Schweiz

Zürcher Polizei schoss 13 Mal auf Angreifer – keine Hinweise auf terroristischen Hintergrund

28.12.15, 15:18 28.12.15, 16:34

Zwei Polizisten stoppten gestern mit ihren Dienstwaffen in Zürich-Wiedikon einen Mann, der mit einem Messer auf sie losging. Nun ist klar, dass die Beamten insgesamt 13 Schüsse abgaben. Dies gab der zuständige Staatsanwalt Ulrich Weder am Montagnachmittag gegenüber «20 Minuten» bekannt.

Zu den Hintergründen der Tat konnte die Staatsanwaltschaft noch keine Auskunft geben. Konkrete Hinweise zu einem antisemitischen oder terroristischen Hintergrund bestünden aber nicht, so Weder. 

Beim Angriff wurde der 42-jährige Angreifer aus Äthiopien schwer verletzt und musste im Spital notoperiert werden. Sein Zustand ist kritisch, aber stabil. (cma)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
34
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Olf 28.12.2015 22:48
    Highlight ich als Polizist hätte in diesem Fall nicht auf die Beine geschossen #counterstrike
    6 6 Melden
  • metall 28.12.2015 20:56
    Highlight Beruhigend zu wissen dass die nicht besser schiessen.
    5 9 Melden
  • sutti86 28.12.2015 19:02
    Highlight Wenn man bedenkt, dass man auf eine Distanz von mind. 7 Metern eine reelle Chance hat, die Schusswaffe in Notwehr aus dem Holster einzusetzen, erübrigen sich die Diskussionen bezüglich Taser & Pfefferspray. Im Weiteren zeigen diverse gleichgelagerte Fälle, dass in Notwehr (Er oder ich!) automatisch mehr Schüsse abgegeben werden.

    Good job, Stapo!
    28 9 Melden
  • Peter Lustig 28.12.2015 18:52
    Highlight @ Shlomo:
    Bei der Aufnahmeprüfung für die Polizeischule legt man grossen Wert auf die Rechtschreibung. Da müssen Sie noch ein bisschen üben- überqualifiziert hin oder her. ;) Aber mal im Ernst Shlomo. Wenn man selber nicht dabei war, ist es immer einfach, alles besser zu wissen. Ich selber möchte nicht wissen, wie es sich anfühlt, so einem Menschen gegenüber stehen zu müssen!
    19 3 Melden
    • Shlomo 28.12.2015 20:02
      Highlight Wenigstens können die ja dann schreiben. Aber Schiessen oder autofahren können sie immer noch nicht.
      4 16 Melden
  • Gelöschter Benutzer 28.12.2015 18:46
    Highlight input aus tele züri: es wurde anscheinen mann-stopp munition verwendet. wie in solchen fällen üblich wird es ein verfahren geben und die verhältnissmässigkeit geklärt.

    persönlich stehe ich der polizei grundsätzlich kritisch gegenüber. die sicherheit von beamten und unbeteiligten geht meiner meinung aber klar vor der unversehrtheit des attackierers. man muss bei der verhältnisfrage auch berücksichtigen, dass unsere beamten nur selten (zum glück) die waffe ziehen müssen und ein ernstfall meist ein erstfall ist. somit die routine fehlt und fehler irgendwo auch menschlich sind.
    15 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.12.2015 19:14
      Highlight Mit Fehler meine ich nicht, dass grundsätzliche Fehler begangen werden.
      Ich meine damit, dass durch den sehr hohen Adrenalinausstoss (Realität ist einfach konmplett anders als Training) nicht alles 100% genauso gemacht wird oder abläuft wie man das eben geübt hat.
      14 0 Melden
  • Peter Lustig 28.12.2015 17:14
    Highlight @Shlomo:
    Ich habe einen guten Vorschlag an Sie. Bewerben Sie sich doch bei der Polizei und machen Sie es besser.
    Ich würde Ihre Reaktion gerne sehen in dieser Situation!!
    39 5 Melden
    • Shlomo 28.12.2015 17:30
      Highlight Tut mir leid die würden mich nicht nehmen. "Zu überqualifiziert" 😜
      9 49 Melden
    • Shlomo 28.12.2015 17:50
      Highlight Mal ernsthaft herr Lustig, ich erwarte von der Polizei, das sie in solchen Fällen die Verhältnismässigkeit wahren und nicht eine Wildwest-Schieserei veranstalten. Dies zeugt klar von unprefessionalität.
      10 50 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.12.2015 18:33
      Highlight Shlomo, diese Tragödie ist am 24. Dezember 2015 in Deutschland passiert:

