Schweiz
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Gibt es dieses Jahr eher Wasser- als Feuerfontänen am 1. August? Die Wahrscheinlichkeit steigt mit jedem Hitzetag.  Bild: KEYSTONE

Vermiest uns die Hitze den 1. August? Die besten Chancen auf Feuerwerk bleiben den Genfern und Ostschweizern. Für die Innerschweizer sieht es schlecht aus. 

Die Hitzewelle hat die Schweiz im Griff. Mit jedem Tag wird die Waldbrandgefahr in allen Kantonen prekärer. Für Pyromaniacs könnte der 1. August ein trauriger Tag werden. Wenn es so weiter geht, darf kein Feuerwerk gezündet werden. 

18.07.15, 14:14 18.07.15, 14:25

Die Schweiz flimmert vor Hitze. Die Böden starren vor Trockenheit, die Bauern fürchten um ihre Ernte und die Waldbrandgefahr steigt prekär. 

Bereits 13 Kantone haben ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe erlassen. In Luzern, Zug, Schwyz, Freiburg und im Tessin gilt sogar ein absolutes Feuerverbot im Freien. 

In diesen Kantonen sieht es für Feuerwerke am Nationalfeiertag besonders schlecht aus. «An eine Aufhebung des absoluten Feuerverbots ist im Moment nicht zu denken», sagt Silvio Covi, Fachleiter Schutzwald in Luzern. «Doch es bleiben ja noch zwei Wochen. Sollte es bis zum 1. August zu ergiebigen und langanhaltenden Niederschlägen kommen, könnte eine Aufhebung des Verbotes in Betracht gezogen werden», sagt er.

Eine Nachfrage bei Meteo Schweiz macht wenig Hoffnung: «Am Wochenende könnte es zu leichten Gewittern kommen, länger andauernder, flächendeckender Regen ist aber nicht in Sicht», sagt Bernd Konantz. «Und schon ab nächster Woche erwartet uns die nächste Hitzewelle.»

Waldbrandgefahr in der Schweiz, Stand 17.7.2015. Legende: schwarz = absolutes Feuerverbot, grau = Feuerverbot im Wald, gelb = mässige Gefahr, orange = erhebliche Gefahr, rot = grosse Gefahr, dunkelrot = sehr grosse Gefahr.  bild: waldbrandgefahr.ch

Und kurze Gewitter reichen eben nicht. «Bei derart trockenen Böden fliesst das Wasser bei Gewittern oberflächig ab und es kommt eher zu Naturereignissen wie Überschwemmungen als zu nachhaltig feuchteren Böden», sagt Covi und fügt an: «Zur Not feiern wir dann halt am 10. August.» 

Auch die beiden Basel sind in Alarmbereitschaft: «Der kantonale Krisenstab beurteilt die Lage wöchentlich neu», sagt Holger Stockhaus vom Amt für Wald. «Sollte es nicht grosszügig regnen, wird die Lage prekär. Die ersten zwei Juliwochen waren so heiss wie noch nie.» Für Feuerwerke könnte es auch hier eng werden. 

Die Zürcher sehen die Situation im Moment noch entspannter. «Obwohl die Böden auch hier sehr trocken sind, erfordert die Situation noch kein Feuerverbot», sagt Markus Pfanner von der kantonalen Baudirektion. Der Grund dafür sei, dass es in der Region Zürich, Schaffhausen und Thurgau vor der ersten Hitzewelle noch etwas länger geregnet habe. Die Chancen der Ostschweizer auf Raketen-Spass sind also intakt. 

Dennoch möchte Pfanner anfügen: «Sollte es nicht bald flächendeckend richtig regnen, ist auch hier ein Feuerverbot und damit ein Feuerwerks-Verbot durchaus denkbar.» Das letzte Mal waren Feuerwerke am 1. August im Rekordsommer 2003 verboten. 

Im Notfall feiert die ganze Schweiz halt in Genf die Eidgenossenschaft: Hier ist, obwohl die Stadt die Bürger auch auf Vorsicht beim Feuermachen hinweist, nur Waldbrandgefahrstufe «mässig» ausgerufen. Der Genfersee wird also wahrscheinlich am ehesten farbiges Feuer reflektieren. (rar)

Wo ist die Hitze am schönsten? In Paris, Amsterdam, London ...

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Damien 18.07.2015 17:02
    Highlight Solang ich mit Freunden grillieren (Balkon) und chillen kann, kann ich auf ein Feuerwerk verzichten.
    10 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 18.07.2015 16:15
    Highlight Der Dreck, den uns die Knallwütigen nach dem 1. August allein schon in der Luft hinterlassen, entspricht beim Feinstaub derselben Menge, wie sie alle (!) Dieselmotoren der Schweiz zusammen in einem Monat machen.

    Sorry Leute! Soviel menschliche Egozentrik kotzt mich an.

    Findet eine Möglichkeit eure bunten Lichtlein zu bestaunen ohne die Umwelt zu verseuchen.
    17 11 Melden
    • scouse 18.07.2015 17:28
      Highlight Schreiben Sie doch noch mehr Kommentare und regen Sie sich über die bösen bösen bösen Feuerwerke auf.🙈
      Klar ist es für die Umwelt nicht gut, aber es sind ja nur zwei Tage im Jahr.
      7 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.07.2015 18:18
      Highlight Nein, es sind - vom Dreck her - zwei Monate. Also ein Sechstel des Jahres.
      7 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 18.07.2015 16:06
    Highlight Grenzwerte für Feinstaub werden am 1. August jährlich um das ZEHNFACHE überschritten.
    9 9 Melden
  • Gelöschter Benutzer 18.07.2015 16:06
    Highlight Die Trockenheit ist schlimm. Aber wenn mal die Feuerwerke ausfallen am 1.8. wird das für mich trotzdem ein Freudentag. Ich krieg jedes Jahr das Kotzen ob so viel Dummheit. Private schiessen hier Feuerwerk im Wald ab oder auch direkt in den Wald hinein. Vom Dreck in der Luft gar nicht zu reden. Auf Fauna und Flora muss man ja keine Rücksicht nehmen. Hauptsache, das Ego hat Spass.
    17 7 Melden

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