Schweiz

Frauen aus dem Asylbereich sind besonders verletzlich. bild:shutterstock

Mehr Menschenhandel in der Schweiz: Flüchtlingsfrauen werden zur Prostitution gezwungen

Frauen aus Ungarn, Thailand und Nigeria: Sie führen die traurige Liste der Opfer von Menschenhändlern an. Oftmals handelt es sich bei den Ausgebeuteten um Asylbewerberinnen. Die Bundespolizei geht davon aus, dass die Zahlen weiter ansteigen werden. 

02.06.17, 06:45 02.06.17, 12:43

Die neuen Zahlen sind beunruhigend: Im vergangenen Jahr haben die Fälle im Bereich von Menschenhandel wieder zugenommen. 233 Fälle hat die Fachstelle für Frauenhandel und Frauenmigration (FIZ) im vergangenen Jahr betreut. 102 Fälle kamen neu dazu. 131 Fälle aus den Vorjahren beschäftigten die Fachstelle zusätzlich.

Gesamtzahl Fälle von Menschenhandel bei der FIZ

bild: watson/infogr.am

Die meisten Frauen, die Opfer von Menschenhandel wurden und sich 2016 an die FIZ gewandt haben, kommen aus Ungarn und Thailand. Nigeria steht erstmals an dritter Stelle, was die Hauptherkunftsländer der Ausgebeuteten betrifft. 

102 Fälle sind vergangenes Jahr neu dazugekommen

bild: watson/infogr.am

Für die FIZ-Sprecherin Rebecca Angelini ist besonders alarmierend, dass viele von Menschenhandel betroffene Frauen Asylbewerberinnen sind. «Von den Frauen, die vergangenes Jahr neu von uns betreut wurden, waren 15 Prozent Asylbewerberinnen.» Doch diese Zahlen würden nur die Spitze des Eisberges zeigen, sagt Angelini. Wie viele Frauen von Menschenhändlern unter Druck gesetzt werden, kann niemand sagen. Es gibt keine verlässlichen Aussagen dazu. 

In der Asylunterkunft unter Druck gesetzt

Die Geschichten ähneln sich: Migrantinnen, oft aus Westafrika, oft aus ärmlichen Verhältnissen, oft noch jung bis sogar minderjährig, werden bereits auf der Flucht nach Europa ausgebeutet, sexuell missbraucht und verkauft. Um sich die Überfahrt von Libyen nach Italien leisten zu können, müssen die jungen Frauen ihren Körper verkaufen.

In Europa angekommen, werden sie mit einem fiktiven Schuldenbetrag erpresst. Um diesen zurückzubehalten, zwingt man sie zur Prostitution. Später gelingt ihnen vielleicht die Flucht in die Schweiz. Oder sie werden von einem Zuhälter hierher vermittelt. Sie stellen ein Asylgesuch und leben in einer Sammelunterkunft. Dort werden sie weiter unter Druck gesetzt, auf dem Strich anschaffen zu gehen.

Die meisten Frauen, die von der FIZ betreut werden, arbeiten im Sexgewerbe. «Auch in anderen Gewerben, wie in der Bau- oder Hausarbeitsbranche, werden Menschen ausgebeutet. Hingegen wird in diesem Bereich noch nicht so stark ermittelt wie im Sexgewerbe», sagt Angelini. Dass sich heute mehr Frauen an die FIZ wenden, sei darum grundsätzlich ein gutes Zeichen. Das zeige, dass heute Menschenhandel häufiger entdeckt werde. «Die Stellen an der Front, also die Polizei und andere Behörden, sind heute besser auf das Thema sensibilisiert als noch vor ein paar Jahren.»

125 Anzeigen wegen Menschenhandels

Für das Bundesamt für Polizei (Fedpol) ist die Zusammenarbeit mit zivilen Organisationen wie der FIZ sehr wichtig. «Denn wer Opfer von Menschenhandel geworden ist, kommt meist nicht von sich aus zur Polizei», sagt Fedpol-Sprecherin Lulzana Musliu. Auch bis die Fälle dann zur Anzeige gebracht werden können, sei es oftmals ein schwieriger und komplizierter Vorgang. Dies aus den unterschiedlichsten Gründen: Weil beispielsweise die Bereitschaft der Opfer fehle, gegen die Täterschaft vorzugehen. Oder weil das Opfer keine Aussagen gegen den Täter machen möchte, weil es negative Konsequenzen fürchtet.

