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So soll der Hauptbahnhof Bern in acht Jahren aussehen

03.07.17, 12:44 03.07.17, 14:21

Bild: SBB

In Bern haben in diesen Tagen die Bauarbeiten am Ausbau des Hauptbahnhofs Bern begonnen. Bund, Kanton und Stadt Bern wenden über eine Milliarde Franken auf, um den zweitgrössten Bahnhof der Schweiz fit für die Zukunft zu machen.

Das Bundesamt für Verkehr hatte Mitte Mai die Baubewilligung für den Ausbau erteilt. Weil diese nicht angefochten worden sei, hätten die ersten Arbeiten gestartet werden können, sagte die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer am Montag vor den Medien in Bern.

Bild: KEYSTONE

Aus zwei Teilen besteht das Projekt: Einerseits wird unter einem Teil der Geleise des Hauptbahnhofs Bern nach Zürcher Vorbild ein neuer, viergleisiger RBS-Tiefbahnhof gebaut. Er wird den heutigen Bahnhof des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) ersetzen, der sich im Nordosten des Berner Hauptbahnhofs befindet.

Letzterer stammt aus den 1960-er Jahren und wurde seinerzeit für täglich 16'000 Personen konzipiert. Bis zu 60'000 Menschen benutzen ihn aber heute. Er platzt also aus allen Nähten. Der RBS ist im S-Bahn-Verkehr tätig und betreibt die Bahnlinie nach Solothurn.

Bild: SBB

Anderseits wird im Hauptbahnhof Bern eine zweite Personenunterführung gebaut. Dies im Westen des Gebäudekomplexes auf der Höhe des Hirschengrabens. So sollen sich die Personenströme im Berner Hauptbahnhof besser verteilen. In ihm sind die Platzverhältnisse heute ebenfalls knapp.

Ausserdem erhält der Hauptbahnhof an den beiden Enden dieser neuen Personenunterführung zwei neue Zugänge. Darüber hinaus wird in der Gleishalle eine Perronwand entfernt, so dass diese heute düstere Halle künftig heller und freundlicher wird.

Fertig im Jahr 2025

Bereits begonnen haben die Bauarbeiten am neuen RBS-Tiefbahnhof. Erst im November starten die Arbeiten an der neuen Personenunterführung. Beide Bauwerke sollen 2025 fertiggestellt sein. Gebaut wird bei laufendem Betrieb von vier sogenannten «Angriffspunkten» aus, welche rund um den Bahnhof verteilt sind.

Bild: SBB

Ergänzend zu diesen beiden Hauptprojektteilen denkt die Stadt Bern derzeit über eine neue Personenunterführung vom Hirschengraben zur neuen Personenunterführung im Hauptbahnhof nach. Spätestens in einem Jahr werde die Stadtregierung dem Stadtparlament ein Vorprojekt vorlegen, sagte die Berner Gemeinderätin Ursula Wyss vor den Medien.

Bild: SBB

Philippe Gauderon, Leiter SBB Infrastruktur, stellte den Ausbau des Bahnhofs Bern in eine Reihe mit weiteren Ausbauprojekten auf der Ost-West-Achse der Bahn. Gemeint ist etwa der Eppenbergtunnel bei Olten, den Kapazitätsausbau am Genfersee und die Verbindung zwischen Genf und Annemasse in Frankreich.

