Schweiz
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Die Ähnlichkeit der beiden Polit-Kampagnen ist offensichtlich: Gross im Bild, die aktuelle Kampagne der Grünen gegen die «No Billag»-Initiative. Das kleine Bild zeigt eine Gegenkampagne zur Masseneinwanderungsinitiative 2014. bild: ho/watson

Mit Baum und Hodlers Holzfäller gegen «No Billag»: Hatten wir das nicht schon mal?

Es ist die Auferstehung eines altbekannten Symbols. Die Grünen setzen im Abstimmungskampf gegen «No Billag» auf schon Dagewesenes. 



Schweizer Parteien und Verbände setzen im Abstimmungskampf gerne auf Altbewährtes – auf Symbole, die die Stimmbürger bereits kennen.

Bekanntes Beispiel – die Apfelbäume der Economiesuisse. Wann immer es an einer Abstimmung, um die Bilaterale mit der EU ging, öffnete der Verband seine Schublade und nahm das Bild des Apfelbaums hervor, der für die blühende Schweizer Wirtschaft steht. 

Die Apfelbaum-Kampagne artete 2014 im Vorfeld der Abstimmung zur Masseneinwanderungsinitiative endgültig aus, so immens, dass der Tages-Anzeiger überspitzt von einem «Apfelkrieg» sprach und selbst deutsche Medien die Kampagnen aufnahmen. «Gefahr für den Apfelbaum», titelte beispielsweise die Berliner Zeitung

Denn nicht mehr nur die Economiesuisse warf damals mit Apfelbaum-Plakaten und -Inseraten nur so um sich, sondern auch die politischen Gegner nahmen das Symbol des Apfelbaums auf, münzten es einfach auf ihre Interessen um. Das Wirrwarr war perfekt.

Der Apfelbaum in Abstimmmungskampagnen

Das Comeback

Seither war es ruhig um den Apfelbaum – bis jetzt. Denn nun kehrt das Symbol zurück. Im Kampf gegen die «No Billag»-Initiative setzen die Grünen für ihre Flyer auf einen Baum, der von einem Holzfäller gefällt wird.

Von einem Plagiat will Regula Rytz nichts wissen: «Es geht um die Kernbotschaft », betont die Präsidentin der Grünen. «Der Baum symbolisiert die kulturelle und mediale Vielfalt in unserer vielsprachigen Schweiz», die verloren ginge, wenn die Initiative angenommen würde.

Dennoch: Die Ähnlichkeit ist frappant. Vor allem zu einem Plakat, wie der folgende Vergleich zeigt.

2017, Kampagne der Grünen gegen die «No-Billag»-Initiative

Apfelbaum - No-Billag

Bild: Grüne Partei Schweiz

2014, Kampagne gegen die Masseneinwanderungsinitiative

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Auf beiden Sujet wird ein Baum gefällt, auf beiden ist es der gleiche Holzfäller, der das Beil schwingt. Jener, den der Schweizer Maler Ferdinand Hodler auf einem Gemälde verewigt hat. 

Die Präsidentin der Grünen glaubt nicht, dass der Flyer die Stimmbürger an die Masseneinwanderungsinitiative erinnern wird. Diese Kampagne sei längst vergessen. Nicht aber Ferdinand Hodler. «Er hat ikonische Bilder geschaffen. Sein Gemälde des Holzfällers kennt man, es weckt Emotionen.» 

Weil einst Bundesrat Christoph Blocher das Bild in seinem Büro im Bundeshaus aufhängte, wurde «Der Holzfäller» für viele zum Symbol des rechten Flügels in der Schweizer Politik.

ZUM 75. GEBURTSTAG VON CHRISTOPH BLOCHER AM SONNTAG, 11. OKTOBER 2015, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES MATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Portrait von Bundesrat Christoph Blocher, SVP, aufgenommen am 28. Februar 2005 in seinem Buero im Bundeshaus in Bern. Christoph Blocher wurde am 10. Dezember 2003 als Vertreter der Schweizerischen Volkspartei SVP in den Bundesrat gewaehlt. Ab dem 1. Januar 2004 steht er dem Eidgenoessischen Justiz- und Polizeidepartement vor. Im Hintergrund haengt ein Gemaelde des Malers Ferdinand Hodler.  (KEYSTONE/Yoshiko Kusano)

Christoph Blocher auf dem Sofa. Über ihm hängt «Der Holzfäller» des Schweizer Malers Ferdinand Hodler. Bild: KEYSTONE

Auch die Grünen wollen in ihrer aktuellen Kampagne mit dieser rechtskonservativen Symbolik spielen, wie Rytz sagt. «Unser Sujet hat eine einfache und klare Bildsprache. Die Annahme der ‹No Billag›-Initiative würde zu einer Abholzung der Schweizer Medienvielfalt führen. Statt Vielfalt gäbe es ideologischen Einheitsbrei.» Die ersten Reaktionen hätten gezeigt, dass die Botschaft ankomme.

