Schweiz
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Bahnhof, Kreuzung, Kiosk: Das Zentrum der politischen Gemeinde Hasle, zu der auch Schafhausen i.E. gehört.
bild: watson

«S'isch gäng wie's isch» – warum das SVP-Dorf Hasle Ja zum Asylzentrum sagte

Vor eineinhalb Jahren sind 130 Asylbewerber in ein altes Schulhaus in Schafhausen im Emmental gezogen. Damals gab's massive Proteste, jetzt haben die Bürger mit einer überwältigenden Mehrheit entschieden, dass das Durchgangszentrum bleiben soll. Warum dieser Gesinnungswandel? Eine Reportage aus dem Emmental.

04.03.16, 09:40 01.04.16, 15:31


Peter Roschi hält seinen Arm in den Regen und zeigt in Richtung Kreuzung. «Dort, unter der Brücke fliesst die Emme. Sie trennt Rüegsau von Hasle. Ich bin von drüben, ich habe hier nichts zu sagen.» Der 75-jährige Roschi war nicht dabei, als die Hasler vergangenen Sonntag Ja sagten zum kantonalen Asylzentrum im Gemeindeteil Schafhausen i.E. und der Name des Dorfes ein zweites Mal weit über die Molassehügel des Berner Mittellandes getragen wurde. «Das hat niemand von dieser SVP-Gemeinde erwartet», sagt Roschi, und reisst seine kleinen Augen auf.

Beim ersten Mal war es Oktober 2014 und die Schafhauser waren wütend. Man hatte das 300-Seelen-Dorf vor eine vollendete Tatsache gestellt: Bald würden 130 Asylsuchende ins leerstehende Schulhaus ziehen. 15 Nationen. Der Vertrag mit dem Kanton war unterschrieben, die neue Küche schon geplant. Das sei nicht tragbar, sagten die Schafhauser, hoben ein Komitee aus der Taufe, gründeten eine Facebook-Gruppe und stellten Transparente auf.

Schafhausen im Emmental, damals. Im Hintergrund das alte Schulhaus. Heute hat's kein Transparent mehr auf der Wiese. Dafür liegen Velos und Bälle vor dem Haus.

Doch zu machen war nichts mehr, die Asylsuchenden zogen ein. Und um Schafhausen wurde es still. Keine Proteste, keine Hasstiraden. Das Komitee hatte zwar nichts verhindern können, aber eine Änderung im Gemeindereglement erwirkt: Entscheide, die das Asylzentrum betreffen, werden künftig von den Bürgern und Bürgerinnen gefällt. 3300 Stimmen. SVP-Wähleranteil 41 Prozent. Der Gemeinderat sollte nicht noch einmal über den Kopf der Schafhauser entscheiden.

Und dann war es soweit, nach eineinhalb Jahren, vergangenen Sonntag, gingen die Hasler an die Urnen, um über die Vertragsverlängerung für das Durchgangszentrum zu entscheiden. 1100 sagten Ja, nur 329 waren dagegen. «Diese SVP-Gemeinde liebt Flüchtlinge!» jubelte der «Blick» am Dienstag darauf. Der politische Umbruch zeige sich vielleicht gar nicht in den Städten, sondern zum Beispiel hier, im tiefen Emmental.

Der «Blick» am Dienstag.

«S'isch wie's isch»

Im gelben Giebelhaus der Bäckerei Meier, gleich an der grossen Kreuzung, wird schon den ganzen Morgen Kaffee getrunken. «Die Abstimmung? Man hat's schon auch als Auswärtige mitbekommen, ja. Aber gross Thema ist das hier gar nicht», sagt die Bedienung. Zwei ältere Frauen zucken die Schultern. So recht was dazu sagen mag hier eigentlich gar niemand. «S'isch wie's isch», sagen sie und beissen in ihre Osterkuchen. Von politischem Umbruch will niemand etwas wissen.