Nachdem viel für die Nord-Süd-Achse getan worden sei, könne die SBB ihr Augenmerk nun auf die Ost-West-Achse richten, so Gauderon. (sda)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • zettie94 03.07.2017 22:50
    Highlight Wieso ist der neue RBS-Bahnhof "nach Zürcher Vorbild"? Es handelt sich dabei um einen Ersatz des heutigen RBS-Bahnhofs, nur grösser.
    Der heutige RBS-Bahnhof war der erste Tiefbahnhof der Schweiz, eigentlich müssten also eher die Zürcher Tiefbahnhöfe "nach Berner Vorbild" sein, wenn man schon so eine sinnlose Phrase einfügen will.
    5 2 Melden
  • c_meier 03.07.2017 20:59
    Highlight Der wohl massivste Ausbau in Bern war wohl von 1957-1974 während 17 (!) Jahren wo die aktuellen Gleise sowie der RBS-Tiefbahnhof gebaut wurde.
    Bis 1972 fuhr die RBS auf der Strasse zum Hotel Schweizerhof (heute undenkbar...)
    Hier ein Film vom Schweizer Fernsehen über den Bahnhof Bern (ab 2:00 Min), wo vom 400 Millionen-Geschenk der SBB die Rede ist :) https://m.srf.ch/play/tv/srf-wissen/video/neuer-bahnhof-bern?id=11bb4248-d1dc-4ddc-8e49-01a1d04b2416
    10 0 Melden
    • Marcipedia 03.07.2017 22:40
      Highlight Der Schlusssatz der Doku ist der Hammer! Diese Denke wird sich wohl nie ändern :-)
      3 0 Melden
  • Olaf44512 03.07.2017 19:53
    Highlight Das ist die Schweizer Lösung. In London hats bei Oxford Circus einfach eine Anzeige dass man nicht mehr rein soll wenn zuviele Leute drin sind, wer trotzdem rein geht, selber Schuld. Sicherlich kostengünstiger ;)
    2 10 Melden
    • bärnergiu 04.07.2017 06:39
      Highlight Gibt's im aktuellen RBS-Bahnhof bereits. Bitte zuerst informieren.
      6 0 Melden
  • Bongalicius 03.07.2017 19:48
    Highlight Mich wunderts wann endlich der Basler Bahnhof angegangen wird. Auf der Passarelle ist zu den Stosszeiten kein Platz mehr und eine zweiter Zugang zu den Gleisen wär dringend nötig.
    Der Berner Bahnhof wurde zuletzt für die EM stark aufgewertet, daher ist die Aufwertung des Basler Bahnhofs meines erachtens wichtiger.
    13 29 Melden
    • zettie94 03.07.2017 23:08
      Highlight Die Aufwertung für die EM war rein kosmetischer Art. Hier geht es um eine Kapazitätssteigerung.
      In Basel wird derzeit übrigens ebenfalls saniert.
      Einen zweiten Zugang zu den Gleisen gibt es übrigens bereits - die Postpasserelle (siehe https://www.sbb.ch/content/dam/infrastruktur/trafimage/bahnhofplaene/plan-basel-sbb-a4.pdf)
      3 1 Melden
    • Brummbaer76 03.07.2017 23:48
      Highlight Das Problem in Basel ist aber weniger die SBB, sondern der Kanton der nicht wirklich weiss was er will. Gibt genügend Berichte dazu.
      3 2 Melden
  • Kommemtar 03.07.2017 15:49
    Highlight das ein solch grosses Projekt nicht angefochten wird ist auch nur in Bern möglich...

    Jetzt ist noch zu hoffen das die Bauarbeiten gleich schnell Vorwärts gehen wie am Gotthard und der Bahnhof früher fertig wird.

    Ich finde das Projekt jedenfalls toll!
    73 5 Melden
    • _stefan 03.07.2017 18:35
      Highlight Die 30-tägige Einsprachefrist ist für uns gemütliche Berner einfach zu kurz...