2016 wurden 125 Anzeigen im Zusammenhang mit Menschenhandel eingereicht. Doppelt so viele wie im Vorjahr. In wie vielen Fällen es zu einer Verurteilung kam, ist noch unklar. Die aktuellen Zahlen dazu sind noch nicht publiziert. Generell kann jedoch gesagt werden, dass in den vergangenen Jahren nur rund 30 Prozent der Anzeigen in eine Verurteilung resultiert haben.

Spezielle Unterkünfte für Betroffene

Dass neuerdings häufiger Frauen aus dem Asylbereich von Menschenhandel betroffen sind, ist auch für das Fedpol ein ernstzunehmendes Problem. Im Jahr 2016 hat das Staatssekretariat für Migration dem Fedpol 73 Fälle potentieller Opfer von Menschenhandel im Asylbereich gemeldet. Im Vorjahr waren es nur 32 Fälle. Sprecherin Musliu sagt: «Aufgrund der grossen Migrationsbewegungen von letztem Jahr gehen wir aufgrund von Analysen von Europol davon aus, dass diese Fälle in den nächsten Jahren zunehmen werden.»

Deshalb ist für Angelini von der FIZ wichtig, dass nun auch die Politik handelt. Problematisch findet sie, dass es im Asylbereich noch keine greifenden Strukturen gibt, um Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind, zu helfen. Sie sagt: «Dringend nötig ist, dass asylsuchende Opfer Zugang zu staatlich finanziertem Opferschutz haben. Asylbewerberinnen, die von Menschenhandel betroffen sind, müssen in speziellen Unterkünften betreut werden.»

Ein intimer Blick in die Bordellzimmer dieser Welt

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • retomario 04.06.2017 09:36
    Highlight Begreife bei diesen Zahlen nicht: Thailänderinnen sind jetzt Flüchtlinge oder Asylbewerberinnen????
    18 2 Melden
  • Soulrider 03.06.2017 14:21
    Highlight Die Dunkelziffer dürfte um ein vielfaches höher sein und ich finde es erschreckend, wie genau diejenigen die ständig schreien Ausländer raus, Zwangsprostitution rechtfertigen und Ausbeutung und Unterdrückung verharmlosen.
    11 16 Melden
  • Imfall 03.06.2017 00:05
    Highlight gelten bürger dieser länder tatsächlich sls flüchtlinge oder asylbewerber,?
    45 4 Melden
  • Natürlich 02.06.2017 11:39
    Highlight (Teil 3)
    Mit einer dieser Frauen hatte ich eine zeitlang eine ziemlich enge Beziehung, sie hat mir auf ihrem Handy Fotos ihrer Familie und ihres kleinen Bruders gezeigt und hat mir sogar ihre Natelnummer gegeben.
    Wie gesagt, es war eine schöne und aufregende Zeit und mich hat neben dem Sex auch immer stark interessiert warum sie diesen Job ausüben und wie es dazu gekommen ist, das fand ich immer sehr spannend.