Viele Gegner der Volksinitiative befürchten, dass Christoph Blocher mit seinen Medien bei einem Wegfall der SRG in die Bresche springen könnte. Dies wies das Pro-Lager stets als unrealistisch zurück. Auch von einer Abholzung der Medienlandschaft wollen sie nichts wissen. Sie versprechen im Gegenteil eine grössere Medienvielfalt.

Destruktive Botschaft

Politologe Laurent Bernhard von Universität Lausanne hat sich den Flyer der Grünen angeschaut. Ihn erstaunt, dass die Grünen auf eine solch destruktive Botschaft in ihrer Kampagne setzen. Das sei sonst meist nicht ihre Art, könne aber in diesem Fall funktionieren. «Ihre ökologische Wählerschaft will als letztes einen kaputten Baum.»

Bei ihm hat der Flyer eine andere Assoziation geweckt. Er fühlte sich erinnert an die Kampagne der Verbandsbeschwerde-Initiative von 2008. Auch damals sei von einem Kahlschlag die Rede gewesen. Auch damals wurde ein abgeholzener Baum als Sujet verwendet.

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    Alle Leser-Kommentare
  • rönsger 31.12.2017 11:12
    Highlight Highlight Art. 93 Abs. 3 BV (neu): 3 Der Bund versteigert regelmässig Konzessionen für Radio und Fernsehen. Schon nur dieser Initiativ-Absatz zeigt, dass die "Liberalisierer" die neue Medienwelt nicht liberalisieren sondern noch mehr bürokratisieren wollen. Nicht absichtlich, aber völlig ahnungslos. Heute verlangt das RTVG nur von jenen eine Konzession, die Gebühren ziehen und/oder eine Frequenz nutzen. Alle andern, so z.B. TeleZüri oder 3+, können konzessionsfrei senden. Weshalb die Initianten wieder ein restriktiveres Konzessionsmodell einführen will, entbehrt somit jeder liberalen Logik.
  • Schneider Alex 31.12.2017 07:37
    Highlight Highlight Was ist in dieser Situation das Vernünftigste? No-Billag annehmen, um dem Parlament Beine zu machen, einen neuen Verfassungsartikel "Medien" zu erlassen, der eine abgespeckte SRG und das Überleben von privaten Qualitätsmedien konkret ermöglicht.
    RASA hat ja auch eine Aufhebung des MEI-Verfassungsartikels innert kurzer Frist verlangt. Es ist nicht verboten, gescheiter zu werden. Die Parlamentsdebatte um einen Kompromissvorschlag zu NoBillag hat deutlich gezeigt, dass wir ohne Volksauftrag nicht weiter kommen.
  • kruska 30.12.2017 12:37
    Highlight Highlight Medium Fernseher: Mein Job ist es, dich abgelenkt zu halten um die öffentliche Debatte einzuschränken. Ich sensationalisiere Randthemen um deinen Fokus auf das Triviale zu lenken, während du die wichtigsten Fragen ignorierst. Ich stelle den Status Quo niemals in Frage, weil ich in Wirklichkeit Staats und Konzernpropaganda verbreite. Was ich weglasse ist wichtiger als das was ich verbreite.
    • Fabio74 30.12.2017 15:20
      Highlight Highlight Inhaltslose Propaganda kruska. Ohne ein einziges Argument. Bisschen sehr dürftig
  • Herbert Anneler 30.12.2017 09:38
    Highlight Highlight Art. 93, Abs. 3 gemäss No Billag-Initiative verlangt die Versteigerung der Konzessionen der SRG und der gebührenfinanzierten privaten Radios und TVs. Die Initiative sieht bei dieser Versteigerung keinerlei Auflagen vor. D.h. 1. können auch ausländische Interessenten mitbieten, z.B. auch reiche Saudis, 2. es gibt keine Auflagen in Sachen Inhalte und Qualität, es könnte z.B. auch Breitbart mitbieten, 3. macht die No Billag-Initiative auch keine Auflagen, welche die Mitbieter zwingen, die Interessen unseres Landes zu berücksichtigen. No Billag öffnet fremden Mächten unsere Tore sperrangelweit!
