogen.
      3 8 Melden
    • lilie 28.02.2017 13:48
      Highlight @Nonsensus: Das Haus wird doch sowieso abgerissen oder totalsaniert, das ist doch der springende Punkt. ;)
      11 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.02.2017 20:17
      Highlight Das trifft aber bei Weitem nicht auf alle Gebäude zu, welche besetzt werden. Und bloss weil ein Gebäude eh saniert wird, heisst das nicht, dass durch derartige Zwischennutzungen enorme zusätzliche Kosten entstehen können. Versteh mich nicht falsch, bietet sich die Möglichkeit begrenzer Raum in der Stadt besser zu nutzen, so bin ich da erstmals auch absolut dafür.
      1 0 Melden
  • ElendesPack 28.02.2017 08:42
    Highlight Spinner wie Manuel, die sich ständig in einer herbeihalluzinierten Opferrolle sehen und in keiner Art und Weise fähig sind, ihr eigenes Verhalten und ihr überzogenes Anspruchdenken zu reflektieren, werden viel zu oft als dialogbereite Weltverbesserer dargestellt. In Wirklichkeit sind all die Manuels nichts weiter als Idioten, die einzig Gewalt als Reaktion auf Alles, was ihnen nicht passt, kennen. "Linke Fäuste" gegen alles, was nicht den selben Stallgeruch hat.
    59 23 Melden
  • Pius C. Bünzli 28.02.2017 08:39
    Highlight Endlich wieder ein guter Artikel, danke dafür.
    19 6 Melden
  • Michael L. 28.02.2017 08:19
    Highlight "Würde man sich mit den Besetzerinnen und Besetzern in Bern an einen Tisch setzen und Lösungen für Zwischennutzungen finden, dann wäre die Situation eine ganz andere"

    Als ob die Forderung nach Zwischennutzung rechtens wäre...
    21 35 Melden
    • Michael L. 28.02.2017 11:08
      Highlight Ich habe mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt:
      Der Akt des Forderns ist selbstverständlich rechtens.
      Um die Forderung nach Zwischennutzung aber auch durchsetzen zu können, gibt es keinerlei rechtliche Grundlage. (Ausser offenbar in Zürich)
      16 1 Melden
  • Töfflifahrer 28.02.2017 08:08
    Highlight Es ging ja nicht mehr um eine Zwischennutzung. Die Sanierung steht an, da kann nichts mehr genutzt werden!
    36 2 Melden
  • @realDonaldTrump 28.02.2017 08:07
    Highlight Unsinn. Die Stadtpolizei Zürich ist die restrikstivste Stelle bzgl. Polizei in der Schweiz. Die Bern ist Hauptstadt der Antifa. Auch die Bevölkerung der Stadt Bern ist grösstenteils sehr stark linksradikal ausgeprägt, wo die Nazikeule schneller fällt als man blinzeln könnte.
    29 44 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 28.02.2017 09:54
      Highlight Haha jaja, die Bevölkerung ist nicht nur linksradikal, sondern sogar "sehr stark linksradikal". Ein Wunder steht das Bundeshaus noch nicht in Flammen.
      37 13 Melden
    • Asmodeus 28.02.2017 10:54
      Highlight Da Du "Deus Vult" als Avatar benutzt, vermute ich, dass Du sehr oft den Vorwurf eines Nazis, oder zumindest eines extremen Rassisten abbekommst.
      19 1 Melden
    • satyros 28.02.2017 11:38
      Highlight Der Berner Stadtbarde Mani Matter sang schon in den 70er Jahren:

      Louf i am Bundeshus sider verby
      Mues i gäng dänke, s'steit numen uf Zyt
      S'länge fürs z'spränge paar Seck Dynamit.
      14 0 Melden
  • Spötter 28.02.2017 08:06
    Highlight ....Stadtguerilleros sind Soziopathen, die brauchen keinen Dialog!
    25 13 Melden
  • R. Peter 28.02.2017 08:04
    Highlight Was ist denn das für eine krude Logik? Soll mit den Räubern des kürzlich zum dritten Mal ausgeraubten Uhrenhändlers in Zürich oder notorischen Betrügern und Steuerhinterziehern ebenfalls "das Gespräch gesucht"(!) werden?

