Schweiz
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Festgenommener Journalist am WEF: «Ich musste alle Kleider ausziehen»

In Davos hat die Polizei einen Schweizer Journalisten während einer unbewilligten Demonstration festgenommen. Im Gespräch mit watson erzählt er, wie es dazu kam. 

24.01.18, 10:12 25.01.18, 05:25


«Davos ist eine schöne Stadt, hier lohnt es sich zu leben. Doch jedes Jahr ist WEF – und da sind wir dagegen!» 

Unter diesem Motto demonstrierte am Dienstagabend in Davos ein kleines Grüppchen gegen die diesjährige Ausgabe des Weltwirtschaftsforums. Von einem «friedlichen, aber lautstarken Demonstrationszug über die Promenade» schreibt die Gruppierung auf Facebook

Die Sicherheitskräfte versetzte die unbewilligte Kundgebung aber offensichtlich in Aufregung: Während der Demonstration nahm die Polizei einen Schweizer Journalisten vorübergehend fest. watson hat am Morgen danach mit ihm gesprochen. 

«Als es während der Demonstration zu einer Polizeiaktion kam, machte ich mit dem Smartphone einige Fotos», erzählt der Journalist, der für eine Schweizer Zeitung schreibt. Auf den verwackelten Aufnahmen sind Polizisten von hinten zu sehen sowie – von etwas weiter weg – die gesamte Szene. 

Journalist berichtet von Leibesvisitation

«Plötzlich brach Hektik aus», so der Reporter. Die Polizisten hätten ihn dazu aufgefordert, das Bildmaterial zu löschen. Als er sich weigerte, führten die Beamten ihn zusammen mit den Demonstranten ab. Auf dem Polizeiposten wurde die Gruppe, die seiner Schätzung nach rund zehn Personen umfasste, getrennt. 

«Ich musste mich einer Leibesvisitation unterziehen und alle Kleider ausziehen: Zuerst musste ich den Oberkörper freimachen, dann den Unterleib.» Die Polizisten, die meisten von ihnen aus dem Kanton Zürich, seien dabei sehr freundlich geblieben. 

«Schliesslich musste ich noch ein paar Fragen beantworten und den Hergang aus meiner Sicht schildern.» Nachfragen habe es keine gegeben. Nach einem Blick auf die Fotos hätten die Polizisten ihn schliesslich gehen lassen – die Aufnahmen durfte er behalten. Zwei Stunden dauerte das gesamte Prozedere.

Weshalb er die Fotos ursprünglich hätte löschen sollen – respektive warum die Polizei sie bei näherer Betrachtung doch als unproblematisch erachtete – weiss der Journalist nicht. «Das will ich heute noch in Erfahrung bringen.»

Kontrolle galt gefährlichen Gegenständen

Bei der Kantonspolizei Graubünden will man nicht von einer Festnahme sprechen. «Der Journalist wurde lediglich angehalten, weil er sich während einer Störaktion zusammen mit mehreren einheimischen Demonstranten in der Zone zwischen dem Hotel Belvedere und dem Kongresszentrum aufgehalten hatte», so Sprecherin Anita Senti. Insgesamt habe man elf Personen einer Personenkontrolle unterzogen.  

Die Demonstrations-Teilnehmer und der Journalist hätten alle Gegenstände, die sie auf sich trugen, vorübergehend in einem Plastiksack deponieren müssen. «Ziel solcher Kontrollen ist es sicherzustellen, dass die Personen keine gefährlichen oder verbotenen Gegenstände auf sich tragen.» Da das Ergebnis negativ ausgefallen sei, habe die gesamte Gruppe den Polizeiposten wieder verlassen können. Keine der Personen müsse mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Von einer Leibesvisitation, bei der sich die untersuchten Personen ausziehen mussten, hat Senti keine Kenntnis. Die Fotos des Journalisten wurden laut der Polizeisprecherin kontrolliert, um sicherzustellen, dass die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Polizisten gewahrt werden. «Problematisch wäre es gewesen, wenn die Einsatzkräfte auf den Bildern aus der Nähe erkennbar gewesen wären.»