    • atomschlaf 30.12.2017 11:44
      Highlight Highlight Haltlose Panikmache, Anneler!
      Art. 93, Abs. 3 ist viel zu allgemein gehalten, um ohne Ausführungsgesetz oder -verordnung direkt angewendet zu werden.
    • Roterriese 30.12.2017 12:59
      Highlight Highlight Solche Auflagen kann das Parlament mit einem Ausführungsgesetz bestimmen. Ihr Argument ist damit widerlegt.
    • Sportfan 30.12.2017 14:48
      Highlight Highlight So so, und was rufen Sie dann wieder, wenn das Parlament einen Passus aufnimmt, der die Initiative streicht? (Die Vorlage hat alle bisherigen "Auflagen" gestrichen). Wollen Sie es hören oder wissen sie es? Ich glaube es beginnt mit "Verfassung-" und endet mit "bruch". Macht besser mal Initiativen, die auch beim zweiten Blick noch "verhebbed".
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 30.12.2017 06:47
    Highlight Highlight Die SRG-Programmstruktur und die stets steigenden Zwangsgebühren sind seit Jahrzehnten von den nationalen Politikern nie in Frage gestellt worden, vor allem weil sie von der Publizität, die sie durch die SRG geniessen, profitieren. Nur das Volk kann das ändern!
    • Sportfan 30.12.2017 14:51
      Highlight Highlight Ehm, und warum gab es dann mit dem neuen Gesetz eine Reduktion um 100.-- ?? Warum bloss? Weil das Parlament ein neues Gesetz gemacht hat, das Volk hat es angenommen und die Gebühren sind gesunken. Himmel, bleibt mal bei den Fakten!
    • Schneider Alex 30.12.2017 16:25
      Highlight Highlight 1987-1990 betrugen die SRG-Gebühren Fr. 279.60, 2017 sind es Fr. 451.10, also +61%.
      Der Preisindex stieg von um +43%. Die SRG hat also doch ordentlich zugelangt bei einer um 29% gewachsenen Bevölkerung. Die gesamten Gebühreneinnahmen der SRG betrugen 2016 rund das Dreifache von 1984 (1984: 0,4 Mia. und 2016: 1,24 Mia CHF). Die Höhe der totalen Gebühreneinnahmen wird auch in Zukunft trotz Abnahme der Einzelgebühr nicht abnehmen. Jetzt zahle ich einfach direkt als Privatperson und dann noch indirekt als Mitarbeiter einer Unternehmung. Zudem zahlen nun auch viele Nicht-Nutzer der SRG-Programme.
    • Fabio74 30.12.2017 18:17
      Highlight Highlight Nein, die Politik könnte dies ändern, aber von jenen die Ja sagen zu dieser Initiative, will ja keiner diskutieren, sondern mit dem Hammer dreinschlagen.
      Es ist halt mühsam in der Politik ein Geschäft aufs Tapet zu bringen, Mehrheiten zu suchen und Kompromisse zu suchen. Dazu ist man heute nicht mehr bereit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Helona 30.12.2017 03:37
    Highlight Highlight In den Kommentarspalten taucht immer wieder der Begriff 'Service Public' auf. Ehrlich gesagt, weiss ich eigentlich gar nicht so richtig, wovon im konkreten Fall die Rede ist. Ich kann in den Programmen der SRG beim besten Willen keine für mich relevanten Dienstleistungen (Service) erkennen.
    • Sportfan 30.12.2017 14:54
      Highlight Highlight gehen sie mal auf:

      https://www.srf.ch/sendungen-a-z

      und sie werden ziemlich viele finden. Ausser sie wollen nur "Bauer ledig sucht", oder amerikanische Serien sehen. Dann werden sie nichts finden. Aber sonst alles, zu Sport, Politik, Geschichte, Natur, People, Gellschaft, Quiz usw.

