Schweiz
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Hier soll ein Bundesasylzentrum entstehen.
Bild: KEYSTONE

Besetzer des Berner Zieglerspitals dürfen bis Sonntag bleiben

Die Berner Linksautonomen, welche in der Nacht auf Samstag das Berner Zieglerspital besetzten, dürfen bis Sonntagabend bleiben. Das haben die Gebäudebesitzerin Spital Netz Bern AG und die Besetzer nach Gesprächen vereinbart.

12.12.15, 11:46 12.12.15, 16:36

Nach einem «sehr sachlichen und ruhigen Gespräch» habe man auch vereinbart, dass die Besetzer am Samstagabend im Gebäude eine «Informationsveranstaltung» durchführen dürften. Das sagte Markus Hächler, Mediensprecher der Spital Netz Bern AG, am Samstagnachmittag vor Ort.

Allerdings müssen die Besetzer dafür sorgen, dass nicht mehr als 120 Personen teilnehmen. Dies aus Sicherheitsgründen. Hächler sagte auch, die Besetzer hätten versprochen, das Gebäude am Sonntagabend zu verlassen. Es seien etwa 30 Personen ins Gebäude eingedrungen.

Von den Besetzern selber war für Hächlers Aussagen keine Bestätigung zu erhalten. Es würden keine Aussagen gemacht, sagte eine Aktivistin.

Protest gegen Bundesasylzentrum

Linke Berner Demonstranten sind in der Nacht auf Samstag in das derzeit nicht benutzte Berner Zieglerspital eingedrungen und haben es besetzt. Sie wollen damit gegen das Bundesasylzentrum protestieren, das dort eingerichtet werden soll.

In diesen Zentren würden die Menschen eingesperrt und jegliche Selbstbestimmung werde ihnen genommen. Das schreiben die Besetzer in einer Botschaft, die auf einer einschlägigen Internetseite und via Twitter verbreitetet wurde.

Die Besetzer beabsichtigten, das Zieglerspital zu einem Ort der Selbstverwaltung zu machen, steht dort weiter. Im ehemaligen Spital sollten Migrantinnen und Migranten sich selbst verwalten und organisieren. Auch solle das Zieglerspital ein Ort zum Diskutieren werden.

Areal wechselt den Besitzer

Die Berner Kantonspolizei erhielt am Samstagvormittag eine Meldung zur Besetzung des Spitals, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte, und schickte eine Patrouille für Abklärungen vor Ort.

Derzeit gehört das Zieglerspital noch der Spital Netz Bern AG, also der Berner Spitalgruppe, die mehrere öffentliche Spitäler der Region Bern umfasst. In der kommenden Woche geht das Areal an die Stadt Bern über.

Mitte 2016 soll das Zieglerspital zu einem Bundesasylzentrum werden. In einem der Gebäude auf dem Areal ziehen aber in diesen Tagen erste Asylsuchende in eine temporäre Asylunterkunft des Kantons Bern ein.

(dsc/sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ordo Malleus 12.12.2015 16:08
    Highlight Haha, steht in Bern ein Gebäude 10 Minuten leer und schon nistet sich dort irgendwelches Gesocks ein. Legendär war ja auch, als die Aula der Uni Bern "besetzt" wurde. Auch dort wurden dann "Diskussionen" geführt und "Vorträge" gehalten. Ich suchte damals spasseshalber das Gespräch mit den "Besetzern". Der penetrante Gestank in der Aula hat am meisten Eindruck hinterlassen. Soviel zur Selbstverwaltung. Ich habe jetzt schon Mitleid mit den armen Flüchtlingen. Vom Regen in die Traufe.
    47 15 Melden
  • Schuhmeister Flaig 12.12.2015 15:58
    Highlight Tränengas rein und Aktivisten raus.
    38 23 Melden
  • Brian 12.12.2015 14:02
    Highlight Über die heutige Politik ob rechts oder links nerve ich mich und stelle oft die Frage: wo ist der gesunde Menschenverstand geblieben?? Das Zieglerspital hat, obwohl es ein altes Gebäude ist, noch eine sehr gute Infrastruktur und ist absolut ideal für ein Bundesasylzentrum und sicher besser als unterirdische Räume und Frage an die Linken: wer hat beschlossen solche Bundeszentren zu organisieren? Das Parlament und dies auch auf Basis des Departementes von Simoneta Sommaruga und in welcher Partei ist sie? Bitte versucht doch eben wieder mal den gesunden Menschenverstand zu aktivieren!
    76 11 Melden
    • Sapere Aude 12.12.2015 14:22
      Highlight Linksautonome sind nicht gleich Sozialdemokraten. Wäre in etwa so wenn du die SVP mit Nazis gleichsetzen würdest. Wirst folglich wenige finden in der SP die eine solche Aktion gutheissen. Kommt dazu dass für die Linksautonomen die SP zum gleichen reaktionären Haufen gehört wie alle anderen Parteien und den Staat als solches ablehnen.
      51 18 Melden
    • EvilBetty 12.12.2015 15:12
      Highlight Gesunder Menschenverstand... ich kanns nicht mehr hören... was sehen Sie, wenn Sie mit Ihrem gesunden Menschenverstand aus dem Fenster schauen? Richtig... eine flache Erde...
      29 45 Melden
    • Hierundjetzt 12.12.2015 16:00
      Highlight Brian: und wer ist gegen Bundeszentren? Richtig: SVP. Wer will die Asylverfahren dadurch verlängern? Richtig: SVP.