Das war die No-WEF-Demo in Davos

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80
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    Alle Leser-Kommentare
  • Kubod 25.01.2018 01:40
    Highlight Polizisten, vielleicht Personenschützer, die für die Dauer des WEF in Davos in nächster Nähe der hochrangigen Besucher eingesetzt werden. Fotos der Polizisten in der Zeitung machen die Abgebildeten erpressbar. Denn sie und ihre Familien sind dadurch potentielle Ziele. Auch für Leute, die über sie an die "Grossen und Mächtigen" gelangen wollen.
    Der Journalist hätte die Personenschützer mit seinen Fotos aus dem Verkehr gezogen. Man hätte die Leute konsequenterweise ersetzen müssen.
    4 3 Melden
  • Denk nach 24.01.2018 15:32
    Highlight Ein Journalist der mit dem Smartphone Fotos macht? Da wäre ich auch kritisch....

    Vielleicht ein Bl¿?k - Lesereporter?
    70 31 Melden
    • Pointer 24.01.2018 19:14
      Highlight Der Journalist arbeitet bei der NZZ. Und was spricht gegen das Smartphone als Kamera? Macht man ja selbst beim SRF so!
      38 17 Melden
  • murrayB 24.01.2018 14:37
    Highlight Und was ist der Punkt der Geschichte? Alles ganz normal und innerhalb des Rechtsstaates abgelaufen...
    67 41 Melden
    • Fabio74 24.01.2018 15:04
      Highlight Fotografierverbot ist Verfassungsgemäss?
      44 43 Melden
    • murrayB 24.01.2018 18:02
      Highlight @Fabio74 - absolut, habe doch schon einige Länder bereist und weiss, dass man im Ausland bei weitem weniger Fotografieren darf und die Polizei um einiges unzimperlicher vorgeht als der geschilderte Fall...
      20 35 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 24.01.2018 20:16
      Highlight @murray: Hier gehts aber um Davos und das liegt in der Schweiz, wo vermeintlich Schweizer Verfassung und Gesetze gelten.
      Ich bin mir sicher dass es im Ausland so zu und hergeht wie du sagst. Also in den Ländern die man Diktaturen usw. nennt.
      11 11 Melden
    • Fussballfan1999 24.01.2018 23:29
      Highlight Die Polizei kann jede Person durchsuchen, wenn sich diese weigert kommt sie auf den Posten. Nach zwei Stunden wurde er, ja wieder laufen gelassen, wo ist das Problem?
      2 5 Melden
    • JoeyOnewood 25.01.2018 08:08
      Highlight es geht um die Fotos...
      0 0 Melden
  • LeChef 24.01.2018 13:02
    Highlight Bin sonst eher weniger der Typ, der die Polizei kritisiert. Aber es ist schon besorgniserregend wenn Journalisten festgenommen werden, weil sie Fotos machen.

    Weiss jemand, ob es eine Rechtsgrundlage dafür gibt, die Löschung solcher Fotos zu veranlassen? Wohl eher nicht, wenn das öffentliche Interesse überwiegt, oder?
    57 68 Melden
    • LeChef 24.01.2018 13:38
      Highlight Kann ja sein, dass er sich gegenüber den Demonstranten nicht als Journalist zu erkennen geben wollte, oder? Wenn man Infos aus erster Hand kriegen will, ist es nicht immer ratsam, mit der Spiegelreflex um den Hals gehängt rumzulaufen.