      Was wären denn für Sie relevante Dienstleistungen?
  • Jol Bear 29.12.2017 21:13
    Highlight Highlight Sicherung der Medienvielfalt durch die Subventionierung einer einzigen Sendeanstalt mit über 90 % der Gebühren (in Zahlen über 1,2 Mia. Fr. pro Jahr)? Und gleichzeitig rund 3 % (36 Mio.) an die restlichen TV-Stationen! Finde die No-Billa-Initiative ebenfalls zu extrem, aber das Argument mit der Sicherung der Medienvielfalt ist völlig grotesk.
    • David Steger 30.12.2017 23:38
      Highlight Highlight Naja. Ich weiss von einer Betroffenen, dass ein regionals Medium wie die Top-Gruppe (RadioTop, TeleTop) ohne Zuschüsse aus Gebürengelder nicht überlebensfähig wäre...
      Fällt die Billag-Gebür weg, müsste nicht nur die SRG nach neuen Einnahmequellen suchen...
    • Gipfeli 31.12.2017 17:12
      Highlight Highlight Keine Ahnung woher Sie diese Zahlen haben. Aber gemäss Website vom Bakom erhalten die Privaten seit Juli 2016 5% oder 67,5 Mio, per 2019 ist eine Erhöhung auf 6% (81 Mio) vorgesehen.
    • Jol Bear 31.12.2017 20:06
      Highlight Highlight Gipfeli: das sind ebenfalls bakom-Zahlen, die rund 36 Mio. (ca. 3 %) sind das Geld an priv. TV, ohne Privatradio. Ob 3 oder 6 % ist jedoch unerheblich. Solange 1 Anstalt über 90 % der Gebühren erhält, ist es ein Hohn, mit Sicherstellung der Medienvielfalt zu argumentieren, oder man/ frau hält die Stimmbürger tatsächlich für jeden Unsinn empfänglich.
  • profiprofiler 29.12.2017 19:27
    Highlight Highlight Liebes Watson...
    ...bring doch mal kreative Argumente und nicht nur polemische Kopien.

    Was waren die Überlegungen zur Initiative No Billag? Wieso ist der Unfriede bei den Nutzern so hoch?

    Was hat SRF „verschlafen“ und was könnten die von Netflix lernen?
    • fräulein sarahs gespür für den Islam 29.12.2017 20:25
      Highlight Highlight ääh..sorry, aber ich glaube, dafür müsste man.. selbst...recherchieren..!
      Und das geht nicht.
    • SemperFi 29.12.2017 22:53
      Highlight Highlight Und? Was könnte SRF von Netflix lernen? Newssendungen auf Rumantsch? Übertragung von wichtigen Nationalratsdebatten, 12h live vom Unspunnenfest?
    • fräulein sarahs gespür für den Islam 30.12.2017 05:03
      Highlight Highlight Vielleicht eine räterromanische übersetzte Live Übertragung vom Nationalratssaal?

      24/7. Es würde zwar niemand sehen wollen, aber SRF währe beschäftigt.

      Schon lustig, unser Fernsehe kann sich seine Aufgabe selbst auswählen. Egal ob es jemanden interessiert und was es kostet.

      S,Geld ist ja da.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raembe 29.12.2017 19:01
    Highlight Highlight Für mich: Nein zu NoBillag
    • Käsebrötchen 29.12.2017 21:05
      Highlight Highlight Ich habe dir ein Herzchen gegeben. Nicht, weil ich deine Meinung teile, sondern weil ich sie respektiere ;-)
    • Raembe 30.12.2017 17:14
      Highlight Highlight Danke, leider sind nicht alle so tollerant.
    • Fabio74 30.12.2017 18:18
      Highlight Highlight für mich auch ein klares NEIN.
      Gibt kein brauchbares Argument, dass mich überzeugen könnte.
  • atomschlaf 29.12.2017 16:34
    Highlight Highlight Es gibt ja durchaus auch Argumente für den Status quo - aber ausgerechnet die Quasi-Monopolistin SRG zur Garantin der Medienvielfalt emporzustilisieren ist schon arg abstrus... 🙄
    • wasylon 29.12.2017 18:09
      Highlight Highlight Absolut richtig. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern als PTT Peilwagen sogenannte Piratenstationen jagten wie Schwerverbrecher. Der SRG ging es nie um Meinungsvielfalt, ihr ging es einzig immer um ihr Monopol.
    • Raembe 29.12.2017 18:42
      Highlight Highlight Was ihr nich ganz versteht ist das die Billag auch die Privatsender stützt. Falls die Gebühr stirbt, habens die kleinen noch schwerer. Dann sinds überall 20h Mediashop und Eso Tv anstatt auf einzelnen Sendern ca 8h.
    • phreko 29.12.2017 19:11
      Highlight Highlight @Atomschlaf: Es geht ja eben auch nicht bloss um die SRG.
    Weitere Antworten anzeigen
  • flying kid 29.12.2017 15:57
    Highlight Highlight Mehrheitlich bin ich mit dem Programm der SRG zufrieden. Man kann über Sendungen streiten, aber am Schluss ist es immer persönliches Empfinden was nötig ist und was nicht.

