Schweiz

Tiefe Steuern bescherten Zug einen Boom. Nun aber fehlen die Einnahmen.
Bild: KEYSTONE

Der faule Zauber zieht nicht mehr: Innerschweizer Kantone müssen Steuern erhöhen

Wer kann die Steuern noch weiter senken? So lautete jahrelang die Devise in der Zentralschweiz. Nun geht die Rechnung nicht mehr auf. Tiefrote Zahlen zwingen die Kantone zur Trendwende.

27.09.15, 09:16 28.09.15, 08:28

Peter Hegglin sprach aus, was bislang undenkbar war: «Es wird kaum ohne Steuererhöhungen gelingen, die Kantonsfinanzen mittel- bis langfristig ausgeglichen zu gestalten. Wir werden ernsthaft über den Steuerfuss sprechen müssen», sagte der Zuger CVP-Finanzdirektor am Mittwoch bei der Vorstellung des Budgets 2016. In den Medien war von einem Tabubruch die Rede. Der eiserne Tiefsteuerkanton Zug denkt laut über eine Trendwende nach.

Er steht nicht allein da. Die Obwaldner Regierung, deren aggressive Steuersenkungen vor zehn Jahren für Schlagzeilen sorgten, will die Steuern ab 2017 um rund zehn Prozent erhöhen, wie sie am Dienstag bekanntgab. Am Donnerstag forderte die Schwyzer Regierung im Voranschlag 2016 eine Steuerfusserhöhung, um das Defizit nicht ausufern zu lassen. Luzern erwägt diesen Schritt ebenfalls. Einzig Nidwalden will ihn vermeiden, zumindest vorerst: «Die Steuererhöhung ist nicht vom Tisch, aber aufgeschoben», sagte Finanzdirektor Alfred Bossard (FDP).

Für den Zuger Finanzdirektor Peter Hegglin waren höhere Steuern tabu – bis jetzt.
Bild: KEYSTONE

Diese Entwicklung ist bemerkenswert, sie kommt einer Zeitenwende gleich. Jahrelang hatten sich die Zentralschweizer Kantone einen Wettlauf um den tiefsten Steuerfuss geliefert. Zug als Pionier setzt seit Jahrzehnten auf eine Tiefsteuerstrategie und entwickelte sich vom armen Agrarkanton zum boomenden Wirtschaftsstandort. Nebengeräusche blieben nicht aus. So brachten etwa die Geschäfte des umstrittenen Rohstoffhändlers Marc Rich den Kanton international ins Zwielicht.

Aggressiver Steuerwettbewerb

Als die Schweiz in den 1990er Jahren in einem hartnäckigen Nullwachstum verharrte, wollten die Nachbarn dieses Erfolgsrezept dennoch kopieren. Nidwalden und Schwyz lockten viele Reiche an, die sich in bevorzugten Wohnlagen am Vierwaldstätter- und Zürichsee niederliessen. Obwalden führte die Flat Rate Tax ein. Der aggressive Steuerwettbewerb setzte den Zentrumskanton Luzern unter Zugzwang, er führte die schweizweit tiefsten Gewinnsteuern für Unternehmen ein.

Geblendet wurden sie durch die Verheissung auf satte Mehreinnahmen dank den tieferen Steuern. Zug hatte es schliesslich vorgemacht. Der parteilose Luzerner Finanzdirektor Marcel Schwerzmann brachte es auf den Punkt: «Der Sinn einer Steuersenkung ist es schliesslich, dass man im Endeffekt mehr Geld einnimmt.» Gerade in seinem Kanton hat das bislang überhaupt nicht funktioniert. 2013 stimmte das Kantonsparlament erstmals für eine moderate Steuererhöhung.

Die Rechnung geht nicht auf

Tiefe Steuern gleich höhere Einnahmen – diese Rechnung kann nicht aufgehen. Man braucht für diese Erkenntnis keinen Abschluss in Mathematik, nur etwas gesunden Menschenverstand. Längst nicht alle Reichen und Unternehmen wählen ihr Domizil anhand der Steuerbelastung. In Zug hat diese Steuer-Alchemie lange funktioniert, vor allem dank seiner Vorreiterrolle. Als kleiner Kanton ohne Zentrumslasten verfügt Zug ausserdem über schlanke Strukturen. Nun aber klagt Peter Hegglin über fehlende Einnahmen: «Unsere Erwartungen werden nicht erfüllt.»