      Ich würde auch meinen, dass es unerheblich ist, ob Polizisten zu erkennen sind, wenn die Fotos öffentlichkeitsrelevante Sachverhalte zeigen. Aber mir ist schon klar, dass das wohl nicht der Fall war.
      39 17 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 24.01.2018 19:07
      Highlight Ja seltsam dass ein Journalist ein Handy hat und dessen Kamerafunktion sogar noch nutzt um auf öffentlichem Grund zu fotografieren. Ab in den Gulag mit dem.
      25 9 Melden
    • Hallosager 24.01.2018 21:13
      Highlight Auch die Polizisten haben ein Persönlichneits- und Bildrecht. Bloss weil diese den Auftrag haben in Davos für "Frieden" zu sorgen, hat man nicht das Recht diese nach belieben abzuknipsen. Ich kann gerne bei euch vorbei kommen und euch gegen euren Willen fotografieren und auf Insta veröffentlichen, wenn es halb so schlimm ist ;)
      15 13 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 25.01.2018 00:10
      Highlight Hallihallosager, bei mir zu Hause ist kein öffentlicher Grund ich übe keine (vermeintlichen) hoheitlichen Rechte aus.
      Also einfach nur dummer Vergleich
      Wer sich eine Uniform überstülpt ist nicht privat unterwegs. Selber schuld könnte man sagen.
      5 4 Melden
  • beaetel 24.01.2018 12:51
    Highlight Wir haben das ganze Jahr Zeit zu demonstrieren ... Wieso also ausgerechnet dann, wenn der Grossanlass durchgeführt wird? Wie soll da die Sicherheit gewährleistet werden?
    35 113 Melden
    • rauchzeichen 24.01.2018 13:20
      Highlight antiwef demo im august? moll. mega wirkungsvoll. 🤦🏻‍♂️
      94 20 Melden
    • Wald Gänger 24.01.2018 13:58
      Highlight Rauchzeichen: Anti-WEF-Demo irgendwann? Moll, auch megawirksam. Ich habe gehört, die Politiker und Wirtschaftsbonzen dort oben interessieren sich uh fescht für die Anliegen der Demonstranten oder des Plebs im Allgemeinen.
      29 19 Melden
    • rauchzeichen 24.01.2018 14:08
      Highlight ja, am besten wir verbieten demos. oder reglementieren sie. mit bewilligungen und so (huch, das ist bereits realität)

      nur weil die oberen nicht drauf hören, wenn die unteren motzen, den unteren das motzen zu erschweren oder gar zu verbieten, ist enorm sinnvoll. wirklich logisch...

      eine demonstration als illegal oder unbewilligt zu betiteln ist für mich ein verstoss gegen die meinungsfreiheit. und nur weil sich dann und wann gewalttätige oder randalierer unter die demos mischen, den normalen den mund zu verbieten, find ich wesentlich schlimmer als brennende autos und verschmierte scheiben.
      35 23 Melden
  • Hierundjetzt 24.01.2018 12:50
    Highlight Als akkreditierter Journalist wäre ihm das hingegen nicht passiert. Ob freischaffend oder angestellt spielt keine Rolle. Fotos für eine Zeitung macht man nie mit dem iphone... nope. Davos ist 2h entfernt, da nimmt man einen Profi mit... Daher lässt mir seine Story mehr Fragen offen als diese beantwortet

    Ich tippe auf: normaler Demonstrant, dem
    bei der Polizeikontrolle in den Sinn gekommen ist, dass er ein MAZ Kürslein besucht hat.
    158 97 Melden
    • Gigle 24.01.2018 14:37
      Highlight Und das legitimiert das sich nackt ausziehen müssen?
      45 27 Melden
    • Fabio74 24.01.2018 15:05
      Highlight Und das Verwenden eine I-Phone legitimiert das ganze? Mir graut wie viele Leute den Rechtsstaat schleifen lassen
      36 14 Melden
    • Hierundjetzt 24.01.2018 16:31
      Highlight Personenkontrollen können so stattfinden. Hast es ja selber so abgestimmt! Abstimmung Gemeindeordnung.

      Fabio74: das ist nicht das Thema. „Ich habe dann Föteli gemacht ergo bin ich Journalist“ ist eine reine Schutzbehauptung.