      Warum Bundesasylzentren gegen einen Menschenverstand sind, erklären Sie vorsorglich nicht.

      Vom Krieg traumatisierte sich selbst überlassen? Ich glaub ich spinn. Da hatten wieder mal ganz viele Berner nur Singen und Klatschen in der Schule.
      27 13 Melden
    • Yolo 12.12.2015 16:44
      Highlight Jetzt sind Sozialdemokraten schon Anarchisten? Und Nazis sind nach der Logik Rechte?
      17 2 Melden
    • Nick Name 12.12.2015 21:26
      Highlight Und zum Schluss noch dies, Brian: Die Besetzer sind ja nicht dagegen, dass Flüchtlinge ins Ex-Spital kommen, gell.
      Und die Art und Weise darf doch durchaus diskutiert werden.
      3 3 Melden
  • ferox77 12.12.2015 13:48
    Highlight Alle Unterstützer, Sympathisanten, Grüne und wer sonst noch will, zahlen in einen Flüchtlingsfond ein. Mit dem Geld können sie dann viele schöne, neue Flüchtlingsheime in unmittelbarer Nähe zu ihren Grundstücken und Häuser bauen und ihre spezielle Willkommenskultur demonstrieren. Alle anderen lässt man dann endlich mal in Ruhe. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass da nicht so viel Geld im Flüchtlingsfond zusammen kommen wird.
    60 38 Melden
    • Sapere Aude 12.12.2015 14:29
      Highlight Sollen also nur noch jene für etwas bezahlen, die auch wirklich wollen? Super Idee! Dann bitte auch einen Fonds für Bauern, Militaristen, die Spielzeuge brauchen, Autofahrer, AKWs etc. Kann irgendwie nicht ganz aufgehen, oder?
      35 19 Melden
    • EvilBetty 12.12.2015 15:12
      Highlight Dafür bezahlen wir schon Steuern.
      19 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.12.2015 15:43
      Highlight Sapere Aude, zumindest beim Auto und der Energie wird das angestrebt (Verursacherprinzip).
      9 6 Melden
    • Sapere Aude 12.12.2015 16:19
      Highlight Das mit dem Verursacherprinzip ist so eine Sache. Wollen wir Assad oder dem Daesh eine Rechnung für die Asylzentren schicken? Ausserdem ist es gerade das Wohlstandsgefälle, welches unter anderem die Migrationskrise ausgelöst hat. Insofern wir Armut auf der Südhalbkugel mitverursachen, ist es nur logisch, dass wir das irgendwie ausgleichen müssen.
      20 14 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.12.2015 17:43
      Highlight Sapere Aude, da haben Sie vollkommen recht. Ich versuchte mit meiner Aussage Ihr Argument zu entkräften, wonach entweder alles oder nichts nur von jenen bezahlt werden soll, die es auch benützen/wollen. Ich unterstütze den Vorschlag von Ferox77 nicht, halte es aber für durchaus berechtigt, eine Diskussion darüber zu führen, wie welche Ausgaben finanziert werden sollen (allg. Steuern, MwSt, gebühren und Abgaben, Spenden, Lotterie, gar nicht, etc.)
      6 2 Melden
    • Sapere Aude 12.12.2015 22:12
      Highlight Dann haben Sie mich wohl falsch verstanden. Ich wollte lediglich aufzeigen, welche Konsequenzen es haben könnte, wenn wir solche populistischen Forderungen wie Ferox stellen. Ich finde gerade im Kontext der Flüchtlingsdebatte solche Aussagen nicht angebracht. Natürlich ist die Diskussion über die Finanzierung des Staates wichtig, Forderungen nach einem Flüchtlingsfonds, der durch Gutmenschen finanziert wird, sind jedoch in meinen Augen weder vernünftig noch sinnvoll.
      5 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.12.2015 00:39
      Highlight Dann haben wir uns tatsächlich missverstanden und sind uns soweit einig. Ich will zu meiner Verteidigung aber doch anmerken, dass Sie nicht darlegen warum eine freiwillige Fondslösung unsinnig wäre, sondern fragen was passiert, wenn diese Lösung auf alle möglichen weiteren Bereiche ausgeweitet würde. Wobei sie wie gesagt mindestens bei den Strassen und der Energie in gewisser Form bereits zur Anwendung kommt.
      0 0 Melden
    • Sapere Aude 13.12.2015 03:36
      Highlight Das Asylrecht ist ein Teil des Völkerrechts und wird durch entsprechende UN Resolutionen und Konventionen geschützt. Daher ist es in meinen Augen eine Staatsaufgabe, die nicht auf Basis von freiwilliger Zahlung finanziert werden soll. Ein freiwilliger Fond wäre als Ergänzung eine Möglichkeit, dafür gibt es beispielsweise die Flüchtlingshilfe die durch Spenden finanziert wird. Dass heisst natürlich nicht, dass wir über die Kosten nicht diskutieren sollen. Trotzdem sollten Aufgaben, für welche der Staat verpflichtet wurde, auch durch diesen erfüllt werden.
      2 0 Melden
  • Rendel 12.12.2015 13:32
    Highlight Die SVP sollte die Linksautonomen doch unterstützen, zumindest in dem Punkt, den Staat abzuschaffen. Da sind sie doch gar nicht so weit auseinander. ;)
    30 42 Melden
  • stadtzuercher 12.12.2015 12:52
    Highlight 'freier linker bürger'
    Ihr denken ist nicht mehr frei, wenn sie dinge in vorauseilendem gehorsam nicht mehr tun aus angst vor der andersdenkenden grössten partei in der schweiz.
    17 34 Melden
    • FrancoL 12.12.2015 13:13
      Highlight Da verwechseln Sie Vieles! Vernunft ist nicht vorauseilender Gehorsam und dies schon gar nicht wegen der SVP. Frei im Sinne, dass man den Moment wertet und zudem auch die Nachteile einer Handlung sehen mag; also nicht blind ist.
      24 11 Melden
  • Azrag 12.12.2015 12:34
    Highlight Ich würde denen Migranten schicken. Dann sollen sie mal schauen, wie's mit der Selbstverwaltung so läuft...
    76 12 Melden
    • Amanaparts 12.12.2015 16:14
      Highlight Wieso sollen sich Migranten nicht selber verwalten können? Denkst du etwa, es braucht immer einen Eidgenossen, der verwaltet, weil die dummen Migranten nicht dazu in der Lage sind oder was?