    Prostitution verbieten ist in meinen Augen eine sehr schlechte Lösung, da das Ganze dann noch viel mehr in die Unterwelt abdriftet und nur schlimmer wird.
    26 17 Melden
    • Natürlich 02.06.2017 22:30
      Highlight Blitzer bitte erklären warum ihr geblitzt habt, danke.
      Also würdet ihr Prostitution verbieten?
      18 12 Melden
    • Macke 02.06.2017 23:43
      Highlight Ich bin für das nordische Modell: Die Bestrafung von Freiern. Denn sie sind es, die die Nachfrage nach Zwangsprostitution und Menschenhandel aufrechterhalten. Aber deshalb habe ich nicht geblitzt. Meiner Meinung nach versuchst du dein Verhalten mit Ausflüchten wie "war ja alles freiwillig, mit einer kam ich gut aus" zu legitimieren, ohne dich dabei vertieft mit dem System der Prostitution auseinander gesetzt zu haben. 98% der Prostituierten in Frankreich arbeiten unter Zwang. Gelten in der Schweiz ähnliche Zahlen, dann kann deine Annahme einfach nicht stimmen.
      23 20 Melden
  • Natürlich 02.06.2017 11:35
    Highlight (Teil2)
    Ich hoffe ich habe da keinen Menschenhandel unterstützt, das könnte ich überhaupt nicht gutheissen!
    Wie gesagt, auf Nachfrage gaben die Damen an, dies aus freiem Willen zu machen.
    Z.t. Haben sie mir auch erzählt, dass sie in ihren Heimatländern studiert haben, allerdings bestünde für die Diplome in der CH keine Gültigkeit und in ihrer Heimat würden sie trotz Studium viel weniger verdienen als mit dieser Arbeit hier.
    Sie sagten mir auch ganz offen, dass sie diesen Beruf hauptsächlich des Geldes wegen ausüben würden, alles andere hätte ich Ihnen ehrlich gesagt auch nicht geglaubt.
    15 10 Melden
    • Macke 02.06.2017 19:25
      Highlight Teil 1) Natürlich hast du Menschenhandel unterstützt, die Nachfrage bestimmt das Angebot. Da es lange nicht genug Frauen gibt, die das "freiwillig" tun, gibt es Menschenhandel und Zwangsprostitution. Und mit der Freiwilligkeit ist das so eine Sache: Meiner Meinung nach kann nicht von Freiwilligkeit gesprochen werden, wenn finanzieller Zwang besteht. Google doch mal nach "Huschke Mau", dann siehst du, was "freiwillig" heisst.
      25 17 Melden
    • Macke 02.06.2017 19:26
      Highlight Teil 2) Was würdest du auf deine Frage antworten, wenn du das Geld brauchst, um deinen Zuhälter zu bezahlen? Dass du es nicht freiwillig machst, mit dem Wissen, dass du weniger Geld kriegst und dafür vom Zuhälter zusammengeschlagen wirst? Bei "Saunaclubs" warten draussen in den meisten Fällen Zuhälter, die das Geld abknöpfen.
      17 15 Melden
    • Ökonometriker 03.06.2017 03:18
      Highlight @Macke: bin jemand, der diese Welt nur vom Hörensagen kennt u d soch nicht vorstellen kann, dass Menschenhandel die Regel ist. Hast du eine Quelle für die Aussage, dass in den meisten Fällen ein Zuhälter draussen wartet und Geld abknöpft?
      7 5 Melden
    • Remo85 03.06.2017 08:37
      Highlight @Macke: Bei mir besteht auch ein Finanzieller Zwang, ich arbeite weil ich Geld brauche.
      Ich sehe mich aber nicht als Opfer von Zwabgsarbeit oder Menschenhandel, sondern als jemanden der seinen Job freiwillig macht.
      23 9 Melden
  • Natürlich 02.06.2017 11:31
    Highlight Hmm, heikles Thema.
    Bin auf jedenfall gegen Menschenhandel!
    War früher, bevor ich meine Frau kennengelernt habe des öfteren in Saunaclubs.
    Dort wurde mir gesagt, dass die Damen selbstständig arbeiten würden, sie mussten so wie die Männer auch jeweils 100.- Eintritt bezahlen.
    Da bin ich jeweils davon ausgegangen, dass diese Damen diese Arbeit freiwillig machen.
    Habe natürlich auch meistens gefragt ob sie diese Arbeit freiwillig machen und warum.
    Waren zu grossen Teilen Osteuropäerinnen (Rumänien, Ungarn, Bulgarien).
    Hatte aber vereinzelt auch Schweizerinnen, Deutsche und Östereicherinnen da.
    21 11 Melden
  • Thinktank 02.06.2017 11:27
    Highlight Haha, die Zahlen sind beunruhigend, das FIZ braucht wohl mehr Geld. In der Schweiz wimmelt es von Prostituierten und wenn ein paar gezwungen werden, haben wir in unserem Rechtsstaat die entsprechenden öffentlichen Organe Polizei, Sozialwesen etc. Wozu braucht es noch selbsternannte Fachstellen, die sich als öffentliche Institute tarnen. Die grösste Dichte an Prostituierten hat es übrigens im Umfeld von staatlichen Einrichtungen. Ganz Bern ist ein Bordell. Prostitution ist ein normaler Beruf, der von Politikern gern in Anspruch genommen wird.
    28 49 Melden
    • Natürlich 02.06.2017 11:45
      Highlight Ich finde es gut, dass es solche Stellen gibt!
      Viele Frauen haben vlt Angst/Respekt vor der Polizei und gehen lieber bei einer Beratungsstelle Hilfe holen!
      36 3 Melden
  • Pond 02.06.2017 10:51
    Highlight Aber jeder Freier ist davon überzeugt, dass seine Prostituierten alles selbstbestimmte Frauen sind, die den Job freiwillig ausführen. Teilweise fühlen sie sich gar als Wohltäter, da sie den Frauen so helfen ihre Familien zu Hause über Wasser zu halten. Interessant finde ich auch, wie sehr die Toleranz von gewissen Herren gegenüber Ausländerinnen steigt, sobald sie als Prostituierte arbeiten. Man muss das Gewerbe strenger kontrollieren und Asylantinnen gezielt aufklären. Es ist absolut unakzeptabel, dass so etwas hier passiert.
    54 22 Melden
    • Natürlich 02.06.2017 11:46
      Highlight Das stimmt so einfach nicht!
      Oder haben sie Umfragen in Bordellen gemacht oder waren selbst so einer der gedacht hat er sei Mutter Teresa für diese Frauen oder wie kommen sie zu einer solchen Behauptung?
      21 18 Melden
  • fandustic 02.06.2017 10:22
    Highlight Der Titel ist aus meiner Sicht etwas "reisserisch". Menschenhandel ist so oder so eine Sauerei, egal ob mit Flüchtlingen/Asylbewerbern oder nicht. Rumänien, Slowakei, Serbien, Bulgarien, Ungarn....nichts Neues an dieser Front. Die meisten Prostituierten kommen aus dem Ostblock...und der Menschenhandel leider gleich mit. Mit den gängigen "Flüchtlingen" hat dies aber eher weniger zu tun....wäre von daher interessant aus welchen Ländern ( wohl nur Nigeria aus den oben erwähnten) diese Flüchtlinge den stammen.
    30 3 Melden
  • sonico 02.06.2017 09:29
    Highlight Etwas verwirrt mich an diesem Artikel. Offenbar handelt es sich bei den Opfern um Asylbewerberinnen. Bei der Durchsicht der Herkunftsländer sehe ich aber nur einigermassen sichere und stabile Schwellenländer. Es handelt sich also um Wirtschaftsflüchtlinge, deren Asylgesuch abgelehnt werden müsste und deren Rückschaffung prinzipiell möglich sein sollte.
    Ich wäre der Meinung, dass hier die Regierung diese Personen - auch zum Schutz vor sich selbst - gem. dem vorgesehenen Asylverfahren rückschaffen sollte.
    33 13 Melden
  • Str ant (Darkling) 02.06.2017 08:57
    Highlight Gut das das Fiz offenbar Vertrauen schaffen kann das sich Betroffene an sie wenden.