Ausgangs Hasle in Richtung Schafhausen. Die Emme ist fast überall kanalisiert.
bild: watson

«Es ist ruhig im Dorf», sagt Walter Scheidegger*, Gemeindepräsident, SVP-Mann, und gerade nicht in seinem Büro über dem Hasler Bahnhof. «Es waren viele Ängste da, aber jetzt wo diese Menschen seit eineinhalb Jahren hier leben, finden's die meisten in Ordnung», erzählt er. Offenbar habe der Gemeinderat nicht so falsch gelegen mit dem Entscheid damals. Und dieses Mal hätten sie auch deutlich machen können, dass die Gemeinde finanziell profitiert. «Man muss erwähnen, dass es nicht immer einfach ist», sagt Scheidegger. «Aber es geht schon.»

Stimmen aus Hasle

Ist die Angst weg, kaum ist das Fremde nah? Ein älterer Hasler, der sich eigentlich gar nicht äussern will, bleibt dann doch an der grossen Kreuzung stehen. «Wissen Sie, was die dort oben machen? Die halten die Zugtüre auf bis alle eingestiegen sind! Und wenn der dann endlich abfahren kann, hat er schon Verspätung in Hasle! Und abends können die Kinder nicht mehr allein raus!» Ein Schwarzer läuft über den Fussgängerstreifen. Er fällt dem alten Hasler nicht auf.

Im Rössli sind die Meinungen gemacht

Schafhausen liegt fünf Autominuten von der belebten Kreuzung in Hasle entfernt, emmeaufwärts, an Migros und Denner und brachen Äckern vorbei. Das Dorf wirkt ausgestorben, der Zug aus Burgdorf rattert durch. Halt nur auf Verlangen. Manchmal steigen Asylbewerber ein oder aus, laufen schnurstracks zum alten Schulhaus, das nur 100 Meter vom Bahnhof entfernt ein bisschen ausserhalb des Dorfes steht.

Wer Schafhauser sucht, muss im Gasthof Rössli nachfragen. Das mächtige Riegelhaus ist nicht zu verfehlen; ein schwarzes Pferd thront über der Tür.

Drinnen sind die Decken tief und die Meinungen gemacht. «Die Hasler haben Ja zum Asylzentrum gesagt, aber wir hier in Schafhausen müssen damit leben», sagt die Wirtin, wirft ein Handtuch über die Schulter und stemmt eine Faust in die Hüfte. Sie ist unzufrieden. Sie war es damals und sie ist es heute auch. «Die Schafhauser haben sicher nicht zugestimmt, das waren die anderen, die weit weg wohnen», sagt sie. «Wir wollen das nicht!»

Blick vom Bahnhofsplatz auf den Gasthof Rössli.
Bild: watson

Zwei Asylbewerberinnen laufen am Rössli vorbei. Sie halten inne und strahlen. Von der Abstimmung wissen sie nichts. Aber sie sind froh, können sie bleiben. «Es ist schön hier. Nur leider treffen wir nie jemanden im Dorf», sagen sie, überqueren die Gleise und joggen los.

Gemeinde in finanzieller Not

Es gibt sie, die Menschen aus Hasle, die es gut finden und die das Ja zum Asylzentrum als Zeichen der Menschlichkeit sehen. Es gibt aber auch Menschen wie die im Rössli, die damals schon dagegen waren und es auch jetzt noch sind. Und es gibt die Hasler, die einfach froh sind, bleiben die Steuern tief dank den 250'000 Franken vom Kanton, und die nichts dagegen haben, weil ja auch eineinhalb Jahre nichts passiert ist. 

Der Bahnhof von Schafhausen. Meistens fährt der Zug einfach durch.
bild: watson

«Es ist nichts Schlimmes vorgefallen, dann kann man das akzeptieren», sagt Rolf Kohler, der in Schafhausen in der Nähe der Gleise wohnt. Kohler sammelte damals Unterschriften, damit die Hasler künftig mitentscheiden können. «Seit den Protesten hat sich die humanitäre Lage stark verändert, die Flüchtlingsproblematik ist dringender und präsenter», meint Kohler. Es könne schon gut sein, dass das mitgespielt habe beim Entscheid. 

