Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Beziehungsdrama in Wilderswil BE

Ermittlungen in Wilderswil laufen: Polizei sichert Spuren und versiegelt die Wohnung der Opfer

04.11.14, 11:18

Bei den Nachbarn des gestern in Wilderswil BE getöteten Ehepaars sitzt der Schock über die Ereignisse unverändert tief: «Ich muss das alles zuerst verarbeiten», erzählt eine Anwohnerin am Dienstag gegenüber watson. Ein Nachbar und Augenzeuge sagt: «Ich trauere.»

Einen Tag nachdem das frischverheiratete Ehepaar, das mit drei Kindern in einem Chalet nahe des Bahnhofs wohnte, mutmasslich vom Ex-Mann der Portugiesin und Vater der Kinder erschossen wurde, ist die Polizei wieder vor Ort, sagt der Nachbar. «Sie machen Vermessungen am Tatort.»

Die Wohnung sei mittlerweile versiegelt und mit einem neuen Zylinder versehen worden. Wo die Kinder seien, wisse er nicht. «Sie wurden von einem Polizeiarzt abgeholt und sind seither nicht wiedergekommen», sagt der Zeuge. «Wir wissen auch nicht, ob er noch die Kinder erschiessen wollte», sagt der Augenzeuge zu den Gerüchten, wonach die zwei Töchter und der Sohn des mutmasslichen Schützen nur knapp mit dem Leben davongekommen seien. 

Identifikation der Opfer kann einige Tage dauern

Die jüngste Mitteilung der Kantonspolizei Bern beantwortet keine Fragen zum Hergang und Motiv der Tat. Auch ob der mutmassliche Todesschütze die Tat angekündigt hatte, ist nicht offiziell bestätigt. «Die Ermittlungen sind umfangreich und zeitintensiv», sagt Christoph Gnägi, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern auf Anfrage. 

Allein die Identifikation der Opfer am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern könnten einige Tage dauern.

Gesichert ist lediglich, dass zwischen 6 und 7 Uhr morgens Schüsse in der Nähe des Bahnhofs ertönten. Die Polizei fand auf dem Vorplatz vor dem Haus drei Opfer, darunter auch der mutmassliche Täter. Alle drei wiesen Schussverletzungen auf. Die mutmassliche Tatwaffe wurde vor Ort sichergestellt. (dwi)



Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Ein alter Zopf» – GLP-Politiker will Geschlechter abschaffen

Verschwindet das Geschlecht aus dem Pass? Nach GLP-Nationalrat Beat Flach soll der Bund nicht mehr zwischen Mann und Frau unterscheiden.

«Bist du ein Mann oder eine Frau?»: Egal, ob wir neue Schuhe bestellen, ein Abo lösen oder eine Umfrage ausfüllen – wir werden nach unserem Geschlecht gefragt. Auch der Staat gehört zu den Fragenden, und dies kaum sind wir auf der Welt. Die Antwort schreibt er in die Akten und druckt sie auf den Pass und die ID.

Was die meisten nicht hinterfragen, findet GLP-Nationalrat Beat Flach «ein alter Zopf». Geht es nach ihm, sollen das M oder F ganz aus dem Pass und dem Personenstandregister …

Artikel lesen