Schweiz
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«Das ist Krieg gegen die Polizei!» – Reaktionen auf die Krawalle in Bern



Der Streit zwischen den Berner Besetzern und der der Polizei eskalierte am Samstagabend: Die dritte Kundgebung der linksautonomen Szene endete mit einem brennenden Lieferwagen und mindestens einem Dutzend verletzten Personen.

Während der neue Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried sowohl den Einsatz der Polizei verteidigt als auch die erneut heftig kritisierte Reitschule in Schutz nimmt, sparen Politiker, Polizeivertreter und Presse nicht mit reisserischen Worten.

«Lust am Krawall»

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Für «Bund»-Kommentator Patrick Feuz zeigen die Ausschreitungen nichts anderes als die «Lust am Krawall und Freude an der Action». Es gebe keine Lehren aus diesem «Gewaltwochenende» zu ziehen, es sei zudem absurd, in einer rot-grünen Stadt wie Bern, wo die autonome Reitschule ein etablierter Kulturbetrieb sei, alternative Wohnformen möglich seien und Beamte bei der Zwischennutzung leerstehender Häuser behilflich seien, Gewalt mit dem Wunsch nach mehr Freiraum zu legitimieren.

«Bern brutal, Krawall total»

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Die Krawalle in Bern besetzen sowohl Titelseite als auch die Doppelseite 2/3 des «Blick». Besonders prominent: Die Stimme des Polizeiverbandes. Dieser spricht von einer «neuen Dimension von Gewalt». Im Artikel kommen Politiker und Polizeivertreter zu Wort, Überschrift: «Krawallhauptstadt Bern». Zitiert wird auch der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause, der, was solche Einsätze anbelangt, als Hardliner bekannt ist: «Das ist kein Berner Problem.»

«Schaden in engen geografischen Grenzen»

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Adrian Zurbriggen, stellvertretender BZ-Chefredaktor benutzt weniger martialische Worte:  Der Schaden habe sich, zumindest geografisch, in Grenzen gehalten, schädlich sei das Ganze vor allem für die Reitschule, deren Vorplatz als ein «Abenteuerspielplatz für wohlstandsverwahrloste Spätpubertierende» sei. Von der Regierung fordert Zurbriggen, eine klare Grenze zu ziehen zwischen illegalen Besetzungen und legalen Zwischennutzungen. Ersteres sei in jedem Fall zu ahnden.

«Linksextreme Terroristen»

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Auch die Forderung der Jungen SVP, die Reitschule müsse nun definitiv geschlossen werden, liess nicht lange auf sich warten: Am Sonntag veröffentlichte die Jungpartei unter der Ägide von Nationalrat Erich Hess ein Pamphlet gegen die Kulturinstitution. Die Krawallmacher bezeichnet die JSVP als «linksextreme Terroristen», die die Gewaltspirale in Bern weiterziehen würden.

«Mitleid? Sorry»

Schützenhilfe erhält die JSVP von Gregor Rutz. Rutz geht noch weiter: Dass sich bei den Ausschreitungen auch Demonstranten verletzt haben, ist dem SVP-Nationalrat egal: «Mitleid zu haben mit verletzten Krawallanten fällt mir irgendwie schwer – sorry.» Angehängt: ein Artikel, in dem es heisst, ein verletzter Demonstrant habe durch ein Gummischrot-Geschoss ein Auge verloren. Auch in Reitschulkreisen sei diese Version bekannt.

«Angriffe werden immer brutaler»

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Die Angriffe gegen Polizisten würden «immer brutaler» werden, schreibt 20 Minuten und zitiert die Präsidentin Verbands Schweizerischer Polizeibeamter. Was sich in Bern derzeit abspiele, sei ein Skandal, wird Johanna Bundi Ryser zitiert.

«Es droht noch mehr Gewalt»

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Der «Tages-Anzeiger» lässt Alec von Graffenried in einem grossen Interview Stellung beziehen. Der Berner Stadtpräsident verteidigt das Vorgehen der Polizei und nimmt gleichzeitig die Reitschule in Schutz. In einem weiteren Artikel nimmt der TA Bezug auf ein Geschäft, das heute im Ständerat diskutiert wird: Die SVP fordert eine strengere Bestrafung bei Aggression gegen Beamte und Behörden. Zudem die Prognose der Zeitung für Bern: Noch mehr Gewalt. 