Vor allem aber habe sich die finanzielle Lage der Gemeinde verändert. Sie ist auf das Geld angewiesen, will sie nicht die Steuern erhöhen. «S'isch gäng wie's isch», sagt Kohler. «Das Portemonnaie ist dem Schweizer halt immer am nächsten.»

Blick auf Schafhausen.
Bild: watson

Update:
In einer früheren Fassung dieser Reportage hiess der Gemeindepräsident von Hasle fälschlicherweise Christian. Wir bitten um Entschuldigung für die Unachtsamkeit. 

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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25
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    Alle Leser-Kommentare
  • Palatino 04.03.2016 15:16
    Highlight Es leben halt nicht alle SVP-ler im Glarner-Land.
    26 7 Melden
  • Rick_it 04.03.2016 14:38
    Highlight Sind wir ehrlich es sind genau 3 Gründe verantwortlich für das Ja in Hasle
    1. Schafhausen ist weg vom Schuss nur ein sehr kleiner Wähleranteil in der Gemeinde ist betroffen. In jede Richtung von Schaffhausen braucht es 5Min fahrt bis zum nächsten Dorf. Aus denn Augen aus dem Sinn
    2. Das Geld, 250'000 franken oder nicht ist für eine Gemeinde in einer prekären finanzsituation viel viel Geld.
    3. Es sind zum aller grössten Teil Familien welche dort untergebracht sind! Deren Verhalten ist klar anders als wenn 50stk. 20j. Männer auf engem Raum sind!

    Das Ganze hat nichts mit Sinneswandel zu tun.

    21 12 Melden
    • Bruno Wüthrich 04.03.2016 15:43
      Highlight Wie lange es dauert, um vom Bahnhof Schafhausen bis zum Bahnhof von Hasle-Rüegsau zu gelangen, ist von der Wahl des Verkehrsmittels abhängig. Mit dem Auto dauert dies niemals fünf Minuten, mit dem Fahrrad dauert es etwas, zu Fuss sogar deutlich länger. Die Flüchtlinge sind gut zu Fuss und auch zuweilen mit Fahrrädern unterwegs, und dies bereits vor der Abstimmung. So viel ich weiss, ist es überhaupt nicht so, dass man in Hasle von den Flüchtlingen nichts mit bekommt.
      Wäre in Hasle die Angst nicht verflogen, hätte auch das Geld des Kantons keinen derart deutlichen Meinungsumschwung bewirkt.
      25 2 Melden
    • Rick_it 04.03.2016 16:00
      Highlight Wenn man(n) Die Geschwindigkeiten einhält hat man(n) doch so 4-5min wenn die Barriere runtergeht eher 8-10!
      Da ich aber nichts behaupten will und ich geschätzt habe(kenne die Strecke) habe ich google maps gefragt.. Antwort 5Min. Mir ist eigentlich egal ob 4-5,6 oder 10 min, klar ist das in Hasledorf nicht viele was von diesen Asylbewerber mit bekommen und so nicht ganz so direkt betroffen sind und darum zusammen mit dem 250000.- Argument ein Ja in die Urne legten! Es ist eine Tatsache das wenn es einem nicht stört da mann nicht betroffen ist und finanziell profitiert ein Ja leichter fällt!!
      4 5 Melden
    • per scientam 04.03.2016 18:59
      Highlight Darum geht es ja häufig...

      Es gab schon viele ländliche Gemeinden, gerade bei den Jugoslawien-Konflikten, bei dehnen einfach vom Kanton/Bund ein Asylzentrum aufkommandiert wurde. Zack, Bumm erledigt.

      Aber mit der Gemeinde sprach niemand... Oder der Bevölkerung.

