Schweiz

Das Flugzeug wurde beim Absturz in Einzelteile gerissen. bild: telezüri

«Der Pilot wählte die falsche Route»

Der beim Flugzeugabsturz am Freitag verstorbene Pilot soll nicht korrekt geflogen sein, wie ein Mitglied der Motorfluggruppe Oberengadin sagt.

06.08.17, 11:19

Beobachtet wurde die Piper von Passagieren der Diavolezza-Bergbahn, die das Flugzeug in der Kabine hörten und zum Himmel schauten. Dort entdeckten sie es aber offenbar nicht. «Ich entdeckte die Maschine dann weit unten und dachte: Die fliegt zu tief», sagt ein Augenzeuge gegenüber dem «Sonntagsblick». Sekunden später zerschellte das Flugzeug.

Am Steuer des Flugzeuges sass ein 60-jähriger Pilot. Der aus dem Engadin stammende Hobby-Pilot, der seit kurzem nicht mehr in der Schweiz wohnte, engagierte sich seit Jahren für das Jugendlager und koordinierte die Lager-Flüge.

Er engagierte sich bei den Motorfliegern und gewann einen Pokal für seine Punktlandungen. Flugkollegen beschreiben ihn jedoch «als eher unsicheren Piloten, ja sogar als ängstlich», wie der «Sonntagsblick» schreibt. «Der Pilot wählte die falsche Route», äusserte sich ein langjähriges Mitglied der Motorfluggruppe Oberengadin.

Christian Gartmann, Sprecher der Motorfluggruppe Oberengadin, hält fest: «Der Pilot kannte sich im Gebiet aus und absolvierte alle Tests.»

Bei Lufttaufe abgestürzt

Die sogenannte Lufttaufe, der erste Rundflug mit einem Flugzeug, hätte der Höhepunkt für die rund 200 Teilnehmer des Jugendlagers des Aero-Clubs in S-chanf GR sein sollen. Durchgeführt wurde der Flug von der Motorfluggruppe Oberengadin mit einer einmotorigen Piper PA-28.

Das Flugzeug mit der Immatrikulation HB-PER stieg am Freitag zu seinem zweiten Rundflug auf und zerschellte. Zwei Buben (14) und der Pilot waren sofort tot, eine 17-Jährige wurde schwer verletzt.

Grosse Trauer nach Flugzeugabsturz

Im Engadin sitzt der Schock nach dem tödlichen Unglück tief. Die Jugendlichen Lagerteilnehmer nahmen von den Opfern Abschied. Video: © telem1

Das könnte dich auch interessieren:

Dem Nachtzuschlag gehts an den Kragen – und Uber ist daran nicht ganz unschuldig

Für 27 Franken nach Berlin? So teuer müsste dein Flug eigentlich sein

Diese Feministin will die SVP aus Debatten (und Taxis) verbannen

Erwachsensein – wie du es dir vorgestellt hast, und wie es wirklich ist

Poisson prallte gegen einen Baum: «Als wir am Unfallort ankamen, war er bereits tot»

Wie lit bist du, du sozialtoter Bruh? Wir suchen die Jugendwörter vergangener Jahre

Erfolg für Facebook-Schreck Max Schrems: Datenschutz-Aktivist kann Facebook verklagen

5 Grafiken, die man im No-Billag-Nahkampf kennen muss

Diese 6 Grafiken zeigen, in welchem Kanton du für die Autoprüfung am meisten zahlst

Nico Hischier ist in seiner ersten NHL-Saison besser unterwegs als Auston Matthews

«Cookies»-Backen in der Schweiz – ein Drama in 5 Akten

10 Vorteile, die nur sehr langsame Leute kennen

Gesichtserkennung beim iPhone X angeblich überlistet

Alle Artikel anzeigen

Die grössten Flugzeuge der Welt

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tesfa 06.08.2017 15:47
    Highlight Mit ein paar Aussagen aus dem Sonntagsblick einen solchen Artikel mit dieser Überschrift zu publizieren ist peinlich, ob Aargauer Zeitung oder watson.
    28 1 Melden
  • E. Edward Grey 06.08.2017 11:52
    Highlight Nie wirkte Werbung vor dem Videobeitrag deplatzierter.
    14 2 Melden
  • Flughund 06.08.2017 11:43
    Highlight Bitte keine Boulevard-Spekulationen analog Blick (Pilot galt als ängstlich, falsche Route etc.. ) verbreiten das ist unseriös.
    Definitive Klarheit gibt erst der Schlussbericht der SUST (Was in der Regel 1-2 Jahre dauern kann.) Zudem was sind das für "Fliegerkollegen" die solche Mutmassungen gegenüber der Presse zu besten geben.
    34 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.08.2017 08:36
      Highlight Die Frage ist auch, was die Fliegerkollegen wirklich gesagt haben und was der Journi daraus gemacht hat.
      3 0 Melden

Mit Fuchs verwechselt: Bündner Jäger (80) erschiesst Hund

Tödliche Verwechslung: Ein Jäger hat am Dienstagabend einen Hund für einen Fuchs gehalten, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilt. Er schoss auf das Tier und traf es tödlich. 

Der 80-Jährige befand sich auf der Passjagd im Gebiet Schlappin bei Klosters, als um 21 Uhr ein Hund über die Wiese vor ihm lief. Der Jäger hielt ihn für einen Fuchs und drückte ab. Die Hintergründe des Fehlabschusses werden im Moment von der Kantonspolizei Graubünden geklärt. (mlu)

Artikel lesen