      http://www.spiegel.de/panorama/justiz/herborn-polizist-mit-messer-erstochen-a-1069462.html
      10 1 Melden
    • Sash 28.12.2015 18:40
      Highlight @Shlomo (ich versuch's neutral!): eine Messerattacke ist etwas vom gefährlichsten und unberechenbarsten, da selbst ein Ungeübter durch wildes Umsichstechen einen riesen Schaden anrichten kann. Nach einem Körpertreffer auf einen rennenden Angreifer hat dieser noch genügend Energie in seinem Lauf, um noch mehrere Meter ungebremst zurückzulegen. Der Schusswaffengebrauch bei einer Messerattacke ist daher gerechtfertigt! In dieser Situation ist eine Wirkungsabschätzung extrem schwierig, was logischerweise eine erneute Schussabgabe nach sich zieht bis das Ziel eine effektive Wirkung zeigt.
      25 2 Melden
    • MaxM 28.12.2015 19:01
      Highlight Ich würde sogar gern mitmachen und erfülle wohl all die Voraussetzungen. Aber für den Lohn... Sorry, ich verdiene jetzt wesentlich mehr.
      Man kann halt nicht sehr guten Konditionen und eine umfassende Grund(aus)bildung verlangen und dann noch so - vergleichsweise - wenig zahlen. Erfüllt man all die Voraussetzungen, hat man in div. anderen Bereichen besseren Karrierechancen.
      4 4 Melden
    • Shlomo 28.12.2015 20:04
      Highlight Na ja MaxM so schlecht verdient man als Polizist auch nicht und man braucht dafür auch keinen Hochschulabschluss.
      3 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 28.12.2015 17:05
    Highlight OK ich denke 13 Schuss . . ist doch egal er ist gestoppt worden, Warnschuss, Körperschuss die Polizei machte ihren Job, was wäre wenn der Mann erst einen Polizisten verletzt und dann gestoppt wird. Die Polizei hat auch ihr leben zu schützen es war so oder so Notwehr. Guter Job ein Lob an die Polizisten. Danke
    69 7 Melden
  • Philipp Burri 28.12.2015 16:15
    Highlight الله أكبر ist ja natürlich auch das Credo der allseits beliebten Religion des Friedens und nicht etwa das "Ich spreng mich jetzt dann gleich ins Jenseits"-Mantra der Terroristen... schön, dass Watson das im Gegensatz zu den anderen Medien noch festgehalten hat.. Chapeau
    17 9 Melden
    • Zuagroasta 28.12.2015 21:39
      Highlight Dass es der Blick gepostet hat, war ja klar.
      Die Frage hier ist für mich, ob ein durchschnittlicher Europäer in einer Stresssituation den Unterschied zwischen Arabisch und Amharisch bzw. einer der x anderen Sprachen der Äthiopier erkennen kann.
      Die Anhänger, der von dir genannten Religion, sind dort eine Minderheit.
      1 0 Melden
  • Kookaburra 28.12.2015 15:39
    Highlight Wow! 13 Schüsse!

    Ich wette, der Mann war nach zwei Treffern ausser Gefecht.

    Wieviele haben getroffen? Sind das unsere Besten? Treffen die so schlecht?

    War der Äthiopier Jude? Oder einer der Polizisten? Oder sind unsere Polizisten Amerikaner?

    Und wieso haben wir keine Kameras an den Polizisten-Pistolen?
    27 146 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.12.2015 15:50
      Highlight hast du die Ironie Tags vergessen?