    Schade ist, dass das Parlament nicht auf den Gegenvorschlag der SVP (200.- pro Jahr) eingegangen ist. Vermutlich ja, weil von der SVP.
    So haben wir wieder mal eine Wahl zwischen zwei extremen. Und egal wie das Resultat sein wird, es wird nur Verlierer geben.
    • FrancoL 29.12.2017 16:48
      Highlight Highlight Nein nicht weil es von der SVP kam sondern weil man nicht zuerst den Preis dann die Leistung bestimmt. Oder wären Sie zufrieden wenn Ihr Chef Ihnen mal den Lohn auf 40% kürzt und dann Ihnen sagt was Sie dafür machen müssen.
      Die SVP wusste genau was sie tat, sie wusste dass zB eine Gebührengabel von 280 bis 320 angenommen worden wäre und sie somit ihren "internen" Wunsch die linke SRG abzuschaffen nicht realisiert hätten. Nun kann die SVP mit der 200 CHF-Lösung sich die Hände in Unschuld waschen und gehörig für die No-Billag Stellung beziehen. Alter Trick in neuem Gewande!
    • flying kid 29.12.2017 18:32
      Highlight Highlight Dann hätte das Parlament ja trotzdem einen Gegenvorschlag über 300.- aussrbeiten können. Haben sie aber nicht.
      Jwtzt der SVP die Schuld dafür geben ist etwas sehr billig.
    • Shlomo 29.12.2017 18:48
      Highlight Highlight @flying kid: die Gebühren sind bereits auf 365.- gesunken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • leu84 29.12.2017 15:35
    Highlight Highlight Ich persönlich bin auch für ein Systemwechsel der Rundfunkgebühren. Bei manchen Sachen bin ich mit der SRG auch nicht einverstanden. Aber wenn ich sehe, was auf dem Schweizer Privaten Free-TV läuft, dann bin ich froh gibt es SRF oder die ausländischen Sender. Nur weil man mit etwas nicht zu Frieden ist, muss man es nicht gleich abschaffen. Deshalb ein No-"No-Billag"
    • atomschlaf 29.12.2017 16:38
      Highlight Highlight leu, Dir ist aber schon klar, dass die einheimischen Privatsender nur deswegen so lausig sind weil sie von der Gesetzgebung und der übermächtigen SRG systematisch klein und finanzschwach gehalten werden?
    • Raembe 29.12.2017 19:00
      Highlight Highlight Quatsch, die Billagverteilung wird vom Parlament geregelt. Der Zustupf für die kleinen wurde erst vor 1-2 Jahren erhöht.
    • Luku luku 29.12.2017 20:24
      Highlight Highlight Also du willst mir sagen das 3+ gezwungen wird, Bachelor und Bauer ledig sucht zu drehen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • demokrit 29.12.2017 15:05
    Highlight Highlight Tja, Copy&Paste in Grün. Also ich bin hier wirklich noch sehr unentschlossen. Eigentlich bin ich immer noch sauer darüber, dass aus der Billag einfach ohne Verfassungsgrundlage eine Zwangssteuer gemacht wurde. Einige umsatzstarke Handelsunternehmen ohne grosse Margen wurden damit zur Melkkuh degradiert und ich darf zwangsweise mitzahlen, obwohl kaum je Tagesschau, etc. schaue, vom Nur-Radiohörer ganz zu schweigen. Das scheint mir doch ein sehr veraltetes Payment-Modell. Steuern sollten stets das letzte Mittel für irgend etwas sein. Dazu kommt noch die fehlende Einsicht seitens der Politik.