Bern: Krawalle am Samstag vor der Reitschule

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sansibar 27.02.2017 18:12
    Highlight Highlight Krieg gegen das Gewaltmonopol (= Polizei) da muss es entweder um den Rechtsstaat oder um das Gehirn des Kriegführenden ziemlich schlecht stehen. In diesem Fall wohl ein bitzeli beides.
    4 3 Melden
  • klugundweise 27.02.2017 17:16
    Highlight Highlight Bei der nächsten Randale im Zusammenhang mit Fussball: Stadien schliessen, Polizeieinsatz verbieten, Meisterschaft einstellen, keine Steuergelder mehr für Fussball.
    Das ist etwa die Logik von denen die Reitschule und Anarcho-Chaoten in den gleichen Topf werfen.
    27 20 Melden
    • strudel 27.02.2017 18:51
      Highlight Highlight Naja der vergleich ist sehr plakativ und hinkt schon ziemlich stark...
      1 4 Melden
    • Tikvaw 27.02.2017 19:12
      Highlight Highlight Nicht wirklich. Denn Stadionbetreiber kooperieren mit den Polizeibehörden und verwehren den Polizisten nicht den Zutritt (oder greifen diese gar an) wenn sich Personen im Gebäude vor der Polizei verstecken möchten.
      5 1 Melden
    • klugundweise 28.02.2017 08:03
      Highlight Highlight Tikvaw: und trotzdem gibts immer wieder Chaotische Schlägereien. Hilft also gar nix.
      1 1 Melden
  • dan2016 27.02.2017 15:01
    Highlight Highlight liebes Watson-Team. Wie Ihr unschwer erkennen könnt, sind einige hier enttäuscht, warum Ihr jetzt plötzlich 20Min/Blick mit Schlagzeilen übertreffen müsst. Könnt Ihr - wie sonst üblich - dazu Stellung nehmen? Findet Ihr es ist Krieg? Findet Ihr, dass es keine Steigerung mehr geben könnte?
    25 45 Melden
    • Daria Wild 27.02.2017 15:15
      Highlight Highlight Hallo dan2016. Der Artikel ist eine Zusammenstellung von Headlines nach den und Reaktionen auf die Ausschreitungen. Im Titel ist die «Blick»-Schlagzeile (siehe auch Teaserbild). Die watson-Meldungen waren folgendermassen getitelt: Krawalle in Bern: Angriffe sind für den Polizeiverband absolut inakzeptabel – Demo in Bern eskaliert komplett, Verletzte auf beiden Seiten – Feuer, Laser, Verletzte: Was die Berner Reitschule zu den Krawallen sagt. Alle Meldungen findest du hier: http://www.watson.ch/Bern
      44 5 Melden
    • R&B 27.02.2017 15:44
      Highlight Highlight dan2016: bitte den Artikel lesen und erst dann einen Kommentar absetzen.
      20 2 Melden
    • Charlie Brown 27.02.2017 15:55
      Highlight Highlight @Daria: Die eine Headline war aber zuerst "Bern brennt" (oder so ähnlich)...
      13 3 Melden
  • Ohniznachtisbett 27.02.2017 14:34
    Highlight Highlight Es ist eine Frechheit, was sich diese Chaoten erlauben. Deren Lieblingsbeschäftigung ist ja fremdes Eigentum zerstören und Polizisten verletzen. Jetzt gleich wieder nach Gesetzesänderungen schreien ist aber auch unangebracht. Man müsste einfach bestehende Gesetze anwenden. Wenn man mit Eisenstangen auf einen Polizisten losgeht, ist das nicht Widerstand gegen die Staatsgewalt sondern versuchter Mord oder mind. versuchte schwere Körperverletzung. Und darauf steht m.E. Gefängnis.
    92 12 Melden
    • R&B 27.02.2017 15:44
      Highlight Highlight Word!
      26 2 Melden
  • Der Beukelark 27.02.2017 14:20
    Highlight Highlight Wie wohl die Schlagzeilen aussehen wenn wirklich einmal ein Krieg ausbricht in unserem Land? Alle Superlative aufgebraucht...
    53 18 Melden
  • Makatitom 27.02.2017 14:04
    Highlight Highlight Die Gewalt und die Angriffe auf die Polizei sind absolut unnötig und einfach nur Sch**sse! Auch dass die Reithalle zulässt, dass sich die Idioten dort verstecken, finde ich unter aller Sau. Aber wenn ich Rudolf.... ääääh Erich Hess und Thomas Fuchs höre, wie sie wieder nach der Schliessung der Reithalle schreien, frage ich mich, wie viel Hirn die Sünnelis wohl haben. Wollen Sie die SBB auch schliesen, weil diese einen teil der Chaoten an den "Anlass" und zurück transportiert haben, das ist schliesslich Fluchthilfe
    42 46 Melden
    • pamayer 27.02.2017 17:38
      Highlight Highlight Herr, lass es Hirn regnen.
      12 3 Melden
  • Kommemtar 27.02.2017 13:57
    Highlight Highlight Schlagzeilen wie "Bern brennt", "Das ist Krieg", usw...
    Entsprechen einfach nicht der Wahrheit!

