Schweiz

Erdbeben in Freiburg: «Ohne scheiss, ich sass in meinem Stuhl und alles hat gewackelt!»

06.06.17, 11:44 06.06.17, 12:05

Im Kanton Freiburg hat am Dienstagmorgen die Erde gebebt. Das Erdbeben der Stärke 3.3 dürfte in der Nähe des Epizentrums deutlich zu spüren gewesen sein. Schäden sind bislang keine bekannt.

Bei einem Erdbeben dieser Stärke seien Schäden in der Regel nicht zu erwarten, teilte, der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich am Dienstagmorgen mit. Gänzlich ausschliessen könne man sie aber nicht, wie Dominik Zbinden vom SED auf Anfrage ausführte.

Epizentrum beim Schwarzsee

Das Beben ereignete sich um 09:18 Uhr. Das Epizentrum lag rund neun Kilometer nordwestlich des Schwarzsees. Bei einem Ereignis dieser Stärke bebe die Erde normalerweise nur wenige Sekunden, führte Zbinden aus.

Auf der Internetseite des Erdbebendienstes wurde zunächst eine Stärke von 3.2 angegeben, die präzisere manuelle Berechnung durch Spezialisten des Erdbebendienstes ergab einen Wert von 3.3.

Am Schwarzsee handelte es sich laut Erdbebendienst um ein einzelnes Beben. Allerdings werde ein solches Beben im Normalfall nicht als einzelner Stoss verspürt, sondern als Erschütterung, die mehrere Sekunden andauere.

Quelle: Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Wie ein Beben verspürt wird hängt laut Zbinden nicht nur von der Stärke ab. Personen näher am Epizentrum, die beispielsweise einer ruhigen Tätigkeit nachgehen, verspüren es eher als solche, die weiter entfernt und beispielsweise in Bewegung sind.

Laut dem SED wurde das Beben bis nach Freiburg und Bern wahrgenommen. In den Sozialen Medien meldeten verschiedene Personen aus der Region, sie hätten die Erdstösse gespürt.

Wie im Wallis

Am vergangenen Freitagabend hatte die Erde ähnlich stark im Wallis gebebt. Damals wurde eine Magnitude von 3.4 auf der Richterskala gemessen, das Epizentrum lag nordwestlich von Sitten.

Am 6. März hatte ein Beben der Stärke 4.6 die Zentralschweiz erschüttert. Ein Erdbeben dieser Stärke kommt im Durchschnitt alle fünf Jahre vor. In der Schweiz werden pro Jahr bis zu 800 kleinere Erdbeben registriert, die keine Schäden anrichten.

Das stärkste, historisch belegte Erdbeben der Schweiz mit einer Magnitude von 6.6 ereignete sich im Jahr 1356 in Basel. (whr/sda)

Die schwersten Erdbeben seit 1900

Das könnte dich auch interessieren:

Nicht alle Männer sind sexistische Eichhörnchen!

«Ron isst Hermines Familie» – Das passiert, wenn ein Computer Harry Potter schreibt

Trump beerdigt Netzneutralität – wem das nutzt und wem das schadet

Gamer, aufgepasst: Super Mario erhöht die geistige Gesundheit und beugt Demenz vor 

Warum hunderte Fussball-Junioren gegen einen Millionär marschieren: Ein Herrliberger Drama

Mehr 2017 geht nicht: Die unfassbare Geschichte des weinenden Keatons – in 4 Schritten

Ein Nigerianer stirbt nach seiner Ausschaffung – was die Schweiz damit zu tun hat

Amis lynchen Hai mit Speedboot und grinsen – jetzt tobt das Netz wegen dem Video

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 06.06.2017 13:07
    Highlight Der Stuhl hat gewackelt bei einem Erdbeben. Wahnsinn, hätte ich nicht gedacht...
    3 3 Melden

Weggewiesene Asylsuchende: Eingrenzung auf gewisses Gebiet ist zulässig

Die Anordnung an einen weggewiesenen Asylbewerber aus Äthiopien, sich nur im Bezirk Dietikon ZH aufzuhalten, war rechtens. Dies hat das Bundesgericht entschieden und ein Urteil des Zürcher Verwaltungsgerichts aufgehoben.

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) setzte dem Äthiopier die Frist, die Schweiz bis am 14. Januar 2016 zu verlassen. Der Mann unternahm nichts, um die Schweiz zu verlassen.

Weil sich die äthiopischen Behörden weigern, der Ausschaffung ihrer Staatsangehörigen zuzustimmen, …

Artikel lesen