In Orten wie Bäch (SZ) haben sich viele Reiche niedergelassen. 
Bild: KEYSTONE

Als «Sündenbock» muss der Nationale Finanzausgleich (NFA) herhalten. Nidwalden, Schwyz und Zug sind Geberkantone und lamentieren über die Millionen, die sie den finanzschwachen Ständen abliefern müssen. Die Schwyzer Regierung bezeichnet den NFA als wichtigsten Grund für die steigenden Defizite. Der Finanzausgleich bestrafe die Erfolgreichen, klagt Nidwalden.

Ausgerechnet der liberale Think-Tank Avenir Suisse hat das Problem letztes Jahr als weitgehend hausgemacht entlarvt. Die Abgaben an den Finanzausgleich werden nicht anhand der realen Steuereinnahmen berechnet. Grundlage ist das so genannte Ressourcenpotenzial, das zu wenig ausgeschöpft werde, heisst es in der Studie. Im Fall von Schwyz liege dies an der «extrem niedrigen Steuerbelastung».

Normalverdiener zahlen die Zeche

Zusammen mit Schaffhausen haben die drei Nettozahler das Kantonsreferendum gegen die von den eidgenössischen Räten beschlossene Neuregelung des NFA ergriffen. Ein aussichtsloses Unterfangen. Nötig wären acht Kantone, und Zürich als gewichtigster Geber macht nicht mit. Die Innerschweizer müssen mit ihren roten Zahlen selber fertig werden. Die Zeche zahlen die Normalverdiener, etwa wenn die Prämienverbilligungen gekürzt werden. Dabei leiden sie schon heute unter den Nebenwirkungen der Tiefsteuerstrategie, etwa hohen Mieten.

Gier frisst Hirn, lautet eine während der Finanzkrise oft zitierte Redensart. Man kann sie auf jene Kantone anwenden, die sich vom Steuer-Hokuspokus blenden liessen. Die angestossene Trendwende ist so gesehen nichts anderes als eine Rückkehr zur Vernunft. Peter Hegglin wird die Steuererhöhung in Zug nicht mehr selber verantworten müssen, er hat beste Chancen, in den Ständerat gewählt zu werden. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin werden die Aufgabe haben, das Steuerparadies auf den Boden der Realität zurückzuholen.