      Spass beiseite: Die Situation beim RBS-Bhf ist nicht mehr tragbar. Nach den erfolgreichen Projekten "Welle", "Christoffel-Unterführung" und "Baldachin" ist das Vertrauen in die Bauherrschaft gross.
      59 0 Melden
  • almlasdn 03.07.2017 15:35
    Highlight So chic der neue Bahnhof auch aussehen mag, ich verstehe noch nicht genau, wo das Problem beim heutigen ist? Natürlich, der RBS Bahnhof ist echt ziemlich klein, jedoch fand ich es das letzte halbe Jahr nicht soo schlimm, dass man ihn nicht mehr benutzen könnte.
    Meine Meinung ist natürlich subjektiv, bitte eure Erfahrungen schreiben!
    7 61 Melden
    • Fabio74 03.07.2017 16:29
      Highlight Der Bahnhof platzt aus allen Nähten. Das ist das Problem. Und das behebt man nun
      76 3 Melden
    • Oban 03.07.2017 17:15
      Highlight Also jedemal wenn ich in den RBS Bahnhof muss kriege ich beinahe die Krise, das ist dort so alt und schmudlig, zudem auch noch das komische System mit erst auf den bahnsteig wenn der Zug steht und alle draussen sind weil es kein Platz hat.
      Zudem hat e ja auch einen Grund das man zu Stosszeiten Kundenlenker braucht, es ist in der Unterführung viel zu wenig Platz für die Menge die dort durch will.
      23 2 Melden
    • almlasdn 03.07.2017 17:47
      Highlight Wo platzt er denn aus allen Nähten? Also so schlimm tüechts mich jetzt eigentlich nie... Aber vielleicht mit etwas mehr Infos...
      4 30 Melden
    • Globidobi 03.07.2017 18:10
      Highlight Am Morgen ist es im Gang zu den Gleisen ein Ausweichen und beim Ausweichen muss geachtet werden, dass nicht gerade wieder der Zusammenprall mit einer anderen Person droht.
      14 3 Melden
    • The Origin Gra 03.07.2017 18:23
      Highlight Als ich noch Bern pendelte konnte man kaum laufen, nur wenn man das Privileg hatte um 15:00 dort zu sein hatte man "Freie Bahn", am Weekend wars nochmals vollgestopfter.
      Zudem musste man Teilweise Unnötige Umwege machen um von A nach B zu gelangen.
      Und ja, nur der Pothässliche Klotener Flughafenbahnhof ist finsterer als der Bahnhof Bern.
      26 2 Melden
    • iNo 03.07.2017 19:38
      Highlight @The Origin:
      Hast aber schon bemerkt, das der HB unter der Erde liegt, oder?
      2 15 Melden
    • TI-30XIIB 03.07.2017 19:41
      Highlight Man stelle sich vor wie es so in 10 Jahren aussähe..
      8 0 Melden
    • The Origin Gra 03.07.2017 19:53
      Highlight Ja aber man könnte viel machen. Der HB Zürich hat mehrere Unterirdische Stockwerke, die Perrons sind aber Hell ne 😉
      7 3 Melden
    • iNo 03.07.2017 20:04
      Highlight Die Perrons sind in zürich unter einem Dach mir Oerlichtern. In Bern znter einem Parkhaus
      7 3 Melden
    • Apfelstrudel 03.07.2017 21:00
      Highlight Wenn keine Geschäfte dort angesiedelt wären, gäbs genug Platz. Aber eben: der Konsum will angekurbelt bleiben und wir werden mit mehr Platz gelockt
      Tscheggsch?
      3 12 Melden
    • Hoppla! 03.07.2017 21:18
      Highlight Nei, lieber Apfelstrudel. Der Bahnhof ist auch eine Begegnungszone im Pendleralltag. Willst du jeden Tag durch ein Loch ohne die Möglichlichkeit etwas essbares oder Unterhaltung käuflich zu erwerben? Sehr kundenfreundlich.
      15 2 Melden
    • The Origin Gra 03.07.2017 22:08
      Highlight Hat man als Pendler überhaupt Zeit zum begehen? Wenn ich 4min zum Umsteigen habe, nützt mir das alles nichts ☹
      0 8 Melden
    • Apfelstrudel 03.07.2017 23:25
      Highlight Aber Hoppla: wenn du im Gegensatz von Kommerz ein Loch siehst ist das deine Sache. Ich bin Suchdienst Meinung: ein Bahnhof ist sichern Begegnungsort, und zwar ein öffentlicher und darum sollte die Einnahmequelle für private möglichst klein gehalten werben. Im HB gibt es gerade Mal zwei Sitzmöglichkeuten: NOT-KLAPPSITZE!!!
      3 3 Melden
    • mueggy 04.07.2017 11:18
      Highlight Es gibt mittlerweile einige Sitzgelegenheiten im Bahnhof Bern. Unter anderem auch beim Treffpunkt. Augen offen halten.
      2 0 Melden
    • iNo 04.07.2017 16:02
      Highlight Die Bahnhofhalle soll ja nicht zum Verweilen einladen, das zieht Gesindel an. Für wartende mit gültigem Billet gibt es Wartesääle und diverse Restaurants.
      2 1 Melden

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