      Plötzlich muss eine kleine Gemeinde für einen Aufwand aufkommen, ohne Personal und beschränkten Mitteln? Gemeinden ohne Polizei und Behörden die sich um Probleme kümmern?!

      Logisch sagen die Gemeinden NEIN...

      Vielleicht haben das auch mal CH-Politiker geschnallt...

      4 13 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 04.03.2016 11:51
    Highlight Drei Dinge treffen auf typische Emmentaler zu: 1.) Menschlichkeit wird gross geschrieben. 2.) was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht (so gerne). 3.) Emmentaler sind nicht «schnäderfräsig». Das heisst: Klar hatten die Hasler und die Schafhauser Bedenken, als ihnen die Flüchtlinge aufgedrückt wurden. Klar versuchte man sich erst dagegen zu wehren. Das ist im Emmental nicht anders als anderswo. Schliesslich kommt Unbekanntes auf einen zu. Doch die Flüchtlinge sind nun da. Die Angst vor ihnen ist weitgehend verschwunden. Man weiss von den Schicksalen. Das Geld ist nebensächlich.
    43 5 Melden
    • Theor 04.03.2016 12:02
      Highlight Der Artikel suggeriert aber etwas anderes. der finanzielle Aspekt spielt der Akzeptanz in die Hand. Man "duldet" die Asylanten, solange sie die Steuerlast mittragen. Das ist nicht verwerfliches, aber Geld ist eben nicht nebensächlich sondern noch immer Hauptantreiber jeglicher emotionaler Debatte.
      23 2 Melden
    • Bruno Wüthrich 04.03.2016 13:15
      Highlight Da haben Sie recht. Der Artikel suggeriert, dass das Geld der Ausschlag gewesen sein soll. Doch es ist eben nur eine Suggestion. Mit meinem Kommentar will ich etwas anderes suggerieren.
      Doch um etwas Realismus rein zu bringen: Das Geld könnte bei dieser Abstimmung durchaus eine gewisse Rolle gespielt haben. Das Ergebnis war jedoch derart klar, dass ich erhebliche Zweifel habe, ob der Steuersatz das entscheidende Argument war.
      Viel mehr glaube ich, dass auch anderswo die Zustimmung für Flüchtlingsheime deutlich grösser ist als vielfach dargestellt. Aber die Gegner agiern halt medienwirksamer.
      18 2 Melden
    • per scientam 04.03.2016 19:13
      Highlight Natürlich geht es um Geld:

      Sozialhilfebzüge u.ä. müssen von den Gemeinden bezahlt werden. (ist z.T. auch unterschiedlich geregelt in der Schweiz)

      Das sind zum Teil sehr hohe Finanzielle Belastungen für die Gemeinden... Eine kleine Gemeinde kann Bankrott gehen, durch einzelnen Sozialhilfebezüger o.ä.

      Ich weiss nicht wie der Stand heute ist, aber dieses Thema wurde vor rund 2 Jahren vom Parlament aufgegriffen.

      Am Ende ist immer jeder Grosszügig, so lange er nicht selbst teilen muss...
      3 0 Melden
  • Hierundjetzt 04.03.2016 10:48
    Highlight Das ist eben auch Bern. Pragmatisch. Sachlich. Kein grosses Aufhebens. Und was ist an den 250K jetzt so schlimm?

    Meine Mitkommentatoren, wenn Ihr dann mal selber Steuern zahlen müsst und nicht mehr beim Papi und Mami wohnt, die Euch das Kinderzimmer aufräumen, sieht das dann ganz anders aus

    Kurz: dieser unaufgeregte Pragmatismus würde ich mir auch für Züri

    Bsp Durchgangszentrum im K5: SVP sagt Nein und macht eine beispiellose Negativkampagne wegen den Anwohnern die theoretische da leben könnten

