Schweiz
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Franzsika Schutzbach Foto: Twitter/ Franziska Schutzbach

Franziska Schutzbach beschäftigt sich beruflich mit Genderforschung. foto: twitter/franziska schutzbach

Diese Frau steckt hinter der Aktion #SchweizerAufschrei

Sie hat den Hashtag lanciert: Nach den sexistischen Aussagen Donald Trumps startete die Bielerin Franziska Schutzbach die Aktion #SchweizerAufschrei.



Angefangen hatte alles mit den sexistischen Äusserungen von Donald Trump. Von ihm waren Interview-Aufnahmen aufgetaucht, in denen er daher plauderte, dass ein prominenter Mann mit Frauen alles machen könne. Ihnen sogar zwischen die Beine greifen, sie liessen es zu. Tausende von Amerikanerinnen und Amerikaner schrieen daraufhin unter dem Hashtag «NotOkay» im Netz laut auf.

Gesellschaft sensibilisieren

«Männer müssen akzeptieren, dass ein Spruch vielleicht anders wirkt, als erwartet.»

Franziska Schutzbach

Gleichzeitig trat auch in der Schweiz jemand eine Lawine los. Unter dem Hashtag «#SchweizerAufschrei» berichtete die Bieler Geschlechterforscherin Franziska Schutzbach über ihre sexistischen Erfahrungen im Alltag. «Langsam Zeit für einen Schweizer Aufschrei: Der Typ, der mich als 14-Jährige im Wald verfolgte und mir an die Brüste griff», lautete Schutzbachs erster Tweet unter dem neuen Hashtag. Ihrem Beispiel folgten danach Hunderte von Twitter-Usern.

Schutzbach will die Gesellschaft für Sexismus im Alltag sensibilisieren. Dabei geht es nicht immer um einen tätlichen Übergriff. «Männer müssen akzeptieren, dass ein Spruch vielleicht anders wirkt, als erwartet», sagt sie gegenüber dem «Bieler Tagblatt» von heute. Im besten Fall sei ein Mann fähig, sich selber zu reflektieren, und entschuldige sich für sein Verhalten, wenn er darauf angesprochen werde.

In einem Interview mit der Sonntagszeitung redet sie noch mehr Klartext. Dass sich manche Männer nun beklagen, sie wüssten nicht mehr, was sie dürfen und was nicht, akzeptiert die Genderforscherin nicht: «Man merkt, ob etwas in Ordnung ist oder nicht. Sonst lebt man auf dem Mond.»

«Es sollten jetzt mal Chefredaktoren oder Politiker Verantwortung übernehmen.»

Franziska Schutzbach

SVP-Bashing in der Kritik

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Befeuert hat die Sexismusdebatte zudem die SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler. Nachdem diese «naiven» Frauen, die einen Mann nachhause nehmen und dann doch keinen Sex wollen, bei einer Vergewaltigung eine Mitschuld attestierte, zwitscherten die Empörten erneut drauflos. Schutzbach kritisiert, dass Sexismuskritik oft an ein SVP-Bashing geknüpft sei. 

Für Schutzbach steht laut dem Sonntagsmedium fest: «Es sollten jetzt mal Chefredaktoren oder Politiker Verantwortung übernehmen und dem Thema von sich aus Relevanz geben.» Sie und ihre Kolleginnen würden weiter machen wie bisher, aber sich noch besser vernetzen. Kämpferisch kündigt sie zudem an: «Sicher werden wir noch einige Personen anzeigen, die uns im Internet beschimpft haben.»

(rwy)

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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fobio klaustro 15.09.2017 16:00
    Highlight Highlight das ganze getue von feministen ist pervers.
    Sie drücken dem armen arbeitendem Bürger auf die schuldrüse ohne handfeste beweise für die Rechtfertigung feministischer aufforderung. Es ist ein aufschrei von jungen, meistens Frauen, die noch nie gearbeitet haben, nicht fähig sind normale beziehungen einzugehen, am wenigsten mit Männern und keine fähigkeiten haben konstruktive herangehensweisen auf probleme zu kreiiren. Alles was diese "Gender-Hipster-Hippy-feministinnen wollen, is LAUT AUFFSCHREIEN! Darum sollte man diese Leute ignorieren.
  • Citation Needed 25.10.2016 23:41
    Highlight Highlight Hier ein follow-up. Der Club heute zum Thema, wird wohl bald im viewer abrufbar.
    http://www.srf.ch/sendungen/club/der-ganz-normale-sexismus
  • Spooky 24.10.2016 22:33
    Highlight Highlight Wenn ein Mann einer Frau begegnet, dann kommt es nur darauf an, ob man miteinander Kinder machen soll oder nicht. Das ist ein Naturgesetz, um das Überleben der menschlichen Rasse zu gewährleisten. Die Zivilisation ist nur ein Zuckerguss über diese Realität. Feminismus oder irgendein anderer Unsinn sind in dieser Hinsicht nicht wichtig.
  • Menel 24.10.2016 12:16
    Highlight Highlight Frag mich echt über die männlichen Kommentatoren hier, die das Gefühl haben, sie könnten Frauen nicht mehr ansprechen, weil diese es als nicht sehr angenehm empfinden, bei Gesprächen auf ihre Geschlechtsteile reduziert zu werden.
    Wieso Frauen mit Sprüchen begegnen? Man könnte auch einfach ganz normal miteinander sprechen!
    Männer die eine normale Konversation nicht mehr von sexistischen Sprüchen unterscheiden können, stimmen mich echt nachdenklich.
    • Turi 24.10.2016 15:40
      Highlight Highlight Genausogut kann Mann sagen, Frauen die Sprüche von Belästigung nicht unterscheiden können, haben ein Problem. Toleranz einseitig eingefordert ist keine Toleranz.
    • Menel 24.10.2016 16:07
      Highlight Highlight Wieso überhaupt Sprüche machen? Die Männer die ich kenne und liebe, die kommen ganz gut durchs Leben ohne den Frauen platte Sprüche an den Kopf knallen zu müssen.
  • Str ant (Darkling) 24.10.2016 11:54
    Highlight Highlight Social Justice Morons da sind die Medien aber einer schönen Ente aufgesessen
  • kliby 24.10.2016 10:41
    Highlight Highlight Peinlicher Medienhype um ein paar linke Opferhuschelis mit zuviel Freizeit und einem Hass auf Männer.
  • compuking 24.10.2016 10:17
    Highlight Highlight Klar kann ich mich als Mann selbst reflektieren. Aber während die eine Dame einen Spruch lustig findet und drüber lacht ist die andere gleich eingeschnappt... Da kann ich als Mann machen was ich will...