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
51
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dnsd 29.09.2015 08:44
    Highlight Jeder der behauptet der NFA ist nicht schuld am der Misere muss ein naiver Idealist sein.
    6 5 Melden
  • Nick Name 27.09.2015 22:28
    Highlight Jetzt sagt mal (auf die Gefahr hin, dass sich das pfaffenhaft liest): Hat denn wirklich eine(r) voll ernsthaft das Gefühl, die Steuergelder der "reichen" Kantone stammten aus Geschäften, die ethisch, moralisch und innerhalb gesetzlicher Grenzen auch nur halbwegs korrekt sind?
    Und ist dann stolz auf die visionäre, "wirtschaftsfreundliche" und sparsame Politik?
    Wie wär's denn einfach mal mit einer Politik, die Menschenskind und Mutter Erde gleichermassen auf Dauer leben liesse (dh: nachhaltig; wäre halt geboten, auch wenns ein abgelutschtes und wie kaum ein anderes missbrauchtes Wort wurde)?
    18 9 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.09.2015 13:40
    Highlight shlomo@
    Zug und Schwyz sind keine Schmarotzerkantone. Sie haben einfach nur mehr Visionen bewiesen und sind zudem auch diszipliniert geblieben mit ihren Finanzen. Klar spielt die Nähe von Zürich eine gewisse Rolle, war aber nicht ausschlaggebend für den Erfolg.
    Es ist einfach typisch schweizerisch, Personen oder in diesem Falle Kantone, die Erfolg haben, als Schmarotzer zu bezeichnen. Neid und Missgunst lässt grüssen!!
    35 58 Melden
    • koks 27.09.2015 15:01
      Highlight "Kantone die Erfolg haben"
      Was für Erfolg meinst du? Dass sie jetzt wegen Defiziten die Steuern erhöhen müssen? Oder meinst du den Erfolg privater Immobilienbesitzer und steuerbefreiter Firmen?
      42 14 Melden
    • Shlomo 27.09.2015 15:05
      Highlight Sorry aber das ist kompletter Quatsch. Wäre man von Zug oder Wollerau nicht innerhalb von max 30 min in Zürich würde dort keine Firma und auch kein Wohlhabender hinziehen.
      Und was soll daran innovativ sein einfach seine Steuern massiv zu senken.
      48 13 Melden
    • holden27 27.09.2015 15:38
      Highlight @Koks
      es werden immer noch genügend Steuern eingenommen... würde Zug nicht so übermässig viel Geld an andere Kantone durch den nfa zahlen, müsste Zug die Steuern auch nicht erhöhen
      der "Misserfolg" durch "zu wenig Steuern" ist also nicht auf unserem mist gewachsen!
      19 36 Melden
    • Scenario 27.09.2015 15:48
      Highlight @Shlomo: Ich glaube keiner bestreitet, dass die nähe zu Zürich ein Standortvorteil ist. Jedoch verkennst du, dass es mehrere Faktoren gibt, die für einen attraktiven Standord ausschlagebend sind. Die nähe zu Zürich alleine macht aus Zug noch lange kein attraktives Plätzchen, sonst wäre Zug schon vor 50 Jahren kein Agrarkanton mehr gewesen. Meiner Meinung nach ist es auch falsch den Kanton Zug mit den anderen Innerschweizer Kantonen zu vergleichen. Zug fährt schon seit 30 Jahren eine wirtschaftsfreundliche Strategie und holt vor allem Internationale Konzerne aus dem Ausland in den Kanton
      16 8 Melden
    • Shlomo 27.09.2015 16:07
      Highlight @Scenario: Ja der andere Faktor sind die extrem tiefen Steuern und dies rächt sich nun. Es kann doch nicht sein das man jahrzentelang sogenannte "Dumpingsteuern" anbietet, gleichzeitig auf Kosten anderer lebt und sich dann beschweren weil man auch mal was zahlen soll
      20 11 Melden
  • kaiser 27.09.2015 11:57
    Highlight Die meisten befürworten die NFA, weil die meisten davon profitieren. Dass die wenigen Kantone welche dafür zahlen müssen unverhältnismässig geschröpft werden und dadurch die Wirtschaft abgewürgt wird, wird dabei vergessen. Beispiel Kanton NW: Steuereinnahmen ca. 170 Mio Fr. Budget 2015 ausgeglichen. In den NFA fliesst 2016 32,5 Mio Fr. ca. 10 Mio mehr als 2015. Es erhalten auch Kantone Geld welche niedrigere Steuern haben als NW oder bessere Infrastruktur. Was soll daran fair sein? Der Kanton war bisher sparsam und wird dafür bestraft. Aber von den kleinen kann man es sich ja nehmen...