    • FrancoL 29.12.2017 16:51
      Highlight Highlight Steuern braucht es überall dort wo eine Aufgabe nicht privat finanziert werden kann und der Service public ist nun mal so eine Aufgabe, zudem ist es eine Solidaritätsaufgabe die erst recht nicht privat finanziert werden kann. Also ist eine Steuer oder eine Zwangsgebühr das richtige. Ich erinnere Dich noch an die Tatsache dass ein Teil unserer Steuern verwendet werden um Gebühren bezahlen!
    • Troxi 29.12.2017 21:41
      Highlight Highlight Demokrit, Art 93. Absatz 3 BV: Die Unabhängigkeit von Radio und Fernsehen sowie die Autonomie in der Programmgestaltung sind gewährleistet.
      Wie willst das ohne Mediengebühren einhalten? Die Verfassungsgrundlage existiert!
    • demokrit 29.12.2017 22:43
      Highlight Highlight Nö, die SRF ist keine solche Aufgabe (zudem gemäss bereits mehreren Studien überhaupt nicht unabhängig). Es gibt auch eine NZZ/Lokalzeitungen/DieZeit. Die Tagesschau ist inhaltlich eher auf dem Niveau von 20min und bietet mir sicher keinen Mehrwert. Eine Verfassungsgrundlage für eine Steuer fehlt und wurde von der Bundesbeamtenschaft/Leuthard schelmisch umgangen:
      https://www.blick.ch/news/politik/aus-billag-gebuehr-wird-steuer-ist-die-srg-abstimmung-illegal-id3742265.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • ATHENA 29.12.2017 14:59
    Highlight Highlight Unabhängig von der Debatte um die No-Billag. Aber sollten Wahlplakate nicht einprägsam und kreativ sein? Ich finde das Plakat der Jungen Grünen eher verwirrend und kompliziert.
    • Fabio74 30.12.2017 17:07
      Highlight Highlight was ist denn an diesem Plakat nicht zu verstehen?
  • Michael Heldner 29.12.2017 14:56
    Highlight Highlight Und genauso streng wie die Mei wird wahrscheinlich auch die No Billag umgesetzt werden xD. Ein nein (egal wie knapp) würde ja nichts ändern. Wie man sieht wird der Auftrag der SRG ja sogar noch erweitert, statt auf das nötigste zu kürzen. Und in 4 Jahren heißt es dann, 2 Franken pro Tag muss uns der service Public schon wert sein, wetten? ;)
    • taisho-corer 29.12.2017 16:03
      Highlight Highlight Habt ihrs langsam mit der MEI? Die Initiative wurde politisch korrekt umgesetzt!
    • flying kid 29.12.2017 16:26
      Highlight Highlight Nein wurde sie nicht. Aber das lässt hoffen, dass wenn die No-Billag Initiative angenommen wird, es doch zu einer Lösung kommt die gut ist.
      SRG bleibt bestehen, aber die Gebühr wird gesenkt. Damit wäre alles geholfen.
    • Gipfeli 29.12.2017 16:27
      Highlight Highlight Guten Tag Herr Helden, die MEI-Initiative war weniger präzis formuliert und liess Spielraum zu. Der Initiativtext der No-Billag-Initiative lässt hingegen keinen Spielraum für Interpretationen zu.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fräulein sarahs gespür für den Islam 29.12.2017 14:33
    Highlight Highlight Die gigantische Armee, die sich unter der Flagge der Billag gefunden hat, setzt sich langsam in Gang.