    Es wird auch viel zu viel in solchen Sprüche interpretiert...
    • Daniel_a 24.10.2016 11:40
      Highlight Highlight "Es wird auch viel zu viel in solche Sprüche interpretiert."

      Diesen Spruch werde ich mir merken :)

      Und ihn dann beim nächsten männerfeindlichen Spruch zum besten geben um ihn zu rechtfertigen :))
    • compuking 24.10.2016 14:33
      Highlight Highlight Es war so gemeint das einige Frauen gleich irgendwas interpretieren nur weil man sagt sie seinen hübsch oder würden gut aussehen. Wie auch immer...
  • Alex_Steiner 24.10.2016 09:40
    Highlight Highlight "...sexistische Sch**sse..." finde Sexismus ja auch nicht gut - aber deswegen muss man noch lange nicht solche Wörter benutzen. #NotOkay

    Sie muss akzeptieren, dass ein Spruch vielleicht anders wirkt, als erwartet.
  • Schwerthans 24.10.2016 09:38
    Highlight Highlight Ich bin nur da um noch etwas Benzin ins Feuer zu giessen. 🤓
    User Image
    • kliby 24.10.2016 10:42
      Highlight Highlight Feminismus treffend abgebildet.

      Wäre es andersrum (Männerhand und Brüste oder Vagina) wäre es sexistisch.
    • Schwerthans 24.10.2016 13:44
      Highlight Highlight @kliby
      Kann es sein das du gedacht hast der Penis gehört zum Symbol?
      Denn ursprünglich war nur das pinke Graffiti Symbol (feministen) der Penis jedoch wurde erst im Nachhinein hinzugemalt. ....vermutlich von Männern. Somit wurde das ganze ins lächerliche gezogen :)
    • Emma Jones 24.10.2016 14:43
      Highlight Highlight Die Antifeministen sollten ihre Aktionen besser absprechen, sonst bringen sich die Opferhuschelis nur gegenseitig zum Heulen.😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 24.10.2016 09:15
    Highlight Highlight Es ist wie beim Hype gegen Bakterien. Wir bringen die Menschheit so weit, dass sie auf alles und jedes allergisch und gegen nichts mehr resistent ist. Das ist nicht gut!

    Zwar gilt es, darauf hinzuwirken, dass gerade Führungspersonen sich korrekt ausdrücken, vor allem in ihrer Eigenschaft als solche. Doch damit dürfen nicht «die Männer» gemeint sein.

    Wieso richtet Fraz Schutzbach ihren Aufschrei nicht auf die Frauen aus? So lange so viele Frauen die Männer für sexistisches Handeln und Reden sogar belohnen, sind nicht die Männer das Problem. Nein! So lange haben wir überhaupt kein Problem!
  • Calvin Whatison 24.10.2016 08:49
    Highlight Highlight Wer ständig nur schreit hat irgendwann einen Lungenkollaps 😂😂😂😱
  • Turi 24.10.2016 07:17
    Highlight Highlight Ich finde diese ganzen feministischen Männerhass-Propaganda einfach nur frech gegenüber Männern.
    • Vergugt 24.10.2016 09:21
      Highlight Highlight Boah sorry das tut mir echt leid, dann hören wir mal auf für die Gleichberechtigung von Frauen zu käpmpfen wenn du das so frech findest.

      Gehts noch?
    • Nausicaä 24.10.2016 09:32
      Highlight Highlight Frech im Sinne von respektlosem Verhalten einer unantastbaren Autorität gegenüber, gell.
      Aussagen wie deine bekräftigen, dass es solche Aktionen immer noch braucht.
      Ausserdem: Es gibt kein Problem mit Männern, es gibt ein Problem mit solchen wie dir, die nicht mal einordnen können, um was es geht.
    • Menel 24.10.2016 09:45
      Highlight Highlight Wie und wo wird Männerhass propagiert?
    Weitere Antworten anzeigen

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