      Es geht um die fehlende Akkreditierung als Journalist. Das ist eine Sache von 24h und eine Sache von zwei Klicks.

      *wenn* man Journalist ist😏
      17 24 Melden
    • dickmo 24.01.2018 17:30
      Highlight Nein, der ist von der "Neuen Zürcher Zeitung". Auch bekannt als NZZ.
      37 1 Melden
    • Hierundjetzt 24.01.2018 17:48
      Highlight Werter Dickmo, wenn Du oder irgendjemand von der watson Redaktion in Davos wärt um einen Artikel zu verfassen oder auch nur dabeizusein, würdest Du / Ihr *nie* dazu gezwungen Du / Euch nackt auszuziehen.

      Es tut mir leid, diese Story hat für mich eine zu grosse Lücke.

      Was nicht an watson liegt, sondern am Erzähler
      11 25 Melden
    • Pointer 24.01.2018 19:17
      Highlight Natürlich kann man heutzutage auch mit dem Smartphone Bilder für den Journalismus machen. Und der Journalist hat ein dreijähriges Fachhochschulstudium hinter sich und kein MAZ-"Kürsli".
      18 4 Melden
    • stadtner 24.01.2018 19:49
      Highlight Boas Ruh ist Chef vom Dienst bei der NZZ. Und nein, zumindest gemäss Stadtzürcher Polizeiverordnung muss ein Journalist/eine Journalistin lediglich eindeutig als Medienschaffende Person erkennbar sein. Mit dem Presseausweis, wenn möglich einem Berufsregister-Eintrag, ist diese Sache gegeben. Wenn JournalistInnen die Polizeiarbeit nicht behindern, hat die Polizei kein Recht, sich zu verhalten. Das haben Gerichte schon bestätigt.
      22 1 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 24.01.2018 20:23
      Highlight Seit wann soll Pressefreiheit nur für akkreditierte Journalisten gelten? Wär' ja noch besser...
      Gehört Davos denn dem WEF dass man sich dort für den öffentlichen Raum akkreditieren muss? Wenn dem so ist dann haben wir aber definitiv das Level Bananenrepublik erreicht.
      8 1 Melden
    • Hierundjetzt 25.01.2018 00:15
      Highlight Stadtner: also, warum musste er sich den ausziehen? Voilà!

      Es ist usw. weil für Journalisten spezielle Regelungen gelten, so 4 Macht und so. Siehe Internet und erfinde nicht etwas
      2 1 Melden
  • AlteSchachtel 24.01.2018 12:50
    Highlight In Zürich spazieren uniformierte US-Soldaten herum und in Davos werden Schweizer Journalisten von der Polizei abgeführt.

    Ich wünschte, das wären Fake-News, aber scheinbar werden Schweizer Werte und Rechte für das WEF und den Narzissten aus Übersee kurzfristig einfach mal über Bord geworfen. Mir wird übel.....
    142 93 Melden
    • MaxHeiri 24.01.2018 18:21
      Highlight Wo genau spazieren US Soldaten in Zürich herum?
      14 4 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 24.01.2018 19:06
      Highlight Hahah Schweizer Werte und Rechte.
      Also der SMI und das Recht des korruptesten?
      11 3 Melden
    • Knusper 24.01.2018 20:47
      Highlight Uniformierte US- Soldaten in Zürich?? #Fakenews
      6 4 Melden
    • JoeyOnewood 25.01.2018 08:15
      Highlight Naja, Anzugs-FBI-Uniform gabs z.B. beim Besuch vom ehemaligen Attorney General Eric Holder also zuhauf. Ich habe dort im Hotel gearbeitet, wo er geschlaffen hat. ich nehme an, das wird bei Trump sicher nicht anders sein (beim Präsi dann halt Secret Service). Ist die Frage wie man Soldat und wie man Uniform definiert...
      2 1 Melden
  • LeChef 24.01.2018 12:14
    Highlight "Davos ist eine schöne Stadt, hier lohnt es sich zu leben"