    Wenn möglich sollten Asyl-Zentren wohl auf diese Sachlage sensibilisiert werden
    32 4 Melden
  • roterriese Team #NoBillag 02.06.2017 07:42
    Highlight Öhm? Asylbewerber aus Thailand oder der Ukraine?
    47 4 Melden
  • Thomas Bollinger (1) 02.06.2017 07:39
    Highlight Verständnisfrage: Wieso aus Ungarn?
    36 4 Melden
  • barbablabla 02.06.2017 07:25
    Highlight An dieser Stelle ein riesiges Kompliment an alle Fiz Mitarbeiterinnen🌷
    68 9 Melden
  • dracului 02.06.2017 07:23
    Highlight Beim kulinarischen Genuss, den Ferien und spätestens bei der Prostitution findet auch jeder Stammtischwähler plötzlich zu einer völkerübergreifenden Versöhnung und einer unerwarteten Toleranz gegenüber Ausländern. Solange es eine Nachfrage gibt und die Freier ungestraft in den Massnahmen aussen vor gelassen werden, kann die Polizei und die Politik wohl das Problem nicht alleine lösen.
    57 80 Melden
    • atomschlaf 02.06.2017 08:16
      Highlight @dracului: Und was schlägst Du vor?
      Dein letzter Satz lässt darauf schliessen, dass Du die Freier bestrafen willst, wie die Extrem-Feministinnen in Schweden?
      Nein, danke!
      Es kann sicher nicht die Lösung sein, wegen wenigen Hundert Fällen die Gewerbefreiheit über Bord zu werfen und unzählige Frauen und Männer unnötig zu kriminalisieren.
      73 44 Melden
    • NotWhatYouExpect 02.06.2017 08:30
      Highlight @Dracului: Wenn man es Verbieten würde würde das ganze doch erst recht in den Untergrund verschwinden. Und wer weis was da dann noch passiert.

      Das Thema müsste meiner Meinung nach mehr an die Öffentlichkeit und auch mehr Stellen die diese Frauen unterstützt, daraus raus holt.
      36 6 Melden
    • dondor 02.06.2017 09:46
      Highlight @dracului: bravo. die Kinder beim Namen nennen und ein offenes Visier, das lob ich mir!
      @atomschlaff: solltest den Namen ändern. Du argumentierst so durchschnittlich. Das Meiste das du jeweils von dir gibst ist so simpel. Du denkst dann wohl das das besonders klug sei. Aber beachte: die Kürze bringt bekanntlich bloss beim Witz die Würze, nicht jedoch bei vielschichtigen, mehrdimensionalen Fragestellungen. Auch diese unsinnigen Schlagwortfights die nur darauf abzielen andere in dein Boot zu holen dienen nie einer Sache sondern bloss deinen Interessen.
      8 25 Melden
    • Nibu 02.06.2017 10:12
      Highlight @atomschlaf

      Was hat das mit (Extrem)Feminismus zu tun?