    Auch die Hausbesetzterszene hat sich an den Rechtsstaat zu halten. Wenn sie mit Gesetzen oder deren Umsetzung nicht einverstanden ist, kann sie demonstrieren, sich ans Parlament, die Schlichtungsbehörden oder Gerichte wenden oder selber ploitisch aktiv werden: mittels (gewaltfreier) Öffentlichkeitsarbeit, Initiativen oder Parteigründung z.B.
    41 11 Melden
    • phreko 28.02.2017 10:47
      Highlight Anarchisten sollen den institutionellen Weg wählen? Dann wären es ja keine Anarchisten mehr.
      11 7 Melden
    • Herr Gabi 28.02.2017 12:22
      Highlight Räuber im vergleich zu hausbesetzer?humm

      Und Mann inforiere sich bitte besser über die verschiedene auslegungen des anarchismus.
      2 2 Melden
    • R. Peter 28.02.2017 17:46
      Highlight Frau Gabi, beide Handeln illegal, beide missachten Eigentumsrechte, beide handeln geplant und nicht im Affekt, beides sind Wiederholungstäter, etc.
      0 0 Melden
    • R. Peter 28.02.2017 18:47
      Highlight Phrenko, Kriminelle sollen sich ans Gesetz halten? Dann wären es ja keine Kriminellen mehr. Es ist eine Realität, dass nicht jeder tun und lassen kann, was er will. Warum gerade bei Anarchisten die grosse Ausnahme gemacht werden soll sehe och beim besten Willen nicht ein.
      1 0 Melden
  • vatoperuano 28.02.2017 08:02
    Highlight Die Polizei angreifen geht erst mal gar nicht jemand muss ja das Gesetz vertreten. Die ersten die untergingen bei Anarchie wären sowieso die Gutmenschen und Linken Hippies :-P
    27 19 Melden
    • Herr Gabi 28.02.2017 12:23
      Highlight Man sollte nicht über den anarchismus reden wenn man sich nicht damit auseinadergesezt hat.
      2 2 Melden
  • seventhinkingsteps 28.02.2017 07:58
    Highlight Dialog setzr voraus, dass man sich für die Anliegen und die Forderungen der Gegenseite interessiert. Das war auch hier bei einigen Kommentatoren nicht der Fall
    17 10 Melden
  • Samy Kulturattentat D 28.02.2017 07:42
    Highlight Die Besetzer haben 7 (!) mal versucht Kontakt mit dem Eigentümer aufzunehmen. Dieser verweigerte den Kontakt. Die Polizei stürmte das Haus ohne Voranmeldung und einige Polizisten schrien Dinge wie “Jetzt werdet ihr bluten ihr linken Schweine“. (Siehe Erlebnisbericht von RaumRaub). Ich erwarte von der Staatsmacht, dass sie deeskalativ arbeitet und nicht Öl ins Feuer wirft. Auf der anderen Seite waren Aktivisten bei den Demos die bewusst für Krawalle anreisten und andere massiv gefährdeten. Die Gewaltspirale muss von beiden Seiten gestoppt werden.
    46 47 Melden
    • R. Peter 28.02.2017 11:34
      Highlight Genau, weil die Besetzter soüberrascht wurden haben sie sich auch mit Waffen eingedeckt... also ehrlich...
      22 6 Melden
    • roterriese {gender fluid; AH-64} 28.02.2017 12:09
      Highlight Verständlich, Hausbesetzung ist eine Straftat (Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, etc.). Ich möchte auch keine Linken in meinem Haus.
      5 5 Melden
    • Skip Bo 28.02.2017 12:30
      Highlight Wie begannen die Kontaktaufnahmeversuche?
      Lass mich raten: "Wir fordern..."

      Die Polizisten wurden mit freundlicher Begrüssung und höflicher Anrede hereingebeten und dann hat einer "linke Schweine" gesagt. Geht natürlich gar nicht. Der psychische Schaden für die Hausbesetzer muss unerträglich gewesen sein. Ironie off.
      6 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.02.2017 13:08
      Highlight Die Hauseigentümer, in diesem Fall der Bund, hat keinerlei Pflicht mit illegal handelnden Hausbesetzer in Kontakt zu treten.

      Als Polizist würde ich eine solche Räumung auch ohne grosse Voranmeldung durchführen, da sonst wohl noch viel mehr Leute zugegen wären und es für beide Seiten um einiges gefährlicher wird. Sieh nur was in der Nacht darauf in der Länggasse passiert ist. Diese Leute wären bei Voranmeldung garantiert auch vor Ort aufgekreuzt.
      4 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.02.2017 13:08
      Highlight Zu den von dir zitierten Äusserungen von Polizisten, so denke ich dass jene grösstenteils übertrieben oder schlicht hinzugedichtet sind. RaumRaub kann ich persönlich nicht ernst nehmen.
      6 0 Melden
  • tinu32 28.02.2017 07:42
    Highlight Bei der Hausräumung letzte Woche ging die Aggression eindeutug von den Besetzern aus. Auch die Hausbesetzerkreise scheinen nicht immun gegen alternative Fakten und glauben nur noch, was aus ihren eigenen Reihen kommt...
    40 4 Melden
    • Herr Gabi 28.02.2017 12:24
      Highlight Wie diferenziert sind deine Fakten?
      0 2 Melden
    • tinu32 28.02.2017 14:08
      Highlight Völlig subjektiv. Aber ich weiss, dass ich die Räumung aus dem Nachbargebäude teilweise mitverfolgt habe und eine Polizei gesehen habe, die sehr ruhig und ohne sich provozieren zu lassen ihren Job verrichtet hat und dabei sehr souverän wirkte.
      Die Besetzer hingegen feuerten mit Knallpetarden auf die Polizei und warfen Geschirr, Möbel und (harmlose) Farbbeutel aus den oberen Stockwerken runter. Ziel kann nur gewesen sein, Polizisten zu verletzen.
      Ich war natürlich nicht im Gebäude drin und kann nicht sagen, was dort ablief – auf mich wirkte die Gewalt aber doch recht einseitig verteilt.