    33 57 Melden
    • Shlomo 27.09.2015 13:44
      Highlight Hahaha der war wirklich gut. Welche Wirtschaft gibt es den in NW oder OW. Das sind einzig Steuerfluchtorte für reiche und Briefkastenfirmen. Und auch in ZG und SZ haben sich nur Firmen aus der Dienstleistungsbranche angesiedelt die keinen Mehrwert generieren und nur dorthin gezogen sind weil Zürich so nahe ist.
      43 21 Melden
    • Ikarus 27.09.2015 13:49
      Highlight sags ja schon in der schweiz will man nicht für die anderen zahlen wie solls dann in der EU klappen?
      Diese kantone haben alleine bern millionen an steuern gestohlen die nun halt so zurückbezahlt werden, was ist daran unfair?
      25 13 Melden
    • kaiser 27.09.2015 21:56
      Highlight Ich bin sehr überrascht wieviele Herzchen es hier gibt für herabsetzende und unsachliche Kommentare. Es gibt nur Kühe, Reiche und Briefkastenfirmen in NW. Und wir können auch kein Mehrwert generieren - das geht natürlich nur in Zürich. Wir bauen keine Flugzeuge oder High-Tech Komponenten. Wir sollen dann auch noch Steuern gestohlen haben. Wir sind alles Diebe und gehören bestraft. NW ist wunderschön gelegen, zwichen See und Bergen. Man kann sich einreden und uns schlecht reden wir hätten den Erfolg nicht erarbeitet. Vielleicht aus solchen Gründen wurde die Schweiz gegründet. Wer weiss?
      15 5 Melden
    • atomschlaf 28.09.2015 01:49
      Highlight @Shlomo: Sorry, aber dass Firmen aus der "Dienstleistungsbranche" keinen Mehrwert generieren, ist völliger Unsinn.
      @kaiser: Reg' Dich nicht auf. Diese Ignoranten waren vermutlich noch nie in Nidwalden oder sind höchstens auf der Autobahn durchgebraust...
      7 6 Melden
  • LaPaillade #BringBackHansi 27.09.2015 11:33
    Highlight Als Bürger des Kantons Luzern fühle ich mich von Herr Schwerzmann schon lange verarscht.
    50 3 Melden
    • exeswiss 27.09.2015 12:01
      Highlight tja und trotzdem wird er wiedergewählt. mit tiefen unternehmenssteuern ködern, die gemeinden ums budget bringen und die menschen fallen auch noch darauf rein.
      49 3 Melden
  • atomschlaf 27.09.2015 11:16
    Highlight Die Entwicklung in den Innerschweizer Kantonen zeigt sehr schön auf, dass sowohl NFA wie auch Steuerwettbewerb recht gut funktionieren. Die Übertreibungen der letzten Jahren werden jetzt wieder korrigiert.
    34 19 Melden
  • hello world 27.09.2015 11:05
    Highlight Der NFA ist eine Frechheit! Ausgleich ist in Ordnung aber nicht so!
    31 82 Melden
    • atomschlaf 27.09.2015 11:13
      Highlight @hello world: Und was genau, soll am NFA eine "Frechheit" sein?
      63 14 Melden
    • Scenario 27.09.2015 11:19
      Highlight Der NFA setzt leide falsche Anreize. Ich bin grundsätzlich auch für die finanzielle Unterstützung benachteiligter Kantone, jedoch muss diese irgendwo Grenzen haben bzw. es muss an gewisse Reformbestrebungen der Nehmerkantone verknüpft werden. Es kann nicht sein, dass gewisse Kantone über Jahre hinweg sehr wenig unternehmen um ihr Defizit schon gar nur zu verringern.
      39 28 Melden
    • _kokolorix 27.09.2015 11:31
      Highlight ich kann mir nicht vorstellen, das ein so umfangreiches regelwerk mit einem einzigen satz bewertet werden kann. das zeugt eher von der einfältigkeit des schreibers.
      der nfa wird natürlich von den nehmerkantonen nahmhaft mitgestaltet, was in einigen geberkantonen zu unzufriedenheit fürt. aber hallo, das ausgerechnet die immer grosskotzig auftretenden zuger und schwyzer sich beschwehren, ihr defizit sei auf den nfa zurückzuführen, ist schlicht lächerlich. nachdem sie jahrzehntelang anderen kantonen das steuersubstrat abspenstig gemacht haben, müssen sie die folgen nun ausbaden