      Wenn jemand mit einer zur Prostitution *gezwungenen Person Sex hat, ist das einfach sehr sehr sehr ekelhaft und unmoralisch.
      Wääh.

      * durch schlimmste Umstände oder Gewaltandrohung
      21 14 Melden
    • who cares? 02.06.2017 10:18
      Highlight Es geht ja nicht darum, es allgemein zu verbieten, sondern dass der Freier mal kurz nachdenken soll mit wem er es zu tun hat, bevor er sich befriedigt/befriedigen lässt.
      Wäre für ihn doch auch angenehmer, es mit einer Dame zu machen, die es freiwillig macht, als mit einem verschreckten Flüchtlingsmädchen.
      19 2 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 02.06.2017 11:33
      Highlight Die Prostitution müsste einfach richtig geregelt und kontrolliert werden.

      Es gibt noch viele Gesetzeslücken, die dem Menschenhandel Tor und Tür öffnet. Wie wärs mit einer Lizenz. Und nur wer den Ausweis darf diesen Beruf ausführen. Der Freier ist dann verpflichtet zu kontrollieren, dass die Prostituierte/der Prostituierte eine Lizenz besitzt, ansonsten macht er sich strafbar. Somit wird der Unterschied zwischen legaler und illegaler Prostitution klarer.
      Und wenn sich jemand illegal Prostituiert, muss nachgegangen werden warum und weshalb und das dann entsprechend unterbinden.
      20 1 Melden
    • Natürlich 02.06.2017 11:50
      Highlight @ Dingo
      Und wie wollen sie eine echte von einer gefälschten Lizenz unterscheiden?
      Könnte für einen Laien ziemlich schwierig werden...
      Eine gewisse Anonymität ist in diesem Buisness erwünscht, da sowohl die meisten Freier als auch Prostituierte nicht registriert werden wollen.
      6 5 Melden
    • atomschlaf 02.06.2017 15:07
      Highlight @Nibu: Ich habe dracului's Beitrag so verstanden, dass er Freier generell bestrafen will, egal ob die Prostituierte freiwillig arbeitet oder nicht. So ist m.W. das Gesetz in Schweden und dies halte ich für extremfeministisch.

      Strafbarkeit für den Freier, wenn die Prostituierte gezwungen wird, wäre eine Idee, aber nur wenn es für den Freier eine sichere Möglichkeit gibt, legale Prostituierte zu erkennen. Vielleicht wäre die von Dingo vorgeschlagene Lizenz eine Lösung.
      13 3 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 02.06.2017 17:43
      Highlight Nur weil etwas möglich ist zu fälschen, heisst es noch lange nicht, dass man darauf verzichten muss. Sonst könnten wir auch gleich das Geld abschaffen.
      Ne Lizenz in Form einer ID wäre die Möglichkeit. Ist natürlich auch nicht 100% sicher. 100% sicherheit gint es nicht, Aber es würde den Polizisten helfen. Auch verlange ich nicht, dass die ID alles sofort Preisgibt. Eine Lizenz mit Bild und Code würde reichen. Der Freier kann sich mit der ID veagewissern dass er es mit einer zugelassenen zu tun hat, und die Polizei könnte durch den Code weitere infos erhalten.
      8 2 Melden
    • Ökonometriker 03.06.2017 03:31
      Highlight Die Stammtischwähler sind selten Ausländerhasser. Manche wollen sich verwurzelt fühlen und haben Angst vor dem Fremden - sie möchten auch nicht, dass andere entwurzelt werden. Andere sehen wie die Ausländerpolitik das organisierte Verbrechen nährt und möchten mehr Sicherheit durch weniger Zuwanderung. Wieder andere sehen die Kosten. Und dann gibt es noch die Globalisierungsverlierer und die Menschen die unter Dichtestress leiden...

      Auch dieses Thema sollte man differenzierter betrachten und den politischen Gegner verstehen. "Wir sind smart & die anderen dumm" ist keine gute Einstellung.
      5 3 Melden
  • JacquelineM 02.06.2017 07:18
    Highlight In Basel haben sie das ja noch unterstützend favorisiert denke ich indem sie die Prostitution auf Strassen zugelassen haben. Habe gehört, dass gesehen wurde wie die Damen jeden Abend mit Büssen über die Landesgrenzen gebracht werden^^...danach wieder abgeholt werden von Ausländern aus dem Osten wohlbemerkt. Wahrscheinlich drum so nahe an der Grenze die erlaubten Zonen... ist wohl absichtlich so...
    10 2 Melden

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