    Im grössten Teil der Stadt war von den Krawallen absolut nichts spürbar! Die meisten ÖV Linien verkehrten Normal, die Altstadt blieb verschont.

    Hier gilt es der Polizei ein grosses Lob auszusprechen! Sie hat anscheinend aus Vergangen Auseinandersetzungen gelernt und die Krawallmacher schon frühzeitig gestoppt.

    Wegen ca 50 Idioten die ganze Reitschulszene zu diskreditieren finde ich jedoch auch ziemlich daneben!

    Es braucht unbedingt Reformen aber bitte mit Augenmass!
    59 17 Melden
    • R&B 27.02.2017 15:43
      Highlight Highlight @Kommemtar: die Reitschule hat sich mit ihrem Statement selber diskreditiert. Diese Statement war das Blödeste, was die Reitschule machen konnte. Sie präsentieren sich selber auf der Schlachtbank.
      30 11 Melden
    • Macke 27.02.2017 16:06
      Highlight Highlight Die Überschrift "Bern brennt" soll an die Jugendkrawalle der 80er erinnern. Auch da wurde für mehr Freiräume protestiert. Von daher finde ich den Titel angemessen.
      11 1 Melden
    • pamayer 27.02.2017 17:39
      Highlight Highlight Genau.
      3 0 Melden
  • James McNew 27.02.2017 13:25
    Highlight Highlight Kleine Korrektur: Stellvertretender Chefredaktor BZ beim «Bund» (Zurbriggen) gibt es nicht ;-). (Ein stellvertretender Chefredaktor watson bei tsüri.ch wär auch absurd!)
    22 3 Melden
  • Alfadas 27.02.2017 13:25
    Highlight Highlight Moinmoin
    Jetzt hagelt's Blitze, aber egal - meine Meinung. :-)
    Ich kann Herrn Rutz Aussage komplett verstehen. Auch ich habe kein Mitleid mit dem Krawallmachern. Er hat zu einer kleinen, radikalen Gruppe gehört die bewusst Zerstörung und Körperverletzung in Kauf genommen hat (Anm. ja auch mit Laser auf die Augen der Polizisten zielen ist Körperverletzung - ob er es war ist dahingestellt).