    Bsp Zürcher Oberland: Tränen als die Initiative gegen den Bau eines Zentrums abgelehnt wurde
    18 9 Melden
    • Tschosch 04.03.2016 11:02
      Highlight Ich zahle selber Steuern und weder Papi noch Mami räumt mir irgendwas auf. Der finanzielle Aspekt spielt für mich keine Rolle in dieser Frage.
      14 7 Melden
  • Herr J. 04.03.2016 10:29
    Highlight Liebe Frau Wild

    Schöner Text, leider strotzt er vor Fehlern.
    Hasle ist mitnichten hinterstes Emmental, dafür hätten Sie noch eine Stunde emmeaufwärts fahren müssen. Eggiwil, Schangnau...
    Schafhausen liegt auch "emmeaufwärts", sondern an einem Seitenbach, dem Biglenbach.
    Und der Gemeindepräsident heisst Walter Scheidegger, nicht Christian.
    Zeigt halt, dass Sie nicht sorgfältig waren.
    Und ja, die Landeier sind pragmatisch, wie alle Schweizer. Sie schätzen es einfach nicht, wenn über ihre Köpfe entschieden wird. That's it.
    41 0 Melden
  • forsberg21 04.03.2016 10:14
    Highlight «Das Portemonnaie ist dem Schweizer halt immer am nächsten.»
    Typisch schweizerisch..... Hauptsache im Portemonnaie stimmt's .....
    75 11 Melden
    • Tschosch 04.03.2016 10:44
      Highlight Oder aber: Typisch bürgerlich?
      50 12 Melden
    • kettcar #lina4weindoch 04.03.2016 11:33
      Highlight Herr Geyer, unser Steuerverwalter im Dorf mag und schätzt mich, da ich einen nicht unwesentlichen Beitrag leiste. Ich liege über dem Schweizer Medianlohn und zahle brav und pünktlich. Und trotzdem wähle ich die SP. Weil es halt Menschen gibt, die nicht nur an ihr eigenes Portmonaie denken, sondern unseren Staat und die Institutionen so wie deren Beitrag für unser sehr angenehmes Leben hier schätzen. Das einzige was mich nervt, dass von der sozialen Politik der SP vorallem die bildungsfernen Globalisierungsverlierer der SVP Wählerschaft (nicht die Elite der Parteileitung) profitieren.
      51 2 Melden
    • Tschosch 04.03.2016 11:55
      Highlight Danke, kettcar. Goldig auf den Punkt gebracht.
      17 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Piccco 04.03.2016 10:13
    Highlight Interessant wie gewisse "fremde" Leute dieses "hinterste Emmental" - 31 Min. mit dem Zug von Bern entfernt und eher Pendler- als Bauerndorf wahrnehmen. Ich bin da aufgewachsen und habe nicht das Gefühl, dass Frau Wild verstanden hat warum die Leute nun "ja" gesagt haben zum Asylzentrum. Viele Themen machen zu Beginn Angst und mit etwas Abstand ist es arrangiert man sich. Und wenn's dann noch finanziell hilft - umso besser! Ob das an der kanalisierten Emme anders ist als an der Aare oder dem Inn wage ich zu bezweifeln.
    63 1 Melden
    • Daria Wild 04.03.2016 10:37
      Highlight Lieber Picco, vielen Dank für deinen interessanten Input. Ich denke du beachreibst eigentlich gut den Eindruck den auch ich hatte - "man arrangiert sich". Es dünkt mich aber gerade deshalb eher ein Votum der Vernunft denn der Nächstenliebe gewesen zu sein, wie es der "Blick" beschrieb.
      27 2 Melden
    • Michael Mettler 04.03.2016 11:38
      Highlight @Daria: Das wirkliche Problem in Schafhausen ist das Partyvolk von der Bar im Rössli welches Bierflaschen in unseren Garten knallt und unserer Tochter eine aufgeschnittene Hand beschert. Ein Nachbar welcher es übrigens auch erbärmlich findet das die Asylanten den Abfall der Schweizer Autofahrer zusammentragen müssen... Und die Kriminalität wird immer noch durch den Schweizer geprägt welcher Polizisten ermordete...
      26 4 Melden

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