      Falls nicht:
      je nachdem in welchem Zustand der Mann war, reichen 2 Treffer aus einer 9 Millimeter eben nicht. Mit genügend Adrenalin, Drogen/Medikamenten kann auch jemand der ein paar Kugeln eingefangen hat noch auf die Beamten losstürzen. Der Mann hatte zudem ein Messser, die Bematen waren definitiv in Gefahr. Und nicht jeder Schuss trifft an einer Stelle, die den Angreifer stoppt, es handelt sich immerhin um ein bewegliches Ziel - von den 13 Schüssen trafen vermutlich nicht alle.
      Zur Erinnerung: Mann-Stopp-Munition wurde für die Polizei nicht bewilligt.
      93 8 Melden
    • Sir Jonathan Ive 28.12.2015 15:56
      Highlight Zudem weiss man nur, dass 13 Schüsse abgegeben wurden. Man hat keine Erkenntnisse wieviele der Schüsse auf den Mann abgegeben wurden. Das könnten auch nur zwei gewesen sein. Denn vermutlich wurden zuvor einige Warnschüsse losgelassen.

      Es stellt sich mir aber vor Allem die Frage, ob die Polizei in Zürich keine Taser bei sich tragen. Wenn dies nämlich nicht der Fall ist, ist dies ein Punkt, bei dem nachgebessert werden müsste. Zwei Taser-Schüsse hätten den Mann wohl auch gestoppt.
      51 4 Melden
    • Mafi 28.12.2015 16:04
      Highlight Absolut einverstanden. Taser wären notwendig und wichtig!

      Entscheidend ist aber, dass der Vorfall gut aufgearbeitet wird und bei Verfehlungen die Polizisten zur Rechenschaft gezogen werden. Ich vermute aber, dass die Schüsse gerechtfertigt waren, wie von D00A erwähnt.
      21 5 Melden
    • Shlomo 28.12.2015 16:05
      Highlight Sofern das Warnschüsse waren sind die Polizisten wohl nicht klar im Kopf. Es handelt sich um ein Wohngebiet.
      Aber auch wenn 13 Schüsse von dene mehrere umliegende In umliegende Gebäude eingeschlagen sind, sind doch eher eine bescheidene Bilanz. Ich bin geradezu froh darf die Polizei keine Mann-Stopp-Munition gebrauchen. Man stelle sich vor eine umherfliegende Kugel trifft einen Passanten.
      14 56 Melden
    • AL:BM 28.12.2015 16:11
      Highlight Welche Polizeischule haben Sie abgeschlossen? Scheinbar wissen Sie ja sehr viel über Einsatztaktik.
      Der Schusswaffeneinsatz ist so lange legitim bis die Bedrohung neutralisiert ist. Und nein neutralisiert heisst NICHT tot!

      13 Schüsse können durchaus nötig sein. Ein bewegliches Ziel, im Halbdunkel, man muss dem Angreifer ausweichen, Warnschüsse, usw.