    Ich bin froh, dass die Polizei den Umzug bereits im Keim erstickte - stellen Sie sich vor wie es gewesen wäre, wenn dieser Pöbel durch die Stadt gezogen wurde.
    Grüsse
    165 28 Melden
    • Sheez Gagoo 27.02.2017 14:46
      Highlight Highlight Kein Blitz, aber ein Herz kriegst du. Der Parkplatz vor der Reitschule ist einladend, doch die Versiechung meines Nichtbonzenvehikels durch Chaoten und Polizei ist enervierend und teuer.
      30 6 Melden
    • Alfadas 27.02.2017 15:57
      Highlight Highlight Merci. Bin echt überrascht, dass mein Kommentar scheinbar so gut ankommt.
      Habe am Sonntag den Vorplatz und einige Auto gesehen. Echt mühsam...
      Grüsse
      17 4 Melden
    • Sheez Gagoo 27.02.2017 16:41
      Highlight Highlight Wohne in Bern und ich mag die Reitschule. Aber wenn Morgens um 3 Flaschen und Gummischrot fliegt und mein Zustand auch nicht mehr christlich ist, ist das ein uncooler Interuptus, den ich auch schon mehr als einmal erleben musste. Flaschen, Gummischrot und Tränengas unterscheiden nicht zwischen Chaoten und Unbeteiligten.
      5 1 Melden
  • Mora 27.02.2017 13:24
    Highlight Highlight Hauptsache Schlagzeilen.
    Man sieht schon wie gut es uns geht, wenn die Medien gleich über Krieg sprechen, wenn zwei Pateien sich prügeln.
    Ich habe am Freitag Abend auch Gruppen von Polizisten gesehen, die sichtlich gut gelaunt waren. Kann ja gut sein, dass es auch dem einen oder anderem Spass macht. Für mich sind diese zwei Parteien zwei Seiten der gleichen Medallie.
    Zwei prügeln sich auf dem Schulhof.
    Das als Krieg zu betiteln finde ich wirklich übertrieben.
    74 144 Melden
    • Dreiländereck 27.02.2017 14:06
      Highlight Highlight Schon mal überlegt dass es bei den Polizisten viele Familienväter und Mütter hat die viel lieber zu Hause bei der Familie wären als auf der Strasse zu stehen und sich gefährden zu lassen?
      38 14 Melden
    • Hierundjetzt 27.02.2017 14:45
      Highlight Highlight Ich habe vor 3 Tagen auch Polizisten gesehen die gut gelaunt waren.

      In Zürich.

      Evtl. ist da eine Verschwörung im Gange☝🏼
      51 4 Melden
    • Mora 27.02.2017 19:27
      Highlight Highlight Immer diese Missverständnisse :D
      Ich will mit meiner Aussage keine Gewalt rechtfertigen.
      Lieber möchte ich anregen auch mal andere Sichtweisen anzunehmen.
      Was mich stört ist immer dieses aufbauschen von Dingen, die man einfach nicht versteht.
      Einfach mal gegen die einen oder anderen schiessen ohne die ganzen Begebenheiten zu kennen.
      Geht hin und redet mit den Leuten. Egal welche. Verschafft euch einen Überblick im realen Leben.
      Erst dann könnt ihr Richter spielen.
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • blobb 27.02.2017 13:22
    Highlight Highlight Watson übernimmt 1:1 Blick-Schlagzeilen? Ist das ein Zugeständnis an die neuen Rechten/Aluhüte hier auf diesem Portal?
    Die über 1000 Kommentare haben wohl einige Redaktoren richtig geil gemacht.
    Die gehen nun mit einem Ständer durchs Büro. "Mit den Dummen kann man viel mehr Geld/Klicks machen. Füttert sie!"
    44 139 Melden
    • Utopiot 27.02.2017 13:39
      Highlight Highlight Und warum klickst auch du noch auf den Artikel, obwohl du diesen durchdachten Schachzug von Watson durchschaut hast? Dummheit?
      31 3 Melden
    • Raembe 27.02.2017 13:46
      Highlight Highlight Blobb eigentlich bin ich mit Dir einer Meinung und find deine Comments oft recht erfrischend.

      Da es sich hier aber in dem Bericht um das mediale Echo der Schweiz handelt, kann man schon den extremsten Titel zitieren.

      Btw. Die Rechten gabs hier schon immer, nur der Umgangston miteinander hat sich verschlechtert. Dies aber von beiden Seiten aus gesehen. Denk bitte daran, es braucht rechts und links in einer Demokratie. Gemässigte Linke und Rechte führen teilweise die fruchtbarsten Diskussionen.
      25 1 Melden
    • Bene86 27.02.2017 14:31
      Highlight Highlight Hallo. Ich bin ein sogenannter Aluhut. Aber ich bin weder Rechtsextrem noch stark Rechts, bin eher für ein gesundes Mass an eigenständigem Denken. Und nu? :)
      18 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Woelfli 27.02.2017 13:14
    Highlight Highlight Der Stapi heisst Alec und der stv. BZ-Chefredaktor ist wohl nicht der selbe wie beim «Bund»....
    29 1 Melden
  • elivi 27.02.2017 13:09
    Highlight Highlight Wer im artikel sagt es sei nicht nur ein berner problem? Mir scheint es eher ein rein berner problem zu sein.