    Ja genau, fast so schön wie Olten oder Chur.. ^^
    45 17 Melden
  • Raphael Stein 24.01.2018 12:09
    Highlight Die wollen immer dass man Bilder löscht.
    Ist irgendso ein Standart Prozedere aus der Polizeischule.
    Beamte, die tun was man ihnen sagt.
    48 30 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 24.01.2018 20:12
      Highlight Lernen die also in der Polizeischule sich nicht an Gesetze und Gerichtsentscheide zu halten?
      Aber sie wissen ja wies geht. Siehe unten. Sie "fragen" ja nur mit ganz festem Nachdruck und der Dauerbedrohung durch ihr Auftreten und wer naiv genug ist zu glauben die würden schon nichts verlangen was sie nicht dürften oder sich einschüchtern lässt. Nur wer seine Rechte kennt und dafür kämpft, hat eine Chance. Und auch dann kann es sein dass sie dich einfach mal einpacken. Ein Grund ist schnell erfunden...
      5 2 Melden
  • Hardy18 24.01.2018 12:04
    Highlight Hätten sie mal ne Schneeschaufel mitgenommen 😏
    13 8 Melden
  • desmond_der_mondbaer 24.01.2018 11:51
    Highlight Wieder diese Leute die sich nur gaaaaaanz zufällig bei der Demo aufhielten und sicher überhaupt nichts getan haben und schliesslich von der bösen bösen Polizei abgeführt wurden. 😉😄
    60 75 Melden
  • fandustic 24.01.2018 11:38
    Highlight Und wo ist nun das Problem? Damit muss man rechnen, wenn man an solchen unbewilligten Demos mitläuft. Seine Fotos hat er ja noch, also soweit alles gut.
    51 53 Melden
  • G. F. 24.01.2018 11:28
    Highlight Presseausweise gibts bei Ebay, personalisiert, fälschungssicher, international, offiziell. Da kann ich die Polizei verstehen.
    https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=m570.l1313&_nkw=presseausweis&_sacat=0
    24 37 Melden
  • Presse Frei 24.01.2018 11:17
    Highlight Es wird immer über Erdogan und Trump berichtet, dass sie die Menschenrechte (= Pressefreiheit) missachten. Aber wir sind nicht besser.
    50 56 Melden
    • Bits_and_More 24.01.2018 13:52
      Highlight Doch, sind wir. Die Schweiz belegt den Rang 7 bezüglich Freiheit der Presse gemäss Reporter ohne Grenzen. USA (Rang 43), Türkei (155).
      https://www.reporter-ohne-grenzen.de/schweiz/