      @Sir Jonathan Ive
      Taser sind bei der Kapo ZH im Einsatz, jedoch bei der Stapo nur bei den Scorpion Einsatzkräften.
      Wäre auf jeden Fall eine wichtige Alternative. Die Politik tut sich nur schwer, da verboten und weil man Todesfälle befürchtet...
      48 5 Melden
    • Philipp Burri 28.12.2015 16:19
      Highlight @AL:BM: Ist ja auch ne komische Argumentation, dass man statt Taser Schusswaffen einsetzt, weil man bei ersteren Todesfälle befürchtet.. auf sowas können auch nur Politiker und Anwälte kommen
      19 7 Melden
    • Bowell 28.12.2015 16:20
      Highlight @shlomo: Du hättest dem Täter lieb zugeredet oder wie darf ich mir Deine Alternative vorstellen? Geschosse sind desweiteren immer ungünstig, wenn sie Unbeteiligte treffen. Bei Mannstoppmunition wäre diese Gefahr aber durch eine geringere Durchschusswahrscheinlichkeit kleiner als bei herkömmlicher Munition. Die zur Zeit vorliegenden Infos zeigen m. E. eine hervorragende Arbeit der Polizei, die einen bewaffneten Angreifer unschädlich machen konnten und damit sich selbst und Andere vor Schaden bewahren konnten.
      25 2 Melden
    • Abel Emini 28.12.2015 16:20
      Highlight Mit welchem Geld wird der "Angreifer" nun geheilt werden?!!!!
      9 32 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.12.2015 16:34
      Highlight "13 mal auf angreifer gefeuert" klingt einfach viel besser als wenn man (ehrlicherweise) schreiben würde "13 kugeln wurden abgefeuert"
      23 5 Melden
    • _kokolorix 28.12.2015 16:35
      Highlight während beim schusswaffengebrauch tote ja völlig ausgeschlossen sind...
      10 5 Melden
    • Anded 28.12.2015 16:41
      Highlight An alle Taser-Hui - Schusswaffen-Pfui: Steht er da und rührt sich nicht, könnte man mit grosser Vorsicht einen Taser-Einsatz erwägen. Bewegt er sich wird es schwieriger. Rennt er auf Polizisten zu, ist Taser zu riskant. Trifft man ihn nicht mit dem einzigen Schuss, hat der mit dem Messer gewonnen. Wenn es eskaliert, hat die Polizei nicht die Aufgabe den Angreifer möglichst sanft zu stoppen, sondern ihn möglichst effektiv zu stoppen. Ein Angreifer mit Messer ist gestoppt wenn er sich nicht mehr fortbewegen kann. Einzelne Treffer stoppen jemanden nicht zwingend.
      32 1 Melden
    • Shlomo 28.12.2015 16:44
      Highlight Bowell, eine "hervorragende" Arbeit wäre es wenn es keine Verletzten gegeben hätte. Des Weiteren frage ich mich wiso zwei Polizisten mehr als die hälfte ihres jeweiligen Magzines lehren mussten in einem Wohngebiet. Es ist nicht das erstemal, dass die Stadtpolizei und auch die Kapo mit ihrer Treffsicherheit von sich zu reden gibt, neben ihren bescheidenen Fahrkünsten mit mehreren Verletzten.
      3 49 Melden
    • Anded 28.12.2015 16:52
      Highlight @Philipp Burri und @_kokolorix: In dieser Taser-Debatte wird befürchtet, dass der vermeintlich harmlose Taser vermehrt zum elektrischen Pfefferspray wird, mit dem alles Renitente gefügig gemacht werden soll. Zum Beispiel einen betrunkenen aber unbewaffneten Randalierer. Klar ist er viel weniger gefährlich für den getroffenen als die herkömmlichen Feuerwaffen, aber doch zu gefährlich um in als Allzweckmittel einzusetzen. Es gäbe wohl nur wenige Situationen wo ein Tasereinsatz legitim und effektiv wäre. Bei einem solchen Angreifer wäre es zwar legitim aber zu Riskant für die Polizei.
      14 0 Melden
    • _kokolorix 28.12.2015 17:28
      Highlight @anded
      Meine Bemerkung war eher sarkastisch gemeint. Ich bin kein Befürworter von taser, genau aus den gründen die du aufzählt und weil ich an der Qualität unserer Polizisten zweifle
      8 14 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.12.2015 18:35
      Highlight Shlomo: wie genau wollen Sie Verletzte verhindern, wenn einer mit einem Messer durch die Gegend rennt? Das würde mich unglaublich wunder nehmen.
      Und wieso die Polizisten mehr als die Hälfte des Magazines abfeuerten: Diverse User haben Ihnen diese Frage schon beantwortet. Wieso wiederholen Sie eine Frage, die schon ausführlich beantwortet wurde?
      10 1 Melden
    • Bowell 28.12.2015 18:48
      Highlight @shlomo: Sollen sich die Polizisten abstechen lassen, nur weil sie in einem Wohnquartier angegriffen werden? Du würdest wahrscheinlich noch lauter schreien, wenn der Typ mit seinem 25cm (!) Messer Unbeteiligte getötet hätte, weil die Polizei zu zögerlich war...
      13 1 Melden

Bezirksgericht Zürich bestätigt: Der Besitz von geringen Mengen Cannabis ist straffrei

Zwei Mal war der Angeklagte im Sommer letzten Jahres wegen Besitz von Betäubungsmittel von der Polizei mit einer Ordnungsbusse von 100 Franken bestraft worden – zu Unrecht, wie das Bezirksgericht Zürich nun befand. 

Der Bezirksrichter folgte in seinem Urteil der Rechtsauslegung des Verteidigers, des Zürcher Jus-Studenten Till Eigenheer. Er konnte überzeugend darlegen, dass der Besitz von geringen Mengen Gras (unter zehn Gramm) unter Artikel 19b des Betäubungsmittel-Gesetzes BetmG fällt …

Artikel lesen