    Es ist einfach schade das solche krawalle eine liberale stadt als 'schlechtes beispiel' darstellt.
    In bern wird soviel geduldet und trotzdem is die hauptstadt ständig mit krawallen in den medien. Und was sagen die krawall macher? Sie wollen noch mehr und es hört nicht auf .... Sie sind nie zufrieden und schätzen es nicht was sie schon haben.
    70 6 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 27.02.2017 13:57
      Highlight Highlight In Bern wird auch das Bundeshaus "geduldet". Vielleicht hat es damit zu tun, dass die Polizei oft und gerne in Bern für Stimmung sorgt.

      Ein aufmerksamer Journi könnte ja mal die Debatten im National- und Ständerat verfolgen, bei denen es um die Verwirklichung von Law&Order (sprich Poizeistaat) geht. Es fällt nämlich auf, dass die polizeiliche Stimmungsmache in Bern oft just vor solchen Ratsdebatten aufblüht. Honi soit qui mal y pense.
      12 26 Melden
    • strudel 27.02.2017 15:35
      Highlight Highlight Darf ich fragen, was du unter polizeilicher Stimmungsmache verstehst?
      11 2 Melden
    • Froggr 27.02.2017 16:17
      Highlight Highlight Ich gehe davon aus, dass es ausgeschlossen ist bei euch, dass es eben weil so viel geduldet wird zu solchen Ausschreitungen kommt?
      6 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • http://bit.ly/2mQDTjX 27.02.2017 12:52
    Highlight Highlight Aha. Krieg!? Eine Weisheit lautet: Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst.

    Gleichzeitig, heute "stimmt der Ständerat über einen Vorstoss ab, der deutlich höhere Strafen bei Gewalt gegen Polizisten verlangt."

    https://www.srf.ch/news/schweiz/polizisten-im-fadenkreuz-wir-haben-das-problem-nicht-im-griff

    In diesem Kontext wird deutlich, dass das Vorgehen der KaPo Bern nichts weiter als simple Propaganda ist, um medialen Druck auf den Ständerat auszuüben, damit der endlich Hans-Jürg Käsers Polizeistaats-Träume verwirklicht.

    Denn im Krieg gibt's keine Wahrheit. Nur Propaganda.
    53 146 Melden
    • Roaming212 27.02.2017 13:25
      Highlight Highlight Klar und wieder ist die böse Polizei Schuld, dass es eskaliert ist. Immer so provozierend in Uniform dastehen! Was fällt denen eigentlich ein?
      89 20 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 27.02.2017 13:35
      Highlight Highlight Roaming212: Ich habe nicht gesagt, dass die Polizei schuld sei. Die Polizei kann nichts dafür, wenn sie für politische Propaganda instrumentalisiert wird.

      Ausserdem geht es hier nicht um die Frage von Schuldigen (strafrechtlich trifft das eher die Besetzerszene), als vielmehr um die Frage nach den (politisch) Verantwortlichen, bzw. um die Frage, ob sie ihrer Verantwortung wirklich nachkommen, bzw. ob sie diese allenfalls vernachlässigen, so wie das hier der Eindruck macht.

      Verantwortlich sind diejenigen, die den Einsatz befahlen. Nicht diejenigen, die ihn ausführten.
      19 60 Melden
    • Harri Hirsch 27.02.2017 14:22
      Highlight Highlight Verantwortlich nicht diejenigen die den Einsatz befahlen, sondern diejenigen die sich dem Räumungsbefehl widersetzten....
      30 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 27.02.2017 12:42
    Highlight Highlight Mir erscheint die Aussage aufschlussreich, dass es ausgerechnet in Bern zu solchen Szenen kommt, wo es mehr Freiräume gibt als sonstwo.

    Das schürt den Verdacht, dass es einige Ewig-Unzufriedene gibt, welche trotz genügend Möglichkeiten wütend sind und bleiben.

    Jeder kann so unzufrieden sein in seinem Leben, wie es ihm und seinen Lebenserfahrungen entspricht. Wenn aber andere zu Schaden kommen dabei, bin ich dafür, härter vorzugehen.