      Bei den Flüchtlingen ist das Problem, dass sie weder Sprache, noch Kultur, noch Gesetzgebung kennen. Migranten sind in der Regel integriert und ein Vergleich mit Flüchtlingen zeugt von grosser Ignoranz.
      19 23 Melden
  • FrancoL 12.12.2015 12:27
    Highlight Ich bin ein freier linker Bürger; diese Aktion schadet der Sache. Die Wünsche der Besetzer müssten gegenüber einer vernünftigen Lösung im Asylbereich klar zurückgesetzt werden. Dass dies den Besetzern nicht klar ist stimmt mich nachdenklich und bringt noch mehr Wasser auf die SVP-Mühlen.
    108 16 Melden
    • Charlie Brown 12.12.2015 12:52
      Highlight Word!

      Hier gehts nicht um die Sache sondern um die grenzenlose Selbstverwirklichung. Schade.
      51 14 Melden
  • Amanaparts 12.12.2015 12:14
    Highlight Schlechte Idee!! Ganz schlechte Idee!! Siehe Torre de David in Caracas. Das würde nie funktionieren. Im Torre de David haben alle den gleichen kulturellen Hintergrund und es funktioniert nicht, man stelle sich das Chaos vor mit Flüchtlingen aus verschiedenen Kulturen.
    96 10 Melden
  • rudimentale 12.12.2015 12:13
    Highlight Ein Autononiezentrum in der Schweiz direkt vom Islam verwaltet. Darauf haben wir doch alle gewartet
    87 53 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 12.12.2015 12:41
      Highlight Ah ja, stimmt, alle Asylbewerber sind Muslime /ironie off
      34 47 Melden
    • FrancoL 12.12.2015 13:03
      Highlight Den Artikel nie gelesen und gleich den Kurzschluss: Autonomie = Islam. Arm sind die da so kurz denken.
      39 44 Melden
    • Chlinae_Tigaer 12.12.2015 16:05
      Highlight Wer sich nur schon ein bisschen für die Fakten interessiert, weiss, dass ca. 90 Prozent aller Einwanderer zurzeit moslemisch sind.

      23 13 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 12.12.2015 17:05
      Highlight Ok Tiger, dann hast du ja sicher kein Problem damit, deine Aussage zu belegen? Bin gespannt auf deine Quellenangabe.

      Notabene: Du hast sogar Einwanderer geschrieben, nicht mal Asylsuchende.
      9 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.12.2015 21:13
      Highlight @LaPaillade: Nicht alle sind Muslime, aber viel zu viele. Wir sollten nur Nichtmuslime aufnehmen, die in den islamischen Ländern diskriminiert oder gar verfolgt werden.
      3 4 Melden
    • Nick Name 12.12.2015 21:23
      Highlight Chlinä Tigär: Dürfen wir das (Dez. 2015: 90% aller in die CH einwandernden Personen sind muslimischen Glaubens) bis zur Angabe einer vertrauenwürdigen Quelle als Quatsch bezeichnen?
      Mich nähme ohnehin Wunder, wo man bevölkerungsstatistische Zahlen für "zurzeit" herkriegt.
      7 1 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 15.12.2015 11:30
      Highlight Sehr geehrter Tiger
      Da wir bisher keine Quellenangabe deinerseits bekommen haben, werde ich deine Aussage als weitere rechtspopulistische Hetze ohne jegliche Substanz abtun.
      0 1 Melden

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