      Zudem wurde der Reporter weder inhaftiert, noch musste er die Bilder löschen oder wurde in welcher Art auch immer zensiert.
      Ein nicht mustergültiger Fall ist noch lange keine systematische Beeinträchtigung der Pressefreiheit.
      48 8 Melden
  • the give me diini Blitz! 24.01.2018 10:49
    Highlight Und wozu jetzt die Leibesvisitation?
    48 21 Melden
    • TJ Müller 24.01.2018 14:19
      Highlight Als ich vor 6 Jahren mal eine Woche in Davos war, musste ich mich zwischen 5 und 10 mal pro Tag ausweisen und mehrere Leibesvisitationen über mich ergehen lassen (nie mit ausziehen) Lustigerweise immer von der gleichen Polizisten Truppe. Am Schluss kannte man sich mit vor und Nachnahmen, aber jedes mal musste man wieder den Ausweis zeigen. Das Ganze zielt nur auf Abschreckung, sonst nix.
      36 5 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 25.01.2018 00:15
      Highlight @TJ Müller: Primär wird es bei solchen Methoden wohl darum gehen anzuzeigen wer "hier" das sagen hat. Und damit meine ich nicht die ausführenden Polizisten. (in dem Kontext sozusagen Schergen)
      0 0 Melden
  • Volande 24.01.2018 10:38
    Highlight Pressefreiheit kennens wohl nicht in Gangsters Paradise 🤔
    209 152 Melden
    • Judge Dredd 24.01.2018 11:52
      Highlight Nur weil einer verwackelte Fotos mit einem Smartphone macht ist er ja nicht gleich als Journalist erkennbar.
      Wieso die Löschung verlangt wurde wird er ja noch abklären, erst mal abwarten was dabei rauskommt.
      32 29 Melden
    • Bits_and_More 24.01.2018 13:07
      Highlight Der Journalist wurde immerhin freundliche behandelt und einer hat sich auch bei ihm entschuldigt.
      Das das Vorgehen nicht Mustergültig ist, ist auch klar. Etwas Verständnis darf aber Erwartet werden, auch Polizisten sind nur Menschen und die Anspannung und der Druck bezüglich WEF sind auch nicht zu unterschätzen.
      42 18 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 24.01.2018 19:12
      Highlight @Dred: Im öffentlichen Raum darf jeder fotografieren wozu er lustig ist.
      Polizisten müssen sich sogar IMMER fotografieren lassen.
      Aber die interessieren Bundesgerichtsentscheide schins nöd so, auch an einem ganz normalen Tag in Zürich.
      Gilt halt nur für den Pöbel dieser Gesetzesscheiss ;)
      12 4 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 24.01.2018 20:25
      Highlight *Natürlich mit Einschränkungen was das "Recht am eigenen Bild" betrifft. Polizisten im Dienst können sich aber nicht darauf berufen.
      5 1 Melden
    • Judge Dredd 24.01.2018 21:25
      Highlight @Es ist Nachgerichtet, ich sage ja gar nicht, dass er nicht fotografieren darf. Ich habe auch keine Ahnung, wieso er zur Löschung aufgefordert wurde.
      Das einzige was ich sage ist, warum kann man jetzt nicht mal abwarten bis raus kommt, wieso er dazu aufgeforfert wurde?
      Wenns nicht rechtens war, dann muss man das anprangern. Falls es aber einen Grund gibt, so möchte ich diesen erst hören und dann urteilen.
      Empören kann ich mich auch dann noch, wenn ich die relevanten Fakten kenne.

      Ich handhabe das nach dem Motto, erst urteilen wenn man beide Sichtweisen gehört hat.
      0 3 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 25.01.2018 00:16
      Highlight @Judge: Mittlerweile hat der Journalist das Bild ja getweetet. War also so wie eigentlich immer. Die Polizei hält sich nicht an Gesetze. Passieren wird auch wie immer: Nichts.
      1 1 Melden
    • JoeyOnewood 25.01.2018 08:06
      Highlight Da blitzen 148 Leute?
      0 2 Melden

Autor Linder: «Mit meinem Buch kann man nirgendwo mitreden oder an Partys auftrumpfen»

Eigentlich hat die Schweiz ihn ja schon seit 34 Jahren, aber bisher hat Lukas Linder ausschliesslich fürs Theater geschrieben. Nun endlich ist sein Erstlingsroman erschienen – ein Anlass für uns, ihm 37 höchst existentielle Fragen zu stellen.

Die NZZ hat ihn einen «aufstrebenden Erzähler» genannt, ich nenne ihn ein Phänomen. Das wage ich zu sagen, weil ich Lukas Linder kenne. Nur, dass ihr gleich Bescheid wisst und hinterher nicht klagt, ich hätte hier schamlos Schleichwerbung für einen guten Freund betrieben. 

Überdies hat Reich-Ranicki einmal gesagt: «Es gibt Menschen, die auf eine hinreissende Weise Blödes von sich geben.» 

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob er damit Linder gemeint hat. Jedenfalls ist Reich-Ranicki …

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