    Wütend können diese Chaoten auch im Gefängnis sein. Aber dort würden sie wenigstens weniger Schaden anrichten.

    Und vielleicht auch mal zur Besinnung kommen.
    106 14 Melden
    • Lichtblau 27.02.2017 21:03
      Highlight Highlight Adrenalin, Abenteuer, Testosteron und Action: Das wird wohl viel eher der Antrieb der jugendlichen Rabiaten sein als politische Anliegen. Vielleicht gibt's noch ein paar ältere "Anführer", welche die Kids instrumentalisieren. Aber klar, die nerven ohne Ende, gerade weil sie in ihrem jungen Leben wohl eher nicht die Zukurzgekommenen sind.
      1 0 Melden
  • Deleted93 27.02.2017 12:41
    Highlight Highlight Man merkt Watson an, das ein neuer Chefredaktor am Werk ist, und vermehrt auf Schlagzeilen a la 20 Minuten gesetzt wird.
    61 43 Melden
    • Daria Wild 27.02.2017 15:18
      Highlight Highlight Hallo Deleted93. Der Artikel ist eine Zusammenstellung von Headlines nach den und Reaktionen auf die Ausschreitungen. Das ist nicht ganz unkritisch gemeint ;). Im Titel ist die «Blick»-Schlagzeile (siehe auch Teaserbild). Die watson-Meldungen waren folgendermassen getitelt: Krawalle in Bern: Angriffe sind für den Polizeiverband absolut inakzeptabel – Demo in Bern eskaliert komplett, Verletzte auf beiden Seiten – Feuer, Laser, Verletzte: Was die Berner Reitschule zu den Krawallen sagt. Alle Meldungen findest du hier: http://www.watson.ch/Bern
      6 1 Melden
  • 14r5 27.02.2017 12:39
    Highlight Highlight Die schliessung der Reitschule durch Räumung, würde wohl zu grossen Demonstrationen führen. Ich würde auf jeden fall für die reitschule demonstrieren gehen.
    79 93 Melden
    • atomschlaf 27.02.2017 15:37
      Highlight Highlight Gegen bewilligte und friedliche Demonstrationen wäre auch nichts einzuwenden.
      16 1 Melden
  • Herr Je 27.02.2017 12:30
    Highlight Highlight Der Kommentar von Feuz im Bund ist sehr gut.
    All die Pawlowschen Deppen, die jeweils auf beiden Seiten noch mit Häme, Wut und politischem Kalkül schwungvoll Öl ins Feuer giessen, widern mich an.

    Übrigens, @Watson: Ein brennender Lastwagen ist verrückt genug, da muss man nicht noch mehrere daraus machen (schreiben)...
    50 15 Melden
  • dan2016 27.02.2017 12:29
    Highlight Highlight so, nach all den Schlagzeilen (aus dem Lieferwagen ist offenbar jetzt ein Lastwagen geworden...). Könnte man mal die ultimative Krawallnacht mit der Bauerndemo von 1996 vergleichen? war diese noch ulitmativer? noch kompletter eskaliert? noch totalerer Krieg? Und hätte man damals allenfalls das Bundeshaus schliessen müssen?
    42 30 Melden

Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

Kurz vor der Abstimmung am 25. November lassen die Befürworter des neuen Sozialdetektiv-Gesetzes den Medien Videos von Versicherungsbetrügern zukommen. Diese Weitergabe von Observationsmaterial ist gemäss dem Eidgenössischen Datenschützer «nicht rechtens». Die Gegner der Vorlage sprechen von «sozialer Brandstiftung».

Das von der Aargauer Zeitung veröffentlichte Video zeigt einen Arbeiter, der gelenkig über Baugerüste geht und Wände streicht. Während der Observation arbeitete er teilweise elf Stunden auf einer Baustelle. Dabei litt er gemäss Arztberichten angeblich unter grossen Schmerzen an Schulter, Rücken und Knie und konnte deshalb offiziell lediglich drei Stunden am Tag als Magaziner arbeiten.

Auch Aufnahmen eines arbeitsunfähigen, angeblich sozial isolierten Mannes, der sich gemäss Aussagen …

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