      44 14 Melden
    • holden27 27.09.2015 11:44
      Highlight muss ich dir absolut recht geben!!
      Zug gilt ja immer als "so reich"...
      wie kann es also sein, dass in Zug bei der Bildung gespart werden muss?! -Und das nur, weil Zug einer von 9 geberkantonen ist. d.h. in der Reichen Schweiz bedienen sich 17 Kantone im NFA.
      Zug bezahlt pro Kopf rund 2500 Franken! das sind in etwa 279Mio!!
      Hauptsache wir müssen jetzt die Steuern erhöhen und bei Bildung etc sparen, weil andere Kantone VIEL zu viel Geld vom Nfa bekommen!!
      25 40 Melden
    • whatthepuck 27.09.2015 13:08
      Highlight Lest doch den Text. Da steht, dass andere Kriterien für die Beiträge an den NFA massgebend sind, nicht die eingenommenen Steuern. Nur weil man wenig Steuern einnimmt heisst das nicht, dass man dann auch wenig zahlen muss. Wer also wegen den Beiträgen an den NFA in Notlage gerät, der müsste vielleicht einfach die Steuern auf ein gesundes Mass heben, so dass man dann eben nicht mehr in Notlage gerät. Diese Kantone krepieren an der eigenen Strategie. Steuern senken, erfolgreich werden, deshalb viel zahlen, aber dann die Steuern nicht nachziehen um zahlen zu können.
      19 5 Melden
    • Shlomo 27.09.2015 13:46
      Highlight Sorry holden27, Zug mag zwar viel in den NFA zahlen aber pro Kopf zahlen sie immer noch einiges weniger als Basel-Stadt.
      Nur weil Zug nicht fähig ist ihr Recourcenpotential genügend abzuschöpfen sind nicht die anderen Kantone schuld.
      18 11 Melden
    • holden27 27.09.2015 15:34
      Highlight @shlomo
      würde gerne deine Quelle sehen von wo du das hast...
      Zug zahlt pro Kopf mit Abstand am meisten! insgesamt zahlt Zürich zwar noch mehr... aber ist auch einiges grösser
      http://m.srf.ch/news/schweiz/zuger-zahlen-pro-kopf-am-meisten-in-den-finanzausgleich-ein
      11 2 Melden
  • Ani_A 27.09.2015 11:01
    Highlight Liebe Nicht-Zuger, geht nicht davon aus, dass nur die "Bonzen" profitieren. Die Steuerbelastung ist auch für Nicht-Bonzen wesentlich tiefer als in anderen Kantonen, zahle zB die Hälfte von dem was ich in Bern zahlen würde. Zudem: Gratis Sportangebote während meiner oblig. Schulzeit, gratis Musikalische Grundbildung, Unterricht an der städt. Musikschule für unglaublich günstige 500.- im Jahr, für 100.- konnte man ein Jahr Bus fahren, am Sonntag gehts gratis ins Museum und im Sommer gratis in die Badi. Wir profitierten garantiert vom Erfolg der Steuerpolitik! Das wird sich ja jetzt ändern...
    32 24 Melden
    • ricardo 27.09.2015 11:30
      Highlight Blöder Quatsch! Mein Busabo für 3 Zonen kostet mich etwas mehr als 70 Franken - pro Monat. Möglicherweise sind Sie Beamter oder Bediensteter eines steuerbegünstigten Grossunternehmens und kommen nun einfach in den Genuss einer Subvention? Also keine falschen Behauptungen bitte.
      24 8 Melden
    • Scenario 27.09.2015 11:51
      Highlight @ricardo: Dann solltest du dir den Zuger Buspass Plus leisten ;) ist aufs Jahr gerechnet einiges günstiger und am Wochenende fährt deine Begleitung ebenfalls kostenlos mit. :D
      Das hört sich jetzt nach etwas Werbung für die Zugerlandbetriebe an...
      Aber bis zu einem gewissen Grad muss ich ricardo Recht geben. Einmalige Streckenfahrt sind reiner Wucher!
      13 4 Melden
    • Bijouxly 27.09.2015 12:06
      Highlight @Ricardo
      Ani sagt ja: "während der obligatorischen Schulzeit". Sind Sie denn noch in der obligatorischen Schulzeit? Lesen hilft!
      17 2 Melden
    • ricardo 27.09.2015 12:32
      Highlight @Bijouxly: Zugegeben, für mich war nicht auf Anhieb ersichtlich, dass sich das 100 Franken-Abo auf die obligatorische Schulzeit bezogen hat.

