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Hier sollen neue Wohnungen und Arbeitsplätze entstehen. Der Bund

Abstimmungen Bern: Nach Ja zu 3000 Wohnungen im Viererfeld – Gegner wollen weiterkämpfen

Gestern nahmen die Berner die Vorlage für die Wohnsiedlung im Vierer- und Mittelfeld an. Noch sind Dutzende Einsprachen hängig.

Rebecca Wyss
Rebecca Wyss



Das Grossprojekt im Berner Viererfeld hat gestern eine wichtige Hürde genommen: 53 Prozent der Berner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sagten Ja zur Einzonung des Vierer- und der Umzonung des Mittelfelds. Dies ist der erste Schritt zur Wohnsiedlung für 3000 Menschen.

Wachstumsängste bei der Bevölkerung

Die Stadt freut sich über den Entscheid. «Das war die wichtigste Abstimmung der ganzen Legislatur», sagte Stapi Alexander Tschäppät im Interview mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis». Er glaube, die Leute haben langsam die Nase voll von der Wohnungsnot in Bern. Auf der anderen Seite müsse man die Wachstumsängste der Berner ernst nehmen.

«Hocherfreut» zeigte sich laut dem «Bund» auch das Komitee Ja zum Viererfeld, das sich aus mehreren Parteien und Verbänden zusammensetzte. Die SP sprach in ihrem Communiqué von einem Meilenstein. Das neue Quartier habe Vorbildcharakter für eine ökologisch und sozial nachhaltige Stadtentwicklung.

«Die Schlacht ist verloren, der Krieg noch lange nicht.»

Peter Camenzind, Vorstandsmitglied des Vereins Viererfeld Nature 2.0

Gebaut wird noch lange nicht

Die Gegner wollen sich vom Entscheid nicht unterkriegen lassen. Sie hatten sich in zwei Komitees zusammengeschlossen. Das eine bestand vor allem aus Vertretern bürgerlicher Parteien Berns. Ihnen war die Vorlage zu links-grün. Ein zweites Nein-Komitee rund um den Verein Viererfeld Nature 2.0 richtete sich grundsätzlich gegen die Einzonung des Viererfelds. «Die Schlacht ist verloren, der Krieg noch lange nicht», sagte etwa Peter Camenzind, Vorstandsmitglied des Vereins Viererfeld Nature 2.0.

Tatsächlich ist es noch ein langer Weg, bis auf dem Gebiet 1100 Wohnungen und 750 Arbeitsplätze entstehen können. 61 Einsprachen sind gegen das Projekt hängig. Wohl Ende Jahr wird der Kanton darüber entscheiden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wilhelm Dingo 06.06.2016 08:18
    Highlight Highlight Schade wir schon wieder Grünfläche verbaut. Ich hätte gerne eine Initiative mit dem Ziel, dass schweizweit unter dem Strich keine Grünflächen mehr verbaut werden sondern bereits verbaute Flächen besser genutzt werden.
    • Hoppla! 06.06.2016 08:35
      Highlight Highlight Das sehe ich genau so. Aber: Wenn verdichtet und vor allem in die Höhe gebaut werde soll, sind dies die ersten Projekte die mit Einsprachen zugedeckt werden. So von wegen Landschaftsbild und so.
    • Broesmu 06.06.2016 09:42
      Highlight Highlight Nun ja, wenn wir ehrlich sind wurde diese Grünfläche nicht wirklich gross genutzt von Bewohnern. Ich meine in diesem Sinne dass das Viererfeld kein Naherholungsgebiet ist sondern nur Kühe und Schrebergärten (welche ersetzt werden) beherbergte. Ich würde mich freuen wenn das Viererfeld insgesamt mehr Leben in das Neufeldquartier bringen würde. Davon profitieren alle, auch die Kleingewerbler.
    • Wilhelm Dingo 06.06.2016 10:13
      Highlight Highlight @Broesmu: Ich bin nicht dagegen, dass ein Fleck Land sinnvoll bebaut werden kann. Es sollte dann aber an anderer Stelle gleichviel gleichwertige Fläche renaturiert werden. Unter dem Strich sollten wir in der Schweiz keine unbebauten Flächen mehr verbauen. Pro Sekunde wird 1m2 verbaut...(http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/02/03/blank/key/bodennutzungswandel_pro_sekunde.html)
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