    Zu viele hängen an den weitverzweigten Geldtöpfen der Zwangsgebühren, als das man da nicht Vollgas geben würde.

    Der "Blick" fährt schon eine Kampagne nach der anderen.

    Bald kommen neue dazu und das vielstimmige mediale Orchester, wird das Dröhnen eines Tsunami entfalten.

    Und die No Billag Initiative...
    ...in der Luft

    zerfetzten.
    • lilas 29.12.2017 15:13
      Highlight Highlight Was die Geldtöpfe betrifft käme wohl mancher ins Staunen wenn die Initiative angenommen würde und es ginge dann nicht mehr um irgendwelche dubiosen Geldtöpfe sondern erst recht ans Portemonnaie oder hast Du das Gefühl danach ist alles gratis?
    • let,s go 29.12.2017 15:17
      Highlight Highlight Kularing
      Leider hast du Recht.

      Mit der NoBillag Initiative, kämpft David gegen Goliath.
      Die Gegner sind zu zahlreich, als das es diesen nicht gelingen würde dies Initiative in den Dreck zu ziehen.

      Dabei währe es die Abschaffung, der ungerechtesten und unnötigsten Steuer, für alle!
    • Dominik Treier (1) 29.12.2017 17:39
      Highlight Highlight Milliardenschweere Wirtschaftsvertreter, welche klar am meisten profitieren würden, wie Blocher sind David gegen Goliath... Aha... Wenn der Vergleich nicht so blödsinnig wäre würde ich darüber lachen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sportfan 29.12.2017 14:32
    Highlight Highlight Liebes Watson Team. Wir haben uns nun schon monatelang hier gefetzt. Jede noch so kleine „News“ zu diesem Thema kommentiert usw. Bringt doch einmal Experten zu diesem Thema. Medienexperten die uns klar sagen, so und so sieht es aus, das funktioniert, das eher nicht. Sprecht mit „betroffenen“ aus Sport, Unterhaltung, Musik usw. Einfach mal ein paar Fakten und nicht nur jeden Furz von Politikern. Ich würde mich so darüber freuen und es würde uns so viel bringen.
    • phreko 29.12.2017 15:50
      Highlight Highlight Du willst wissen wie es ohne öffentlich-rechtliche Sender geht? Schau in die USA. Denn überall in Europa haben sie öffentlich-rechtliche Stationen.

      Es gibt zu diesem Thema schlicht keine klaren Aussagen, sonst wären die schon lange gekommen.
    • SteveLaCroix 29.12.2017 16:36
      Highlight Highlight Und in den USA ist jetzt einfach alles SCHLECHT? Einfach so, nur weil Trump gerade Präsident ist? (DAS ist wirklich SCHLECHT ;-)). Aber auch sonst? Sind alle TV-Sender dort drüben einfach Fake-News? Dann würdest du ja wiederum Trump zustimmen... willst du das?
    • phreko 29.12.2017 19:20
      Highlight Highlight @Steve: Die sind politisch noch deutlich weiter polarisiert als wir in der Schweiz. Das sind komplett getrennte Welten!

      Wer gerade an der Macht ist, ist Nebensache. Das Problem ist mehr, dass da überhaupt keine gemeinsame Basis mehr vorhanden ist, was auch deutlich auf den Medienkonsum zurückzuführen ist.
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  • elias776 29.12.2017 14:29
    Highlight Highlight -falt *
  • elias776 29.12.2017 14:28
    Highlight Highlight Ich habe die ganze Zeit das Gefühl, dass die meisten die für die No-Billag Intiative stimmen, KEINE ahnung haben wie extrem wichtig unsere Medienviel-unabhängigkeit ist.
    • Michael Heldner 29.12.2017 15:09
      Highlight Highlight Nun kurz vor der No Billag Initiative hieß es z.B vor allem bei nen Nachrichten es herrsche eine regelrechte Medien-Flut (und keine Vielfalt). Frau her erfuhr man einmal am Abend alles wirklich wichtige, heute wird man von Nachrichten so erschlagen, dass wir regelrecht abgestumpft sind. Muss man denn wirklich 10 mal am Tag die gleichen Nachrichten über alle Kanäle bekommen? UnterhaltungsTV ist kein Grundrecht genauso wenig wie Sport im TV, warum also es zu einem hochstilisieren? Und kann ein staatlich beschüzter Kanal welcher Politiker im Verwaltungsrat einsetzt wirklich unabhängig sein ?
    • Eric Lang 29.12.2017 15:43
      Highlight Highlight Welche Unabhängigkeit oder anders gefragt, wenn im umgekehrten Fall rund 70 Prozent der Journalisten bei der SRG politisch Rechts wären, würdest Du dann immer noch die Neutralität und Unabhängigkeit der Medien beschwören?
      Dass derzeit rund 70 Prozent der SRG Journalisten Links stehen, weisst Du ja vermutlich besser als ich.
      Und die Daten beruhen auf einer unabhängigen Befragung der SRG Journalisten, ist also keine Erfindung der NoBillag Befürworter.
    • Roterriese 29.12.2017 15:48
      Highlight Highlight Dann erläutern sie uns doch bitte detailliert und bitte auch ausführlich, wie extrem wichtig diese Medienviel-unabhängigkeit ist. Oder dreschen sie hier mit Phrasen, von denen sie in Wirklichkeit gar keine Ahnung haben?
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Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

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