      @Scenario: Danke für den Tipp! Muss ich mir wohl mal anschauen.
      9 1 Melden
    • _kokolorix 27.09.2015 15:16
      Highlight gäbe es den nfa nicht, wäre das system nicht geregelt sondern würde exponentiell in beide richtungen abdriften. es gäbe unglaublich reiche und unglaublich arme kantone und dazwischen fast nichts mehr. ein ähnliches instrument waren mal die progressiven einkommensteuern. leider wurden diese immer mehr abgeflacht bzw. zugunsten der mwst gesenkt. das ergebnis ist, dass jetzt die reichsten paar % jedes jahr ca 5% reicher werden, während immer mehr mittlere einkommen in die armut abgleiten.
      was zug jetzt zu spüren bekommt ist ein ganz normaler regelungsvorgang um ein überschiessen zu vermeiden.
      11 1 Melden
  • Wilhelm Dingo 27.09.2015 10:37
    Highlight Das System funktioniert doch wunderbar. Gesamtschweizerisch besteht ein gesunder Steuerwettbewerb welche begrenzt wird durch den Lastenausgleich. Jetzt müssen Zug und Schwyz halt ein wenig Gegensteuer geben, aber dort bleibt es immer noch günstig.
    32 17 Melden
  • Scenario 27.09.2015 10:37
    Highlight Für meinen Geschmack ist der Artikel gar etwas einseitig rausgekommen. Vorallem beim Kanton Zug muss man etwas tiefer einblicken. Zug konkurriert in erster Linie mit mit anderen Kantonen, sondern ist auf dem Internationalen Parket vertreten. Einerseits durch die tiefen Steuern und andereseits durch die ausgezeichnete Lage. Es gibt wohl keinen anderen Kanton, der so viele Internationale Unternehmen (nicht wie oft gemeint nur Briefkastenfirmen) im Verhältnis zur Bevölkerung hat. Zug zahlt jährlich Milionen Beträge an Zürich und Luzern... z.B. für das KKL -> apropos Zentrumslast.
    25 22 Melden
    • Scenario 27.09.2015 11:15
      Highlight Fehler entdeckt... es sollte Zug konkurriert in erster Linie NICHT mit den anderen Kantonen... ;)
      7 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.09.2015 10:34
    Highlight man muss endlich auch einmal über die steuerhoheit der kantone sprechen... was wäre denn so schlimm an gleichen oder ähnlichen steuern in allen kantonen... ein schlimmeres system als das momentane gibt es kaum...
    32 16 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.09.2015 11:28
      Highlight Dass Steuern nach dem beschlossenen Aufwand erhoben werden sollten und nicht einfach irgend ein Betrag. Wer mehr Leistungen will, bezahlt mehr Steuern. Diese Bedürfnisse varieren von Kanton zu Kanton, Gemeinde zu Geneinde, Staat zu Staat.
      7 14 Melden
    • atomschlaf 28.09.2015 01:54
      Highlight @KingKong1990: Schlimm daran wäre nicht, dass die Steuern überall gleich hoch wären.
      Schlimm daran wäre, dass die Steuern dann sicherlich gesamtschweizerisch ungefähr auf dem Niveau der Hochsteuerkantone landen würden und dass es für die Kantone noch weniger Anreize als heute gäbe, sparsam mit Steuergeldern umzugehen.
      2 1 Melden
  • scnoters 27.09.2015 10:24
    Highlight Die Steuererhöhung ist nur nötig, weil andere Kantone inkompetent sind und ihren Finanzhaushalt nicht unter Kontrolle haben. Einen NFA in einer gewissen Art gibt sicher Sinn, jedoch sollten nicht Kantone Geld abkassieren, welche eine genug grosse Wirtschaft haben und es durchaus möglich ausgeglichene Finanzen zu präsentieren wie z.B. Luzern oder Bern. Diese Kantone können bzw. wollen nicht mit dem Geld umgehen. http://dder
    25 48 Melden
    • stadtzuercher 27.09.2015 11:01
      Highlight Aber Luzern und Bern sind doch stramm bürgerlich regierte Kantone, keine linke Politik. Die können bestimmt mit dem Geld der Bürger umgehen.
      52 5 Melden
    • Scenario 27.09.2015 11:24
      Highlight @stadtzuercher: Auch wenn ich der Meinung bin, das viele bürgerliche Politiker Wasser predigen und Wein trinken, spielt es bei dieser Thematik eine untergeordnete Rolle aus welchem politischen Lager die Akteure kommen. Bei der Grundproblematik geht es darum, dass gewisse Kantone über Jahre oder Jahrzente eine falsche Wirtschafts und Ausgabenpolitik betreiben. Das sieht man bei links wie auch bei rechts regierten Kantonen. Schliesslich is man sich selber immer am nächsten, egal ob rechts oder links und meidet nötige Reformen wie der Teufel das Weihwasser.
      8 18 Melden
    • stadtzuercher 27.09.2015 11:31