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  • Skip Bo 28.02.2017 07:36
    Highlight Grundsätzlich macht es Sinn Liegenschaften zu nutzen. Es sollte im Interesse der Liegenschaftsbesitzer sein, dass die Liegenschaft etwas abwirft, damit wenigstens fixe Kosten gedeckt sind.
    Zahlen Hausbesetzer eigentlich etwas für die genutzte Liegenschaft? Beziehen sie Strom und Wasser gegen Bezahlung? Beteiligen sie sich an Abwassergebühren? Würden sie die Liegenschaft verlassen, wenn sie von einem Mieter genutzt werden will? Übernehmen sie Reparaturkosten von Nutzungsschäden?
    Solange solche Fragen nicht mit ja beantwortet werden können, ist eine Hausbesetzung nichts anderes als Diebstahl.
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    • Herr Gabi 28.02.2017 12:26
      Highlight Wenn man in einem dialog steht mit den Besitzer der Ligenschaft,dann werden teils auch strom , wasser und heizungskosten übernommen von den besetzern.
      0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 28.02.2017 07:31
    Highlight Schade, dass die Buure und Büezer Partei die Initiative für ein Vermummungsverbot auf die Burka gemünzt hat. Ginge es nur um Randalierer, hätte niemand etwas dagegen und wäre so gut wie sicher beim Volk durch. Aber der Oberglarner kann halt nicht anders. Schade.
    Auf der Seite der Ordnungshüter würde ich von Gummischrot auf Elefantentritte umstellen und die Rädelsführer und Vermummten gezielt aus dem Verkehr ziehen. Elefantentritte sind nicht tödlich, präzise und führen zu riesen blauen Flecken, ab und an zu einem Rippenbruch.
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    • phreko 28.02.2017 10:50
      Highlight Und ab und zu zu einem Totalschaden im Gesicht?
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    • Asmodeus 28.02.2017 10:51
      Highlight Also das Vermummungsverbot würde nicht nur die Burka sondern auch die Krawallos, Fussballfans etc. betreffen.

      Es wird einfach nur mit der Burka geworben.
      11 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.02.2017 11:55
      Highlight @phreko
      Nein, kein Totalschaden, da mit Elefantentritt gezielt geschossen wird. Erfahrungen aus Deutschland haben gezeigt, dass mit Gummischrot eine unvertretbare Zahl an Verletzungen im Gesicht zu verzeichnen sind. Mit ET jedoch keine. Genau das ist der Clou.

      @Asmodeus
      Und genau das ist das Problem. Das Vermummungsverbot hätte Chaoten, Krawallos und Fussballidioten im Visier. Da die Burka in den vergangenen Monaten inflationär für Alles hinhalten musste, ist damit zu rechnen, dass viele Bürger eine gute Vorlage ablehnen werden.

      Schade SVP, schade Andy Glarner, schade für uns Bürger.
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    • Dageka 28.02.2017 12:30
      Highlight Warum sollte das Vermummungsverbot die Fussballfans betreffen?
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    • Asmodeus 28.02.2017 15:42
      Highlight @Vrenelis Gärtli
      Ich sehe das komplett anders. Ich werde gegen ein etwaiges Vermummungsverbot stimmen gerade WEIL es eben auch auf Burkaträger abzielt.

      Es ist nichts anderes als Populismus. Die Krawallbrüder könnte man auch ohne ein Vermummungsverbot festnehmen, respektive.... wenn es soweit ist, dass sie sich vermummen... dann bringt auch ein Verbot nix mehr. Dann machen sie schon schlimmere Dinge.

      @Dageka
      Ich meine damit zum Einen Fussballrandalierer, aber zum Anderen auch viele Fussballfans die bei Fanmärschen mitlaufen und sich aus Angst vor anderen "Fans", Medien und Polizei vermummen.
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  • Rumbel the Sumbel 28.02.2017 06:43
    Highlight Hauptsache Dialog!!!!
    22 9 Melden
    • 3fuss 28.02.2017 08:04
      Highlight ... wenn auch mit Steinen, Stöcken und Brandsätzen?
      16 5 Melden
    • G-Man 28.02.2017 08:21
      Highlight Leider gibts keinen Dialog wenn man keine Botschaft hat.
      23 5 Melden
    • Marek Zeman 28.02.2017 08:22
      Highlight Ja, das wäre die Lösung, wie es eben z.B. in Zürich demonstruert wird. Dialog wirkt eben.
      9 4 Melden

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