      Highlight wenns als schlechtes beispiel für die bürgerliche politik dienen würde, spielt die parteizugehörigkeit plötzlich keine rolle mehr? aha, sehr clever.
      31 7 Melden
    • Scenario 27.09.2015 11:45
      Highlight @stadtzuercher... ich bin gewiss nicht eine Person, die die bürgerliche Politik unterstützt! Aber ein Sachthema muss ein Sachthema bleiben und nicht mit Fingerzeig auf Links oder Rechts behandelt werden.
      11 9 Melden
    • Max Havelaar 27.09.2015 14:08
      Highlight @Scenario: Ich finde schon, dass es eine sehr grosse Rolle spielt. Vor 2 Jahren gab sich der grosse Rat in Bern selber eine Lohnerhöhung von fast 50%! Die Parteizugehörigkeit der Befürworter ist also schon spannend. Sparen sollen schliesslich nur Kinder und Handicapierte... http://blog.tagesanzeiger.ch/bzforum/index.php/59760/diese-grossraete-waren-fuer-eine-masslose-gehaltserhoehung-2/
      8 0 Melden
    • Kari Metzger 27.09.2015 17:38
      Highlight Scenario, kannst du mir ausser NE einen links regierten Kanton nennen? Darum für alle, die Missstände in der Schweiz beklagen, wer ist verantwortlich dafür, bei den Bürgerlichen Mehrheiten landauf landab?
      3 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.09.2015 10:10
    Highlight Das ist nicht alles hirnlos, was einige Innerschweizerkantone gemacht haben. Es gibt nun mal einen Steuer-Wettbewerb in der Schweiz, und der hat gespielt. Lieber ein Kanton wie Zug oder Schwyz, die sich etwas einfallen liessen um Zuzüger anzulocken - als beispielsweise ein Kanton Bern, der einfach wartet, der Dinge die da kommen und von den anderen Kantonen Subventionen von 1 Mia. einstreicht.
    23 38 Melden
    • Shlomo 27.09.2015 11:37
      Highlight Also sind dir diese schmarozerkantone wie zug oder schwyz lieber die ihre steuern nur senken konten weil sie vom standort zürich provitieren konnten. Es wäre freiwillig keine internationale firma in den kanton zug oder ind die ausserschwyz gezogen wäre zürich so nah.
      21 11 Melden
  • Max Heiri 27.09.2015 10:09
    Highlight Einseitiger Artikel der leider ausblendet, dass die Steuern für alle gesenkt wurden. Dies war möglich, da einige reiche Steuerzahler hinzuzogen, welche plötzlich riesige Steuerbeträge zahlten.
    22 45 Melden
    • stadtzuercher 27.09.2015 11:03
      Highlight Und die schlechten Steuerzahler und Sozialhilfebezüger wurden aufgrund hoher Mieten und geringer Sozialleistungen in den Kanton Zürich oder in andere Kantone gespült und Kosten dort mehr Steuern. Hast in deiner einseitigen Betrachtung halt auch vergessen.
      50 6 Melden
    • Lumpirr01 27.09.2015 11:35
      Highlight Kleine Korrektur: Wegzug der Sozialhilfebezüger in den Kanton Zürich ist richtig, jedoch sind die schlechten Steuerzahler eher ins Freiamt (Gegend von Sins bis Muri, Kanton Aargau) gezogen....
      16 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.09.2015 09:47
    Highlight Blödiane!
    Gier frisst Hirn! Das passt perfekt für die Verantwortlichen, die diese Misere zu verantworten haben. Wann endlich checken die Politiker, dass sie das Volk und nicht nur die Bonzen zu vertreten haben? Die Bonzen nur als Teil des Volkes und nicht als Extra, um die Würstli auf Kosten der Normalbürger noch reicher zu machen.
    Den Sozialabbau, die überteuerten Mieten und was weiss ich alles, verdanken wir dieser Bonzen-Politik.
    64 18 Melden
  • ricardo 27.09.2015 09:43
    Highlight Auch der Kanton Zug leistet sich einen feudalen Verwaltungsapparat, welcher weitgehend unbemerkt Leerläufe produzieren darf. Sollte man nicht zuerst einmal da ansetzen? Doch leider beweisen die hiesigen Politiker keinerlei Weitblick. Alles Opportunisten, die zuerst auf grössere Schulklassen und jetzt auf die Streichung der wenigen Annehmlichkeiten der kleinen Leute setzen.
    43 12 Melden
    • atomschlaf 27.09.2015 11:35
      Highlight @ricardo: Dasselbe Muster zeigt sich leider immer wieder beim Bund, bei Kantonen und Gemeinden und zwar egal ob links oder rechts regiert. Es wird immer zuerst dort gespart, wo es der Bevölkerung weh tut (z.B. ÖV, KK-Verbilligung, Bildung) statt endlich mal die teilweise unterirdische Effizienz der Verwaltung zu verbessern und fragwürdige Aktivitäten und Abläufe zu eliminieren.
      23 1 Melden

Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

Artikel lesen